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Top 5 Nachrichten der Woche
Herren
Sonntag, 27. September 2020 20:35 Uhr
Tabellenführung verteidigt: Bodenwerder siegt hochverdient in Kirchbrak
Sonntag, 27. September 2020 19:43 Uhr

Polle (mm). Nach dem knappen 1:0-Sieg gegen den FC 08 Boffzen wollte der SV06 Holzminden am heutigen Sonntagnachmittag, neben eines Sieges gegen die noch punktlosen SG Wesertal, vor allem spielerisch überzeugen. Nach 90 Minuten stand ein 1:5-Auswärtssieg zu Buche.

„Wir haben zur Halbzeit mit 0:2 vorn gelegen und spielerisch eine sehr gute Leistung gezeigt. Mit ging es mir vorallem darum, wie wir uns unseren Chancen erspielen. Heute wurden Spielszenen auch mit Toren belohnt“, freute sich SV-Trainer Ali Chaabu über die Leistung seiner Mannschaft. Die Tore für den 0:2-Halbzeitstand hatten Fabian Doetz (26.) und Mehmet Alandagi (36.) erzielt.

Mehmet Alandagi (51.). Paul Lautenschläger (52.) und Max Rindler (64.) legten die Tore drei, vier und fünf nach. Das Tor zum 1:5-Endstand erzielte Alain Düwel in der 83. Spielminute. „Bei einer besseren Chancenverwertung wäre mehr drin gewesen. Über weite Strecken haben wir ein gutes Spiel gemacht, was ein positives Signal ist. Auf Leistung können wir aufbauen“, resümierte Chaabu.

„Wir haben es in der ersten Halbzeit versäumt die Tore zu machen und die ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit total verschlafen. Die Moral meiner Jungs hat auf jeden Fall gestimmt. Wir haben bis zum Ende alles versucht, aber viel zu viele einfache Fehler gemacht. Der Holzmindener Sieg geht in Ordnung, aber ist etwas zu hoch ausgefallen. Sie waren heute einfach die clevere Mannschaft“, berichtete SG-Trainer Kai Kunkel.

Foto: mm

Sonntag, 27. September 2020 19:33 Uhr

Ottenstein (mm). Auch das zweite Duell mit einem Aufsteiger konnte der VfL Dielmissen am heutigen Sonntagnachmittag auswärts für sich entscheiden. Nach dem 0:1-Sieg bei der SG Wesertal, setzte sich die Mannschaft von Michael Ahlers mit 1:3 beim TSV Ottenstein durch.

Es dauerte bis zur 34. Spielminute, ehe das erste Tor des Tages gefallen ist. Alexander Jachmann brachte den Gast aus Dielmissen mit 0:1 in Führung. In der 36. Spielminute konnte Ottenstein einen Strafstoß nicht zum Ausgleich nutzen. Bei der darauffolgenden Ecke von Christian Blachowski war Max Nöltker mit dem Tor zum 1:1-Ausgleich zur Stelle. Mit diesem Spielstand gingen beide Teams auch in die Pause.

Einen Abwehrfehler bestrafte Mark Meier-Mahlert in der 50. Spielminute mit dem Tor zum 1:2. Die Schlüsselszene der Partie folgte in der 59. Spielminute, als Marvin Trompa nach einer vom Schiedsrichterassistenten angezeigten Tätlichkeit mit der roten Karte des Feldes verwiesen wurde. Eine weitere rote Karte schloss sich in der 90. Minute bei einem Foulspiel von Jan-Oliver Sievers innerhalb des Ottensteiners Sechzehners an. Den fälligen Strafstoß verwandelte Mark Maier-Mahlert zum 1:3-Endstand.

„In Unterzahl haben wir uns gut geschlagen. Es gab die eine oder andere Chance auf beiden Seiten. Mit elf Mann wäre hier sicher ein Punkt möglich gewesen. Insgesamt war es ein gutes Spiel von uns. Wir haben gut mitgehalten“, empfand TSV-Trainer Richard Krämer.

„Ein verdienter Sieg trotz schlechter Leistung. Wir sind erst nach zehn Minuten ins Spiel gekommen, ohne aber wirklich zwingend zu werden! Ein gutes Spiel hat Justin Garthof gemacht. Wir haben unsere Toraktionen nicht konsequent ausgespielt und haben diese gleich als Konterchancen zurückbekommen. Von den Chancen her hätte es auch deutlicher werden können! Nächste Woche müssen wir uns gewaltig steigern, wenn wir in Hehlen bestehen wollen“, so VfL-Trainer Michael Ahlers abschließend.

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Sonntag, 27. September 2020 18:50 Uhr

Bevern (mm). Mit 9:1 hat der VfR Hehlen am heutigen Sonntagnachmittag beim MTV Bevern verloren. Wenig Worte hierfür VfR-Trainer Marco Jung fand: „Es ist unfassbar. Die Leistung war einfach nur unterirdisch. Das passiert, wenn man Freitagabend noch einen fast vollzähligen Kader hat und Sonntagmittag die Absagen eintrudeln. Mehr kann ich dazu nicht sagen!“

Bereits zur Halbzeit führte der MTV Bevern nach Toren von Jan Stellhorn (13./42.) und Kai Engelmann (25./45.) mit 4:0. Johannes Knödel (57.), Mark Sünnemann (65.) und Kai Engelmann (66.) legten die Treffer zum 7:0 nach. Mit einem Schuss aus 35 Metern konnte Daniel Winnefeld in der 70. Spielminute das Tor zum 7:1-Zwischenstand markieren. Jan Stellhorn (80.) und Til Engelmann (89.) sorgten mit ihren Toren für den 9:1-Endstand.

„Ich bin erschrocken von der Leistung des VfR Hehlen. Sie waren zwar ersatzgeschwächt, aber das hatte mit Gegenwehr nicht viel zutun. Unsere Elf hat super gespielt und kombiniert und damit dem Gegner nicht den Hauch einer Chance gelassen. Die Tore waren wunderschön herausgespielt und teilweise waren auch Traumtore dabei. Das Ergebnis ist auch in der Höhe verdient und hätte sogar in den zweistelligen Bereich gehen können. Wir freuen uns über den Kantersieg“, berichtete Beverns sportlicher Leiter Sven Häder, der im Gespräch mit der Redaktion den Dreierpackschützen Kai Engelmann und Jan Stellhorn ein Sonderlob aussprach.

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Sonntag, 27. September 2020 18:18 Uhr

Nettelrede (mm). Der TSV Lenne setzt seinen Lauf fort. Unter der Woche hatte sich der TSV Nettelrede noch mit 3:1 gegen den TuSpo Grünenplan durchgesetzt. An diese Leistung konnten die Hausherren im Duell mit der Bettermann-Elf nicht anknüpfen. Bereits zur Halbzeit führten die Lenner Löwen mit 0:5. Nach 90 Minuten endete die Partie schließlich mit einem 2:7-Endstand. Somit holt Lenne den vierten Sieg in Folge und verteidigt die Tabellenführung.

"Die erste Halbzeit war ein sehr überzeugender, fast schon routinierter Auftritt", freute sich Lennes Trainer Björn Bettermann über die erste Halbzeit. Den Torreigen eröffnete Marvin Schütte in der zweiten Spielminute. Die Tore zum 0:5-Halbzeitstand legten Leon Niemann (14.), Marvin Schütte (22./29.) und Niklas Klemm (32.) nach.

Im zweiten Durchgang schraubten zunächst Cedrik Suchy (63.) und Tristan Schmidt (68.) den Spielstand auf 0:7. Den Fünf-Tore-Abstand stellten schließlich Moritz Ketelhake (84.) und Maik Vogt (88.) für Nettelrede wieder her. "In der zweiten Halbzeit fehlte ein bisschen Konzentration, Klarheit und Spaß. Nichtsdestotrotz ist es überragend was die Jungs leisten. Ich bin sehr, sehr stolz. Jetzt freuen wir uns auf das nächste Heimspiel und einen starken, hochmotivierten Gegner. Wir geben weiter Gas", war Bettermann von der starken Leistung seiner Mannschaft angetan.

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Sonntag, 27. September 2020 17:46 Uhr

Holenberg (mm). Mit einer deutlichen Niederlage im Gepäck hat der TSV Holenberg am heutigen Sonntagnachmittag die Heimreise vom Auswärtsspiel beim TuS Germania Hagen angetreten. Bereits zur Halbzeit lag die Mannschaft von Martin Flenter mit 4:0 hinten. Nach 90 Spielminuten endete die Partie schließlich mit dem Spielstand von 5:0. Durch dieses Ergebnis rutschen die Roten vom zweiten auf den vierten Tabellenplatz ab.

"Mit Niclas und Lennart Homeyer sowie Patrick Schiermeister haben drei zentrale Stützen unserer Mannschaft gefehlt, die heute nicht ersetzt werden konnten. Wir haben das Spiel in der ersten Viertelstunde verloren. Durch individuelle Fehler ist Hagen zu zwei ganz schnellen Toren gekommen", blickte Holenbergs Fußballfachwart Gero Wessel auf Anfangsviertelstunde zurück, in welcher Emil Nasufovski (8.) und Rico Rellensmann (9.) die Tore für die Germanen erzielten. "Hagen hatte es danach leicht. Sie haben gut gestanden und mussten nur noch auf Fehler im Spielaufbau warten. Diese haben sie mit Kontern bestraft", berichtete Wessel weiter. So konnte Abbas Issa den Spielstand mit seinen Toren in der 19. und 44. Spielminute auf den 4:0-Halbzeitstand stellen.

"Nach dem Seitenwechsel haben wir besser gespielt, waren aber insgesamt zu harmlos, um den auch in der Höhe verdienten Sieg der Hagener in Gefahr zu bringen. Bitter war die rote Karte gegen Marvin Wessel, der sich nach wiederholtem Foulspiel und verbaler Provokation zu einem Schubser hinreißen ließ und in den nächsten Spielen damit ebenfalls ausfallen wird", so Wessel abschließend, der sich in der 58. Spielminute das Tor von Rico Rellnsmann zum 5:0-Endstand anschauen musste. Aber auch beim TuS Germania Hagen gab es eine rote Karte. In der 72. Spielminute flog Emil Nasufovski nach einer Tätlichkeit vom Platz.

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Sonntag, 27. September 2020 11:29 Uhr

Grünenplan (mm). Am gestrigen Samstagnachmittag empfing der TuSpo Grünenplan die SSG Halvestorf/Herkendorf. Mit einer guten Einstellung zeigten die Grünenplaner eine couragierte Leistung. Letztlich musste sich die Delzer-Elf nach einer 1:0-Führung (Torschütze: Marvin Lipke) noch mit 1:3 geschlagen geben. Zum ausführlichen Bericht geht's hier.

Fotos: mm

Samstag, 26. September 2020 19:42 Uhr

Boffzen (mm). Nach drei Spielen ohne Sieg konnte der FC 08 Boffzen am heutigen Samstagnachmittag den ersten Dreier einfahren. Zu Gast war der stark gestartete Aufsteiger SG Lenne/Wangelnstedt II, welcher auch der Mannschaft von Serhat Kara alles abverlangt hat. Nach 90 Minuten durften die Hausherren einen 2:0-Sieg bejubeln.

In der 24. Spielminute fiel nach einer Umschaltaktion das Tor zum 1:0. Marec Wenzel setzte sich über die linke Seite durch. Wie in alten Zeiten bediente Wenzel Spielertrainer Serhat Kara, welcher aus Nahdistanz nur noch einschieben musste. Sechs Minuten später legte Boffzen das 2:0 nach. Im gegnerischen Sechzehner wurde Sascha Zeisberg zu Fall gebracht. Den fälligen Strafstoß verwandelte Christopher Leßmann zum 2:0.

"Wir haben uns nach dem 2:0 nurnoch auf das Verteidigen und Kontern konzentriert, dabei haben wir die Konter nicht sauber zu Ende gespielt. Lenne hatte durch Freistöße Gelegenheiten. Wir freuen, dass wir mal zu Null gespielt haben und wollen auf die Leistung nächste Woche in Eschershausen aufbauen", berichtete FCB-Sprecher Felix Senftleben.

"Ärgerlich, wir haben trotz aller Personalsorgen ein gutes Spiel abgeliefert und waren Boffzen mindestens ebenbürtig, in der zweiten Halbzeit sogar klar besser. Boffzen war heute allerdings brutal effektiv und wir leider nicht. Ich bin trotzdem stolz auf die Einstellung unserer Truppe und sie hat wieder bewiesen, dass sie in dieser Liga mithalten kann. Nächste Woche wird wieder angegriffen", zeigte sich SG-Trainer Steffen Schaper trotz der knappen Niederlage zufrieden mit der Lenner Leistung.

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Samstag, 26. September 2020 19:07 Uhr

Grünenplan (mm). Am heutigen Samstagnachmittag stand der TuSpo Grünenplan vor einer schweren Herausforderung. Mit der SSG Halvestorf/Herkendorf reiste der Topfavorit der Staffel an. Zudem fehlten der Mannschaft von Waldemar Delzer unter anderem mit Michael Seyd, Rene Göbel, Markus Langer und Jan Tiesemann einige Stammkräfte, was die Aufgabe nicht einfacher machte. Letztlich endete die Partie mit einer 1:3-Niederlage.

Die SSG Halvestorf/Herkendorf besaß bereits nach fünf Spielminuten die erste gute Chance des Spiels. Nach einer Flanke von Sebastian Latowski nahm Adem Avci den Ball direkt. TuSpo-Keeper Tim Stolzenberg war auf der Hut und konnte somit die Chance vereiteln. Nur fünf Zeigerumdrehungen später kam der Ball erneut Adem Avci, der einen Volleyschuss an die Latte setzte. In der 14. Spielminute ging Kai Brixius mit dem Ball zur Grundlinie und legte diesen in den Rückraum der Grünenplaner Abwehr. Den Torschuss von Sebastian Latowki konnte Tim Stolzenberg ebenfalls parieren.

Nach 20 Minuten konnte der erste Torabschluss des noch punktlosen TuSpo Grünenplan notiert werden. Hierbei schoss Marvin Lipke den Ball am langen Pfosten vorbei. Eine Zeigerumdrehung später hatte Halvestorf bei einem langen Ball Schwierigkeiten. Der Kopfballrückpass des Halvestorfer Verteidigers zum Torwart war zu kurz, sodass Marvin Lipke an den Ball kam und diesen über den SSG-Keeper Tim Kallmeyer zum 1:0 ins Tor legte.

In der 35. Spielminute bekam TuSpo-Verteidiger Andrej Delzer den Ball im eigenen Strafstoß an die Hand, sodass der Schiedsrichter keine andere Wahl hatte, als auf Strafstoß für die Gäste zu entscheiden. Zum fälligen Strafstoß trat Sebastian Latowski an, der das Spielgerät deutlich über das Grünenplaner Gehäuse schoss. Vier Minuten später sollte schließlich das Tor zum 1:1-Ausgleich fallen. Eine Flanke von Kai Brixius schlug abgefälscht im Grünenplaner Tor ein. Für Verwirrung hatte der Schiedsrichterassistent einige Sekunden vor dem Treffer gesorgt, als er mit seiner Fahne eine Abseitsstellung anzeigte und dies wieder änderte. Mit dem Halbzeitpfiff fiel das Tor zum 1:2-Halbzeitstand. Nach einer Hereingabe von SSG-Kapitän Alexander Baal köpfte Sebastian Latowski den TuSpo-Keeper Tim Stolzenberg an. Den Nachschuss verwertete schließlich der mitaufgerückte Verteidiger Tim Arndt. So ging die SSG mit einer schmeichelhaften Führung in die Pause.

In der zweiten Halbzeit bestimmte die SSG weiterhin das Spielgeschehen, doch klare Chancen konnten sich die Hamelner zunächst nicht herausspielen. Bitter bestraft wurde in der 67. Spielminute wieder einmal ein individueller Fehler. Dorian Dahler verlor den Ball in der Vorwärtsbewegung, was die Halvestorfer zum 1:3 ausgenutzt haben. Eingeleitet wurde das Tor durch Sebastian Latowski, welcher den Ball zu Adem Avci spielte. Mit einem Querpass bediente Avci seinen Teamkollegen Cezar Paraschiv, welcher aus Nahdistanz keine Mühen hatte, das Spielgerät einzuschieben.

Die Grünenplaner konnten sich im zweiten Durchgang keine nenneswerte Torchance herausspielen, sodass der Spielstand von 1:3 nicht mehr gefährdet wurde. Stattdessen besaß Tim Arndt nach einer Ecke einen Kopfball, mit dem er an Stolzenberg gescheitert ist (76.).  Drei Minuten später hätte das Tor zum 1:4 fallen müssen, doch der Doppeltorschütze aus dem Spiel gegen Holenberg Sebastian Latowski schoss den Ball aus wenigen Metern über das Tor. So blieb es letztlich beim 1:3. Auf Seiten des TuSpo Grünenplan zeigte man sich mit der Leistungsbereitschaft und Einstellung zufrieden.

Foto: mm

Frauen
Donnerstag, 24. September 2020 19:58 Uhr
Dielmisser Damen kehren ohne Punkte aus Rodenberg zurück
Mittwoch, 23. September 2020 11:02 Uhr

Boffzen (r). Die Damen des FC 08 Boffzen starteten am vergangenen Sonntag in das Abenteuer „Bezirksliga“. Als Gegner war der Mitaufsteiger TuS Lipperode zu Gast, welcher mit 4:2 geschlagen wurde.

Bereits in der ersten Minute setzte Laura Neils für den FC die erste Duftmarke, jedoch blieb ihr Abschluss zu zentral. In der fünften Spielminute machte sie es besser, als sie von Stefanie Vogt den Ball in den Lauf gespielt bekam. Neils setzte sich gegen ihre Gegenspielerin durch und versenkte den Ball im langen Eck zum 1:0. Lipperode schien durch den Gegentreffer nun geweckt worden zu sein und beteiligte sich ebenfalls am Spiel. Vivian Fogheri im Boffzer Tor musste einige Male in höchster Not eingreifen, um den Ausgleich zu verhindern. In der 23. Minute setzte Boffzen in die Lipperoder Drangphase einen Nadelstich, der zum 2:0 führte. Finnja Mindermann legte im Fünfmeterraum quer, sodass Sophie Lutter-Kayser nur noch ins Tor einschieben musste.

Der Gast aus Lipperode versuchte es gleich im Gegenzug, doch der Abschluss flog am Tor vorbei. Stefanie Vogt hatte die nächste Boffzer Großchance auf dem Fuß, ihr Schuss wurde im letzten Moment per Grätsche geklärt. In der 33. Minute erhöhte Boffzen auf 3:0. Stefanie Vogt spielte Laura Neils den Ball in den Lauf, welche zum Abschluss kam. Dieser wurde von der gegnerischen Torfrau noch abgewehrt, den Abpraller verwertete Finnja Mindermann souverän zum 3:0. Vier Minuten später konnte Lipperode eine ihrer vielen Chancen dann mal ausnutzen und auf 3:1 verkürzen. Stefanie Vogt war die letzte Torchance der ersten Hälfte zuzuschreiben, sie scheiterte freistehend an der gegnerischen Torfrau, sodass es mit dem 3:1 für Boffzen in die Halbzeit ging.

Die zweite Hälfte begann mit einer Großchance für Lipperode, welche erneut fahrlässig ausgelassen wurde. Sophie Lutter-Kayser zeigte sich für die erste Boffzer Chance in Durchgang zwei verantwortlich. In der Folgezeit neutralisierten sich beide Mannschaften, sodass sich das Spiel weitestgehend im Mittelfeld abspielte.

Lipperode hatte insgesamt fünf, sechs starke Angriffe, welche sie teilweise kläglich abschlossen. Boffzen kam in der 77. Minute ein weiteres Mal gefährlich vors Lipperoder Tor und nutzte diese Chance gleich zur vermeintlichen Vorentscheidung. Stefanie Vogt spielte erneut einen Diagonalball auf Laura Neils, die klug in den Rückraum auf Vanessa Hindrichs ablegte. Hindrichs traf mit ihrem Weitschuss unter Mithilfe der gegnerischen Tofrau zum 4:1. Boffzen ließ durch die komfortable Führung ein wenig die Konzentration nach, was Lipperode in der 82. Minute zum 4:2-Anschlusstreffer ausnutzte.

Doch an diesem Nachmittag war das Abschlussglück eindeutig nicht auf der Seite der Gäste, die bis zum Schlusspfiff nicht aufgaben. Weitere hochkarätige Chancen ließen sie jedoch aus, sodass Boffzen am Ende durch eine konsequentere Chancenauswertung nicht unverdient mit dem 4:2-Erfolg als Sieger vom Platz ging.

Zum Einsatz kamen: Vivian Fogheri, Rieke Böhm, Sina Gröbing, Finja Gießmann, Eileen Rolf (ab 58 Min. Vanessa Hindrichs), Sophie Lutter-Kayser, Kea Wirth (ab 34 Min. Carolin Helling), Nadine Griebelbauer, Laura Neils (ab 79 Min. Alicia Bönnighausen), Stefanie Vogt & Finnja Mindermann.

Foto: rw

Dienstag, 15. September 2020 16:41 Uhr

Dielmissen (mm). Mit Respekt, aber ohne Angst sind die Damen des VfL Dielmissen ins Spiel gegen die zweiten Mannschaft des HSC BW Tündern gegangen. In der Vorwoche hatten die Tünderaner den TSV Ottenstein noch mit 15:1 vom Platz geschossen, während die Mannschaft von Neu-Trainer Martin Schwarzer das Auftaktmatch gegen den ESV Eintracht Hameln trotz guter Leistung knapp mit 1:2 verloren hatte. Gegen den im Vergleich zur Vorwoche auf einigen Positionen veränderten Kader der Gäste setzte sich der VfL Dielmissen letztlich mit 1:0 durch.

"Die Mannschaft hat eine herausragende Leistung gezeigt und ist stark in die Zweikämpfe gegangen. Auch unsere Keeperin Ann-Kathrin Wiemann war “on fire” und hat die eine oder andere wirklich sehenswerte Parade gezeigt", freute sich VfL-Sprecherin Jasmin Meyke über die Leistung der Mannschaft.

Das Tor des Tages erzielte Melissa Neiner in der 14. Spielminute: Nach einem wunderbaren Pass von Laura Pötter hat sie sich gegen Tünderns Abwehr durchgesetzt und den Ball im Netz versenkt. In der Folgezeit ergaben sich auf beiden Seiten guten Aktionen, die aber nichts mehr einbringen sollten. So ging der VfL mit der 1:0-Führung in die Halbzeitpause.

In der zweiten Hälfte hieß es für den VfL dann: Ergebnis halten und/oder noch ein Tor hinterher legen. "Ein weiterer Treffer wäre durchaus drin, und verdient, gewesen. Vor allem Julia Vorat hatte einige sehr gute Chancen und ein Freistoß von Laura Pötter ging nur knapp über die Latte. Leider wurden wir nicht mit einem weiteren Tor belohnt. Dennoch ist die Freude über den Heimsieg riesig. Bedanken möchten wir uns für eine umsichtige und gute Schiedsrichterleitung", so Meyke abschließend.

Bereits am kommenden Sonntag geht's für den VfL weiter. Dann trittt die Mannschaft von Martin Schwarzer auf die SG Rodenberg, welche bisher erst ein Saisonspiel absolivert hat. In diesem Spiel setzten sich die Rodenberger mit 2:0 gegen den TSV Eintracht Exten II durch.

Foto: VfL Dielmissen

Mittwoch, 09. September 2020 19:06 Uhr

Hameln/Dielmissen (red). Am vergangenen Samstagnachmittag fand das erste Saisonspiel der Damenmannschaft des VfL Dielmissen statt. Das Auswärtsspiel beim ESV Eintracht Hameln sollte zugleich das erste Pflichtspiel unter der Leitung von Neu-Trainer Martin Schwarzer sein. Sowohl die Hausherrinnen als auch die Gäste traten in dieser Begegnung mit einem ersatzgeschwächten Kader an. 

Die Damen des VfL Dielmissen waren in der ersten Halbzeit direkt laufstark und aggressiv in den Zweikämpfen. Trotz der guten Leistungen aller Spielerinnen tat sich der VfL lange Zeit schwer, mehrere glasklare Chancen in Tore umzuwandeln. Erst in der 43. Spielminute traf Carmen Severin nach einem perfekt vorgetragenen Angriff zum 0:1. Somit gingen die Dielmisser Damen, welche im Vorjahr das direkte Duell vor heimischem Publikum für sich entscheiden konnten, mit einer knappen Führung in die Halbzeitpause.

Zu Beginn der zweiten 45 Minuten agierten die ESV-lerinnen hektisch und ein wenig verunsichert. Diese Phase endete nach einer guten Stunde, als Elisa-Katharina Cromwell den Ball per Freistoß im VfL-Tor unterbringen konnte. Davon ließen sich die motivierten Spielerinnen des VfL nicht unterkriegen und kämpften weiter. Sehr schöne, unzählige Spielzüge und Torschüsse von Janina Schwarzer und Marie Kleinwächter folgten, doch fanden nicht das gegnerische Tor. So kam es, wie es kommte musste: Elisa-Katharina Cromwell, Torschützin des 1:1, gelang in der 76. Spielminute das Tor zum 2:1-Endstand.

Die Damen vom VfL bedanken sich bei dem guten Schiedsrichter und können trotz einer unverdienten 2:1 Niederlage mit ihrer Leistung zufrieden sein. Am kommenden Samstag geht's schon weiter. Um 16 Uhr empfangen sie den Tabellenführer HSC BW Tündern II. Die Tünderaner Mannschaft konnte ihr Auftaktmatch gegen den TSV Ottenstein mit 15:1 für sich entscheiden, sodass in dieser Partie die Trauben für die Mannschaft von Martin Schwarzer sehr hoch hängen werden.

Foto: mm

Sonntag, 23. August 2020 18:37 Uhr

Kirchbrak (mm). Am gestrigen Samstagnachmittag hatte das Sportzentrum Kirchbrak mit der amtierenden U17-Juniorinnen Europameisterin Natasha Kowalski einen seltenen, aber sehr bekannten Gast. Im Alter von vier Jahren hat die aktuelle Zweitligaspielerin des VfL Wolfsburg II ihre Spielerlaubnis für den TSV Kirchbrak bekommen. Einige Jahre spielte das Talent aus dem Kreis Holzminden für den SV06 Holzminden. Der DFB weiß, dass solche Talente nur durch gute Jugendarbeit vor Ort, auch im ländlichen Raum, entdeckt und weiterentwickelt werden können. Deshalb werden die Heimatvereine von Jugendnationalspielern und -spielerinnen finanziell gefördert.

In Kirchbrak durchlief Kowalski die G-, F-Jugend und den jüngeren Jahrgang der E-Jugend. Der Trainer des TSV Kirchbrak war Stefan Brandt. Bei der JSG Ith wurde sie von Sonja Lage und Frank Schütte in der G- und F-Jugend betreut. Das zweite E-Jugend Jahr absolvierte sie unter Ali Omayrat bei der JSG Bodenwerder/Kemnade/Rühle.

Ab der D-Jugend wurde Natasha Kowalski von Sören Eilers in Holzminden trainiert und unterstützt. Fünf erfolgreiche Jahre in Bezirks- und Landesliga, in denen Natasha taktisch gefördert und auf ungeliebten Positionen eingesetzt wurde, um ihr Defensivverhalten zu verbessern. Insbesondere musste sie sich aber körperlich gegen kräftigere Jungen durchsetzen. Der SV06 Holzminden war dabei immer eine Besonderheit, da er in einer Jungenmannschaft immer zwei hochtalentierte Mädchen einsetzte, neben Natasha noch Luisa Oerke, die jetzt ebenfalls bei Hannover 96 hochklassig Damenfußball spielt. "Wir wünschen Natasha weiterhin viel Erfolg bei ihrer tollen Karriere und insbesondere, dass sie von schweren Verletzungen verschont bleibt. Dann wird sie als Aushängeschild des Fußballkreises Holzminden noch viele Erfolge feiern", ist sich SV06-Vorsitzender Jens Ebert sicher.

Aus dem Talenförderungsprogramm des DFB erhielt der TSV Kirchbrak eine Bonuszahlung in Höhe von 2.950 Euro. Der SV06 Holzminden durfte sich über einen Check in Höhe 1.700 Euro freuen, der der Jugendarbeit zugute kommen soll. Bei der Feierstunde, die von Meike Berger (zuständige Koordinatorin des NFV für Mädchenfußball und Auswahltrainerin) durchgeführt wurde, waren Sören Eilers und Jens Ebert (SV06 Holzminden), Ali Omayrat (SCM Bodenwerder), Manfred Tophinke, Markus Verwohlt und August Borchers (NFV-Kreis Holzminden), Nicole Meier (1. Vorsitzende TSV Kichbrak) sowie Stefan Brandt und Nils Meier (Spartenleitung Fußball, TSV Kirchbrak) anwesend.

FAKTEN ZU NATASHA KOWALSKI

Vereinshistorie

  • 08.01.2008: Mit 4 Jahren und 210 Tagen Spielerlaubnis für den TSV Kirchbrak
  • 07.08.2013 - 28.07.2014: Erstspielrecht für HSC BW Schwalbe Tündern
  • 29.07.2014 bis 09.07.2017: SV06 Holzminden
  • seit 10.07.2017: VfL Wolfsburg
  • B-Juniorinnen-Bundesliga: 33 Spiele / 34 Tore / 2x deutscher Meister
  • VfL Wolfsburg II (seit 01.07.2019 - Vertrag bis 30.06.2022), 2. Frauen-Bundesliga: 10 Spiele / 4 Tore

Niedersächsischer Fußballverband

  • 1. Sichtungstraining: 17.11.2012 in Lauenau (Jahrgang 2000 und jünger)
  • Prägendes Erlebnis: Feldsichtung am 19.07.2014 in Völksen
  • NFV U12 unter anderem 1. Platz beim norddeutschen Feldturnier in Bremen
  • NFV U14 1. Länderpokal in Duisburg vom 04. - 08.05.2016 (7.Platz) erste Sichtung für den DFB
  • NFV U14 - U18 seit 05.05.2016: 11 Spiele, 12 Tore

DFB

  • U15: 5 Spiele / 3 Tore / 1. Länderspiel am 03.11.2017 gegen USA (1:6) / 2. Länderspiel am 14.03.2018 gegen Belgien (8:2, Tor zum 6:0)
  • U16: 2 Spiele / 2 Tore
  • U17 11 Spiele / 8 Tore / Europameisterschaft in Bulgarien (5 Spiele) im Endspiel am 17.05.2019 gegen die Niederlande eingewechselt, 4:3 nach Elfmeterschießen, Europameisterin

Fotos: Karl-Heinz Teiwes und Jens Ebert

 

Donnerstag, 16. Juli 2020 13:38 Uhr

Delligsen (mm). Ziemlich überraschend kam die Nachricht, dass der Delligser SC zur kommenden Saison eine Damenmannschaft für Freundschaftsspiele gemeldet hat. Aber auch in Delligsen hatte man damit lange Zeit nicht gerechnet. Mittlerweile hat DSC-Damentrainer Patrick Görlach einen Kader von 20 Damen, die über keine oder wenig Erfahrung mit Vereinsfußball verfügen. Dementsprechend möchten die Delligser das Team behutsam aufbauen und mit Training und Freundschaftsspielen und -turnieren langsam an den Damenfußball heranführen, um die Mannschaft spätestens in zwei Jahren für einen Spielbetrieb anzumelden - am liebsten im Nachbarkreis Hildesheim.

Angefangen hat es mit drei Damen, welche im Herbst letzten Jahres beim DSC-Spartenleiter Carsten Sander angefragt haben. "Wir standen dem Thema offen gegenüber. Im November sagten sie, dass sie mittlerweile 14 sind, die Interesse hätten, bei uns Fußball zu spielen", freute sich Carsten Sander über weiblichen Zulauf im Verein. Somit machte sich Sander auf die Suche nach einem Trainer. Dort fiel ihm Sonja Berlin ein, die in der JSG Hils eine Mädchenmannschaft trainiert hatte. So fand schließlich im Dezember das erste Training mit 16 Spielerinnen statt.

Sonja Berlin gab jedoch nur die Zusage, die Anfänge der Damenmannschaft zu begleiten, sodass ein anderer Trainer für die Damenmannschaft gefunden werden musste. Dieser wurde in Person von Herrenspieler Patrick Görlach gefunden, welcher vor einiger Zeit noch Trainer der Damenmannschaft des MTV Banteln im Nachbarkreis Hildesheim war. "Wir trainieren derzeit regelmäßig mit etwa 13 Spielerinnen. Das Potential ist vorhanden. Uns fehlt die Spielpraxis, die wir mit Freundschaftsspielen und -turnieren sammeln werden. Die Damen haben jedenfalls richtig Lust und sich bereits für das Gemeinschaftsgefühl Trainingsanzüge besorgt", freut sich Görlach, der gemeinsam mit Herrentrainer Jens Rudolph die Trainer C-Lizenz machen wird, auf die Zeit als Damentrainer beim DSC.

Die Damen stammen hauptsächlich aus Delligsen sowie Grünenplan und Kaierde. "Wir würden uns sehr über Einladungen zu Freundschaftsspielen und -turnieren freuen", hofft Görlach, der sein Team als 9er Mannschaft gemeldet hat, auf Anfragen von bestehenden Damenmannschaften. Die Testspiele sollen dementsprechend mit 9 gegen 9 bei voller Platzbreite von Sechzehner zu Sechzehner stattfinden. Interessierte Damen, die Lust auf Fußball haben und interessierte Testspielgegner können sich gern bei Patrick Görlach unter goerlach-delligser-sc@web.de melden.

v.l.n.r.: Herrentrainer Jens Rudolph, DSC Vorsitzender Sven Linnemann, DSC Spartenleiter Carsten Sander, stv. DSC Spartenleiter Daniel Severit und Damentrainer Patrick Görlach.

Foto: mm

Montag, 22. Juni 2020 10:02 Uhr

Holzminden/Hannover (red). Nach sechs erfolgreichen Jahren verlässt Auswahlspielerin Luisa Oerke den SV06 Holzminden zur Saison 2020/2021 zu Hannover 96 in die Damen-Regionalliga. Dort wird sie unter anderem mit Anna-Lena Füllkrug (21 Tore in 13 Regionalligaspielen), der Schwester des früheren Torjäger von Hannover 96 und derzeit beim SV Werder Bremen spielenden Niclas Füllkrug, zusammenspielen. Da Hannover 96, anders als Gütersloh in der letzten Saison, einem Zweitspielrecht nicht zustimmt, war das Testspiel in Bad Driburg der letzte Auftritt von Luisa Oerke im Trikot des SV06 Holzminden.

Im Rahmen der letzten Trainingseinheit der U17 verabschiedeten Trainer Sören Eilers und der 1. Vorsitzende Jens Ebert Luisa Oerke im Beisein des gesamten Kaders mit einem kleinen Präsent und einem blauen Trikot. "Luisa war immer ein Vorbild in Sachen Willen und Einsatz für die Mannschaft. Sie ist keinem Zweikampf aus dem Weg gegangen, auch wenn die Jungs ihr körperlich überlegen waren. Egal, auf welcher Position ich Luisa eingesetzt habe, wußte ich immer, dass ich mich auf sie verlassen kann und ihre Aufstellung gerechtfertigt sein wird. Die Berufungen in die Niedersachsenauswahl, in den DFB-Sichtungslehrgang und auch der Wechsel nach Gütersloh in die B-Juniorinnen-Bundesliga haben uns im Verein auch sehr stolz gemacht", blickt Trainer Sören Eilers gern an die gemeinsame Zeit in der Kreisstadt zurück.

Höhepunkte in den gemeinsamen sechs Jahren waren sicher das souveräne Tripple in den D-Junioren und die Aufstiege in die Landesliga in der C- und B-Jugend. Jens Ebert betonte nochmal, dass Luisa Oerke sportlich und vor allem charakterlich eine Ausnahmeerscheinung ist und perfekt in das Team passt. „Gerne hätten wir sie bei uns behalten. Die Entscheidung von Hannover, ein Zweitspielrecht nicht zu genehmigen, ist nicht nachvollziehbar und ein Novum. Dadurch werden Vereine im ländlichen Bereich unnötig geschwächt und den Spielern wird eine wichtige Möglichkeit genommen, sich weiterzuentwickeln“, kann Ebert die Entschiedung aus der niedersächsischen Landeshauptstadt nicht verstehen.

Der SV06 Holzminden wünscht Luisa einen erfolgreichen Weg bei Hannover 96, aber vor allem alles Gute für das anstehende Abitur im nächsten Sommer. Ganz aus den Augen wird man sich nicht verlieren, da Luisa Oerke weiterhin 1-2 Trainingseinheiten in der U19 des SV06 Holzminden absolvieren wird.

Foto: SV06 Holzminden

Rede und Antwort
Dienstag, 05. Mai 2020 11:44 Uhr
Tristan Schmidt aus Golmbach: "Die Zeit bei Hannover 96 war überragend"
Donnerstag, 19. März 2020 12:44 Uhr

Boffzen (mm). FC 08 Boffzen, eine Herzensangelegenheit - so heißt es auf der offiziellen Facebookseite des Kreisligisten. Für Marvin und Calvin Böker ist dies nicht nur ein Spruch, sondern die Realität. Seit Kindertagen spielen die Brüder in den blau-gelben Farben. Im Gespräch mit der Redaktion stellen die beiden Kicker klar, warum es für sie nur den FCB gibt. Zudem blicken sie zurück, wie sie sich in ihren Kindertagen untereinander unterstützt haben.

Redaktion: "Warum habt ihr den FC 08 Boffzen bisher nie verlassen?"

Marvin: "Das liegt hauptsächlich daran, dass unser Vater nur für Boffzen gespielt hat und hier auch Trainer war. Wir beide haben hier angefangen und er hat uns immer unterstützt."

Calvin: "Er hat immer gesagt, dass wir entweder in Boffzen oder ganz weit weg von Boffzen spielen sollten. Aber wir hatten uns ohnehin geschworen eines Tages, wie die Gebrüder, René und Marec Wenzel, zusammen in der ersten Mannschaft zu spielen, sodass für mich, trotz ein paar Angeboten aus dem Höxteraner Raum, ein Wechsel kein Thema war. Umso schöner war es dann natürlich, gemeinsam mit den Wenzel's auf dem Platz gestanden zu haben."

Redaktion: "Wie verlief eure Jugendzeit? Welche Erfolge konntet ihr feiern?"

Marvin: "Ich wurde als Innenverteidiger ausgebildet und habe in meiner Jugendzeit jeweils einmal die Hallenkreismeisterschaft und den Kreispokal gewonnen. In der B-Jugend haben wir den Klassenerhalt in der Bezirksliga geschafft. In der A-Jugend sind wir sogar überraschend aus der Bezirks- in die Landesliga aufgestiegen."

Calvin: "Ich habe ebenfalls als Verteidiger angefangen und bin dann erst später zum defensiven Mittelfeldspieler geworden. Ich habe in der D-Jugend zweimal die Hallenkreismeisterschaft gewonnen. Der größte Erfolg war aber, dass wir in der C-Jugend Bezirksliga Dritter geworden sind."

Redaktion: "Wie würdet ihr eure Bruderbeziehung bezeichnen? Habt ihr euch viel unterstützt?"

Marvin: "Wir waren immer füreinander da und haben uns gegenseitig bei den jeweiligen Spielen zugeguckt. Wir haben früher auch viel gebolzt und hatten nie Probleme."

Calvin: "Genau. Wir spielen ja auch auf verschiedenen Positionen, sodass es da derzeit auch kein Konfliktpotential gibt. Für uns ist Fußball die Nummer eins. Wir unterhalten uns generell viel über Fußball und diskutieren auch nach unseren Spielen noch viel aus."

Redaktion: "Marvin, du warst auch schon zur ersten Amtszeit von Andrej Weibert aktiv. War es schwierig sich in die Mannschaft zu spielen?"

Marvin: "Nach dem Abstieg aus der A-Jugend Landesliga bin ich in den Kader der ersten Mannschaft gekommen. Ich habe beim Training unter Trainer Andrej Weibert alles gegeben. Er kam auch auf die Idee, mich zum Außenspieler umzuschulen. Da es zu dem Zeitpunkt sehr viele, gestandene Offensivspieler im Kader gab, war es für mich nicht ganz so einfach auf Einsatzzeiten zu kommen. Es lief aber von Anfang an familiär ab, sodass ich dankbar für jede Minute war."

Redaktion: "Du hast Andrej Weibert bereits erwähnt. Wie war er als Trainer?"

Marvin: "Er war ein sehr ehrgeiziger Trainer. Er hat immer versucht alles aus seinen Spieler rauszuholen. Ihm verdanke ich, dass ich in die erste Mannschaft gekommen bin. Er hatte auch privat immer ein offenes Ohr, aber wenn es um Fußball ging hat er absolute Ernsthaftigkeit erwartet."

Redaktion: "Welche Erfolge habt ihr im Herrenbereich eingefahren?"

Marvin: "Ich bin einmal Meister geworden und zweimal über die Relegation in den Bezirk aufgestiegen. In dem Meisterjahr konnten wir auch den Kreispokal in Bevern gewonnen. Das Highlight war aber der Kreispokalgewinn in Kirchbrak."

Calvin: "Da kann ich Marvin nur zustimmen. Das war auch bisher der einzige Titel, den ich mit dem FC 08 Boffzen geholt habe. Nach dem Spiel haben wir uns unseren Vater geschnappt und mit ihm und den Pokal ein Foto für die Ewigkeit gemacht."

Redaktion: "Marvin, du hast auch gemeinsam mit dem Ex-Profi Fatmir Vata auf dem Platz gestanden. Was war das für ein Gefühl?"

Marvin: "Es war einfach ein komplett anderes Gefühl. Er ist ein herzlicher Mensch, der jeden in der Mannschaft aufgebaut und mit Tipps geholfen hat. Es hat einfach Spaß gemacht, mit ihm zusammengespielt zu haben. Bei seinen Zuspielen hat er beispielsweise sehr viele Räume gesehen, die ein normaler Kreisligaspieler nicht gesehen hat. Das war schon einen andere Hausnummer."

Redaktion: "In der letzten Saison ging es für euch gegen den Abstieg. Wieso lief die Saison nicht so wie ihr euch das vorgestellt hattet?"

Calvin: "In der letzten Saison war der Wurm drin. Wir haben einfach viele Spiele knapp mit einem Tor Unterschied verloren. Das war extrem enttäuschend und dementsprechend hat die Stimmung im Team auch stark geschwankt."

Redaktion: "Wie zufrieden seid ihr mit der Hinrunde? Welches Ziel für die Rückrunde habt ihr, sofern es weitergehen sollte?"

Marvin: "Mit der Hinrunde sind wir sehr zufrieden. Nach einem kleinen Hänger mit dem Unentschieden gegen Rühle und dem Pokal-Aus gegen Deensen haben wir fünf-sechs Spiele recht gut gespielt und auch gut gepunktet. In den letzten Spielen war bei den tiefen Platzverhältnissen einfach die Kraft raus."

Calvin: "Die Hinrunde lief richtig gut. Insbesondere haben wir zu Hause gezeigt, dass wir auch noch Heimsiege feiern können. Unser Ziel sollte es sein unter den TOP 5 zu landen."

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Samstag, 29. Februar 2020 10:52 Uhr

Holzminden/Gütersloh (mm). Von Holzminden in die B-Juniorinnen Bundesliga - diesen Weg ist mit Luisa Oerke nach der U17-Nationalspielerin Natasha Kowalski bereits die zweite Spielerin des SV06 Holzminden gegangen. Seit Sommer kickt Oerke für den FSV Gütersloh, der aktuell Zweiter in der B-Juniorinnen Bundesliga West/Südwest ist. Mit einem Zweitspielrecht läuft sie ab und zu auch bei der Landesliga B-Juniorenmannschaft von Sören Eilers auf. Gemeinsam mit der Redaktion blickt Luisa Oerke auf ihre bisherige Laufbahn und die anstehende Rückrunde.

Redaktion: "Luisa, wo hast du wann angefangen? War das deine letzte Station vor deinem Wechsel nach Holzminden?"

Luisa: "Ich habe in der G-Jugend bei der JSG Forstbachtal angefangen, Fußball zu spielen. Dort habe ich dann bis zu meinem Wechsel nach Holzminden auch unter Achim Rauls als Trainer gespielt."

Redaktion. "In welchen Auswahlmannschaften hast du gespielt?"

Luisa: "Ich habe angefangen, von der E- bis zur D-Jugend in der Kreisauswahl bei den Jungen zu spielen. Dann habe ich auch in Hameln beim Stützpunkt der Jungs gespielt. Bei den Mädchen ging’s in der U12 mit einem Sichtungsturnier für den Stützpunkt Hannover in Lauenau los. Dort habe ich eine Sichtung bekommen und war dann ein paar mal beim Training in Barsinghausen, bevor ich dann direkt im Stützpunktkader des Sichtungsturniers für die U12- Niedersachsenauswahl war. Auch dort hab ich’s geschafft, was für mich damals total überraschend kam. Ich meine, ich hatte es quasi innerhalb von ein bis zwei Monaten von Kreis- bis Niedersachsenauswahl geschafft."

Redaktion: "Das klingt in der Tat sehr rasant. Was hast du dort erlebt?"

Luisa: "Dann gingen eben meine fünf Jahre beim NFV mit vielen Lehrgängen und Turnieren los. Für die Zeit dort und alles was ich erleben durfte, bin ich extrem dankbar und auch für die Leute, die man dort kennengelernt hat, die mit einem seine Leidenschaft teilen."

Redaktion: "Hast du auch mal eine Einladung zur Nationalmannschaft bekommen?"

Luisa: "Im Sommer 2018 hatte ich, nach dem Länderpokal im Frühjahr mit der U16, eine Einladung zur Nationalmannschaft bekommen, wo ich dann auch bei einigen Maßnahmen u.a. in Stuttgart und Saarbrücken dabei war. Natürlich hat man sich zum einen über die Einladung zur Nationalmannschaft extrem gefreut, aber natürlich bleiben auch Fahrten mit der Niedersachsenauswahl und Länderpokale in Erinnerung."

Redaktion: "Was zählst du als deine größten Erfolge?"

Luisa: "Das ist schwierig zu sagen. Den ersten großen Titel konnte ich direkt mit der U12-Auswahl holen, als wir in Bremen Norddeutscher Meister wurden. Sonst waren eben die Maßnahmen mit der Nationalmannschaft und die Länderpokale riesen Erfolge für mich. Die bisherige Saison mit Gütersloh zählt auch als ein Highlight am Ende meiner Jugendjahre."

Redaktion: "Mit der C-Jugend habt ihr damals auch einmal gegen die Herforder B-Juniorinnen gespielt.  Hast du dich direkt danach den Herfordern angeschlossen? Wie blickst du auf die Zeit zurück?"

Luisa: "Nach dem Spiel konnte ich nicht direkt zu Herford, weil das allein mit dem Fahraufwand nicht zu schaffen gewesen wäre. Nach meiner Saison in Tündern bei den Mädchen bin ich dann mit noch einer aus Tündern dort zum Probetraining gegangen und dann im Sommer 2018 hingewechselt. Das war auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung und die Saison in der Regionalliga als jüngerer Jahrgang hat Spaß gemacht. In der Zeit habe ich aber überwiegend bei Holzminden gespielt, trotzdem konnte ich der Mannschaft in den Spielen, wo ich da war, weiterhelfen und das hat mich gefreut."

Redaktion: "Wie kam dein Wechsel zu Gütersloh zu Stande? Welche Position spielst du dort und wie zufrieden bist du mit der Hinrunde?"

Luisa: "Wir hatten mit Herford im Frühjahr 2019 ein Pokalspiel gegen Gütersloh. Einen Tag später hatte ich direkt einen Anruf von Christian Pohlmann, meinem jetzigen Trainer. Ich war dann relativ zügig dort beim Probetraining, was mir super gefallen hat. Nachdem wir dann mit ihm lange bezüglich der Fahrerei usw. gesprochen hatten, stand für mich der Wechsel dort hin eigentlich ziemlich schnell fest. Klar wollte ich die Chance ergreifen und ein paar kannte ich von der Niedersachsenauswahl und vom DFB auch schon. In den ersten Einheiten hat man gemerkt, dass die Mannschaft echt Potential hat. Ich habe dann erstmal etwas in der Vorbereitung gebraucht, mich in das System einzufinden usw., da ich eben nicht dreimal die Woche dort zum Training hin konnte. Ich spiele dort Zehner oder Stürmer und bin eigentlich ziemlich zufrieden mit der Hinrunde. Wir haben das erste Saisonspiel gegen Leverkusen unnötig verloren und stehen so unter Essen, aber ich bin extrem stolz auf unsere Entwicklung. Nach der Vorbereitung und dem ersten Spiel haben wir glaube ich kurz den Glauben an unser Ziel, um die Meisterschaft mitzuspielen, verloren, aber sind dann stark zurück gekommen."

Redaktion: "Welche Saisonziele hast du mit dem FSV Gütersloh?"

Luisa: "Klar haben wir das Ziel, Meister zu werden. Der Kader ist extrem stark. Das Einzige, was wir jetzt dafür noch machen können, ist unsere noch ausstehenden Rückrundenspiele souverän runterzuspielen und uns auf jedes einzelne Spiel zu fokussieren, weil wir uns keinen Ausrutscher erlauben können. Das ist die Voraussetzung, um noch die Chance zu haben."

Redaktion: "Hast du auch eine Chance in die Westfalenauswahl zu kommen?"

Luisa: "Nach meinem Wechsel wollte ich mich erstmal nur auf die Vereine und die Schule konzentrieren. Jetzt, wo sich das alles aber eingespielt hat, habe ich nach dem Hallenmasters in Ibbenbühren vor ein paar Wochen, wo wir sozusagen „Hallenwestfalenmeister“ mit Gütersloh geworden sind, direkt eine Einladung zur nächsten Maßnahme der Westfalenauswahl im März bekommen, die ich auch wahrnehmen will."

Redaktion: "Für Holzminden spielst du immernoch. Wie oft kamst du dort zum Einsatz? Ist der Klassenerhalt in der Landesliga drin?"

Luisa: "Mit den Pokalspielen kam ich in etwa sechsmal zum Einsatz. Das Problem ist eben, dass sich die Ligaspiele normal mit denen von Gütersloh überschneiden. Klar ist der Klassenerhalt drin, mit vollem Kader und nötiger Einstellung sollte das die Mannschaft schaffen. Die Liga ist generell extrem eng gestaffelt, da ist sowohl nach oben, als auch nach unten nicht viel Luft - alles ist möglich."

Redaktion: "Wie sieht deine Trainingswoche aus und wie kriegst du das neben der Schule in Dassel unter einen Hut?"

Luisa: "Ich trainiere normal montags und mittwochs bei Holzminden und freitags eben bei Gütersloh. Am Samstag haben wir ein Ligaspiel. Die restlichen Tage in der Woche habe ich lange Schule und trainiere ggf. eigenständig oder muss eben was für die Schule machen. Das klappt eigentlich ganz gut, besser als gedacht. Ich hatte echt Angst, dass das eben, dadurch dass ich jetzt halt schon in der 12. Klasse bin und aufs Abi zugehe und auch eben alles für das Abi zählt, nicht zu schaffen ist. Klar ist es irgendwie stressig, aber ich mache es ja gern und bekomme alles ganz gut unter einen Hut."

Redaktion: "Welche Unterschiede kannst du zwischen Landesliga Jugend und der Bundesliga Mädchen erkennen?"

Luisa: "Ich finde, dass ist ein ganz anderes Spiel. Bei den Jungs ist es klar körperlich viel betonter und für mich inzwischen auch extrem schwer. Das Spiel ist auch schneller, weil die Landesliga schon stark ist. Wobei das Niveau in der Bundesliga natürlich auch gut ist und viele dort ja auch eine heftige Technik haben und in Auswahlmannschaften spielen. Mir hilft es aber eben enorm bei den Jungs noch dabei zu sein, weil dadurch, dass ich mich eben dort behaupten muss, hab ich bei den Mädchen eben Vorteile."

Redaktion: "Was waren bisher deine schönsten Momente deiner fußballerischen Laufbahn?"

Luisa: "Schönste Momente sind schwer festzumachen, da könnte ich extrem viele aufzählen. Ein cooler Moment war einfach, als mich meine Trainer und ein paar aus meiner Mannschaft von Holzminden, sowie mein früherer Trainer von Forstbachtal bei unserem Spitzenspiel gegen Essen überrascht haben. Das ist nicht selbstverständlich, gerade bei dem Weg."

Redaktion: "Wie geht's für dich im Sommer weiter?"

Luisa: "Ich möchte auf jeden Fall mein Abi in Dassel machen, also auch nächstes Jahr, auch wenn wir hier in Sachen Frauenfußball im „Niemandsland“ leben, hier bleiben. Ich bin mir noch nicht wirklich sicher, wie es nächste Saison für mich weitergeht. Ich möchte auf jeden Fall auch nächstes Jahr noch bei Holzminden zumindest im Training bleiben - vielleicht ist ja auch ein Zweitspielrecht noch möglich und dann eben in einer guten Frauenmannschaft spielen. Da steht aber noch nichts fest."

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Sonntag, 16. Februar 2020 13:31 Uhr

Grünenplan (mm). Früher der Torjäger, heute Identifikationsfigur - viel treffender können die Worte auf den mittlerweile 37-jährigen Michael Seyd vom TuSpo Grünenplan wohl nicht gewählt werden. Als Kapitän führt der Routinier seine Mannschaft in der Bezirksliga aufs Feld - und das nach über 20 Jahren ohne Bezirksfußball in der Hilsmulde. Wir haben die Winterpause genutzt und uns mit Michael Seyd über seine fußballerische Laufbahn und die aktuelle Lage beim TuSpo Grünenplan unterhalten.

Redaktion: "Michael, schön, dass du dir für dieses Interview die Zeit nimmst. Wo hast du mit dem Fußballspielen angefangen?"

Michael: "Sehr gerne. Ich habe im jungen Alter bei der Jugend des TuSpo Grünenplan angefangen Fußball zu spielen. Anschließend spielte ich bei der JSG Hils, ehe wir in der C- und B-Jugend wieder eine eigenständige Jugendmannschaft des TuSpo Grünenplan hatten. In der A-Jugend war ich dann wieder bei der JSG Hils aktiv."

Redaktion: "Hast du in der Kreisauswahl und/oder im Stützpunkt gespielt?"

Michael: "Ich habe unter Jürgen Grabs in der Kreisauswahl Holzminden gespielt. Mit der Mannschaft sind wir zum Dana Cup nach Dänemark gefahren, was ein echt schönes Erlebnis war. Später habe ich dann auch im Stützpunkt unter Werner Brennecke gespielt."

Redaktion: "In welchen Ligen warst du unterwegs?"

Michael: "Beim TuSpo Grünenplan habe ich auf Kreisebene gespielt. In der A-Jugend bin ich unter anderem mit Kevin Beier, Jan Thomschke und Pierre Schal in der Bezirksliga zum Einsatz gekommen. Zu Auswärtsspielen mussten wir unter anderem in Eimbeckhausen und im hannoverschen Raum antreten."

Redaktion: "Wie verlief dein Einstieg in den Herrenbereich beim TuSpo Grünenplan?"

Michael: "Wir haben relativ früh eine gute Saison in der Kreisliga gespielt, sodass wir als Vizemeister ein Aufstiegsspiel in Gronau bestritten haben. Leider haben wir dieses Spiel mit 0:1 verloren, sodass wir nicht in die damalige Bezirksklasse aufgestiegen sind. Für mich war es auf jeden Fall etwas ganz besonderes mit meinem zwölf Jahre älteren Bruder Stefan zusammenzuspielen."

Redaktion: "Und dann kam dein Wechsel zum TSV Deinsen. Wie kam es dazu und wie blickst du auf die Zeit zurück?"

Michael: "Dadurch, dass mein Bruder Stefan früher auch mal in Deinsen gespielt hat, kannten mich die Deinser auch. Sie hatten mich beobachtet und bei mir angefragt. Nachdem wir den Aufstieg in die Bezirksklasse verpasst hatten, nahm ich das Angebot an. Deinsen spielte zu dem Zeitpunkt in der Bezirksliga und damit noch eine Klasse höher als die Bezirksklasse. Ich habe mich auf dem kleinen Platz in Deinsen immer wohlgefühlt. Da die Zuschauer so nah am Geschehen waren, war dort auch eine ganz besondere Stimmung. Gerade die Derbys gegen Alfeld habe ich noch in guter Erinnerung. Ich war mit einer kurzer Unterbrechung insgesamt fünf Jahre in Deinsen. Wir haben in jeder Spielzeit den Klassenerhalt geschafft und ich bin in einer Saison mit 26 Toren sogar Torschützenkönig geworden."

Redaktion: "Hast du auch an Auswahlspielen teilgenommen?"

Michael: "Ja. Ich habe einmal mit einer Auswahlmannschaft in Grünenplan gegen Borussia Mönchengladbach gespielt. Dort haben wir mit 0:12 verloren. Mit einer weiteren Auswahl kam es in Elze zum Duell mit Hannover 96. Wir haben mit 2:8 verloren und ich habe beide Treffer erzielt."

Redaktion: "Gab es für dich auch mal Anfragen von höherklassigen Mannschaften?"

Michael: "Ja. Als ich meine Lehre gemacht habe, hatte die Reservemannschaft von Hannover 96 bei mir angefragt. Dies habe ich dann aus den zeitlichen Gründen abgelehnt, was ich auch ein wenig bereut habe, da ich es mit Sicherheit zeitlich doch hinbekommen hätte."

Redaktion: "Wann kam es zur endgültigen Rückkehr nach Grünenplan?"

Michael: "Im Sommer 2009 bin gemeinsam mit Jan Thomschke und Kevin Beier zurück nach Grünenplan gewechselt. Ruben Lange hatten wir in Deinsen kennengelernt und auch mit nach Grünenplan genommen. Grünenplan war in der Vorsaison in die 1. Kreisklasse abgestiegen, sodass wir unter Klaus Tiesemann den Wiederaufstieg in die Kreisliga perfekt gemacht haben."

Michael Seyd geht als Kapitän immer voran

Redaktion: "Auf Tiesemann folgten mit Martin Riemer, Karsten Tute und Waldemar Delzer drei weitere Trainer. Wie hat sich euer Spielstil in dieser Zeit geändert?"

Michael: "Wir waren eigentlich immer eine Kontermannschaft. Gegen Teams, gegen die wir das Spiel machen mussten, haben wir uns schwer getan. In der letzten Saison haben wir mit unserem Spielermaterial bewiesen, dass wir auch das Spiel an uns reißen können. Unser Spielsystem hat sich in den letzten Jahren geändert. Zuerst haben mit einem Libero gespielt, dann haben wir auf eine Dreierkette gebaut und jetzt spielen wir mit einer Viererkette."

Redaktion: "Hattest du dir erhofft irgendwann einmal mit deinem Heimatverein in der Bezirksliga spielen zu können? Wie schaust du auf die vergangene Saison zurück?"

Michael: "Ich hatte es mir schon erhofft, irgendwann mal mit Grünenplan in der Bezirksliga zu spielen, aber es nicht erwartet. Wir waren in den letzten Jahren oft nah dran und sind letztlich meistens Dritter geworden. Vor der letzten Saison hatten wir den Aufstieg als klares Ziel ausgegeben. Im ersten Saisonspiel haben wir knapp gegen Dielmissen gewonnen und anschließend gegen Holenberg und Kirchbrak verloren. Somit war die Euphorie recht schnell gedämpft. Wir sind aber ruhig geblieben und haben eine Serie gestartet. Bis zum Ende der Spielzeit haben wir keine Niederlage mehr kassiert - das war schon besonders."

Redaktion: "Wie bewertest du eure Hinrunde in der Bezirksliga?"

Michael: "Im Großen und Ganzen bin ich mit der Hinrunde ganz zufrieden. Als Aufsteiger ist man ja froh, wenn man die Klasse hält und derzeit stehen wir über dem Strich. Wir haben allerdings gegen die direkten Konkurrenten SV Alfeld, TuS Hasede und FC Stadtoldendorf fünf - sechs Punkte liegen gelassen. Man muss aber auch sehen, dass wir viel Verletzungspech hatten und wir kein Spiel mit der ersten Elf gemacht haben. Wir können froh sein, dass wir so eine funktionierende zweite Mannschaft haben, die uns immer wieder unterstützt hat. So konnten wir aber auch überraschende Siege gegen Schliekum und Almstedt feiern."

Redaktion: "Mit Tobias Schütte und Nasser Abdolkhani haben euch zwei Spieler verlassen - kehren die Langzeitverletzten Sascha Fricke und Alexander Delzer bald wieder zurück? Was muss besser werden, um den Klassenerhalt zu schaffen?"

Michael: "Wir haben immer gut ausgesehen, wenn wir das 1:0 gemacht haben. In einigen Spielen haben wir unsere Chancen zu leichtfertig vergeben und dann das Gegentor bekommen. Unsere Einstellung nach Gegentoren muss besser werden. Wir müssen die Grünenplaner Tugenden einfach wieder auf den Platz bringen. Einer der diese Tugenden verkörpert ist Sascha Fricke, der nach seinem Schien- und Wadenbeinbruch hart an seinem Comeback arbeitet und alles dafür tut, bald wieder spielen zu können. Alexander Delzer wird aller Voraussicht nach leider noch länger fehlen. Sein Ausfall schmerzt uns enorm".

Redaktion: "Welche Unterschiede konntest du zwischen der Kreis- und der Bezirksliga erkennen?"

Michael: "Man merkt, dass es die Bezirksklasse nicht mehr gibt. Es ist zwischen den beiden Klassen vom Niveau her mehr als eine Liga Unterschied. Das Spiel ist viel schneller und körperbetonter geworden. Die Mannschaften aus dem Hildesheimer und Hannoveraner Raum sind echt stark."

Redaktion: "Zu guter Letzt eine Frage, die ich dir stellen muss. Wie schaffst du es mit 37 Jahren noch so fit zu sein und wielange dürfen wir dich noch in der Grünenplaner Herrenmannschaft spielen sehen?"

Michael: "Mein Körper fühlt sich einfach noch nicht wie 37 Jahre an. Mit 34 Jahren war meine fußballerische Laufbahn nach einem Knorpelschaden schon so gut wie beendet, aber das ist alles super verheilt und ich hatte seitdem auch keine Beschwerden mehr. Ich bin einer, der im Training immer noch vorneweg läuft und ich denke, dass ich noch zwei - drei Saisons, wenn ich verletzungsfrei bliebe, spielen kann."

Nach seinem Tor gegen den FC Stadtoldendorf jubelte Michael Seyd mit Sascha Fricke

Fotos: mm

Montag, 10. Februar 2020 17:16 Uhr

Holzminden (mm). Die Hoffnung eines jeden Kreisvereins sind Herrenspieler, die aus der eigenen Jugend kommen und sich im Verein engagieren. Das Mats Lüttmann nicht nur ein guter Spieler ist, beweist er bereits seit einiger Zeit. Trotz seines Studiums in Göttingen engagiert er sich auch als Jugendtrainer im Verein und gibt so sein Wissen an die Youngsters weiter.

Wir haben die fußballfreie Zeit genutzt, um uns mit Mats Lüttmann über seine bisherige Spielerlaufbahn und die aktuelle Situation beim SV06 Holzminden zu unterhalten.

Redaktion: "Mit wie vielen Jahren hast mit dem Fußballspielen angefangen?"

Mats: "Ich habe mit vier Jahren beim Vorgängerverein des SV06 Holzminden, dem Holzmindener Sportverein angefangen."

Redaktion: "Du bist ein technisch versierter Spieler. Hast du in der Kreisauswahl und/oder dem Stützpunkt gespielt?"

Mats: "Ich habe in der Kreisauswahl unter Jürgen Grabs gespielt. Im 95er Jahrgang war die Qualität ziemlich hoch. Dort habe ich dann zum Beispiel mit Bastian Helms, Bennett Schmitz, Sertac Sahbaz (SCM Bodenwerder), Patrick Kleine (FC Stahle 30) oder Lukas Neumann (MTV Fürstenberg) zusammengespielt. Im Stützpunkt bin ich nicht gelandet. Dafür habe ich später in der Regionalauswahl in NRW gespielt."

Redaktion: "Wie kam es zu deinem Wechsel nach NRW und wo hast du dort gespielt?"

Mats: "Ich wurde von der SpVg Brakel angesprochen und habe dort mein erstes B-Jugend Jahr verbracht. Dafür, dass es "nur" die westfälische Bezirksliga war, war das gerade bei den Partien auf den Kunstrasenplätzen technisch hochwertiger Fußball und für mich eine gute Erfahrung."

Redaktion: "An welche Erfolge aus deiner Jugendzeit denkst du noch gerne zurück?"

Mats: "An die A-Jugendzeit unter Enes Ujkanovic habe ich die besten Erinnerungen. In der Saison haben wir den Aufstieg von der Bezirks- in die Landesliga perfekt gemacht. Wir hatten eine unglaublich gute Stimmung in der Mannschaft, 20 Spieler waren immer beim Training. Jeder hat sich beim Training und beim Spiel für Enes die Beine ausgerissen. Er ist mein absoluter Lieblingstrainer und insgesamt war er für jeden der Größte. Die Zeit erinnert mich ein wenig an die Holenberger Jungs, die das derzeit unter Daniel Schmidtmann bis Sommer noch genießen dürfen. In der Folgesaison habe ich mit der Mannschaft dann auch den Klassenerhalt in der Landesliga geschafft."

Mats Lüttmann mit seinem Lieblingstrainer Enes Ujkanovic

 

Redaktion: "Seit einiger Zeit bist du auch in der Herrenmannschaft aktiv und hast die Aufs und Abs in den letzten Jahren miterlebt. Auf welchen Positionen wurdest du eingesetzt?"

Mats: "Studienbedingt war ich immer nur sporadisch im Einsatz. Eigentlich war die letzte Saison die erste Saison, wo ich auf richtig viele Spiele gekommen bin, bis mich ein Meniskusriss und eine Sehnenentzündung gestoppt haben. Ich sehe mich als einen typischen Achsenspieler. Ich fühle mich auf Innenverteidigerposition, auf der Sechs und auf der Acht am wohlsten. Unter Ali Chaabu wurde ich zwischenzeitlich auch mal zum Außenverteidiger umgeschult."

Redaktion: "Warum konntet ihr zuletzt, trotz gutem Start, nicht den Klassenerhalt in der Bezirksliga schaffen?"

Mats: "Die Transferpolitik im Verein war nicht gut und es wurden im Umgang mit der Jugend viele Fehler begangen, die auch offen angesprochen und bemängelt wurden. Die Zusammenarbeit mit der Jugend hat sich aber gewandelt, was auch ein großes Anliegen von mir war. Inzwischen sind die Trainerstellen in der Jugend top besetzt. So sind neben mir mit Sören Eilers, Noah Buske und Merdan Fekovic gleich drei aktive Herrenspieler auch in der Jugend tätig. Das schafft eine Indentität und eine Vereinskultur."

Redaktion: "Du sprichst es gerade an. Du bist aktuell D-Jugendtrainer im Verein. Wie bist du Trainer geworden und wie steht deine Mannschaft dar?"

Mats: "Ich wurde vor der vergangenen Saison vom damaligen Jugendleiter Andreas Korte gefragt, ob ich Sören Eilers bei der B-Jugend unterstützen möchte. Da mein Bruder Anton und seine Freunde dort gespielt haben, musste ich nicht lange überlegen. Die Zeit mit Sören war super. Er ist ein toller Mensch, ist sehr gut organisiert und arbeitet sehr akribisch, so dass ich viel dazulernen konnte. Aktuell trainiere ich gemeinsam mit Maximilian Rudloff die D-Jugend. Die Jungs wurden von Kevin Walter sehr gut ausgebildet. Es macht mir, trotz des zusätzlichen Zeitaufwandes, sehr viel Spaß. In unserer Staffel sind wir Erster geworden, sodass wir in der Rückrunde in der Kreisliga spielen werden. Bei den Hallenkreismeisterschaften sieht es derzeit so aus, als würden unsere beiden gemeldeten Teams die Endrunde erreichen."

Redaktion: "Strebst du auch eine Trainerlizenz an?"

Mats: "Ali Chaabu hat mir viel von der B-Lizenz erzählt und da ich schon seit längerem großes Interesse an der Theorie des Fußballs habe, habe ich bereits den fußballerischen Eignungstest für die B-Lizenz absolviert. Verletzungsbedingt konnte ich bisher noch nicht den ersten Teil der B-Lizenz absolvieren. Dies werde ich in diesem Jahr angehen. Die C-Lizenz ist im Übrigen keine Grundvoraussetzung für die B-Lizenz mehr und den Schiedsrichterschein werde ich auch im Rahmen der B-Lizenz erwerben."

Redaktion: "Ihr seid nach euren vielen Neuzugängen als klarer Meisterschaftsfavorit in die Saison gegangen. Von der Meisterschaft spricht in der Kreisstadt mittlerweile keiner mehr. Wie erklärst du dir die aktuelle Situation?"

Mats: "Mit der aktuellen Lage können wir nicht zufrieden sein. Klar ist, dass wir von unserem Ziel weit entfernt sind. Im Endeffekt wären wir auch belächelt worden, wenn wir mit unseren Neuzugängen ein anderes Ziel als die Meisterschaft angegeben hätten. Jedoch ist das Zusammenspiel von so vielen Neuzugängen nicht einfach und muss man auch sehen, dass viele Spieler nicht von Anfang an dabei waren bzw. beruflich stark eingeschränkt sind. Beispielhaft sind hier Jonah Sandforth, Timo Schünemann oder Malte Helms zu erwähnen. Außerdem wollen wir auf die Jugend setzen. In dieser Saison geht es nur noch darum unsere Strukturen zu festigen und den starken 01-er Jahrgang in den Herrenbereich einzubinden. In der Jugend sind wir für die nächsten Jahr überragend besetzt, sodass wir uns auf viele gut ausgebildete Spieler für den Herrenbereich freuen dürfen."

Redaktion: "In der Hinrunde hast du aufgrund deiner Verletzung noch kein Spiel bestreiten können. Wann sehen wir dich wieder auf dem Platz?"

Mats: "Nach über einem halben Jahr Pause befinde ich mich derzeit im Aufbautraining. Ich hoffe, dass ich in der Rückrunde wieder voll einsteigen kann."

Redaktion: "Was sollte aus deiner Sicht das langfristige Ziel des SV06 Holzminden sein?"

Mats: "Holzminden sollte langfristig einen gesichterten Platz in der Bezirksliga einnehmen Das ist meiner Meinung nach mittelfristig realistisch. Über höhere Ambitionen kann man sprechen, wenn wir strukturell wieder besser aufgestellt sind."

Redaktion: "Welche Wünsche hast du für deine aktive Spielerlaufbahn noch?"

Mats: "Ein großer Wunsch ist für mich bereits in der vergangenen Saison in Erfüllung gegangen. Ich wollte nochmal ein Spiel mit meinen Jugendfreunden Bastian Helms, Malte Helms, Bennett Schmitz und Julius Böke bestreiten. Das war Ostersamstag im Derby gegen den MTV Bevern. Das war wohl das dominanteste Spiel, an welchem ich teilnehmen durfte. Ein persönlicher Traum wäre es gemeinsam mit meinen Brüdern Anton und Emil ein Herrenspiel zu bestreiten."

Freudestrahlende Gesichter nach dem Derbysieg in Bevern

Fotos: mm

Jugend
Donnerstag, 24. September 2020 18:30 Uhr
C-Junioren Bezirksliga: SV06 Holzminden mit Heimpleite
Donnerstag, 24. September 2020 10:37 Uhr

Salzhemmendorf (r). Enttäuscht und ernüchtert kehrten Sören Eilers und Marcel Krämer mit ihrer Mannschaft vom Gastspiel bei der JSG Saale-Ith in Salzhemmendorf zurück. Bei einem schwachen Gegner, der bislang 0 Punkte und 1:9 Tore aufzuweisen hatte, kamen die ambitionierten Kreisstädter nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus, das am Ende sogar noch in Gefahr war. Trotz des verletzungsbedingten Ausfalls von Marlon Djak, Alper Akdemir und Lennard Ebert war dieses Ergebnis nicht zu erwarten. Offensichtlich mangelte es hier an der notwendigen Einstellung und persönlichen Vorbereitung auf das Spiel.

Holzminden hatte von Beginn an mehr Ballbesitz und der Gastgeber verteidigte mit zwei kompakten Linien. Zwingende Torchancen herauszuspielen war entsprechend schwer. So kam Holzminden in der 2. Minute mit einem Fernschuß von Henrik Hilmer und in der 6. Minute durch einen Freistoß aus 25 Metern von Paul Kösel zu ersten Torgelegenheiten. Eine bessere Chance hatte Magnus Hille aus 6 Metern, er verfehlte aber das Tor der Gastgeber knapp. Völlig überraschend fiel dann in der 22. Minute das Tor für die Gastgeber. Nach einem Einwurf von Lowitzki verlor Meyer den Ball und Salzhemmendorfs Mahmoud Ibrahim schob den Ball ins Netz. Nachdem Holzmindens Luca Seidensticker in der 28. Minute ebenfalls mit einem Fernschuß das Tor verfehlte, konnte Paul Kösel nach Vorarbeit von Seidensticker den Ausgleich erzielen. Er umkurvte den Torwart und schob aus spitzem Winkel ein.

Nach der Pause hätte Kösel nach herrlichem Lupfer des eingewechselten Ali Noureddine die Führung erzielen müssen, schoss aber aus 8 Metern links vorbei. Auch in der Folge hatte Holzminden mehr vom Spiel, kam aber nicht mehr zu zwingenden Torgelegenheiten. Vielmehr mußte Keeper Luan Rama kurz vor Schluss noch sein gesamtes Können aufbieten, um eine Ball noch mit den Fingerspitzen aus dem Winkel zu holen. Am kommenden Wochenende spielt das Team im heimischen Liebigstadion gegen den JFV Hameln (Sonnabend, 16 Uhr). Dort wird eine deutliche Leistungssteigerung erwartet.

Luan Rama - Tim Schönemann (46. Emre Murgi), Marc-Cevin Meyer (46. Ali Noureddine), Kerim Sagir - Mats Lindner, Magnus Hille (46. Anton Lüttmann), Luca Seidensticker, Maurice Lowitzki (35. Jannik Denecke), Henrik Hilmer - David Liebrecht, Paul Kösel

Foto: SV06 Holzminden

Donnerstag, 17. September 2020 15:05 Uhr

Holzminden (red). Am zweiten Spieltag der C-Junioren Bezirksliga kam es am vergangenen Samstagnachmittag zum Derby zwischen der JSG Burgberg und dem SV06 Holzminden in Bevern. Ebenso wie in der Vorwoche das Duell in der Herren-Kreisliga entpuppte sich das Spiel zu einem Zuschauermagneten. Geschätzte 140 Zuschauer sahen von Beginn an ein körperbetontes Spiel und einen offenen Schlagabtausch.

Bereits in der zweiten Spielminute hatte der Gastgeber eine doppelte Einschusschance, die jedoch Holzmindens gut aufgelegter Keeper Jon-Felix Gehl vereiteln konnte. Eine Minute später musste Gehl erneut sein gesamtes Können aufbieten und hielt einen Schuss von Burgbergs Joshua Mely, der auf der rechten Seite in den Holzmindener Strafraum eindringen konnte. In der siebten Minute konnte sich Holzmindens Kerem-Harun Kracher, der einen starken Tag erwischte und ein ständiger Aktivposten auf der rechten Seite war, durchsetzen und von der Grundlinie zurücklegen. Burgbergs Keeper Matteo Hasenbein vereitelte den Querpass.

Nach dieser kurzweiligen Anfangsphase dominierten zunächst die Abwehrreihen. Holzmindens Trainer Kevin Walter und Maximilian Rudloff hatten die Mannschaft insbesondere darauf eingestellt, Burgbergs körperlich überlegenen Stürmer Joshua Mely immer zu doppeln, was Julian Just, Louis Ruthe und Benedikt Just hervorragend umsetzten, bei Bedarf unterstützt vom „Sechser“ Maarten Ebert. Erst in der 20. Minute ergab sich die nächste Torchance für die Gastmannschaft, nachdem der dribbelstarke Francesco Puoti an der Strafraumgrenze nur durch ein Foul gestoppt werden konnte. SV-Spielmacher Joshua Brüning legte den Freistoß aber knapp am Beveraner Gehäuse vorbei.

Holzminden war jetzt leicht überlegen und kam durch Kracher und Puoti zu Schusschancen, in der 28. Minute war der Gast dann erfolgreich. Kracher wurde nach einem weiteren tollen Solo im Strafraum gefoult und Jonah Brüning verwandelte den fälligen Strafstoß zum 0:1 sicher. Kurz vor dem Pausentee war dann Joshua Mely nach einem langen Pass frei, zog energisch auf das Holzmindener Tor und erzielte sicher mit einem Flachschuss den gerechten 1:1-Ausgleich.

Direkt nach dem Wiederbeginn hatten die Kreisstädter die erste Chance zur Führung, aber Hicham Miless Schuss war zu ungefährlich. Anschließend neutralisierten sich beide Mannschaften im Mittelfeld, Schiedsrichter Noah Schikora aus Fürstenberg hatte viele kleine und versteckte Fouls zu ahnden und strittige Situationen zu entscheiden. Insgesamt sieben gelbe Karten wurden verteilt.

Ab der 52. Minute gab es dann auch wieder Torraumszenen. Zunächst verfehlte ein Kopfball von Burgbergs Finn Leischner das Tor, anschließend traf Holzmindens Fynn Sendt nur Burgbergs Torwart. Ab der 60. Spielminute dominierte dann der Gast das Spiel und hätte die Entscheidung herbeiführen müssen, aber zunächst scheiterte Brüning mit einem fulminanten Schuss am Burgberger Keeper, den Abpraller setzte Sendt an den Pfosten. In der Nachspielzeit musste Burgberg wegen einer Verletzung von Hasenbein einen Feldspieler ins Tor stellen, der erneut gegen einen starken Schuss von Brüning rettete, den Abpraller klärte die Burgberger Abwehr zur Ecke.

So blieb es bei einem gerechten Unentschieden mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten. Die erste Halbzeit dominierte die JSG Burgberg und hatte die besseren Torchancen, nach dem Wechsel hätte der SV06 Holzminden den Sieg verdient gehabt.

John-Felix Gehl - Louis Ruthe, Benedikt Just, Julian Just - Maarten Ebert, Jonah Brüning, Kerem Kracher (53. Renas Alo), Halil Ates (51. Johannes Müller), Francesco Puoti - Mahmoud Hussein (27. Fynn Sendt), Hicham Miless (20. Fynn Sendt)

Fotos: SV06 Holzminden

Mittwoch, 16. September 2020 16:44 Uhr

Duingen (r). Der Förderverein des Duinger Sport-Club hat der ältesten Fußball-Jugendmannschaft des Vereins pünktlich zum Saisonbeginn 17 nagelneue Poloshirts "gesponsert". Förderverein-Vorsitzender Daniel Heuer (rechts im Bild) konnte zusammen mit "Schatzmeister" Marcel Runge den neuen Dress an B-Jugend Trainer Marco Gerecke (links im Bild) und die Mannschaft überreichen. Der "Lohn": Das erste Heimspiel der neuen Saison wurde souverän mit 7:1 gegen die JSG Warberg gewonnen.

Foto: Marcel Runge

Dienstag, 15. September 2020 11:58 Uhr

Holzminden (red). Vor gut einer Woche waren vor dem Hotel Restaurant Hellers Krug, das seit über 250 Jahren in Familienbesitz ist, viele leuchtende Kinderaugen zu sehen. Wo sonst sehr gute Küche präsentiert wird, trafen sich die U 11 Fußballer des SV06 Holzminden, um aus den Händen von Geschäftsführer Carsten Dauer und seiner Frau Julia einen neuen Trikotsatz in Empfang zu nehmen.

„Für uns ist dies ein wichtiges Zeichen, auch in Zeiten besonderer Herausforderungen zusammenzuhalten. Die vielen Ehrenamtlichen leisten einen wichtigen Job für die Jüngsten in unserer Gesellschaft und wir wollen mit diesem neuen Trikotsatz für den SV06 Holzminden DANKE sagen“, betonte Carsten Dauer bei der Übergabe an das von Nick Henkenius und Co-Trainer André Müller betreute Team. Im Beisein von Katja Spormann (Förderverein SV06 Holzminden) und Jugendleiter Wolfgang Jacob, der einen Blumenstrauß in Vereinsfarben an Julia Dauer überreichte, dankte der 1. Vorsitzende des SV06, Jens Ebert, dem Team von Hellers Krug für die großzügige Spende.

Das Foto zeigt von links nach rechts: Hintere Reihe: Wolfgang Jacob (Jugendleiter SV 06 Holzminden); Julia und Carsten Dauer (Hellers Krug Holzminden); Nick Henkenius (Trainer U 11 SV06 Holzminden); André Müller (Co-Trainer SV06 Holzminden); Katja Spormann (Förderverein SV06 Holzminden); Jens Ebert (1. Vorsitzender SV06 Holzminden) Mittlere Reihe: Adam Kutafi, Hassan Hussein, Macino Stein, Giorgio Stein, David Hufnagel vordere reihe: Marcel Pankau, Christopher Just, Bent Müller, Youssef El Moussati, Frederik Dauer

Foto: SV06 Holzminden

Fan Aktiv
Mittwoch, 29. Juli 2020 10:51 Uhr
ARD-Quizshow: Gladbach-Fan Claus Blümel spricht Vereinsnamen des Erzrivalen nicht aus
Sonntag, 31. Mai 2020 10:38 Uhr

Fürstenberg/München/Barecelona (red). In diesen Tagen war es genau 21 Jahre her, dass der FC Bayern München das Champions League Finale in Barcelona gegen Manchester United nach langer 1:0-Führung durch zwei Gegentore in der Nachspielzeit noch mit 1:2 verlor. Das Spiel wird noch heute als die „Mutter aller Niederlagen“ bezeichnet. Fürstenbergs Vorsitzender Achim Helm, bekennender Bayern-Fan, war live dabei.

Der Erfahrungsbericht von Achim Helm

Eigentlich beginnt unsere kleine Geschichte bereits gut 9 Monate früher im Herbst 1998: Mit dem MTV Fürstenberg planten wir eine Wochenendfahrt nach München inkl. Besuch eines Bundesligaspieles des FC Bayern München im Olympiastadion. Es war aber gerade die Zeit, als die Terminplaner der Bundesliga begannen die Spieltage oftmals recht kurzfristig (nicht wie heute mit mehreren Wochen oder Monaten Vorlauf) zu zerstückeln, um höhere Fernsehgelder zu erzielen.

Auch unsere Fahrt war davon betroffen, da das Spiel, welches wir sehen wollten, auf Sonntagabend terminiert wurde. Daraufhin brachte ich unsere Enttäuschung in einem Brief an den damaligen Manager des FC Bayern München, Uli Hoeneß, zum Ausdruck. Wenige Wochen später klingelte in meinem Büro bei der Kreisverwaltung Höxter das Telefon. Eine ruhige Stimme meldete sich mit den Worten „Ja Hoeneß hier“. Es war tatsächlich Uli Hoeneß, der sich persönlich mit der Angelegenheit befasste. Der Macher des FC Bayern bedauerte die kurzfristige Ansetzung und teilte mit, dass dem Verein die Hände gebunden seien. Er bot aber an, dass ich mich bei ihm melden solle, wenn er mal was für mich tun könne.

Einige Monate später hatte der FC Bayern das Champions League Finale erreicht. In Barcelona spielte man gegen Manchester United. Schon damals war es sehr schwer an Tickets für solche Events zu kommen. Also wandte ich mich an Uli Hoeneß. Und dieser hielt Wort. Dank seiner Unterstützung hatten wir mit fünf Fußballfans die Möglichkeit dieses historische Spiel live vor Ort zu sehen.

Mit dem Zug reisten wir zu viert am Tag vor der Partie von Fürstenberg nach München und übernachteten bei meinem Schwager Thorsten Busche in der bayerischen Landeshauptstadt. Im Gepäck hatten wir fünf Eintrittskarten für das Champions League Finale 1999. Der Preis für ein Ticket, es gab ja noch keinen Euro, betrug für heutige Verhältnisse sagenhafte 245 Peseten = ca. 35,00 DM.

Am nächsten Morgen fuhren wir mit der S-Bahn zum Flughafen und flogen von dort gemeinsam mit 550 Fans des FC Bayern in einem der mehr als 20 gecharterten Flugzeuge in die spanische Metropole. Mit Bussen transportierte man uns dort zum Camp Nou, der 90.000 Zuschauer fassenden riesigen Betonschüssel mitten in Barcelona. Aus Angst, dass sich die beiden Fanlager zu nahe kommen, wurden wir vom Busbahnhof einmal durch die Altstadt zur anderen Stadionseite geführt.

Der FC Bayern war das eindeutig spielbestimmende Team, hatte schon in der Anfangsphase einmal die Latte getroffen. Mario Basler gelang in der 5. Minute mit einem direkt verwandelten Freistoß die Führung. In der Folge versäumte es die Hitzfeld-Elf den Vorsprung auszubauen. Und dann:

Ich weiß es noch wie heute: Es lief die 90. Minute. Ich kramte meinen Fotoapparat aus dem Rucksack, um den historischen Moment festzuhalten. Da fiel der 1:1-Ausgleich für ManU. Also gut dachte ich: Verlängerung und packte den Fotoapparat wieder ein. Genau in diesem Moment nahm das Unglück seinen Lauf, denn die Engländer erzielten sogar noch das 2:1. Der Traum vom großen Triumpf war aus!

Nach dem Schlusspfiff wurden Fans beider Teams ins Hafenviertel gefahren. Die einen im Freudentaumel, konnten ihr Glück kaum fassen die Partie gegen einen überlegenen Gegner gewonnen zu haben. Die anderen, wir, waren irgendwie wie gelähmt und sehnten den Morgen herbei. Vom Vergnügungsviertel ging es noch in der Nacht zum Flughafen. Um 06:00 Uhr morgens stiegen wir müde und immer noch irgendwie enttäuscht in den Flieger Richtung München. Gegen Abend waren wir schließlich wieder zurück im beschaulichen Weserbergland.

Trotz der sportlichen Enttäuschung war es ein tolles, unvergessliches Erlebnis!

FAKTEN ZUM SPIEL

FC Bayern München

Aufstellung: Oliver Kahn - Markus Babbel, Samuel Kuffour, Lothar Matthäus (80. Thorsten Fink), Thomas Linke, Stefan Effenberg, Jens Jeremies, Mario Basler (89. Hasan Salihamidzic), Michael Tarnat, Carsten Jancker und Alexander Zickler (71. Mehmet Scholl)

Trainer: Ottmar Hitzfeld

Machester United

Aufstellung: Peter Schmeichel - Gary Neville, Denis Irwin, Ronny Johnson, Jaap Stam, David Beckham, Nicky Butt, Ryan Giggs, Jesper Blomqvist (67. Teddy Sheringham), Andy Cole (81.Ole Gunnar Solskjær), Dwight Yorke

Trainer: Alex Ferguson

Schiedsrichtergespann: Pierluigi Collina (Italien) mit Assistenten Gennaro Mazzei (Italien) und Claudio Puglisi (Italien)

Tore: 1:0 Mario Basler (5.), 1:1 Teddy Sheringham (90.), 1:2 Ole Gunnar Solskjær (90.)

Zuschauerzahl: 90.245 im Camp Nou (ausverkauft)

Foto: privat

Mittwoch, 29. April 2020 11:47 Uhr

Eschershausen/Köln (mm). Zu einer Stadionfahrt nach Köln hatten sich die Eschershäuser Sergej Michelis und Michael Müller mit zwei Bekannten aus der Region Hannover entschlossen. Köln befand sich in der Saison 2017/2018 nach 15 Spielen mit schwachen drei Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Am 10. Dezember sollten sie den SC Freiburg empfangen, welcher als Tabellendrittletzter ebenfalls mit Abstiegssorgen zu kämpfen hatte. "Bei einem Spiel zwischen zwei Mannschaften, die gegen Abstieg spielen, hatten wir eigentlich keine großen Erwartungen, sodass wir mit dem Torfestival gar nicht gerechnet hatten", blickten die Raabestädter auf das Bundesligaspiel zurück - nach einer 3:0-Führung verloren die Kölner, sinnbildlich für die Saison, in der Nachspielzeit noch mit 3:4.

Mit der Bahn reisten die Fußballfans am zweiten Advent nach Köln. Dort angekommen wurde neben des Kölner Doms auch ein Weihnachtsmarkt angesteuert. In der Domstadt begann es an diesem Nachmittag heftig zu schneien, sodass bereits die Fahrt mit der Straßenbahn zum Stadion eine erste Herausforderung darstellte. Im Stadion angekommen, sah man schließlich mit wieviel Schnee der erst unter der Woche neuverlegte Rasen, trotz einer auf Hochtouren laufenden Rasenheizung, bedeckt war, sodass erste Zweifel aufkamen, ob das Spiel überhaupt stattfinden würde.

"Es waren 120 Helfer mit Schneeschiebern am Werk. So etwas habe ich in meinem Leben noch nicht erlebt", berichtete Michael Müller. Und trotz des hohem Einsatzes sollte der Schnee auf dem Spielfeld nicht weniger werden. Im Stadion warteten die 45.100 Zuschauer im RheinEnergieSTADION, welches für 49.968 Besucher Platz bietet, auf das "OK" des Schiedsrichtergespannes. Dann war es soweit - mit einer halben Stunde Verspätung liefen die Mannschaften zur Hymne des 1. FC Köln ein. Unter großem Applaus des Publikums wurde das Spiel mit freigeräumten Sechzehnern, roten Linien und einem roten Ball angepfiffen.

Köln stand vor der Partie mit dem Rücken zur Wand. Die Rheinländer wollten endlich ein Erfolgserlebnis feiern, um ein Ausrufezeichen im Tabellenkeller zu setzen. Sie kamen mit den Platzbedindungen auch gleich besser zurecht. Lukas Klünter brachte den 1. FC Köln bereits nach acht Minuten mit 1:0 in Führung. Acht Zeigerumdrehungen später legte Sehrou Guirassy per Strafstoß das 2:0 nach. Nach einer guten halben Stunde fiel das 3:0 - ein Eigentor von Freiburg. "Die Kölner Zuschauer neben uns sind ausgerastet. Sie konnten nicht glauben, dass sie in diesem wichtigen Spiel schon mit 3:0 geführt haben", blickte Sergej Michelis auf die Szenen zurück, die sich im Stadion abgespielt haben. Sechs Minuten vor der Pause verkürzte Nils Petersen auf 3:1-Halbzeitstand.

"Es sah alles danach aus, als würde Köln wichtige Punkte im Abstiegskampf einfahren", war Müller zur Halbzeit noch überzeugt. Die Mannschaft von Gästetrainer Christian Streich ließ sich allerdings, auf dem mit der Zeit immer besser bespielbaren Platz, keine Hektik aufkommen und verkürzte in der 65. Spielminute durch Janik Haberer auf 3:2. Die Kölner Zuschauern sehnten gegen die immer stärker werdenden Freiburger den Schlusspfiff herbei. Nach einem Foulspiel bekam der SCF einen Strafstoß zugesprochen, welchen Nils Petersen in der 90. Spielminute zum 3:3-Ausgleich verwandelt hat. In der fünften Minute der Nachspielzeit folgte ein Handspiel von Kölns Sehrou Guirassy im eigenen Sechzehner, sodass es einen Handelfmeter für die Freiburger geben sollte. Nils Petersen legte sich erneut den Ball zurecht und versenkte die Kugel zum vielumjubelten 3:4-Endstand.

Während die Kölner am Boden lagen, starteten die Freiburger einen Jubellauf zum Gästeblock. Sie konnten es nicht fassen, dass sie diese Partie noch gedreht hatten. Logischerweise wurde Nils Petersen mit seinen drei Treffern zum Mann des Spiels. "Dieses Spiel werde ich nie vergessen. Das ist der Fußball, den wir Fußballfans so lieben", resümierte Michelis abschließend.

Foto: mm

Dienstag, 28. April 2020 11:01 Uhr

Boffzen/Trabzon (mm). Die Republik Türkei hat insgesamt 81 Provizen. Aus der Provinz mit der Nummer 61 stammt die Familie von Boffzens Außenverteidiger Erhan Erdogan, nämlich aus Trabzon! Selbstverständlich schlägt sein Fußballherz auch für den Fußballclub Trabzonspor, welcher derzeit in der ebenfalls wegen des Coronavirus unterbrochenen türkischen Süper Lig die Tabelle anführt. Mit dem neuesten Trikotsatz des Kreis Holzmindener Kreisligist FC 08 Boffzen konnte sich Erdogan auch einen Wunsch erfüllen. "Ich trage die 61 mit Stolz. Bei Trabzonspor ist diese Nummer heilig. Sie darf auch nur von Spielern aus dieser Provinz getragen werden", freut sich der Boffzer, dass er diese hohe Rückennummer bei seinem Heimatverein tragen darf.

Drei- bis viermal im Jahr besucht Erdogan, welcher selbst in Deutschland geboren ist, seine Familie in Trabzon und verbindet dies gerne mit Stadionbesuchen. Der Fußballclub wurde 1967 gegründet und konnte seitdem unter anderem sechs türkische Meisterschaften feiern. "Eigentlich sind es sieben Meisterschaften. Wir waren in der Saison 2010/2011 mit unserem gößten Rivalen Fenerbahçe Istanbul punktgleich, aber wir wurden in der Abschlusstabelle Zweiter. Fenerbahçe Istanbul stand jedoch im Verdacht von Spielmanipulationen. Die türkische Justiz hat sie dann auch in sechs Meisterschaftsspielen für schuldig befunden. Sie wurden von der UEFA für zwei Jahre für den Europacup gesperrt und wir durften in der Champions League spielen. Wir warten immernoch, dass uns der türkischen Fußballverband den Titel anerkennt", erinnert sich Erdogan an die Spielzeit 2010/2011.

Zunächst hat die Mannschaft von Trabzonspor im Hüseyin Avni Aker Stadion vor bis zu 25.000 Zuschauern gespielt. "Das Stadion war mitten in der Stadt. Ich hatte das Glück, die Stimmung bei Pokal- und Ligaspielen sowie in dem damaligen UEFA-Cup zu genießen", denkt Erdogan ans "alte Stadion" von Trabzonspor zurück, welches nach der Errichtung des neuen Stadions abgerissen wurde.

Aktuell spielt der türkische Tabellenführer, welcher mit Ugurcan Cakir, Abdulkadir Parmak und Abdulkadir Ömür drei aktuelle türkische Nationalspieler im Kader hat, in der Şenol Güneş Spor Kompleksi Medical Park Arena. Dieses Stadion wurde an der Schwarzmeerküste erbaut und kann bis zu 41.461 Zuschauer fassen. "Ich kann von meinem Balkon direkt auf das Stadion gucken", genießt Erdogan jedes Mal den Anblick. Sein letzter Stadionbesuch bei den Weinrot-Hellblauen war am 15. Februar 2019 gegen Sivasspor. Dieses Duell konnte sein Team mit 2:1 für sich entscheiden. Zugleich ließ er durchblicken, dass zu jedem Stadionbesuch, anders als in Deutschland, das Essen von Köfte Ekmek dazugehört.

"Trabzon ist eine typische Fußballstadt. Wenn die Mannschaft gewinnt, ist auf den Straßen viel los. Werden Spiele verloren, sind die Fans lustlos und man sieht nur wenige Menschen mit Trikots auf den Straßen", beschreibt Erdogan das Leben als Fan von Trabzonspor. Hierzu passt auch der #YANYANA, welcher auf deutsch "Gemeinsam" bedeutet und in Großbuchstaben vor dem Stadion steht. "Ich hoffe sehr, dass meine Mannschaft die Meisterschaft holt, aber auch in der Türkei ist fraglich, wie und ob die Saison zu Ende gespielt wird", so Erdogan abschließend.

Fotos: privat, mm

 

Dienstag, 21. April 2020 12:43 Uhr

Wien (mm). "Hauptsache Fußball" hieß das Motto, mit welchem Lennes Fußballfachwart Michael Keunecke, zu dem Zeitpunkt noch Keeper des TSV Lenne, am Samstag, den 19. April 2014 das Heimspiel vom FK Austria Wien gegen den Wolfsberger AC in der österreichen Bundesliga anging. Bei schönem Wetter fanden sich lediglich 6.450 Zuschauer in der Generali-Arena ein, welche 17.500 Besucher fassen kann.

Zur Hochzeit hatten Michael Keunecke und seine Frau Annika eine mehrtägige Reise in die österreichische Hauptstadt geschenkt bekommen. So gab der Fußballer das Spiel in der damaligen A-Liga bzw. Staatsliga als Ziel aus. "Das kleine Stadion hatte schon seinen Charme, allerdings kann man es überhaupt nicht mit deutschen Stadien im Profifußball vergleichen", blickte Keunecke auf die Generali-Arena zurück.

Zum Spiel: In der 29. Spielminute gingen die Gäste des Wolfsberger AC mit 0:1 in Führung. Diesen Spielstand glichen die Hausherren nach 51 Minuten zum 1:1-Endstand aus. "Fußball in Österreich ist wie Popcorn mit Salz, nicht so prall. Ich wollte im Stadion etwas gutes tun und habe Popcorn gekauft. Leider habe ich nicht gesehen, dass es mit Salz ist - das passte zum Spiel", schmunzelte Keunecke.

Fotos: Michael Keunecke

Überregional
Freitag, 28. August 2020 15:03 Uhr
U11 des FC Eintracht Northeim siegt deutlich in Brakel
Samstag, 15. August 2020 09:57 Uhr

Föhrste (red). Während andernorts der Ball schon lange wieder rollt und bereits die ersten Testspiele absolviert worden sind, wird beim Kreisligaaufsteiger TSV Föhrste derzeit dreimal wöchentlich intensiv trainiert. Den Hildesheimer Neu-Kreisligist hat nach drei Jahren Steffen Thäsler verlassen - er ist zum DSC Duingen zurückgekehrt (wir berichteten). Dafür ist es den Verantwortlichen ligaunabhängig gelungen (Anm. d. Red.: der TSV Föhrste ist unter Anwendung einer Härtefallregel ein paar Tage nach dem außerordentlichen Verbandstag in die Hildesheimer Kreisliga aufgestiegen), gleich zehn Spieler für den Herrenbereich zu verpflichten!

So wechseln Torhüter Luca de Kort (19) und Außenspieler Denny Meyer (21) von der SV Alfeld nach Föhrste. Die ebenfalls in Alfeld ausgebildeten Markus Voshage (24, Stürmer, TSV Adenstedt), Bjan Pattke (20, Torhüter, TSV Adenstedt), Marius Schütz (24, Stürmer, SV Friesen Langenholzen) und Marvin Gawel (20, Außenspieler, SV Freden) geben dem Trainerduo Marian Liersch und David Paasche zudem mehr Optionen auf allen Positionen. Mit Lukas Kruskop (19, Außenspieler, SV Freden), Rückkehrer Nikolas Opitz (28, Stürmer, TSV Kaierde), Frederick Hauschild (29, Außenspieler, Delligser SC) und Christian Linne (31, Abwehrspieler, VfB Bodenburg) befeuern vier weitere Akteure fortan den Konkurrenzkampf.

"Wir sind total froh, dass wir so viele Spieler dazubekommen haben, die einerseits die Qualität heben und andererseits den Altersschnitt senken", so Paasche und Liersch. Nun sei es wichtig, konzentriert zu arbeiten, um die Klasse im zweiten Anlauf zu halten. Getestet wird gegen den VfL Sehlem (Freitag, 21. August, 19 Uhr), beim TuSpo Grünenplan (Sonntag, 23. August, 15 Uhr) und bei der SV Alfeld (Sonntag, 30. August, 15 Uhr).

Foto: Markus Binnewies

Montag, 27. Juli 2020 07:54 Uhr

Barsinghausen (mm). Am gestrigen Sonntagabend gab der NFV-Bezirk Hannover die Staffeleinteilungen der Landes- und Bezirksliga bekannt. In der Landesliga wird unter anderem der ehemalige Keeper des VfL Dielmissen und MTSV Eschershausen Kai Witt mit seinem TSV Barsinghausen auf die in Stadtoldendorf wohnhaften Niklas "Pommes" Dorf und Nicolas Grupe treffen, welche mittlerweile für den FC Eldagsen kicken.

Den Gruppenkopf der Bezirksligastaffeln 8 und 9 werden mit dem MTSV Aerzen und dem SV BW Salzhemmendorf zwei Teams aus dem Kreis Hameln-Pyrmont bilden. Die weiteren Teams kommen aus dem Kreis Hildesheim. Über die Staffel 10, in der sich alle Kreis Holzmindener Teams befinden, berichteten wir bereits gestern (HIER).

LANDESLIGA

Landesliga Staffel 1

1. Heesseler SV

2. OSV Hannover

3. STK Eilvese

4. TSV Burgdorf

5. TSV Godshorn

6. TSV Krähenwinkel/Kaltenweide

7. TSV Stelingen

8. TSV Wetschen

9. TuS Sulingen

Landesliga Staffel 2

1. FC Eldagsen

2. SC Hemmingen-Westerfeld

3. SpVgg Bad Pyrmont

4. SV Bavenstedt

5. TSV Barsinghausen

6. TSV Pattensen

7. VfL Bückeburg

8. VfR Evesen

9. 1. FC Sarstedt

10. 1. FC Wunstorf

BEZIRKSLIGA

Bezirksliga Staffel 8

1. MTSV Aerzen (Hameln-Pyrmont)

2. SC Harsum

3. SC Drispenstedt

4. SV Bavenstedt II

5. SV Einum

6. SV RW Ahrbergen

7. TuS Hasede

8. TuSpo Schliekum

Bezirksliga Staffel 9

1. SV BW Salzhemmendorf

2. FC Ambergau-Volkersheim

3. MTV Almstedt

4. SV Newroz Hildesheim

5. SV Alfeld

6. SV B-W Neuhof

7. VfR Germania Ochtersum

Foto: mm

Montag, 20. Juli 2020 14:42 Uhr

Northeim (red). Nachdem Training im Freien wieder erlaubt war, konnte Trainer Michael Höhnel seine komplette Mannschaft wieder an der Rhume begrüßen. Zusammen mit Philipp Weissenborn wurden verschiedene Übungen und Laufwege einstudiert - immer unter den geltenden Abstandsregeln. Als die Freigabe für Fußball mit Kontakt kam, war die Freude auf "richtigen" Fußball groß.

So fand sich am Samstag auf dem Kunstrasenplatz in Northeim die U10 bei besten Wetter ein, um gegen die eigene U11 ein Testspiel auszutragen. Die ersten paar Minuten gehörten ganz klar der U11, mit Neuzugang Jamil El- Wayss vom FC Stadtoldendorf. In Führung ging aber die U10, welche nur vier Ballkontakte brauchte, um mit 1:0 in Führung zu gehen. Fünf Minuten später bot sich das gleiche Bild - 2:0 für die U10. Die U11 stellte in der Defensive um, diese Umstellung schien zu fruchten. Der Anschlusstreffer wurde schön rausgespielt. Nach vielen Chancen auf beiden Seiten ging die U11 mit einem knappen 3:2 als Sieger vom Platz.

In der Hoffnung, dass der normale Spielbetrieb im September wieder aufgenommen wird, stehen für die U10 intressante Tuniere gegen die Nachwuchsleistungszentren der Bundesligisten der 1. + 2. Bundesliga an. Der Auftakt bildet das Tunier bei der Eintracht Braunschweig am 22.8.20.

Foto: FC Eintracht Northeim

Freitag, 03. Juli 2020 11:25 Uhr

Föhrste/Duingen (red). Nach drei Jahren ist das Kapitel TSV Föhrste für Steffen Thäsler, einem der wohl besten Spieler im Hildesheimer Raum, Geschichte. Der Duinger hat sich bereits zu Jahresbeginn dafür entschieden, sich wieder seinem Heimatverein, dem DSC Duingen, anzuschließen. "Ich komme aus Duingen, habe dort das Fußballspielen gelernt und freue mich nun darauf, wieder mit meinen Freunden aus der Jugend und der frühen Herrenzeit zusammenzuspielen", betont Thäsler, der sich mit unfassbaren Toren, jeder Menge Leidenschaft und einer außergewöhnlichen, mitunter polarisierenden Persönlichkeit einen festen Platz in der Vereinsgeschichte erarbeitet hat.

Der 29-Jährige, der in seiner Jugend unter anderem für die DFB-Auswahl auflief, verlässt den TSV jedoch mit einem lachenden und einem weinenden Auge: "Das waren drei tolle Jahre - die Mannschaft, das Umfeld und der gesamte Verein sind mir ans Herz gewachsen - dennoch denke ich, dass der Wechsel zum richtigen Zeitpunkt kommt - nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass ich wieder in Duingen wohne", sagt er.

In seiner Zeit auf der Felix-Speer-Sportanlage hat Thäsler tiefe Spuren hinterlassen: Mit 26 Toren hatte der Angreifer in seiner Premierensaison einen maßgeblichen Anteil am ersten Aufstieg in die Kreisliga (die alte Bezirksklasse) in der Föhrster Fußballgeschichte. Auch in der anschließenden Saison, als der TSV mit 35 (!) Punkten abstieg, war Thäsler mit neun Toren (bei verhältnismäßig wenigen Einsätzen) bester Föhrster Schütze. In der aktuellen Spielzeit kam er bis zum Corona-bedingten Abbruch zwar "nur" auf acht Tore - das lag aber vor allem daran, dass er aufgrund mehrerer Verletzungen und privater Gründe nur etwas mehr als eine Handvoll Spiele bestritt.

"Steffen ist ein herausragender Spieler, vom Talent einer der Besten in der Region. Abgesehen davon hat er den TSV aber auch als Mensch bereichert und perfekt in die Gemeinschaft gepasst. Und auch wenn er nun wechselt, ist er in Föhrste immer herzlich willkommen - egal, ob als Trainingsgast oder als Zuschauer", meint das Föhrster Trainerduo David Paasche und Marian Liersch. "Es bleibt uns nur noch  "Danke" zu sagen. Danke für die geile Zeit, deine unfassbaren Buden und deinen Einsatz für den TSV und natürlich alles Gute bei unseren Duinger Freunden. Adios, Goalgetter - und ganz bestimmt bis bald!", so das Trainduo Paasche/Liersch abschließend.

Foto: Markus Binnewies

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