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29.06.2017 - 09:22 Uhr

Eschershäuser Benjamin Sobotta berichtet über seine Tätigkeit bei den Stuttgarter Kickers

Eschershausen/Stuttgart (mm). Eschershausen, Bevern, Dielmissen, Kirchbrak, Eschershausen - so lesen sich die Spielerstationen des 27-jährigen Benjamin Sobotta. Zuletzt war der Kreislehrwart ein wenig von der Bildfläche verschwunden. Bereits seit Oktober ist Sobotta beruflich in Stuttgart und auch in der Jugendabteilung der Stuttgarter Kickers tätig. Im Gespräch berichtet er was ihm an der Trainertätigkeit so reizt, wie es ihn zu dem professionellen Verein verschlagen hat und welche Ziele er als Trainer verfolgt.

Redaktion: "Benjamin, du seit Oktober in Stuttgart und nur noch selten in deiner Heimatstadt Eschershausen. Spielst du dort auch Fußball?"

Benjamin: "Leider schaffe ich das zeitlich nicht. Wenn ich mal in der Heimat bin und es passt, spiele ich am Wochenende bei der 1. Mannschaft vom MTSV."

Redaktion: "Du warst bis zu deinem Umzug als DFB Stützpunkttrainer des Stützpunkt Holzminden/Hameln-Pyrmont tätig. Wolltest du schon immer Trainer werden?"

Benjamin: "Ich habe es mir schon länger vorgestellt. Ich habe in meiner Jugendausbildung viel gesehen, viele Methoden und Vorgaben, die mir im Training begegnet sind, fand ich nicht zielführend und noch weniger hilfreich. Das erste Mal, dass ich mich mit dem Thema Fußballtrainer aber richtig beschäftigt habe, war im Jahr 2010 als ich Werner Brennecke als Trainer bekam. Sein Engagement gepaart mit Fachkompetenz sind in unserem Landkreis selten und haben mich inspiriert."

Redaktion: "Wann hast du deine Anfänge im Jugendbereich und deine C-Lizenz Breitensport gemacht?"

Benjamin: "2011 habe ich die C-Juniorenmannschaft der JSG Ith trainiert und schnell gemerkt, dass es ein interessantes Feld ist, welches mich packt. Parallel dazu habe ich im Kreis Holzminden die C-Lizenz Breitensport unter anderem mit Mario Surmann und Marinko Djak gemacht, jedoch merkte ich für mich, dass mir das Wissen nicht ausreichend ist und ich mehr kennen lernen wollte"

Redaktion: "Wir war dein weiterer Werdegang und wie es dazu gekommen, dass du Stützpunkttrainer geworden bist?"

Benjamin: "Ich habe mich für die B-Lizenz in Barsinghausen angemeldet und wurde 2013 zugelassen. Diese fand unter Leitung von Thomas Nörenberg langjähriger CO- Trainer von Horst Hrubesch unter anderem bei der U21 EM 2009 (Titelgewinn mit Boateng, Hummels, Neuer etc.). In Fachkreisen des DFB`s gilt er als einer der besten Trainer. Die Ausbildung unter ihm war mein wirklicher Startschuss in meiner Fußballkarriere. Die Wochen waren sehr lehrreich. Mein Prüfer (Bernard Augustin) in meiner B-Lizenz Prüfung hat mich direkt im Anschluss gefragt, ob ich beim DFB Stützpunkt anfangen möchte. 2015 habe ich noch in Edenkoben die Elite Jugendlizenz in einem weiteren dreiwöchigen Lehrgang erworben."

Redaktion: "Nun bist du Jugendtrainer bei den Stuttgarter Kickers - wie ist es dazu gekommen?"

Benjamin: "Ich habe mich mit meinen Lizenzen ganz normal wie bei einem Arbeitgeber beworben und hatte schließlich mit dem NLZ-Leiter Dieter Merkle ein Gespräch, in welchem er mich gefragt hat, mit welchem Spielsystem ich wann agieren würde und welche Vorstellungen ich habe. Etwas surreal war bei diesem Gespräch, dass er am Morgen noch mit mir über eine Anstellung verhandelt hat und am Nachmittag die Profimannschaft der Stuttgarter Kickers betreut hat und ich ihn bei Sport 1 im Fernsehen gesehen habe. Ich habe im November meine Tätigkeit im Trainerteam der U13 der Stuttgarter Kickers angetreten."

Redaktion: "Wie lief deine erste Saison bei den Kickers?"

Benjamin: "Ich habe als Co-Trainer der U13 angefangen. Als der Trainer im Januar zurückgetreten ist habe ich das Traineramt übernommen.Die Talentiade (Wettbewerb für die besten Mannschaften Baden Württembergs u.a. mit dem VFB, Großaspach, Ulm usw.) in Baden Württemberg, ist die höchste Liga in diesem Altersbereich und wird immer in der Rückrunde ausgeführt. Wir sind ungeschlagen Zweiter geworden, da wir leider zweimal Remis gespielt haben. Trotz des großen Aufwandes, ich arbeite 50 Stunden in der Woche, bin ich noch ca. 10 Stunden für die Kickers unterwegs. Das Trainerteam besteht zur Erläuterung des ganzen aus einem Trainer, Co-Trainer, Betreuer und einem Physiotherapeuten. Der Athletik- und Torwarttrainer ist für mehrere Jugendmannschaften zuständig."

Redaktion: "Wie geht's für dich in der kommenden Spielzeit weiter?"

Benjamin: "In der Saison 2017 / 18 gehe ich ein paar Jugenden höher und werde als CO- Trainer für die U16 der Kickers zuständig sein.

Redaktion: "Wie kann man denn Spieler bei den Stuttgarter Kickers werden? Wie groß ist dein Kader?"

Benjamin: "Grundsätzlich scouten wir für uns interessante Spieler. Allerdings ist es auch möglich sich bei uns über unsere Website zu einem Probetraining zu bewerben. Unser Kader ist momentan 21 Spieler stark und die Jungs sind letztes Jahr in der Regionalliga (höchste Jugendspielklasse Deutschlands) 6 geworden, deswegen ist unser Bedarf für die kommende Saison gedeckt."

Redaktion: "Wo spielt deine neue Mannschaft und welches Saisonziel habt ihr ausgegeben?"

Benjamin: "Meine Mannschaft spielt leider nur in der Landesliga und damit in der dritthöchsten Klasse. Die vorangegangene U16 hat leider den Aufstieg drei Spieltage vor Schluss verspielt - sie war das ganze Jahr über Erster. Dieser Umstand ist sehr schade, da wir aber einen sehr starken Jahrgang und auch Nationalspieler in unseren Reihen haben, ist es unser Anspruch einen sehr dominaten Fußball zu spielen und selbstbewusst die ersten Plätze anzustreben."

Redaktion: "Welche Ziele hast du als Trainer? Hast du A-Lizenz im Blick?"

Benjamin: "Ich finde Ziele limitieren. Ich bin 27 Jahre alt und genieße den Moment. Ich kann hier mein Können und Repotoire unter angemessenen Erfolgsdruck erweitern. Die A- Lizenz ist noch in greifbarer Nähe, hier muss ich im nächsten Jahr mal schauen, ob ich das beruflich unterkriege. Um dann aber karrieretechnisch noch weiter aufzusteigen, müsste ich beruflich was ändern und weiter sehr erfolgreich und hart arbeiten. Allerdings wäre es auch dann noch vermessen von der Fußballehrerlizenz auch nur zu träumen."

Redaktion: "Als Kreis-Lehrwart bist du noch im Kreis Holzminden tätig. Was rätst du Ihnen?"

Benjamin: "Ich kann nur sagen, dass man viel Zeit investieren und aufhören muss in Zeit zu denken, die man für den Fußball aufbringt und nicht mehr für andere Sachen zur Verfügung steht. Ich bin Trainer, weil es mir Spaß macht und ich morgens um 7 Uhr bei der Arbeit schon brenne um 18 Uhr mit den Jungs auf dem Platz zu stehen und das viermal die Woche. Das muss von allen Trainer, egal ob 2. Kreisklasse oder Juniorenbundesliga, der Antrieb sein. Das haben eure Spieler auch verdient. Ihr lebt vor, was eure Spieler für eine Einstellung haben! Im Training sollte der Trainer nicht zu abstrakt trainieren, sondern aus dem Spiel lernen und daraus langfristig Trainingspläne entwickeln."

Redaktion: "Du bist als Trainer bisher nur im Juniorenbereich in Erscheinung getreten - Wird man dich auch im Erwachsenenbereich sehen?"

Benjamin: "Derzeit fühle ich mich im Jugendbereich wohl, aber früher oder später werde ich sicherlich auch dort tätig sein."

Redaktion: "Wir wünschen dir weiterhin viel Spaß und Erfolg bei deiner Arbeit bei den Stutgarter Kickers und danken dir für das Interview."

Bejamin: "Gerne. Dankeschön."


Fotos: Stuttgarter Kickers





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