Unbenanntes Dokument

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Ich akzeptiere die Cookies von www.meine-fankurve.de
Top 5 Nachrichten der Woche
Herren
Montag, 06. Juli 2020 12:13 Uhr
Die Väter des Holenberger Erfolgs: Gero Wessel und Daniel Schmidtmann im Interview
Sonntag, 05. Juli 2020 16:38 Uhr

Kreis Holzminden (mm). Am heutigen Sonntag wurde die vierte Saison des Online-Fußballmanagerspiels "Onlineliga" beendet. Derzeit werden die Auf- und Absteiger ermittelt und der Transfermarkt ist geöffnet. Zur neuen Saison wird es mindestens eine "Kreisliga Holzminden" (6. Liga) geben. Diese setzt sich aus bestehenden Teams und neugemeldeten Mannschaften zusammen.

Wie kann man sich anmelden?

Habt ihr auch Interesse, einen Vereinen in eurem Heimatort zu gründen und zu bestimmen, welche Spieler verpflichtet werden oder wie die Mannschaft trainieren soll? Dann steigt ein. Nach wenigen Klicks seid auch ihr Teil des kostenlosen Spiels. Den Einladungslink findet ihr hier. In den nächsten Tagen wird auch ein Bericht zur Rückrunde folgen.

Collage: mm

Sonntag, 05. Juli 2020 10:21 Uhr

Lenne (mm). Der Doppelaufstieg der beiden Lenner Mannschaften ist perfekt. Während der TSV Lenne als Relegationsteilnehmer direkt in die Bezirksliga aufgestiegen ist und sich mit Tristan Schmidt und Leon Niemann für diese neue Aufgabe gewappnet hat (wir berichteten), wird auch die SG Lenne/Wangelnstedt II eine Liga höher spielen - nämlich in der Kreisliga Holzminden! So stellten sich Fußballfachwart Michael Keunecke und Trainer Björn Bettermann gemeinsam die Frage, wie man das Training beider Mannschaften weiter gestalten könnte und insbesondere, wer bei den Spielen der Kreisligamannschaft als Coach an der Seitenlinie stehen soll.

"Für uns war es wichtig, dass wir die Trainerstelle der zweiten Mannschaft vereinsintern besetzen. Mit unserer Kameradschaft haben wir in der letzten Saison die Früchte geerntet und daran wollen wir nichts verändern", sprach TSV-Trainer Björn Bettermann beim Meeting mit dem neuen Trainerstab einleitende Worte. Bisher war es so, dass Stefan Link die zweite Mannschaft bei den Spielen betreute und die Taktik und Aufstellung ebenfalls von Björn Bettermann vorgegeben wurde. Teilweise übernahm Björn Bettermann auch das Coaching an der Seitenlinie.

Der TSV Lenne hat seine Wunschlösung gefunden. Stefan Link bleibt der Mannschaft als Betreuer erhalten. Als Trainer werden Steffen Schaper und Kai Tobolewski einsteigen. "Ich werde weiterhin das Training leiten, wobei wir freitags die Mannschaften auf die jeweiligen Spielern vorbereiten werden. Bei jedem Spiel der zweiten Mannschaft wird entweder Steffen oder Kai die Rolle des Trainers übernehmen. Unser Ziel íst es weiter die Spieler zu entwickeln und ich denke, dass wir uns mit der zweiten Mannschaft in der Kreisliga nicht verstecken müssen", ist Bettermann von dem eingeschlagenen Weg überzeugt.

Auch für die Zukunft sieht man sich in der Lenner Sandkuhle gut aufgestellt. Fußballfachwart Michael Keunecke trainiert gemeinsam mit Hendrik Buchhagen die A-Juniorenmannschaft. "Durch die vereinsinterne Lösung gehen wir unseren Weg selbstbewußt weiter. So können wir ein gegebenenfalls aufgekommendes Verletzungspech in der Bezirksligamannschaft mit Spielern aus der zweiten Mannschaft ausgleichen, ohne das Diskussionen zwischen den jeweiligen Trainern aufkommen. Mit diesem Trainerstab wollen wir uns mit der Ersten in der Bezirksliga und mit der Zweiten in der Kreisliga etablieren. Ab Winter können auch acht A-Jugendliche in den Herrenbereich hineinschnuppern", freut sich Michael Keunecke auf die kommende Spielzeit.

Komplettiert wird der Trainerstab durch Markus Verwohlt als Torwarttrainer sowie die Betreuer Michael Schoppe und Wilhelm Kreykenbohm, die sich bereits in den letzten Jahren stets in den Dienst des Vereins gestellt haben.

Foto: mm

Samstag, 04. Juli 2020 10:25 Uhr

Lenne (mm). Die Spatzen pfiffen es bereits von den Dächern, nun hat es der TSV Lenne offiziell bestätigt. Der ehemalige Jugendspieler von Hannover 96 Tristan Schmidt wird in der kommenden Spielzeit das Trikot des TSV Lenne überstreifen. Neben Schmidt wird mit Leon Niemann ein weiterer Offensivmann zum Bezirksligaaufsteiger wechseln. Seine letzte Station war der Kreisligist SVG Einbeck. "Wenn sie fit sind, können sie tragende Rollen in der Mannschaft einnehmen", ist TSV-Trainer Björn Bettermann vom Potenzial der gut ausgebildeten, jungen Spieler überzeugt.

Tristan Schmidt stammt aus Golmbach und hat in der Jugend bei der JSG Forstbachtal mit dem Fußballspielen angefangen. Über den HSC Blau-Weiß Tündern landete Schmidt bei der B-Jugendmannschaft von Hannover 96, wo er unter der Regie von Steven Cherundolo sowohl auf Einsätze in der Bundes- als auch Regionalliga gekommen ist. Bei den A-Junioren führte ihn der Weg zum JFV Calenberger Land, welcher in der Regionalliga beheimatet war. Im Winter 2018 kehrte Tristan Schmidt nach Tündern zurück, wo er bei Steffen Niemeyer die Rückrunde in der A-Junioren Landesliga spielte. In der abgelaufenen Saison lief der Golmbacher hauptsächlich in der zweiten Herrenmannschaft des HSC Blau-Weiß Tündern in der Hamelner Kreisliga auf - dort erzielte der 20-Jährige neun Tore in zehn Einsätzen. Verletzungsbedingt reichte es nur zu einem 15-minütigen Kurzeinsatz in der Oberligamannschaft.

"Ich hatte durch ehemalige Schulfreunde schon länger Kontakt nach Lenne. Ende Mai habe ich mich schließlich mit Björn getroffen und gemerkt, dass ich Bock auf die Herausforderung in Lenne habe. Es fällt mir schwer Tündern zu verlassen. Es ist keine Entscheidung gegen Tündern, sondern für Lenne. Mit der jungen Truppe haben wir eine gute Chance die Klasse zu halten und uns auf Dauer in der Bezirksliga zu etablieren", beschreibt Tristan Schmidt, warum er sich für den Wechsel zum Bezirksligaaufsteiger entschieden hat und welche Ziele er mit dem TSV Lenne verfolgt.

Leon Niemann ist im Kreis Holzminden noch ein unbeschriebenes Blatt. Niemann fing in Markoldendorf mit dem Fußball an, ehe der Offensivspieler in Einbeck (Bezirksliga) und in Petershütte (Landesliga) höherklassig seine Erfahrungen sammelte. Im Herrenbereich spielte Niemann bisher nur für die SVG Einbeck - zwei Jahre im Bezirk und ein Jahr in der Kreisliga. "Der Kontakt ist über Cedrik Suchy entstanden, einem ehemaligen Schulfreund von mir. Ich wollte einfach wieder höher spielen und Björn hat mich letztlich im Gespräch überzeugt", freut sich der 21-Jährige auf die Aufgabe in der Lenner Sandkuhle.

"Mir war es bei meinem Amtsantritt wichtig mit dominatem Fußball einen Umbruch einzuleiten, das ist uns, bis auf zwei Ausnahmen, in der vergangenen Saison gelungen. Lenne ist ein besonderer Verein. Wenn wir Spieler holen, dann muss es passen. Wir waren nicht auf der Suche, aber sind voll überzeugt, dass Leon und Tristan bei uns gut reinpassen und Verstärkungen sein werden. Zudem ist es ein geiles Zeichen, dass sie Bock auf Lenne haben. Bei Tristan merkt man seine gute Ausbildung. Ich sehe ihn in der Mittelfeldzentrale, er soll aber auch mit seinem fantastischen Abschluss für Torgefahr sorgen. Bei Leon hat mich seine Power und sein Umschaltspiel beeindruckt", ist Björn Bettermann von seinen Neuzugängen begeistert.

Mit diesen beiden externen Transfers sind die Kaderplanungen des TSV Lenne für die kommende Bezirksligasaison 2020/2021 abgeschlossen. "Ich bin begeistert, was wir in dem ersten Jahr auf die Beine gestellt haben. Wir haben eine enorme Kaderqualität. Ich bin davon überzeugt, dass wir die Klasse halten können. Dafür werden wir ab nächster Woche Vollgas geben", so Bettermann abschließend.

Foto: mm

Freitag, 03. Juli 2020 12:22 Uhr

Kreis Holzminden (red). Bereits am gestrigen Donnerstagabend berichteten wir, dass Niedersachsen ab dem kommenden Montag, den 06. Juli wieder Sportarten in festen Kleingruppen von nicht mehr als 30 Personen zulassen will (hier). Dies wurde am heutigen Freitag, zur Freude vieler Vereine, durch die Regierungssprecherin Anke Pörksen und den Referatsleiter Jens-Martin Weißer bei einer Pressekonferenz bestätigt. Demnach sollen auch wieder Veranstaltungen mit bis zu 500 Besuchern möglich sein. 

Doch welche Bedeutung hat diese Lockerung für den Fußball?

Die Lockerung bezieht sich nur auf den Trainingsbetrieb. Dort fällt somit der Mindestabstand weg, enge Manndeckung und Grätschen sind somit wieder erlaubt. Um gegebenenfalls Infektionsketten nachvollziehen zu können, müssen weiterhin die Kontaktdaten aller Sportler erfasst werden. Spiele gegen Mannschaften anderer Vereine, wie es beispielsweise bereits in Nordrhein-Westfalen praktiziert wird, bleiben weiterhin verboten. Zuschauer sind beim Breitensport im Freien zugelassen, sofern sie eineinhalb Meter Abstand zu Menschen aus einem anderen Hausstand halten.

 

Donnerstag, 02. Juli 2020 18:08 Uhr

Kreis Holzminden (red). Ab Montag sind Fußballspiele und anderer Kontaktsport nach Auskunft des Landtagsabgeordneten Uwe Schünemann wieder möglich. Die Landesregierung habe in der neuen Corona-Verordnung Sport in festen Kleingruppen von nicht mehr als 30 Personen» vom 6. Juli an wieder zugelassen. „Auf dieses Signal haben auch viele Sportvereine im Landkreis Holzminden gewartet,“ so der CDU Politiker.

Voraussetzung sei allerdings die Erfassung der Kontaktdaten aller Beteiligten. Dadurch sollen mögliche Infektionsketten nachvollzogen werden können. Zuschauer seien beim Breitensport im Freien zugelassen. Dabei müsse der eineinhalb Meter Abstand zu Menschen aus einem anderen Hausstand eingehalten werden.

 

 

Mittwoch, 01. Juli 2020 09:56 Uhr

Niedersachsen (red). Können sich die Mannschaften in Niedersachsen schon bald mit normalem Mannschaftstraining auf die Spielzeit 2020/2021 vorbereiten? Ein Entwurf zur neuen Corona-Verordnung deutet daraufhin! Demnach plant das Land Niedersachsen wieder Sport ohne Abstand zu ermöglichen, wenn er in festen Kleingruppe von nicht mehr als 30 Personen erfolgt, was beispielsweise im Nachbarbundesland Nordrhein-Westfalen schon länger möglich ist. Weiterhin müssen die Kontaktdaten der Teilnehmer aufgenommen werden. Somit könnte das seit Mitte März geltende Zweikampfverbot auf den niedersächsischen Sportplätzen wieder aufgehoben werden.

Wann tritt die neue Corona-Verordnung in Kraft?

Eigentlich sollte die neue Corona-Verordnung am kommenden Montag, den 06. Juli in Kraft treten. Dies hat sich nach Kritik innerhalb der großen Koalition geändert - Niedersachsen verschiebt die neue Corona-Verordnung um eine Woche. Am 13. Juli werde das komplett überarbeitete Regelwerk in Kraft treten. Somit scheint ab dem 13. Juli wieder Mannschaftstraining mit Zweikämpfen möglich zu sein.

 

Dienstag, 30. Juni 2020 11:26 Uhr

Northeim (red). Nach dem Beschluss des außerordentlichen Verbandstages am vergangenen Samstag wird der FC Eintracht Northeim in der Saison 2020/21 weiterhin am Spielbetrieb der Oberliga teilnehmen. Für die anstehende Oberligasaison hat der FC Eintracht Northeim seine drei externen Neuzugänge vorgestellt. Mit Torben Glombitza (Hannover 96 U19) und Tristan Heine (VfV Hildesheim) kehren zwei junge Eigengewächse an den Rhumekanal zurück! Komplettiert werden die Neuzugänge um den erfahrenen Daniel Schmidt (TuSpo Petershütte).

Northeims sportlicher Leiter Oliver Gremmes freut sich über die Transfers: "Mit Torben kommt ein Talent zurück nach Northeim. Als U19 Spieler soll Torben dennoch im Oberligakader Fuß fassen und seine Qualitäten unter Beweis stellen. An ihm werden wir noch viele Jahre Freude haben! Vom Oberliga-Aufsteiger Hildesheim kommt Tristan Heine.Tristan ist kein Unbekannter, in der Jugend schnürte er schon die Schuhe für unsere Eintracht. Ein super sympathischer Spieler und ein richtiger Teamplayer. Er freut sich riesig wieder das Eintracht Trikot tragen zu dürfen. Mit Daniel gewinnen wir an Erfahrung. Mit seinen 26 Jahren wird er einer der Älteren im Kader sein. Durch unser gemeinsames Studium kenne ich Daniel schon sehr lange und der Kontakt zu ihm ist nie abgebrochen. Das Projekt Northeim war immer interessant für ihn und umso mehr freue ich mich, dass es jetzt endlich mit einem Wechsel geklappt hat."

Nach dem Saisonabbruch freuen wir uns in den Planungen voran zu kommen und stellen euch heute unsere neuen...

Gepostet von FC Eintracht Northeim am Sonntag, 28. Juni 2020

Foto: FC Eintracht Northeim

Montag, 29. Juni 2020 19:20 Uhr

Rühle (mm). Für eine Überraschung konnte Losfee Isabelle Düe vom SV Rühle am heutigen Montagabend sorgen. Da der Kreispokalsieger nicht sportlich ermittelt werden konnte, wurde der weitere Bezirkspokalplatz der Herren ausgelost - sie zog mit dem VfR Deensen eine Mannschaft aus der 1. Kreisklasse . "Wir nehmen die Herausforderung an und freuen uns riesig drauf", konnte VfR-Vorsitzender Tobias Schmidtmann das Losglück kaum fassen.

"Wir sind überrascht und sehen dies als eine einmalige Chance für uns als einen kleinen Verein, der in den letzten Jahren viel durchgemacht hat. Es ist eine schöne Belohnung für unsere Mannschaft, die sich im Pokal gegen Boffzen durchsetzen konnte. Unser Wunschgegner wäre eine Mannschaft aus dem Kreis Hildesheim oder Hameln - egal welcher Verein kommt, wir sind der krasse Außenseiter und genau das sind die Spiele, die wir im Pokal so lieben. Unsere Fans haben das auch verdient - wir sind einfach nur happy", so Schmidtmann abschließend.

Bei den Damen wird aller Voraussicht nach der VfL Bückeburg am Bezirkspokal teilnehmen. "Wir wünschen den Vereinen viel Erfolg im Bezirkspokal", so Kreisvorsitzender August Borchers, der Gastgeber der Auslosung war und gemeinsam mit dem Spielausschussvorsitzenden Michael Wiedwald die Verlosung vor der Presse verfolgte.

Ausgeloste Reihenfolge bei den Herren:

1. VfR Deensen

2. FC Stadtoldendorf II

3. TSV Lenne

4. MTV Fürstenberg

5. TSV Kirchbrak

6. TSV Holenberg

7. TSV Ottenstein

8. MTSV Eschershausen

Ausgeloste Reihenfolge bei den Damen:

1. VfL Bückeburg

2. TSV Eintracht Bückeberge

3. SC Auetal

4. SV Hastenbeck II

Foto: mm

Frauen
Montag, 22. Juni 2020 10:02 Uhr
Verabschiedung: Luisa Oerke wechselt zu Hannover 96
Freitag, 12. Juni 2020 10:17 Uhr

Boffzen (mm). Am Dienstag, den 09. Juni fand der außerordentliche Verbandstag des Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) statt. Auf diesen schauten die Verantwortlichen der Damenmannschaft des FC 08 Boffzen, denn nur eine Annullierung der Spielzeit hätte die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg der Mannschaft von Dietmar Larusch noch verhindern können. Im Kreis Holzmindener Südkreis durfte schließlich gejubelt werden. Per schriftlichen Umlaufverfahren stimmten 142 Delegierte von insgesamt 149 Delegierten für einen Abbruch der aktuellen Spielzeit mit Aufsteigern und ohne Absteiger, sodass der FC 08 Boffzen in den Bezirk aufstiegen ist.

Beim FC 08 Boffzen stellte man sich bereits vor einigen Wochen die Frage, ob man im Falle eines Aufstieges diesen auch wahrnehmen sollte. Hintergrund: In der Saison 2016/2017 holte die Damenmannschaft aus Boffzen, welche seit einigen Jahren anstatt der Kreisliga Hameln/Schaumburg/Holzminden im Kreis Höxter spielt, schon einmal die Meisterschaft und stieg in den Bezirk auf. Dort trafen die Kreis Holzmindener unter anderem auf Mannschaften aus Paderborn aber auch auf den Nachbarn Phönix 95 Höxter. In der Bezirksligasaison wurden in einer 14er Staffel lediglich vier Zähler eingefahren, wodurch der deutliche Abstieg als Tabellenletzter besiegelt wurde. Zudem gibt es ein paar Veränderungen im Kader.

"Der Mannschaftsrat hat sich für den Aufstieg ausgesprochen. Wir gehen hoch, wissen aber auch, dass uns eine sehr schwere Saison bevorsteht. Aktuell haben wir nur 25 Spielerinnen für zwei Mannschaften", gibt FC-Trainer Dietmar Larusch bekannt.

Seit der Saison 2019/2020 arbeitet der FC 08 Boffzen mit dem SSV Würgassen zusammen, daher wird die zweite Mannschaft in der kommenden Spielzeit auch unter dem Namen „SG Boffzen/Würgassen“ an den Start gehen. "Der Hauptspielort der ersten und zweiten Mannschaft wird in Boffzen sein. Es sind aber auch einige Heimspiele der zweiten Mannschaft in Würgassen geplant", blickt Larusch auf die gute Zusammenarbeit.

Achtung: Spielerinnen gesucht!

Insbesondere für die zweite Mannschaft, die erneut als 9er-Mannschaft in der Kreisliga Höxter spielen wird, werden noch Spielerinnen gesucht. Natürlich sind auch Spielerinnen willkommen, die das Abenteuer "Bezirksliga" miterleben wollen. Trainiert wird bis Ende Juni donnerstags um 19.00 Uhr im Boffzer Sollingstadion. "Jede, die Fußballspielen möchte, ist bei uns herzlich willkommen", würde sich Larusch über ein paar Trainingsgäste sehr freuen.

Foto: FC 08 Boffzen

Montag, 25. Mai 2020 17:57 Uhr

Wolfsburg (mm). Am heutigen Montag fand der außerordentliche DFB-Bundestag statt. Hierbei stand neben der Fortsetzung der 3. Liga der Männer auch die Thematik des Frauenfußballs auf der Tagesordnung. Seit dieser Spielzeit befindet sich die aus Dohnsen stammende Natasha Kowalski im Kader der Bundesligareserve des VfL Wolfsburg, welche in der 2. Frauen-Bundesliga spielt. Während die Frauen-Bundesliga ab dem 29. Mai mit der Umsetzung eines Hygiene- und Gesundheitskonzepts fortgesetzt wird, wird die 2. Frauen-Bundesliga, wie auch die B-Juniorinnen Bundesliga, abgebrochen.

Saisonwertung mit Aufsteigern, aber ohne Absteiger 

Die Auf- und Abstiegsregelung in der 2. Bundesliga wurde auch geklärt. So wird die Tabelle des 16. Spieltages als Abschlusstabelle gewertet. Meister ist demnach der SV Werder Bremen mit 40 Punkten. Elf Punkte dahinter folgt der VfL Wolfsburg II auf dem zweiten Rang, sodass sich Natasha Kowalski, die bei zehn Einsätzen auf vier Saisontore gekommen ist, über die Vizemeisterschaft freuen darf. Die gleiche Punktzahl erzielte die Reserve der TSG Hoffenheim, welche aufgrund des schlechteren Torverhältnisses auf dem dritten Platz landete. Durch diese Tabellenkonstellation steigt mit dem SV Meppen der Viertplatzierte in die Bundesliga auf.

Absteiger wird es laut Beschluss nicht geben. Vielmehr steigen aus den Regionalligen fünf Vereine in die 2. Frauen-Bundesliga auf, die entsprechend in der Spielzeit 2020/2021 aufgestockt wird.

Foto: mm

 

Freitag, 01. Mai 2020 11:34 Uhr

Wickensen/Eschershausen/Kemnade/Ottbergen (mm). Neben Natasha Kowalski und Luisa Oerke gibt's auch weitere Spielerinnen aus dem Landkreis Holzminden, die höherklassigen Damenfußball spielen. Gerade bei Pia Wiedenbruch, die in der Jugend des MTSV Eschershausen mit dem Fußball angefangen hat, wird deutlich, wie steinig der Weg für Fußballerinnen im ländlichen Raum sein kann.

Die 21-Jährige aus Wickensen spielt derzeit in der Landesliga Damenmannschaft vom SV Ottbergen-Bruchhausen. Wir haben die Coronapause genutzt und uns mit ihr über ihre bisherige Laufbahn unterhalten.

Redaktion: "Hallo Pia, wo hast du nach deiner Jugendzeit beim MTSV Eschershausen gespielt?"

Pia: "Ich habe bereits parallel zu den letzten Jahren bei den Jungs bei den B-Mädchen in Kemnade mitgespielt. Durch die Spielgemeinschaft Kemnade/Eschershausen im Damenbereich durfte ich auch dort schon früh mittrainieren. Im Grunde habe ich dort viel länger gespielt bzw. mittrainiert. Leider haben wir damals keine Sondergenehmigung bekommen, sodass keine Chance bestand früher am Pflichtspielbetrieb teilzunehmen."

Redaktion: "Wie ging es für dich weiter, als sich die B-Mädchen von Kemnade mangels Spieler aufgelöst haben?"

Pia: "Ich habe eine Zeit lang nur bei den Damen trainiert, ehe ich dann über ein Zweitspielrecht bei den Holzmindener B-Mädels mitkicken durfte. Da es sich aber um den älteren Jahrgang handelte und es nicht genug Nachwuchs gab, musste sich auch diese Mannschaft wieder auflösen. Immer noch nicht alt genug, um bei den Damen spielen zu können, sammelte ich über ein weiteres Zweitspielrecht bei den B-Mädels aus Bevern Spielpraxis, bis ich endlich 16 Jahre alt wurde. Das Vergnügen mit meiner Herzensmannschaft, der SG Kemnade/Eschershausen, zu spielen war dann kürzer als gedacht, da sich nach nur einer Saison die Möglichkeit ergab, nach Ottbergen in die Westfalenliga zu wechseln."

Redaktion: "Hättest du jemals gedacht, dass du einmal in der Westfalenliga Damen spielen wirst? War das dein Ziel?"

Pia: "Ich habe darüber nicht nachgedacht - mir war es seitdem ich nicht mehr bei den Jungs spielen konnte, nur wichtig endlich bei den Damen mitspielen zu dürfen. Das körperliche Spiel liegt mir glaube ich mehr. Als die Chance bestand in die Westfalenliga zu wechseln, hat das natürlich meinen Ehrgeiz geweckt, leider sind wir nach nur einer Saison unglücklich wieder abgestiegen. Daher würde ich gerne wieder mit Ottbergen dort spielen."

Redaktion: "Welche Erfolge konntest du bisher mit dem SV Ottbergen-Bruchhausen erzielen?"

Pia: "Zu Beginn habe ich auch bei den Ottberger B-Mädels ausgeholfen. Wir konnten Hallenkreismeister, sogar Hallenwestfalenmeister und Pokalsieger werden. Mit den Damen haben wir ebenfalls schon die Titel des Hallenkreismeisters und Pokalsiegers mit nach Hause nehmen können. Eine Meisterschaft in der Liga fehlt mir allerdings noch."

Redaktion: "Wie zufrieden bist du mit deiner Saison?"

Pia: "Ich glaube es geht immer besser. Da ich aktuell eher auf der Sechserposition spiele, liegt das Augenmerk zwar nicht mehr so primär auf dem Erzielen von Toren, aber der Spaß daran besteht natürlich trotzdem. Allerdings bin ich ziemlich zufrieden, dass ich trotz Meniskusschaden in dieser Saison relativ schnell wieder auf dem Spielfeld stehen konnte. Jetzt wünscht man sich natürlich nichts mehr, als endlich wieder loslegen zu dürfen."

Redaktion: "Wie hälst du dich in der Coronapause fit?"

Pia: "Ich habe tatsächlich gefallen am joggen gefunden, obwohl ich mich vorher das ein oder andere Mal überwinden musste, ohne Ball am Fuß, länger als eine Sportplatzrunde zu laufen. Zudem fahre ich Fahrrad und mache ein paar Homeworkouts, die eine Mitspielerin entwickelt hat und uns zur Verfügung stellt. Ich versuche das Training möglichst abwechslungsreich zu gestalten. Unserem Hund gefällt das Training Zuhause sehr und sie macht auch fleißig mit."

Redaktion: "Was möchtest du im Damenfußball noch erreichen?"

Pia: "Wie schon erwähnt fehlt mir ja noch ein Meisterschaftstitel, den möchte ich natürlich in Zukunft noch feiern dürfen."

Redaktion: "Wir wünschen dir viel Erfolg dabei!"

Foto: privat

Mittwoch, 04. März 2020 17:07 Uhr

Hildesheim (mm). Nicht nur die B-Juniorenmannschaft der JSG Forstbachtal hat in dieser Hallensensation in einem Nachbarkreis für Furore gesorgt - auch die C-Juniorinnen, die im Ligabetrieb im Kreis Hildesheim spielen, konnten mit starken Leistungen auf sich aufmerksam machen. Mit zwei Teams trat Coach Jörg Schmidt bei der C-Juniorinnen HKM an, bei welcher insgesamt sieben Mannschaften antraten. Verteilt auf drei Turniertage spielte jede Mannschaft insgesamt dreimal gegeneinander, sodass jede Mannschaft auf 18 Spiele kam.

Der VfV Borussia Hildesheim war verteilt auf alle drei Turniertage die stärkste Mannschaft. Die Domstädter ließen nicht einen Punkt liegen und wurden mit 54 Punkten souveräner Hallenkreismeister. Die erste Mannschaft der JSG Forstbachtal konnte von den 54 möglichen Punkten insgesamt 39 Zähler mitnehmen und sich damit die Vize-Hallenkreismeisterschaft sichern. Die zweite Mannschaft landete zwar auf dem letzten Rang, war aber aufgrund ihres jungen Alters auch sehr gut dabei. So haben sie es sogar fast geschafft, dem HKM-Sieger VfV Hildesheim ein Unentschieden abzuringen. Auch sie konnten erhobenen Hauptes die Heimreise antreten.

Tabelle

1. VfV Borussia Hildesheim 56:5 Tore 54 Punkte

2. JSG Forstbachtal 29:13 Tore 39 Punkte

3. SV BW Neuhof 23:20 Tore 25 Punkte

4. PSV GW Hildesheim 14:15 Tore 23 Punkte

5. SSV Elze 13:28 Tore 16 Punkte

6. SV RW Wohldenberg 6:43 Tore 15 Punkte

7. JSG Forstbachtal 9:26 Tore 5 Punkte

Foto: JSG Forstbachtal

 

Dienstag, 03. März 2020 06:08 Uhr

Dohnsen/Wolfsburg (mm). DFB-Trainerin Friederike Kromp hat für das EM-Qualifikationsturnier den 20-köpfigen Kader der deutschen U17-Juniorinnen Nationalmannschaft nominiert. Mit dabei sein wird, die in Dohnsen aufgewachsene und mittlerweile in Wolfsburg wohnhafte Natasha Kowalski. Nach dem Sieg der Europameisterschaft (hier) und der erneuten deutschen Meisterschaft bei den U17-Juniorinnen (hier) ist die Stürmerin aus dem Weserbergland in die zweite Damenmannschaft des VfL Wolfsburg gewechselt, wo sie bei zehn Einsätzen in der zweiten Bundesliga bisher auf vier Treffer gekommen ist.

Natürlich möchte Natasha Kowalski und ihr Team auch bei der Europameisterschaft dabei sein. Hierzu muss die deutsche Elf beim Qualiturnier, welches vom 14. bis 20. März in den Niederlanden stattfinden wird, die Mannschaften von Kroatien, Schottland und den Niederlanden hinter sich lassen, denn nur der Erstplatzierte dieser Gruppe wird vom 09. - 22. Mai in Schweden dabei sein. Dort wird es dann auch um die drei europäischen Startplätze für die U 17-WM 2020 in Indien (02. bis 21. November 2020) gehen.

Spiele der deutschen Nationalmannschaft

1. Spiel: Samstag, den 14. März Deutschland gegen Kroatien, Anstoß um 12 Uhr im Sportpark Parkzicht, Uden

2. Spiel: Dienstag, den 17. März Deutschland gegen Schottland, Anstoß um 15 Uhr im Sportpark De Wieen, Venray

3. Spiel: Freitag, den 20. März Deutschland gegen Niederlande, Anstoß um 19 Uhr im Sportpark Parkzicht, Uden

Foto: mm

Mittwoch, 05. Februar 2020 06:31 Uhr

Lippoldsberg (r). Am vergangenen Sonntag traten die FC Boffzen - Damen beim Weserbergland Cup der FSG Weser/Verna an. Das Turnier wurde im Modus "Jeder gegen Jeden" ausgespielt, sodass jedes Ergebnis zählte.

Denkbar schlecht startete man ins Turnier, in dem man sich mit 0:1 dem DSC Dransfeld geschlagen geben musste. Im Spiel gegen den Ligakonkurrenten SG Ottbergen II /Derental trennte man sich 0:0. Gegen den MF Göttingen II konnte man sich durch ein Tor von Nadine Griebelbauer mit 1:0 durchsetzen. Gegen die SG Lindenberg/Adelebsen wurde erneut ein knapper 1:0 Sieg durch einen Treffer von Laura Neils eingefahren. Dem MTV Markoldendorf musste man sich knapp mit 0:1 geschlagen geben. Gegen den VfB Uslar traf Stefanie Vogt zum 1:0 und sicherte den knappen Sieg. Das letzte Spiel gegen den Gastgeber aus Weser/Verna gewann Boffzen durch einen Treffer von Laura Neils mit 1:0.

Am Ende platzierte man sich mit 13 Punkten auf dem zweiten Tabellenrang, einen Punkt hinter dem Sieger DSC Dransfeld.

Foto: FC 08 Boffzen

Rede und Antwort
Dienstag, 05. Mai 2020 11:44 Uhr
Tristan Schmidt aus Golmbach: "Die Zeit bei Hannover 96 war überragend"
Donnerstag, 19. März 2020 12:44 Uhr

Boffzen (mm). FC 08 Boffzen, eine Herzensangelegenheit - so heißt es auf der offiziellen Facebookseite des Kreisligisten. Für Marvin und Calvin Böker ist dies nicht nur ein Spruch, sondern die Realität. Seit Kindertagen spielen die Brüder in den blau-gelben Farben. Im Gespräch mit der Redaktion stellen die beiden Kicker klar, warum es für sie nur den FCB gibt. Zudem blicken sie zurück, wie sie sich in ihren Kindertagen untereinander unterstützt haben.

Redaktion: "Warum habt ihr den FC 08 Boffzen bisher nie verlassen?"

Marvin: "Das liegt hauptsächlich daran, dass unser Vater nur für Boffzen gespielt hat und hier auch Trainer war. Wir beide haben hier angefangen und er hat uns immer unterstützt."

Calvin: "Er hat immer gesagt, dass wir entweder in Boffzen oder ganz weit weg von Boffzen spielen sollten. Aber wir hatten uns ohnehin geschworen eines Tages, wie die Gebrüder, René und Marec Wenzel, zusammen in der ersten Mannschaft zu spielen, sodass für mich, trotz ein paar Angeboten aus dem Höxteraner Raum, ein Wechsel kein Thema war. Umso schöner war es dann natürlich, gemeinsam mit den Wenzel's auf dem Platz gestanden zu haben."

Redaktion: "Wie verlief eure Jugendzeit? Welche Erfolge konntet ihr feiern?"

Marvin: "Ich wurde als Innenverteidiger ausgebildet und habe in meiner Jugendzeit jeweils einmal die Hallenkreismeisterschaft und den Kreispokal gewonnen. In der B-Jugend haben wir den Klassenerhalt in der Bezirksliga geschafft. In der A-Jugend sind wir sogar überraschend aus der Bezirks- in die Landesliga aufgestiegen."

Calvin: "Ich habe ebenfalls als Verteidiger angefangen und bin dann erst später zum defensiven Mittelfeldspieler geworden. Ich habe in der D-Jugend zweimal die Hallenkreismeisterschaft gewonnen. Der größte Erfolg war aber, dass wir in der C-Jugend Bezirksliga Dritter geworden sind."

Redaktion: "Wie würdet ihr eure Bruderbeziehung bezeichnen? Habt ihr euch viel unterstützt?"

Marvin: "Wir waren immer füreinander da und haben uns gegenseitig bei den jeweiligen Spielen zugeguckt. Wir haben früher auch viel gebolzt und hatten nie Probleme."

Calvin: "Genau. Wir spielen ja auch auf verschiedenen Positionen, sodass es da derzeit auch kein Konfliktpotential gibt. Für uns ist Fußball die Nummer eins. Wir unterhalten uns generell viel über Fußball und diskutieren auch nach unseren Spielen noch viel aus."

Redaktion: "Marvin, du warst auch schon zur ersten Amtszeit von Andrej Weibert aktiv. War es schwierig sich in die Mannschaft zu spielen?"

Marvin: "Nach dem Abstieg aus der A-Jugend Landesliga bin ich in den Kader der ersten Mannschaft gekommen. Ich habe beim Training unter Trainer Andrej Weibert alles gegeben. Er kam auch auf die Idee, mich zum Außenspieler umzuschulen. Da es zu dem Zeitpunkt sehr viele, gestandene Offensivspieler im Kader gab, war es für mich nicht ganz so einfach auf Einsatzzeiten zu kommen. Es lief aber von Anfang an familiär ab, sodass ich dankbar für jede Minute war."

Redaktion: "Du hast Andrej Weibert bereits erwähnt. Wie war er als Trainer?"

Marvin: "Er war ein sehr ehrgeiziger Trainer. Er hat immer versucht alles aus seinen Spieler rauszuholen. Ihm verdanke ich, dass ich in die erste Mannschaft gekommen bin. Er hatte auch privat immer ein offenes Ohr, aber wenn es um Fußball ging hat er absolute Ernsthaftigkeit erwartet."

Redaktion: "Welche Erfolge habt ihr im Herrenbereich eingefahren?"

Marvin: "Ich bin einmal Meister geworden und zweimal über die Relegation in den Bezirk aufgestiegen. In dem Meisterjahr konnten wir auch den Kreispokal in Bevern gewonnen. Das Highlight war aber der Kreispokalgewinn in Kirchbrak."

Calvin: "Da kann ich Marvin nur zustimmen. Das war auch bisher der einzige Titel, den ich mit dem FC 08 Boffzen geholt habe. Nach dem Spiel haben wir uns unseren Vater geschnappt und mit ihm und den Pokal ein Foto für die Ewigkeit gemacht."

Redaktion: "Marvin, du hast auch gemeinsam mit dem Ex-Profi Fatmir Vata auf dem Platz gestanden. Was war das für ein Gefühl?"

Marvin: "Es war einfach ein komplett anderes Gefühl. Er ist ein herzlicher Mensch, der jeden in der Mannschaft aufgebaut und mit Tipps geholfen hat. Es hat einfach Spaß gemacht, mit ihm zusammengespielt zu haben. Bei seinen Zuspielen hat er beispielsweise sehr viele Räume gesehen, die ein normaler Kreisligaspieler nicht gesehen hat. Das war schon einen andere Hausnummer."

Redaktion: "In der letzten Saison ging es für euch gegen den Abstieg. Wieso lief die Saison nicht so wie ihr euch das vorgestellt hattet?"

Calvin: "In der letzten Saison war der Wurm drin. Wir haben einfach viele Spiele knapp mit einem Tor Unterschied verloren. Das war extrem enttäuschend und dementsprechend hat die Stimmung im Team auch stark geschwankt."

Redaktion: "Wie zufrieden seid ihr mit der Hinrunde? Welches Ziel für die Rückrunde habt ihr, sofern es weitergehen sollte?"

Marvin: "Mit der Hinrunde sind wir sehr zufrieden. Nach einem kleinen Hänger mit dem Unentschieden gegen Rühle und dem Pokal-Aus gegen Deensen haben wir fünf-sechs Spiele recht gut gespielt und auch gut gepunktet. In den letzten Spielen war bei den tiefen Platzverhältnissen einfach die Kraft raus."

Calvin: "Die Hinrunde lief richtig gut. Insbesondere haben wir zu Hause gezeigt, dass wir auch noch Heimsiege feiern können. Unser Ziel sollte es sein unter den TOP 5 zu landen."

Foto: mm

Samstag, 29. Februar 2020 10:52 Uhr

Holzminden/Gütersloh (mm). Von Holzminden in die B-Juniorinnen Bundesliga - diesen Weg ist mit Luisa Oerke nach der U17-Nationalspielerin Natasha Kowalski bereits die zweite Spielerin des SV06 Holzminden gegangen. Seit Sommer kickt Oerke für den FSV Gütersloh, der aktuell Zweiter in der B-Juniorinnen Bundesliga West/Südwest ist. Mit einem Zweitspielrecht läuft sie ab und zu auch bei der Landesliga B-Juniorenmannschaft von Sören Eilers auf. Gemeinsam mit der Redaktion blickt Luisa Oerke auf ihre bisherige Laufbahn und die anstehende Rückrunde.

Redaktion: "Luisa, wo hast du wann angefangen? War das deine letzte Station vor deinem Wechsel nach Holzminden?"

Luisa: "Ich habe in der G-Jugend bei der JSG Forstbachtal angefangen, Fußball zu spielen. Dort habe ich dann bis zu meinem Wechsel nach Holzminden auch unter Achim Rauls als Trainer gespielt."

Redaktion. "In welchen Auswahlmannschaften hast du gespielt?"

Luisa: "Ich habe angefangen, von der E- bis zur D-Jugend in der Kreisauswahl bei den Jungen zu spielen. Dann habe ich auch in Hameln beim Stützpunkt der Jungs gespielt. Bei den Mädchen ging’s in der U12 mit einem Sichtungsturnier für den Stützpunkt Hannover in Lauenau los. Dort habe ich eine Sichtung bekommen und war dann ein paar mal beim Training in Barsinghausen, bevor ich dann direkt im Stützpunktkader des Sichtungsturniers für die U12- Niedersachsenauswahl war. Auch dort hab ich’s geschafft, was für mich damals total überraschend kam. Ich meine, ich hatte es quasi innerhalb von ein bis zwei Monaten von Kreis- bis Niedersachsenauswahl geschafft."

Redaktion: "Das klingt in der Tat sehr rasant. Was hast du dort erlebt?"

Luisa: "Dann gingen eben meine fünf Jahre beim NFV mit vielen Lehrgängen und Turnieren los. Für die Zeit dort und alles was ich erleben durfte, bin ich extrem dankbar und auch für die Leute, die man dort kennengelernt hat, die mit einem seine Leidenschaft teilen."

Redaktion: "Hast du auch mal eine Einladung zur Nationalmannschaft bekommen?"

Luisa: "Im Sommer 2018 hatte ich, nach dem Länderpokal im Frühjahr mit der U16, eine Einladung zur Nationalmannschaft bekommen, wo ich dann auch bei einigen Maßnahmen u.a. in Stuttgart und Saarbrücken dabei war. Natürlich hat man sich zum einen über die Einladung zur Nationalmannschaft extrem gefreut, aber natürlich bleiben auch Fahrten mit der Niedersachsenauswahl und Länderpokale in Erinnerung."

Redaktion: "Was zählst du als deine größten Erfolge?"

Luisa: "Das ist schwierig zu sagen. Den ersten großen Titel konnte ich direkt mit der U12-Auswahl holen, als wir in Bremen Norddeutscher Meister wurden. Sonst waren eben die Maßnahmen mit der Nationalmannschaft und die Länderpokale riesen Erfolge für mich. Die bisherige Saison mit Gütersloh zählt auch als ein Highlight am Ende meiner Jugendjahre."

Redaktion: "Mit der C-Jugend habt ihr damals auch einmal gegen die Herforder B-Juniorinnen gespielt.  Hast du dich direkt danach den Herfordern angeschlossen? Wie blickst du auf die Zeit zurück?"

Luisa: "Nach dem Spiel konnte ich nicht direkt zu Herford, weil das allein mit dem Fahraufwand nicht zu schaffen gewesen wäre. Nach meiner Saison in Tündern bei den Mädchen bin ich dann mit noch einer aus Tündern dort zum Probetraining gegangen und dann im Sommer 2018 hingewechselt. Das war auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung und die Saison in der Regionalliga als jüngerer Jahrgang hat Spaß gemacht. In der Zeit habe ich aber überwiegend bei Holzminden gespielt, trotzdem konnte ich der Mannschaft in den Spielen, wo ich da war, weiterhelfen und das hat mich gefreut."

Redaktion: "Wie kam dein Wechsel zu Gütersloh zu Stande? Welche Position spielst du dort und wie zufrieden bist du mit der Hinrunde?"

Luisa: "Wir hatten mit Herford im Frühjahr 2019 ein Pokalspiel gegen Gütersloh. Einen Tag später hatte ich direkt einen Anruf von Christian Pohlmann, meinem jetzigen Trainer. Ich war dann relativ zügig dort beim Probetraining, was mir super gefallen hat. Nachdem wir dann mit ihm lange bezüglich der Fahrerei usw. gesprochen hatten, stand für mich der Wechsel dort hin eigentlich ziemlich schnell fest. Klar wollte ich die Chance ergreifen und ein paar kannte ich von der Niedersachsenauswahl und vom DFB auch schon. In den ersten Einheiten hat man gemerkt, dass die Mannschaft echt Potential hat. Ich habe dann erstmal etwas in der Vorbereitung gebraucht, mich in das System einzufinden usw., da ich eben nicht dreimal die Woche dort zum Training hin konnte. Ich spiele dort Zehner oder Stürmer und bin eigentlich ziemlich zufrieden mit der Hinrunde. Wir haben das erste Saisonspiel gegen Leverkusen unnötig verloren und stehen so unter Essen, aber ich bin extrem stolz auf unsere Entwicklung. Nach der Vorbereitung und dem ersten Spiel haben wir glaube ich kurz den Glauben an unser Ziel, um die Meisterschaft mitzuspielen, verloren, aber sind dann stark zurück gekommen."

Redaktion: "Welche Saisonziele hast du mit dem FSV Gütersloh?"

Luisa: "Klar haben wir das Ziel, Meister zu werden. Der Kader ist extrem stark. Das Einzige, was wir jetzt dafür noch machen können, ist unsere noch ausstehenden Rückrundenspiele souverän runterzuspielen und uns auf jedes einzelne Spiel zu fokussieren, weil wir uns keinen Ausrutscher erlauben können. Das ist die Voraussetzung, um noch die Chance zu haben."

Redaktion: "Hast du auch eine Chance in die Westfalenauswahl zu kommen?"

Luisa: "Nach meinem Wechsel wollte ich mich erstmal nur auf die Vereine und die Schule konzentrieren. Jetzt, wo sich das alles aber eingespielt hat, habe ich nach dem Hallenmasters in Ibbenbühren vor ein paar Wochen, wo wir sozusagen „Hallenwestfalenmeister“ mit Gütersloh geworden sind, direkt eine Einladung zur nächsten Maßnahme der Westfalenauswahl im März bekommen, die ich auch wahrnehmen will."

Redaktion: "Für Holzminden spielst du immernoch. Wie oft kamst du dort zum Einsatz? Ist der Klassenerhalt in der Landesliga drin?"

Luisa: "Mit den Pokalspielen kam ich in etwa sechsmal zum Einsatz. Das Problem ist eben, dass sich die Ligaspiele normal mit denen von Gütersloh überschneiden. Klar ist der Klassenerhalt drin, mit vollem Kader und nötiger Einstellung sollte das die Mannschaft schaffen. Die Liga ist generell extrem eng gestaffelt, da ist sowohl nach oben, als auch nach unten nicht viel Luft - alles ist möglich."

Redaktion: "Wie sieht deine Trainingswoche aus und wie kriegst du das neben der Schule in Dassel unter einen Hut?"

Luisa: "Ich trainiere normal montags und mittwochs bei Holzminden und freitags eben bei Gütersloh. Am Samstag haben wir ein Ligaspiel. Die restlichen Tage in der Woche habe ich lange Schule und trainiere ggf. eigenständig oder muss eben was für die Schule machen. Das klappt eigentlich ganz gut, besser als gedacht. Ich hatte echt Angst, dass das eben, dadurch dass ich jetzt halt schon in der 12. Klasse bin und aufs Abi zugehe und auch eben alles für das Abi zählt, nicht zu schaffen ist. Klar ist es irgendwie stressig, aber ich mache es ja gern und bekomme alles ganz gut unter einen Hut."

Redaktion: "Welche Unterschiede kannst du zwischen Landesliga Jugend und der Bundesliga Mädchen erkennen?"

Luisa: "Ich finde, dass ist ein ganz anderes Spiel. Bei den Jungs ist es klar körperlich viel betonter und für mich inzwischen auch extrem schwer. Das Spiel ist auch schneller, weil die Landesliga schon stark ist. Wobei das Niveau in der Bundesliga natürlich auch gut ist und viele dort ja auch eine heftige Technik haben und in Auswahlmannschaften spielen. Mir hilft es aber eben enorm bei den Jungs noch dabei zu sein, weil dadurch, dass ich mich eben dort behaupten muss, hab ich bei den Mädchen eben Vorteile."

Redaktion: "Was waren bisher deine schönsten Momente deiner fußballerischen Laufbahn?"

Luisa: "Schönste Momente sind schwer festzumachen, da könnte ich extrem viele aufzählen. Ein cooler Moment war einfach, als mich meine Trainer und ein paar aus meiner Mannschaft von Holzminden, sowie mein früherer Trainer von Forstbachtal bei unserem Spitzenspiel gegen Essen überrascht haben. Das ist nicht selbstverständlich, gerade bei dem Weg."

Redaktion: "Wie geht's für dich im Sommer weiter?"

Luisa: "Ich möchte auf jeden Fall mein Abi in Dassel machen, also auch nächstes Jahr, auch wenn wir hier in Sachen Frauenfußball im „Niemandsland“ leben, hier bleiben. Ich bin mir noch nicht wirklich sicher, wie es nächste Saison für mich weitergeht. Ich möchte auf jeden Fall auch nächstes Jahr noch bei Holzminden zumindest im Training bleiben - vielleicht ist ja auch ein Zweitspielrecht noch möglich und dann eben in einer guten Frauenmannschaft spielen. Da steht aber noch nichts fest."

Foto: mm

Sonntag, 16. Februar 2020 13:31 Uhr

Grünenplan (mm). Früher der Torjäger, heute Identifikationsfigur - viel treffender können die Worte auf den mittlerweile 37-jährigen Michael Seyd vom TuSpo Grünenplan wohl nicht gewählt werden. Als Kapitän führt der Routinier seine Mannschaft in der Bezirksliga aufs Feld - und das nach über 20 Jahren ohne Bezirksfußball in der Hilsmulde. Wir haben die Winterpause genutzt und uns mit Michael Seyd über seine fußballerische Laufbahn und die aktuelle Lage beim TuSpo Grünenplan unterhalten.

Redaktion: "Michael, schön, dass du dir für dieses Interview die Zeit nimmst. Wo hast du mit dem Fußballspielen angefangen?"

Michael: "Sehr gerne. Ich habe im jungen Alter bei der Jugend des TuSpo Grünenplan angefangen Fußball zu spielen. Anschließend spielte ich bei der JSG Hils, ehe wir in der C- und B-Jugend wieder eine eigenständige Jugendmannschaft des TuSpo Grünenplan hatten. In der A-Jugend war ich dann wieder bei der JSG Hils aktiv."

Redaktion: "Hast du in der Kreisauswahl und/oder im Stützpunkt gespielt?"

Michael: "Ich habe unter Jürgen Grabs in der Kreisauswahl Holzminden gespielt. Mit der Mannschaft sind wir zum Dana Cup nach Dänemark gefahren, was ein echt schönes Erlebnis war. Später habe ich dann auch im Stützpunkt unter Werner Brennecke gespielt."

Redaktion: "In welchen Ligen warst du unterwegs?"

Michael: "Beim TuSpo Grünenplan habe ich auf Kreisebene gespielt. In der A-Jugend bin ich unter anderem mit Kevin Beier, Jan Thomschke und Pierre Schal in der Bezirksliga zum Einsatz gekommen. Zu Auswärtsspielen mussten wir unter anderem in Eimbeckhausen und im hannoverschen Raum antreten."

Redaktion: "Wie verlief dein Einstieg in den Herrenbereich beim TuSpo Grünenplan?"

Michael: "Wir haben relativ früh eine gute Saison in der Kreisliga gespielt, sodass wir als Vizemeister ein Aufstiegsspiel in Gronau bestritten haben. Leider haben wir dieses Spiel mit 0:1 verloren, sodass wir nicht in die damalige Bezirksklasse aufgestiegen sind. Für mich war es auf jeden Fall etwas ganz besonderes mit meinem zwölf Jahre älteren Bruder Stefan zusammenzuspielen."

Redaktion: "Und dann kam dein Wechsel zum TSV Deinsen. Wie kam es dazu und wie blickst du auf die Zeit zurück?"

Michael: "Dadurch, dass mein Bruder Stefan früher auch mal in Deinsen gespielt hat, kannten mich die Deinser auch. Sie hatten mich beobachtet und bei mir angefragt. Nachdem wir den Aufstieg in die Bezirksklasse verpasst hatten, nahm ich das Angebot an. Deinsen spielte zu dem Zeitpunkt in der Bezirksliga und damit noch eine Klasse höher als die Bezirksklasse. Ich habe mich auf dem kleinen Platz in Deinsen immer wohlgefühlt. Da die Zuschauer so nah am Geschehen waren, war dort auch eine ganz besondere Stimmung. Gerade die Derbys gegen Alfeld habe ich noch in guter Erinnerung. Ich war mit einer kurzer Unterbrechung insgesamt fünf Jahre in Deinsen. Wir haben in jeder Spielzeit den Klassenerhalt geschafft und ich bin in einer Saison mit 26 Toren sogar Torschützenkönig geworden."

Redaktion: "Hast du auch an Auswahlspielen teilgenommen?"

Michael: "Ja. Ich habe einmal mit einer Auswahlmannschaft in Grünenplan gegen Borussia Mönchengladbach gespielt. Dort haben wir mit 0:12 verloren. Mit einer weiteren Auswahl kam es in Elze zum Duell mit Hannover 96. Wir haben mit 2:8 verloren und ich habe beide Treffer erzielt."

Redaktion: "Gab es für dich auch mal Anfragen von höherklassigen Mannschaften?"

Michael: "Ja. Als ich meine Lehre gemacht habe, hatte die Reservemannschaft von Hannover 96 bei mir angefragt. Dies habe ich dann aus den zeitlichen Gründen abgelehnt, was ich auch ein wenig bereut habe, da ich es mit Sicherheit zeitlich doch hinbekommen hätte."

Redaktion: "Wann kam es zur endgültigen Rückkehr nach Grünenplan?"

Michael: "Im Sommer 2009 bin gemeinsam mit Jan Thomschke und Kevin Beier zurück nach Grünenplan gewechselt. Ruben Lange hatten wir in Deinsen kennengelernt und auch mit nach Grünenplan genommen. Grünenplan war in der Vorsaison in die 1. Kreisklasse abgestiegen, sodass wir unter Klaus Tiesemann den Wiederaufstieg in die Kreisliga perfekt gemacht haben."

Michael Seyd geht als Kapitän immer voran

Redaktion: "Auf Tiesemann folgten mit Martin Riemer, Karsten Tute und Waldemar Delzer drei weitere Trainer. Wie hat sich euer Spielstil in dieser Zeit geändert?"

Michael: "Wir waren eigentlich immer eine Kontermannschaft. Gegen Teams, gegen die wir das Spiel machen mussten, haben wir uns schwer getan. In der letzten Saison haben wir mit unserem Spielermaterial bewiesen, dass wir auch das Spiel an uns reißen können. Unser Spielsystem hat sich in den letzten Jahren geändert. Zuerst haben mit einem Libero gespielt, dann haben wir auf eine Dreierkette gebaut und jetzt spielen wir mit einer Viererkette."

Redaktion: "Hattest du dir erhofft irgendwann einmal mit deinem Heimatverein in der Bezirksliga spielen zu können? Wie schaust du auf die vergangene Saison zurück?"

Michael: "Ich hatte es mir schon erhofft, irgendwann mal mit Grünenplan in der Bezirksliga zu spielen, aber es nicht erwartet. Wir waren in den letzten Jahren oft nah dran und sind letztlich meistens Dritter geworden. Vor der letzten Saison hatten wir den Aufstieg als klares Ziel ausgegeben. Im ersten Saisonspiel haben wir knapp gegen Dielmissen gewonnen und anschließend gegen Holenberg und Kirchbrak verloren. Somit war die Euphorie recht schnell gedämpft. Wir sind aber ruhig geblieben und haben eine Serie gestartet. Bis zum Ende der Spielzeit haben wir keine Niederlage mehr kassiert - das war schon besonders."

Redaktion: "Wie bewertest du eure Hinrunde in der Bezirksliga?"

Michael: "Im Großen und Ganzen bin ich mit der Hinrunde ganz zufrieden. Als Aufsteiger ist man ja froh, wenn man die Klasse hält und derzeit stehen wir über dem Strich. Wir haben allerdings gegen die direkten Konkurrenten SV Alfeld, TuS Hasede und FC Stadtoldendorf fünf - sechs Punkte liegen gelassen. Man muss aber auch sehen, dass wir viel Verletzungspech hatten und wir kein Spiel mit der ersten Elf gemacht haben. Wir können froh sein, dass wir so eine funktionierende zweite Mannschaft haben, die uns immer wieder unterstützt hat. So konnten wir aber auch überraschende Siege gegen Schliekum und Almstedt feiern."

Redaktion: "Mit Tobias Schütte und Nasser Abdolkhani haben euch zwei Spieler verlassen - kehren die Langzeitverletzten Sascha Fricke und Alexander Delzer bald wieder zurück? Was muss besser werden, um den Klassenerhalt zu schaffen?"

Michael: "Wir haben immer gut ausgesehen, wenn wir das 1:0 gemacht haben. In einigen Spielen haben wir unsere Chancen zu leichtfertig vergeben und dann das Gegentor bekommen. Unsere Einstellung nach Gegentoren muss besser werden. Wir müssen die Grünenplaner Tugenden einfach wieder auf den Platz bringen. Einer der diese Tugenden verkörpert ist Sascha Fricke, der nach seinem Schien- und Wadenbeinbruch hart an seinem Comeback arbeitet und alles dafür tut, bald wieder spielen zu können. Alexander Delzer wird aller Voraussicht nach leider noch länger fehlen. Sein Ausfall schmerzt uns enorm".

Redaktion: "Welche Unterschiede konntest du zwischen der Kreis- und der Bezirksliga erkennen?"

Michael: "Man merkt, dass es die Bezirksklasse nicht mehr gibt. Es ist zwischen den beiden Klassen vom Niveau her mehr als eine Liga Unterschied. Das Spiel ist viel schneller und körperbetonter geworden. Die Mannschaften aus dem Hildesheimer und Hannoveraner Raum sind echt stark."

Redaktion: "Zu guter Letzt eine Frage, die ich dir stellen muss. Wie schaffst du es mit 37 Jahren noch so fit zu sein und wielange dürfen wir dich noch in der Grünenplaner Herrenmannschaft spielen sehen?"

Michael: "Mein Körper fühlt sich einfach noch nicht wie 37 Jahre an. Mit 34 Jahren war meine fußballerische Laufbahn nach einem Knorpelschaden schon so gut wie beendet, aber das ist alles super verheilt und ich hatte seitdem auch keine Beschwerden mehr. Ich bin einer, der im Training immer noch vorneweg läuft und ich denke, dass ich noch zwei - drei Saisons, wenn ich verletzungsfrei bliebe, spielen kann."

Nach seinem Tor gegen den FC Stadtoldendorf jubelte Michael Seyd mit Sascha Fricke

Fotos: mm

Montag, 10. Februar 2020 17:16 Uhr

Holzminden (mm). Die Hoffnung eines jeden Kreisvereins sind Herrenspieler, die aus der eigenen Jugend kommen und sich im Verein engagieren. Das Mats Lüttmann nicht nur ein guter Spieler ist, beweist er bereits seit einiger Zeit. Trotz seines Studiums in Göttingen engagiert er sich auch als Jugendtrainer im Verein und gibt so sein Wissen an die Youngsters weiter.

Wir haben die fußballfreie Zeit genutzt, um uns mit Mats Lüttmann über seine bisherige Spielerlaufbahn und die aktuelle Situation beim SV06 Holzminden zu unterhalten.

Redaktion: "Mit wie vielen Jahren hast mit dem Fußballspielen angefangen?"

Mats: "Ich habe mit vier Jahren beim Vorgängerverein des SV06 Holzminden, dem Holzmindener Sportverein angefangen."

Redaktion: "Du bist ein technisch versierter Spieler. Hast du in der Kreisauswahl und/oder dem Stützpunkt gespielt?"

Mats: "Ich habe in der Kreisauswahl unter Jürgen Grabs gespielt. Im 95er Jahrgang war die Qualität ziemlich hoch. Dort habe ich dann zum Beispiel mit Bastian Helms, Bennett Schmitz, Sertac Sahbaz (SCM Bodenwerder), Patrick Kleine (FC Stahle 30) oder Lukas Neumann (MTV Fürstenberg) zusammengespielt. Im Stützpunkt bin ich nicht gelandet. Dafür habe ich später in der Regionalauswahl in NRW gespielt."

Redaktion: "Wie kam es zu deinem Wechsel nach NRW und wo hast du dort gespielt?"

Mats: "Ich wurde von der SpVg Brakel angesprochen und habe dort mein erstes B-Jugend Jahr verbracht. Dafür, dass es "nur" die westfälische Bezirksliga war, war das gerade bei den Partien auf den Kunstrasenplätzen technisch hochwertiger Fußball und für mich eine gute Erfahrung."

Redaktion: "An welche Erfolge aus deiner Jugendzeit denkst du noch gerne zurück?"

Mats: "An die A-Jugendzeit unter Enes Ujkanovic habe ich die besten Erinnerungen. In der Saison haben wir den Aufstieg von der Bezirks- in die Landesliga perfekt gemacht. Wir hatten eine unglaublich gute Stimmung in der Mannschaft, 20 Spieler waren immer beim Training. Jeder hat sich beim Training und beim Spiel für Enes die Beine ausgerissen. Er ist mein absoluter Lieblingstrainer und insgesamt war er für jeden der Größte. Die Zeit erinnert mich ein wenig an die Holenberger Jungs, die das derzeit unter Daniel Schmidtmann bis Sommer noch genießen dürfen. In der Folgesaison habe ich mit der Mannschaft dann auch den Klassenerhalt in der Landesliga geschafft."

Mats Lüttmann mit seinem Lieblingstrainer Enes Ujkanovic

 

Redaktion: "Seit einiger Zeit bist du auch in der Herrenmannschaft aktiv und hast die Aufs und Abs in den letzten Jahren miterlebt. Auf welchen Positionen wurdest du eingesetzt?"

Mats: "Studienbedingt war ich immer nur sporadisch im Einsatz. Eigentlich war die letzte Saison die erste Saison, wo ich auf richtig viele Spiele gekommen bin, bis mich ein Meniskusriss und eine Sehnenentzündung gestoppt haben. Ich sehe mich als einen typischen Achsenspieler. Ich fühle mich auf Innenverteidigerposition, auf der Sechs und auf der Acht am wohlsten. Unter Ali Chaabu wurde ich zwischenzeitlich auch mal zum Außenverteidiger umgeschult."

Redaktion: "Warum konntet ihr zuletzt, trotz gutem Start, nicht den Klassenerhalt in der Bezirksliga schaffen?"

Mats: "Die Transferpolitik im Verein war nicht gut und es wurden im Umgang mit der Jugend viele Fehler begangen, die auch offen angesprochen und bemängelt wurden. Die Zusammenarbeit mit der Jugend hat sich aber gewandelt, was auch ein großes Anliegen von mir war. Inzwischen sind die Trainerstellen in der Jugend top besetzt. So sind neben mir mit Sören Eilers, Noah Buske und Merdan Fekovic gleich drei aktive Herrenspieler auch in der Jugend tätig. Das schafft eine Indentität und eine Vereinskultur."

Redaktion: "Du sprichst es gerade an. Du bist aktuell D-Jugendtrainer im Verein. Wie bist du Trainer geworden und wie steht deine Mannschaft dar?"

Mats: "Ich wurde vor der vergangenen Saison vom damaligen Jugendleiter Andreas Korte gefragt, ob ich Sören Eilers bei der B-Jugend unterstützen möchte. Da mein Bruder Anton und seine Freunde dort gespielt haben, musste ich nicht lange überlegen. Die Zeit mit Sören war super. Er ist ein toller Mensch, ist sehr gut organisiert und arbeitet sehr akribisch, so dass ich viel dazulernen konnte. Aktuell trainiere ich gemeinsam mit Maximilian Rudloff die D-Jugend. Die Jungs wurden von Kevin Walter sehr gut ausgebildet. Es macht mir, trotz des zusätzlichen Zeitaufwandes, sehr viel Spaß. In unserer Staffel sind wir Erster geworden, sodass wir in der Rückrunde in der Kreisliga spielen werden. Bei den Hallenkreismeisterschaften sieht es derzeit so aus, als würden unsere beiden gemeldeten Teams die Endrunde erreichen."

Redaktion: "Strebst du auch eine Trainerlizenz an?"

Mats: "Ali Chaabu hat mir viel von der B-Lizenz erzählt und da ich schon seit längerem großes Interesse an der Theorie des Fußballs habe, habe ich bereits den fußballerischen Eignungstest für die B-Lizenz absolviert. Verletzungsbedingt konnte ich bisher noch nicht den ersten Teil der B-Lizenz absolvieren. Dies werde ich in diesem Jahr angehen. Die C-Lizenz ist im Übrigen keine Grundvoraussetzung für die B-Lizenz mehr und den Schiedsrichterschein werde ich auch im Rahmen der B-Lizenz erwerben."

Redaktion: "Ihr seid nach euren vielen Neuzugängen als klarer Meisterschaftsfavorit in die Saison gegangen. Von der Meisterschaft spricht in der Kreisstadt mittlerweile keiner mehr. Wie erklärst du dir die aktuelle Situation?"

Mats: "Mit der aktuellen Lage können wir nicht zufrieden sein. Klar ist, dass wir von unserem Ziel weit entfernt sind. Im Endeffekt wären wir auch belächelt worden, wenn wir mit unseren Neuzugängen ein anderes Ziel als die Meisterschaft angegeben hätten. Jedoch ist das Zusammenspiel von so vielen Neuzugängen nicht einfach und muss man auch sehen, dass viele Spieler nicht von Anfang an dabei waren bzw. beruflich stark eingeschränkt sind. Beispielhaft sind hier Jonah Sandforth, Timo Schünemann oder Malte Helms zu erwähnen. Außerdem wollen wir auf die Jugend setzen. In dieser Saison geht es nur noch darum unsere Strukturen zu festigen und den starken 01-er Jahrgang in den Herrenbereich einzubinden. In der Jugend sind wir für die nächsten Jahr überragend besetzt, sodass wir uns auf viele gut ausgebildete Spieler für den Herrenbereich freuen dürfen."

Redaktion: "In der Hinrunde hast du aufgrund deiner Verletzung noch kein Spiel bestreiten können. Wann sehen wir dich wieder auf dem Platz?"

Mats: "Nach über einem halben Jahr Pause befinde ich mich derzeit im Aufbautraining. Ich hoffe, dass ich in der Rückrunde wieder voll einsteigen kann."

Redaktion: "Was sollte aus deiner Sicht das langfristige Ziel des SV06 Holzminden sein?"

Mats: "Holzminden sollte langfristig einen gesichterten Platz in der Bezirksliga einnehmen Das ist meiner Meinung nach mittelfristig realistisch. Über höhere Ambitionen kann man sprechen, wenn wir strukturell wieder besser aufgestellt sind."

Redaktion: "Welche Wünsche hast du für deine aktive Spielerlaufbahn noch?"

Mats: "Ein großer Wunsch ist für mich bereits in der vergangenen Saison in Erfüllung gegangen. Ich wollte nochmal ein Spiel mit meinen Jugendfreunden Bastian Helms, Malte Helms, Bennett Schmitz und Julius Böke bestreiten. Das war Ostersamstag im Derby gegen den MTV Bevern. Das war wohl das dominanteste Spiel, an welchem ich teilnehmen durfte. Ein persönlicher Traum wäre es gemeinsam mit meinen Brüdern Anton und Emil ein Herrenspiel zu bestreiten."

Freudestrahlende Gesichter nach dem Derbysieg in Bevern

Fotos: mm

Jugend
Donnerstag, 25. Juni 2020 13:50 Uhr
45 strahlende Kindergesichter bei der 96 Fußballschule in Dielmissen
Freitag, 19. Juni 2020 10:47 Uhr

Holzminden (red). Seit dem 18. Mai ist der Trainingsbetrieb in der Jugendabteilung des SV06 Holzminden wieder angelaufen - natürlich unter Beachtung der Coronabestimmungen. Zunächst erfolgt das Training in den alten Strukturen, um den Spielern die Möglichkeit zu geben, ihre Mitspieler nach der langen Abstinenz wieder zu sehen. Nach dem Verbandstag des NFV erfolgt zum 01.07.20 die Neuausrichtung auf die neue Saison, obwohl der Termin des ersten Spieltags noch in den Sternen steht.

„Wir haben die Zeit genutzt, um die Planungen im Bereich unserer Bezirks- und Landesligateams zu finalisieren – die Trainerteams stehen nunmehr fest und wir freuen uns, sie heute vorstellen zu können“, betont Jugendleiter Wolfgang Jacob. Die U19 des SV06 wird nach derzeitiger Planung in der Bezirksliga an den Start gehen. Mit Sören Eilers konnte bereits frühzeitig ein erfahrener und erfolgreicher Trainer weiterverpflichtet werden, der einen Großteil des aktuellen U17 Landesligakaders altersbedingt mit in die U19 nehmen wird. „Trotz der Begleitumstände ist die Trainingsbeteiligung hoch und das Team arbeitet sehr konzentriert“, erklärt Eilers. Auch wenn die Einteilung der jeweiligen Ligen noch nicht erfolgt ist, erwartet der Coach von seinem Team einen Platz unter den Top 3. An der Linie wird er von Co-Trainer Marcel Krämer unterstützt, der bereits im Trainerteam mit Sören Eilers in der U17 gearbeitet hat. Zusätzlich ist Krämer noch Torwarttrainer und bindet dabei auch die Torhüter aus der U17 und U15 mit ein.

Kontinuität ist auch das Motto in der neuen U17, die nach aktuellem Stand in der Landesliga ins Rennen geht. Das Trainerteam Daniel Gregorovits und Noah Buske war bereits mit der aktuellen U15 in der Bezirksliga sehr erfolgreich und steht vor der Schlussabrechnung der Saison punktgleich auf Platz 2. „Wir können nahezu mit dem kompletten Kader aus der aktuellen U15 in das neue, große Abenteuer Landesliga gehen,“ stellt das SV06 Urgestein Gregorovits fest. Als Saisonziel für das junge Team gibt er den Klassenerhalt an, verbunden mit der Hoffnung, dieses Ziel im Verlauf der Saison frühzeitig zu erreichen.

Neuformiert wird sich die U15 des SV06 Holzminden in der kommenden Bezirksligasaison präsentieren. „Trotz zahlreicher, altersbedingter Abgänge, wollen wir auch in dieser Altersgruppe Bezirksligafußball im Kreis Holzminden präsentieren“, ergänzt Jugendleiter Jacob. Mit Kevin Walter als Coach hat der SV06 einen sehr jungen, engagierten Trainer, der nebenbei noch an seiner B-Lizenz arbeitet. „Ich freue mich auf diese anspruchsvolle Aufgabe und werde alles dafür tun, dass wir mit einer sehr jungen Mannschaft attraktiven Fußball bieten, der zum Klassenerhalt führt“, hebt Walter hervor. Unterstützt wird er in der kommenden Saison von Maximilian Rudloff. Beide werden als Tandem fungieren.

„Wir sind sehr froh, dass wir die Weichen für die neue Saison in diesen Teams frühzeitig stellen konnten“, betont der 1. Vorsitzende Jens Ebert. Der SV 06 Holzminden bietet allen engagierten und interessierten Fußballern aus der Region die Möglichkeit, in einem Probetraining das jeweilige Können unter Beweis zu stellen, um die Teams weiter zu verstärken. Die Koordination der Trainingstermine erfolgt über den Jugendleiter, der für Rückfragen jederzeit gerne zur Verfügung steht (w.jacob@sv06-holzminden.de). Bei den attraktiven Gegnern in den Bezirks- und Landesligen ist dies sicher ein sehr verlockendes Angebot. Die Planungen für die Bereiche U 13 bis G-Junioren befinden sich ebenfalls auf der Zielgeraden. Auch hier sind neue Mitspieler/innen und auch Trainer/innen jederzeit herzlich willkommen.

Foto: Ricarda Riedel

 

Dienstag, 09. Juni 2020 12:16 Uhr

Holzminden/Göttingen (mm). Mats Lüttmann macht in seiner Trainerlaufbahn den nächsten Schritt! Als Co-Trainer der B-Junioren (Bezirksliga) und als Trainer der D-Junioren konnte der Holzmindener bei seinem Heimatverein SV06 Holzminden erste Erfahrungen sammeln. Diese Erfahrung wird Lüttmann, der in Barsinghausen demnächst seine B-Lizenz machen wird, beim I. SC Göttingen 05 ausbauen.

"Die Entscheidung ist nicht gegen den SV06 Holzminden, sondern für meine Entwicklung als Trainer - mein Spielerpass bleibt in Holzminden. In der Landesliga tätig zu sein, ist sehr reizvoll. Ich befinde mich selbst ja noch in den Anfangsstadien meiner Trainerlaufbahn und versuche deshalb, wo es nur geht, etwas Neues zu lernen. Dafür ist so eine neue fußballerische Umgebung, in der sehr professionell gearbeitet wird, perfekt ", stellte Lüttmann, dessen Studienort Göttingen ist, im Gespräch mit der Redaktion klar.

Der erste Kontakt zu den Schwarz-Gelben ist über den Göttinger Jugendtrainer Jan Steiger entstanden, welcher den 24-jährigen zu einem Gespräch in den Göttinger Maschpark eingeladen hat. "Fußballerisch sind wir schnell auf einen Nenner gekommen", zeigte sich Lüttmann begeistert. Neben Jan Steiger wird Lüttmann in der Spielzeit 2020/2021 Teil des dreiköpfigen Trainerteams der U15 (C-Junioren) sein - die dritte Trainerstelle ist noch vakant. „Momentan besteht sogar noch die kleine Chance, sich über eine Aufstiegsrunde für die Regionalliga Nord zu qualifizieren. Voraussichtlich wird darüber das Los entscheiden", gibt Lüttmann Auskunft.

Die U15 wird unabhängig von der Ligazugehörigkeit drei- bis viermal wöchentlich ein Mannschaftstraining abhalten. "Ich freue mich riesig auf die gemeinsame Arbeit im Trainerteam und mit den Spielern ", so Lüttmann. Aber nicht nur die Trainingsbedingungen sind für den jungen Trainer reizvoll. Es stehen Testspiele gegen höherklassige Gegner und viele NLZ-Teams auf der Agenda. Auch Trainingslager und Teilnahmen an internationalen Turnieren sind für die C-Jugendmannschaft geplant.

Foto: privat

Mittwoch, 27. Mai 2020 16:03 Uhr

Lenne/Egestorf (mm). Am Sonntag, den 08. März fanden bei den D-Junioren die Hallenbezirksmeisterschaften in Eschershausen statt. Während die JSG Boffzen/Fürstenberg als Hallenkreismeister des NFV-Kreises Holzminden ohne Punkte ausgeschieden ist, stand ein Kreis Holzmindener für den JFV Calenberger Land gegen den TSV Havelse im Endspiel. Die Sprache ist von Lennard Fechner, welcher im Sommer 2019 von der SG Lenne/Wangelnstedt nach Egestorf gewechselt ist.

Das Finale konnte die Mannschaft von Lennard Fechner, der an diesem Nachmittag von seinen Eltern und seinem älteren Bruder Leon Fechner unterstützt wurde, mit 2:0 für sich entscheiden. Wir haben die Corona-Pause genutzt und uns mit dem talentierten Torhüter unterhalten. So verrät der Lenner, wie er Torwart geworden ist und was für Erlebnisse er in seinem ersten Jahr beim JFV Calenberger-Land schon hatte.

Redaktion: "Hallo Lennard, dein Bruder Leon Fechner fühlt sich beim TSV Holenberg in der Offensive wohl und du bist im Tor zu Hause. Wie bist du Torwart geworden?"

Lennard: "Früher als ich ca sieben Jahre alt war, habe ich bei der SG Lenne/ Wangelnstedt als Verteidiger gespielt. Ich habe dann aber aufgehört, weil es mir keinen Spaß mehr gemacht hat. Mit neun Jahren habe ich in unserem Garten mit Leon Fußball gespielt und ich war immer im Tor. Da habe ich gemerkt, dass es mir Spaß macht. Ich bin schließlich mit meiner Mutter zum Training nach Lenne gefahren. Wir haben gefragt, ob ich dort Torwart sein kann und Alexander Sommer, der Trainer war, war damit einverstanden. So bin ich Torwart geworden."

Redaktion: "Du wurdest bei der SG Lenne/Wangelnstedt ausgebildet. Hast du in der Kreisauswahl bzw. auch im Stützpunkt gespielt?"

Lennard: "Das ist beides nicht so gut für mich gelaufen. Mein Trainer hatte mich zwar zur Sichtung für die Kreisauswahl vorgeschlagen, aber leider bestand dort kein Interesse. Später wurde ich zur Sichtung für den Stützpunkt eingeladen, diese Einladung ist aber erst bei mir angekommen, als fast alles schon gelaufen war. Ich konnte so nur eine Trainingseinheit mitmachen und erhielt keine Zusage. Das beides so gelaufen ist, fand ich sehr schade."

Redaktion: "Im Sommer bist du nach Egestorf zum JFV Calenberger Land gewechselt. Wie kam der Kontakt zu Stande? Bist du dort Stammkeeper?"

Lennard: "Nachdem es auch mit dem Stützpunkt nicht geklappt hat, mein Trainer aber von meinem Talent überzeugt war, haben meine Eltern überlegt, ob ich genau wie Leon (Anm. d. Red. früher Jugendspieler beim TSV Havelse) in der Region Hannover spielen sollte. Sie haben dann gesehen, dass Leons Trainer aus der C Jugend beim TSV Havelse jetzt die jüngere D-Jugend beim 1. FC Germania Egestorf/Langreder trainiert. Ich konnte dort dann zum Probetraining kommen und bin so in die Mannschaft gekommen. Die Mannschaft spielt mit zwei Torhütern und wir wechseln uns immer ab."

Redaktion: "In der Saison seid ihr mit nur einer Niederlage und einem sehenswerten Torverhältnis Tabellenführer und auch die Hallenbezirksmeisterschaft konntet ihr euch in Eschershausen sichern. Wie zufrieden bist du mit der Saison und wie gehts für dich ab Sommer weiter?"

Lennard: "Es war für mich toll, dass ich jedes Mal eine Halbzeit eingesetzt werde, auch bei den Freundschaftsspielen gegen RB Leipzig, Werder Bremen, Paderborn, HSV und in Holland. Es macht Spaß in der Mannschaft zu spielen. Der Zusammenhalt in der Mannschaft ist groß und die Trainer sind toll. Besonders hat es mich gefreut, dass ich mit meiner Mannschaft im Finale der Hallenbezirksmeisterschaft gespielt habe und wir gewonnen haben. Das alles hatte ich so nicht erwartet und ich bin super zufrieden. Besonders klasse finde ich, dass es für mich ein extra Torwarttraining gibt. Ich konnte so noch eine Menge dazulernen und ich bin stolz dort zu spielen. Für die nächste Saison habe ich bereits die Zusage erhalten, eine weitere Saison dort zu spielen."

Redaktion: "Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg!"

Foto: mm

Montag, 25. Mai 2020 11:58 Uhr

Holzminden (r). Mit diesen Rahmenbedingungen hatten die F-Junioren-Trainerteams um Ian Beigert, André Müller und Fuat Elmali vom SV06 Holzminden beim 1. Fußballtraining nach der Winterpause zu Beginn des Jahres sicher nicht gerechnet. Sowohl ein Start in die Freiluftsaison erst Mitte Mai, als auch die Herausforderungen durch die Pandemie, forderten die drei Trainer in den letzten Tagen sehr intensiv.

Als der Niedersächsische Fußballverband am 05. Mai den Wiedereinstieg in den Fußballbetrieb verkündete, liefen die Vorbereitungen bei den Verantwortlichen des SV06 auf Hochtouren. „Als einer der ersten Vereine in Niedersachsen haben wir einen Corona-Beauftragten im Verein installiert und ein entsprechendes Konzept zum ordnungsgemäßen Ablauf des Trainingsbetriebs unter Berücksichtigung der aktuell geltenden Parameter erstellt“, erklärt Jens Ebert, 1. Vorsitzender des SV06 Holzminden. Die Strategie lautete dabei: entwickeln, abstimmen, umsetzen und ggf. nachsteuern.

Das Konzept, das vom Corona-Beauftragten und Jugendleiter Wolfgang Jacob und Andreas Struck (2. Vorsitzender des SV06) entwickelt wurde, sieht die Wiedereinführung des Trainingsbetriebs in zwei Wellen vor.

Den Anfang machten hierbei die Teams der Frauen und der 1. Herren. Am letzten Mittwoch stiegen mit dem Landesligateam der U 17 und der Bezirksligamannschaft der U 15 auch die ersten Jugendteams ins Training ein. „Unsere Trainer, Spieler und auch die Eltern haben hier einen tollen Job gemacht“, erklärt der Corona-Beauftragte. Die neuen Spielregeln wurden eingehalten und auch das Training hatten die kreativen Trainer den geänderten Anforderungen angepasst und sehr abwechslungsreich gestaltet. Nach der erfolgreichen Pilotphase, startete am Montag der „Stresstest“. Ab jetzt steigen alle Teams des SV06 in den Trainingsbetrieb ein. Außerdem trainieren auf der Anlage, die sich in der außergewöhnlichen Zwangspause bestens erholt hat, zahlreiche Gruppen aus anderen Vereinen, die die Sporthallen derzeit noch nicht nutzen können.

Wie im Konzept des SV06 vorgesehen, trafen sich die Spieler vor dem Stadion, hielten Abstand und wurden von ihren Trainern durch den gekennzeichneten Eingang zum Trainingsplatz begleitet. Dort waren Übungseinheiten aufgebaut die sicherstellten, dass während der 90-minütigen Einheit der Abstand gewahrt bleibt. „In die Planung haben wir viel Zeit investiert, um die neuen Rahmenbedingungen einzuhalten“, betonen die Trainer, die von den Junior Coaches Jamal Hussein, Mir Tursum, Robin Kuhn und Jan Tietz unterstützt wurden. Aufgrund dieser neuen Bedingungen kam bei den Jugendtrainern die Idee auf, die Trainingseinheiten auch mit flotter Musik zu unterlegen, die bereits von den Nachbarplätzen herüberschallte.

Der SV06 Holzminden legt nicht nur Wert darauf, dass ein Konzept erstellt wird, sondern dass dieses Konzept auch nachhaltig umgesetzt und stets aktuell an die neuen Rahmenbedingungen angepasst wird. „Chapeau den Eltern, die gerade im jüngeren Juniorenbereich gerne beim Training an der Linie dabei sind – sie haben sich alle daran gehalten, die Sportanlage als Zuschauer nicht zu betreten“, betont Wolfgang Jacob, der den „Stresstest“ eng begleitet.

Der SV06 bietet jetzt auch wieder die Möglichkeit für interessierte Spieler, ein Probetraining, nach vorheriger Anmeldung beim Jugendleiter, in den Bezirks- bzw. Landesligateams der U 15, 17 und 19 zu absolvieren. „Wir gehen kein Risiko ein – die Gesundheit und die Solidarität gehen vor“, heißt es von den Verantwortlichen des SV06 Holzminden zum Abschluss.

Foto: SV06 Holzminden

Fan Aktiv
Sonntag, 31. Mai 2020 10:38 Uhr
Nach Anruf von Uli Hoeneß: Fürstenberger erlebten die "Mutter aller Niederlagen" live
Mittwoch, 29. April 2020 11:47 Uhr

Eschershausen/Köln (mm). Zu einer Stadionfahrt nach Köln hatten sich die Eschershäuser Sergej Michelis und Michael Müller mit zwei Bekannten aus der Region Hannover entschlossen. Köln befand sich in der Saison 2017/2018 nach 15 Spielen mit schwachen drei Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Am 10. Dezember sollten sie den SC Freiburg empfangen, welcher als Tabellendrittletzter ebenfalls mit Abstiegssorgen zu kämpfen hatte. "Bei einem Spiel zwischen zwei Mannschaften, die gegen Abstieg spielen, hatten wir eigentlich keine großen Erwartungen, sodass wir mit dem Torfestival gar nicht gerechnet hatten", blickten die Raabestädter auf das Bundesligaspiel zurück - nach einer 3:0-Führung verloren die Kölner, sinnbildlich für die Saison, in der Nachspielzeit noch mit 3:4.

Mit der Bahn reisten die Fußballfans am zweiten Advent nach Köln. Dort angekommen wurde neben des Kölner Doms auch ein Weihnachtsmarkt angesteuert. In der Domstadt begann es an diesem Nachmittag heftig zu schneien, sodass bereits die Fahrt mit der Straßenbahn zum Stadion eine erste Herausforderung darstellte. Im Stadion angekommen, sah man schließlich mit wieviel Schnee der erst unter der Woche neuverlegte Rasen, trotz einer auf Hochtouren laufenden Rasenheizung, bedeckt war, sodass erste Zweifel aufkamen, ob das Spiel überhaupt stattfinden würde.

"Es waren 120 Helfer mit Schneeschiebern am Werk. So etwas habe ich in meinem Leben noch nicht erlebt", berichtete Michael Müller. Und trotz des hohem Einsatzes sollte der Schnee auf dem Spielfeld nicht weniger werden. Im Stadion warteten die 45.100 Zuschauer im RheinEnergieSTADION, welches für 49.968 Besucher Platz bietet, auf das "OK" des Schiedsrichtergespannes. Dann war es soweit - mit einer halben Stunde Verspätung liefen die Mannschaften zur Hymne des 1. FC Köln ein. Unter großem Applaus des Publikums wurde das Spiel mit freigeräumten Sechzehnern, roten Linien und einem roten Ball angepfiffen.

Köln stand vor der Partie mit dem Rücken zur Wand. Die Rheinländer wollten endlich ein Erfolgserlebnis feiern, um ein Ausrufezeichen im Tabellenkeller zu setzen. Sie kamen mit den Platzbedindungen auch gleich besser zurecht. Lukas Klünter brachte den 1. FC Köln bereits nach acht Minuten mit 1:0 in Führung. Acht Zeigerumdrehungen später legte Sehrou Guirassy per Strafstoß das 2:0 nach. Nach einer guten halben Stunde fiel das 3:0 - ein Eigentor von Freiburg. "Die Kölner Zuschauer neben uns sind ausgerastet. Sie konnten nicht glauben, dass sie in diesem wichtigen Spiel schon mit 3:0 geführt haben", blickte Sergej Michelis auf die Szenen zurück, die sich im Stadion abgespielt haben. Sechs Minuten vor der Pause verkürzte Nils Petersen auf 3:1-Halbzeitstand.

"Es sah alles danach aus, als würde Köln wichtige Punkte im Abstiegskampf einfahren", war Müller zur Halbzeit noch überzeugt. Die Mannschaft von Gästetrainer Christian Streich ließ sich allerdings, auf dem mit der Zeit immer besser bespielbaren Platz, keine Hektik aufkommen und verkürzte in der 65. Spielminute durch Janik Haberer auf 3:2. Die Kölner Zuschauern sehnten gegen die immer stärker werdenden Freiburger den Schlusspfiff herbei. Nach einem Foulspiel bekam der SCF einen Strafstoß zugesprochen, welchen Nils Petersen in der 90. Spielminute zum 3:3-Ausgleich verwandelt hat. In der fünften Minute der Nachspielzeit folgte ein Handspiel von Kölns Sehrou Guirassy im eigenen Sechzehner, sodass es einen Handelfmeter für die Freiburger geben sollte. Nils Petersen legte sich erneut den Ball zurecht und versenkte die Kugel zum vielumjubelten 3:4-Endstand.

Während die Kölner am Boden lagen, starteten die Freiburger einen Jubellauf zum Gästeblock. Sie konnten es nicht fassen, dass sie diese Partie noch gedreht hatten. Logischerweise wurde Nils Petersen mit seinen drei Treffern zum Mann des Spiels. "Dieses Spiel werde ich nie vergessen. Das ist der Fußball, den wir Fußballfans so lieben", resümierte Michelis abschließend.

Foto: mm

Dienstag, 28. April 2020 11:01 Uhr

Boffzen/Trabzon (mm). Die Republik Türkei hat insgesamt 81 Provizen. Aus der Provinz mit der Nummer 61 stammt die Familie von Boffzens Außenverteidiger Erhan Erdogan, nämlich aus Trabzon! Selbstverständlich schlägt sein Fußballherz auch für den Fußballclub Trabzonspor, welcher derzeit in der ebenfalls wegen des Coronavirus unterbrochenen türkischen Süper Lig die Tabelle anführt. Mit dem neuesten Trikotsatz des Kreis Holzmindener Kreisligist FC 08 Boffzen konnte sich Erdogan auch einen Wunsch erfüllen. "Ich trage die 61 mit Stolz. Bei Trabzonspor ist diese Nummer heilig. Sie darf auch nur von Spielern aus dieser Provinz getragen werden", freut sich der Boffzer, dass er diese hohe Rückennummer bei seinem Heimatverein tragen darf.

Drei- bis viermal im Jahr besucht Erdogan, welcher selbst in Deutschland geboren ist, seine Familie in Trabzon und verbindet dies gerne mit Stadionbesuchen. Der Fußballclub wurde 1967 gegründet und konnte seitdem unter anderem sechs türkische Meisterschaften feiern. "Eigentlich sind es sieben Meisterschaften. Wir waren in der Saison 2010/2011 mit unserem gößten Rivalen Fenerbahçe Istanbul punktgleich, aber wir wurden in der Abschlusstabelle Zweiter. Fenerbahçe Istanbul stand jedoch im Verdacht von Spielmanipulationen. Die türkische Justiz hat sie dann auch in sechs Meisterschaftsspielen für schuldig befunden. Sie wurden von der UEFA für zwei Jahre für den Europacup gesperrt und wir durften in der Champions League spielen. Wir warten immernoch, dass uns der türkischen Fußballverband den Titel anerkennt", erinnert sich Erdogan an die Spielzeit 2010/2011.

Zunächst hat die Mannschaft von Trabzonspor im Hüseyin Avni Aker Stadion vor bis zu 25.000 Zuschauern gespielt. "Das Stadion war mitten in der Stadt. Ich hatte das Glück, die Stimmung bei Pokal- und Ligaspielen sowie in dem damaligen UEFA-Cup zu genießen", denkt Erdogan ans "alte Stadion" von Trabzonspor zurück, welches nach der Errichtung des neuen Stadions abgerissen wurde.

Aktuell spielt der türkische Tabellenführer, welcher mit Ugurcan Cakir, Abdulkadir Parmak und Abdulkadir Ömür drei aktuelle türkische Nationalspieler im Kader hat, in der Şenol Güneş Spor Kompleksi Medical Park Arena. Dieses Stadion wurde an der Schwarzmeerküste erbaut und kann bis zu 41.461 Zuschauer fassen. "Ich kann von meinem Balkon direkt auf das Stadion gucken", genießt Erdogan jedes Mal den Anblick. Sein letzter Stadionbesuch bei den Weinrot-Hellblauen war am 15. Februar 2019 gegen Sivasspor. Dieses Duell konnte sein Team mit 2:1 für sich entscheiden. Zugleich ließ er durchblicken, dass zu jedem Stadionbesuch, anders als in Deutschland, das Essen von Köfte Ekmek dazugehört.

"Trabzon ist eine typische Fußballstadt. Wenn die Mannschaft gewinnt, ist auf den Straßen viel los. Werden Spiele verloren, sind die Fans lustlos und man sieht nur wenige Menschen mit Trikots auf den Straßen", beschreibt Erdogan das Leben als Fan von Trabzonspor. Hierzu passt auch der #YANYANA, welcher auf deutsch "Gemeinsam" bedeutet und in Großbuchstaben vor dem Stadion steht. "Ich hoffe sehr, dass meine Mannschaft die Meisterschaft holt, aber auch in der Türkei ist fraglich, wie und ob die Saison zu Ende gespielt wird", so Erdogan abschließend.

Fotos: privat, mm

 

Dienstag, 21. April 2020 12:43 Uhr

Wien (mm). "Hauptsache Fußball" hieß das Motto, mit welchem Lennes Fußballfachwart Michael Keunecke, zu dem Zeitpunkt noch Keeper des TSV Lenne, am Samstag, den 19. April 2014 das Heimspiel vom FK Austria Wien gegen den Wolfsberger AC in der österreichen Bundesliga anging. Bei schönem Wetter fanden sich lediglich 6.450 Zuschauer in der Generali-Arena ein, welche 17.500 Besucher fassen kann.

Zur Hochzeit hatten Michael Keunecke und seine Frau Annika eine mehrtägige Reise in die österreichische Hauptstadt geschenkt bekommen. So gab der Fußballer das Spiel in der damaligen A-Liga bzw. Staatsliga als Ziel aus. "Das kleine Stadion hatte schon seinen Charme, allerdings kann man es überhaupt nicht mit deutschen Stadien im Profifußball vergleichen", blickte Keunecke auf die Generali-Arena zurück.

Zum Spiel: In der 29. Spielminute gingen die Gäste des Wolfsberger AC mit 0:1 in Führung. Diesen Spielstand glichen die Hausherren nach 51 Minuten zum 1:1-Endstand aus. "Fußball in Österreich ist wie Popcorn mit Salz, nicht so prall. Ich wollte im Stadion etwas gutes tun und habe Popcorn gekauft. Leider habe ich nicht gesehen, dass es mit Salz ist - das passte zum Spiel", schmunzelte Keunecke.

Fotos: Michael Keunecke

Sonntag, 19. April 2020 11:27 Uhr

Eschershausen/Madrid (mm). Als Redaktionsleiter, aktiver Spieler und Trainer kennt der Eschershäuser Michael Müller jeden Sportplatz im Kreis Holzminden und auch in den Nachbarkreisen ist er kein Unbekannter. Durch die enge Freundschaft zu David Paasche, aktueller Trainer des TSV Föhrste (Kreis Hildesheim), welcher seit Kindertagen Fan von Real Madrid ist, entstand 2018 schließlich die Idee, mit dem Estadio Santiago Bernabéu den Tempel der Königlichen als gemeinsames Reiseziel auszugeben.

"Ich hatte in den deutschen Profiligen bereits einige Stadien gesehen und wollte gern ein Stadion im Ausland besuchen. Real Madrid hat mich schon immer wieder begeistert, sodass mir die Entscheidung für die Reise nicht schwer gefallen ist", berichtete Michael Müller, dessen Fußballherz für Borussia Dortmund schlägt. Nach der Terminierung des Spiels wurden frühzeitig die Tickets im Internet gesichert sowie die Flüge und die Unterkunft gebucht.

Am Freitag, den 30. November endete die Bahnfahrt von Alfeld (Leine) in Hamburg, von wo aus der Flug in die Hauptstadt von Spanien gehen sollte. In Madrid angekommen war es schon spät am Abend, sodass es nach dem Check-in im Hotel auch schnell zur Nachtruhe kommen sollte.

Das Spiel gegen den FC Valencia war für Samstag, den 01. Dezember um 20.45 Uhr angesetzt, sodass noch genügend Zeit war, in aller Ruhe Madrid zu erkunden. "Wir konnten aber nicht bis abends warten, sodass uns unsere erste Fahrt mit der U-Bahn auch gleich zum Estadio Santiago Bernabéu geführt hat", blickte Müller zurück. Schritt für Schritt näherten sich die Fußballbegeisterten dem Stadion, ehe sie aus dem Staunen nicht mehr herauskommen sollten. "Ich hätte nicht gedacht, dass mich der Anblick des Stadions so begeistern würde. Mich hat es dann auch nicht mehr gewundert, dass sich an diesem Ort zahlreiche Touristen befanden, die fleißig Erinnerungsfotos geschossen haben", konnte Müller seinen Augen kaum trauen.

Michael Müller vor dem Estadio Santiago Bernabéu

Natürlich wurde auch der Fanshop des Stadions besucht, ehe vor dem Spiel schließlich noch ein Rundgang durch die Stadt mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten folgen sollte. Um die 20 Kilometer wurden auf den Straßen und Gehwegen Madrids abgespult. Nach einer Stärkung im Hotel, sollte es erneut mit der U-Bahn zum Höhepunkt der Reise kommen: Das Spiel von Real Madrid gegen den FC Valencia!

Von weitem sah man bereits das Estadio Santiago Bernabéu mit seiner Beleuchtung erstrahlen. Der Aufenthalt vor dem Stadion war nicht von allzu langer Zeit, schließlich wollte man endlich das Innere des Stadions erblicken. Im Oberrang war es schließlich soweit: Das Stadion erstrahlte auch im Inneren im vollen Glanz. "Das war echt beeindruckend. Wir saßen auf unseren Plätzen wie auf einem Balkon und Deckenstrahler sorgten dafür, dass man im Stadion gar keine Jacke tragen musste", skizzierte Müller den Luxus, der den Zuschauern geboten wurde.

Bei dieser Reise wurden auch große Unterschiede in der Kultur erkannt. Ein Gästeblock konnte nicht gefunden werden. Eine Stadionshow wurde den Zuschauern nicht geboten, stattdessen waren die Blicke auf das Aufwärmen des Teams um Kapitän Sergio Ramos gerichtet. Die Essgewohnheiten der Spanier wurden auch sichtbar, als sich die ersten Schalen von Sonnenblumenkernen auf dem Boden verteilt haben. Pommes- und Bierstände wurden vor dem Stadion ebenfalls nicht gesichtet, stattdessen deckten sich die Spanier im Stadion mit Baguettes ein, die sie in der Halbzeitpause auf ihren Plätzen verzehren sollten.

Zum Spiel: 69.653 Zuschauer hatten an diesem Abend das Estadio Santiago Bernabéu besucht, welches maximal von 81.044 Besuchern fassen kann. Vielversprechend fing die Partie an. Bereits in der achten Spielminute landete der Ball nach einer scharfen Hereingabe vom Ex-Leverkusener Daniel Carvajal bei Gästeakteur Daniel Wass, welcher das Spielgerät unglücklich zum 1:0 im eigenen Tor untergebracht hat. So konnte die legendäre Tormusik "Hala Madrid y nada mas" bereits früh ertönt werden. Trotz der totalen Dominanz konnten sich die Madrilenen im ersten Durchgang lediglich zwei richtige Torchancen erspielen.

In der zweiten Halbzeit drückte Valencia auf den Ausgleich, der ihnen jedoch nicht gelingen sollte. "Zum Ende der Partie merkte man den Zuschauern der Königlichen an, dass sie beim Spielstand von 1:0 ungeduldig wurden", erinnerte sich Müller. Zur Beruhigung sollte schließlich das Tor von Lucas Vásquez zum 2:0-Endstand sorgen.

Am Sonntag ging es früh morgens in Richtung Flughafen, sodass man bereits am frühen Nachmittag wieder in Alfeld (Leine) angekommen ist. "Eigentlich sollte es ein einmaliger Trip werden. Madrid hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ich kann jedem Fußballfan eine Reise ins Estadio Santiago Bernabéu empfehlen und könnte mir auch eine Wiederholung vorstellen", resümierte Müller.

Das Satiago Estadio Bernabéu von innen

Ihr seid großer Fan eines Vereins oder habt eine interessante Story für uns? Dann meldet Euch bei unserem Redaktionsleiter Michael Müller per E-Mail unter media@meine-fankurve.de oder telefonisch unter 0152/55911393 (gern auch per WhatsApp).

Fotos: mm

Überregional
Freitag, 03. Juli 2020 11:25 Uhr
Rückkehr nach Duingen: Steffen Thäsler verlässt den TSV Föhrste
Donnerstag, 02. Juli 2020 11:56 Uhr

Barsinghausen/Göttingen (red). Göttingen 05 steigt zur kommenden Saison in die C-Junioren-Regionalliga Nord auf. Dies ergab die von NFV-Präsident Günter Distelrath vorgenommene Auslosung am vergangenen Sonntag im NFV-Verwaltungsgebäude an der Barsinghäuser Schillerstraße. Somit wird der Holzmindener Mats Lüttmann, welcher als Trainer von den D-Junioren des SV06 Holzminden zu der U15 von Göttingen 05 wechselt (wir berichteten), Erfahrungen in der Regionalliga sammeln. "Das ist eine tolle Chance für uns. Wir werden versuchen als Underdog aus jedem Spiel das bestmögliche Ergebnis rauszuholen", freut sich Mats Lüttmann, der mit Jan Steiger und Justus Richter das Trainer-Trio bilden wird.

Normalerweise wird der C-Junioren-Niedersachsenmeister und Aufsteiger in die C-Junioren-Regionalliga am Ende einer Saison anlässlich eines zweitätigen Turniers um die AOK-C-Junioren-Niedersachsenmeisterschaft ermittelt. Da die aufgrund der Corona-Pandemie zunächst unter- und inzwischen abgebrochene Saison eine Austragung in diesem Jahr nicht zuließ, musste die Entscheidung über den Regionalliga-Aufstieg per Los fallen.

Göttingen 05 hatte zum Zeitpunkt der Unterbrechung am 12. März in der Landesliga Braunschweig zwar nur Platz vier belegt, rutschte aber in den Lostopf, da die besser platzierten Teams vom BSC Acosta, VfL Wolfsburg II und VfB Fallersleben nicht für die Regionalliga Nord gemeldet hatten. Da auch der Osnabrücker SC als Meister der Landesliga Weser-Ems seine Regionalliga-Bewerbung zurückgezogen hatte und weitere Meldungen aus diesem Bezirk nicht vorlagen, waren im Lostopf drei Teams vertreten. Neben Göttingen waren dies die Meister der Landesligen Hannover (TSV Havelse) und Lüneburg (JFV Verden-Brunsbrock).

Die beteiligen Vereine konnten die Auslosung digital live verfolgen. Auch Pokalspielleiter Hans-Walter Lampe und NFV-Verbandsjugendobmann Walter Fricke wohnten auf diesem Wege der Ermittlung des Regionalliga-Aufsteigers bei. Vor Ort begleiteten Helge Kristeleit und Lars Wolf (beide NFV-Team Spielbetrieb) den Auslosungsvorgang, welchen NFV-Präsident Günter Distelrath durchgeführt hat.

In der kommenden Spielzeit, für die der niedersächsische Landesverband Göttingen 05 dem norddeutschen Regionalverband meldet, stellt Niedersachsen genau die Hälfte aller Teams der C-Junioren Regionalliga Nord. Neben den Schwarz-Gelben sind dies Eintracht Braunschweig, das JLZ Emsland im SV Meppen, Hannover 96, der JFV Nordwest, der VfL Osnabrück und der VfL Wolfsburg.

Foto: NFV

Sonntag, 21. Juni 2020 13:46 Uhr

Hannover (red). Mit Berufungsurteil vom 28.11.2019 hatte die 6. kleine Strafkammer des Landgerichts Hannover einen Fußballspieler wegen eines grob regelwidrigen Foulspiels zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je 40,00 Euro verurteilt. Nunmehr hat das Oberlandesgericht Celle die gegen das Urteil gerichtete Revision des Angeklagten verworfen. Das Urteil ist damit rechtskräftig.

Entscheidend war vor allem die Frage, ob dem Angeklagten ein vorsätzliches Handeln nachzuweisen war, er also eine Verletzung seines Gegenspielers jedenfalls billigend in Kauf genommen hatte. Wie schon das Amtsgericht hatte die Berufungskammer diese Frage bejaht: Nach den Feststellungen setzte der Angeklagte in der 80. Spielminute des Fußballspiels der Kreisklasse zu einem „Frustfoul“ an, weil seine Mannschaft mit 1:5 zurücklag und sich durch den Schiedsrichter benachteiligt fühlte. Der Angeklagte verfolgte seinen Gegenspieler, der sich auf Höhe der Mittellinie den Ball weit vorgelegt hatte und traf ihn mit ausgestrecktem Bein und offener Sohle unterhalb des Unterschenkels. Den Ball spielte der Angeklagte nicht. Der Gegenspieler erlitt einen Durchbruch des linken Waden- und Schienbeins, musste vier Tage lang im Krankenhaus stationär versorgt werden und war acht Wochen arbeitsunfähig.

Zur Überzeugung der Berufungskammer war nach diesem Sachverhalt die Einlassung des Angeklagten widerlegt, der zufolge er nur den Ball habe spielen wollen. Die Kammer ging davon aus, dass er jedenfalls in Kauf nehmen musste, seinen Gegenspieler zu treffen. Aufgrund der Härte des „Einsteigens“ musste er zudem damit rechnen, diesen potenziell schwer zu verletzen.

Im Zuge der Urteilsbegründung hatte die Kammer ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich um eine Einzelfallentscheidung handelt. Anders als der Verteidiger des Angeklagten erklärte, sei damit keinesfalls eine allgemeine Kriminalisierung des Breitensports oder des körperbetonten Spiels in der Kreisklasse verbunden. Der Angeklagte ist nunmehr vorbestraft, weil Geldstrafen von über 90 Tagessätzen einen bei Auskunft erkennbaren Eintrag im persönlichen Bundeszentralregisterauszug (Führungszeugnis) finden.

 

Mittwoch, 17. Juni 2020 10:53 Uhr

Bremen/Havelse/Salzhemmendorf (red). Kevin Schumacher verlässt Werder Bremens U23 (Interview aus dem Vorjahr hier) und wechselt zur neuen Saison zum TSV Havelse! Der Salzhemmendorfer wird somit seine bereits dritte Station in der Regionalliga Nord antreten und zu seinem früheren Trainer Jan Zimmermann wechseln.

„Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe“, blickt Schumacher seiner neuen Aufgabe positiv entgegen – zumal der 22-Jährige Ur-Salzhemmendorfer nun wieder wesentlich näher an seiner Heimat Hameln-Pyrmont Fußball spielt. Jedoch ist es nicht die örtliche Veränderung, die ausschlaggebend für Schumacher war. „Havelses Trainer Jan Zimmermann hat sicherlich eine Hauptrolle bei meiner Entscheidung gespielt. Wir hatten eine tolle gemeinsame Zeit bei Germania Egestorf-Langreder. Da ist mir der Entschluss nicht schwer gefallen“, erläutert Schumacher seinen Wechsel: „In Bremen hatte ich eigentlich noch einen Vertrag bis 2021. Leider habe ich bei Werder nicht mehr die Spielzeiten bekommen, die ich mir wünsche. Ich glaube, dass ich in Havelse häufiger spielen werde und der Trainer an mich glaubt. Das ist mir als Spieler sehr wichtig. Ich hoffe, dass ich unter 'Zimbo' wieder zu mir selbst finde und der Mannschaft mit meiner Erfahrung helfen kann. Hoffentlich können wir – wenn es irgendwann wieder losgeht – eine gute Rolle in der Regionalliga spielen.“

„Kevin ein absoluter Wunschspieler“

Für Jan Zimmermann sei die Verpflichtung des Allrounders ein Glücksfall: „Ich habe ihm den Sprung nach oben zugetraut, leider hat es nicht so geklappt, wie er es sich vorgestellt hat. Für uns ist Kevin ein absoluter Wunschspieler. Wir sind immer in Kontakt geblieben und hatten eine tolle Zeit miteinander. Jetzt möchte ich ihm dabei helfen, den nächsten Schritt in seiner Karriere zu gehen.“

Zuletzt spielte Schumacher in Bremen häufiger als Außenverteidiger – sein alter wie neuer Trainer Zimmermann sieht seinen Neuzugang jedoch in der Offensive: „Wir spielen oft mit drei Stürmern. Für mich ist Kevin auf Linksaußen ein absoluter Topspieler. Dort kann er seine Stärken am besten ausspielen.“ Schumacher hat einen Vertrag bis 2021 unterschrieben.

Foto: WERDER.DE (Archiv)

Sonntag, 14. Juni 2020 14:33 Uhr

Weenzen/Tühste/Wallensen (r). Die Damenfußballmannschaft des Sportvereins Weenzen-Thüste-Wallensen (kurz WTW) sucht für die neue Saison noch Spielerinnen. Aus der Jugend bekommt die Kreisligamannschaft zwar viele neue Spielerinnen, doch das Trainergespann Sascha Brüggemann/Rene Olthoff würde sich freuen, wenn noch mehr Spielerinnen dazukommen würden. Das Altersgefüge in der Mannschaft reicht von 16 bis 31 Jahren, sodass sich Spielerinnen jeder Altersklasse dort wohlfühlen können.

„Wir sind sehr unternehmenslustig und motiviert sowie gehen fair miteinander um. Wir würden uns freuen, wenn noch mehr Spielerinnen Teil dieser tollen Mannschaft werden wollen“, so Brüggemann im Gespräch.

Trainiert wird derzeit mittwochs um 19 Uhr auf dem Sportplatz in Thüste, wo sich interessierte Spielerinnen immer einfinden können. Zu beachten ist nur die derzeit gültige Wechselfrist bis zum 30. Juni. Auf Wunsch steht Sascha Brüggemann (0179-4176287) auch telefonisch oder über soziale Netzwerke zur Kontaktaufnahme bereit.

Foto: WTW Wallensen

Achtung! Ende der Seite!
Hier geht es zurück zum Seitenanfang.
zum Anfang

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Ich akzeptiere die Cookies von www.meine-fankurve.de