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Top 5 Nachrichten der Woche
Herren
Montag, 19. April 2021 11:32 Uhr
Brocademy Fördertraining: Mats Lüttmann bietet im Bereich Holzminden Individualtraining an
Sonntag, 18. April 2021 10:09 Uhr

Kreis Holzminden (mm). Positiv können die Kreisauswahltrainer Kevin Walter und Markus Verwohlt auf die Online-Trainerfortbildung, welche unter ihrer Leitung über einen Zeitraum von vier Wochen stattgefunden hat, zurückblicken. Zehn Aufgaben mussten die Trainer über die Online-Plattform „edubreak“, welche vom DFB zur Verfügung gestellt wurde, lösen und konnten so ihr Wissen im Trainergeschäft weiter vertiefen.

Nach einem ersten Kennenlernen der Teilnehmer und der Online-Plattform „edubreak“, beschäftigten sich die Trainer unter anderem mit dem Torschuss und dem Methodentraining. Sie mussten selbst Trainingsübungen ausarbeiten und sich zeitgemäß auch mit dem Thema "Hometraining" befassen.

„Von den 23 angemeldeten Teilnehmer haben 15 Trainer durchgezogen und alle Aufgaben bearbeitet. Das war eine super Sache. Die 10 Lerneinheiten zur Verlängerung der C-Lizenz habt ihr euch verdient“, blickte Markus Verwohlt, der den organisatorischen Teil der Fortbildung übernahm, bei der abschließenden Videokonferenz auf die vier Wochen zurück. „Ihr habt das super gemacht. Wir sehr stolz und zufrieden“, stimmte Kevin Walter, der trotz seines jungen Alters ohne Probleme durch die Fortbildung geführt hat und für die Teilnehmer jederzeit ansprechbar war, seinem Kreisauswahltrainerkollegen Markus Verwohlt zu.

Zusätzlich konnten die Teilnehmer an weiteren, freiwilligen Online-Seminaren zu den Themen „Der Idealtrainer – Was macht einen guten Trainer aus?“, „Life-Kinetic – Der moderne Fußball findet im Kopf statt“ und „Die Grundtechnikarten – Worauf muss ich bei der Technik achten“ teilnehmen. Hier standen neben kurzen Präsentationen von Kevin Walter auch viele Diskussionen und Gruppenarbeiten auf dem Programm. Die Online-Seminare wurden jeweils von 10 – 12 Trainern angenommen und brachten den Teilnehmern weitere Lerneinheiten für die Lizenzverlängerung ein.

Insgesamt kam die Trainerfortbildung bei den Teilnehmern gut an. So sprach Marc Dühring vom VfR Hehlen für alle Teilnehmer, als er die beiden Kreisauswahltrainer bei der abschließenden Videokonferenz lobte.

Collage: mm

Samstag, 17. April 2021 12:38 Uhr

Barsinghausen (red). Zweieinhalb Wochen nach der Entscheidung des NFV-Verbandsvorstandes, die Saison abzubrechen und zu annullieren, liegt nun auch der Redaktion der offizielle, schriftliche Beschluss vor. Für die Vereine sollte insbesondere der Punkt 4 interessant sein, denn in den Altersklassen G- bis D-Jugend können die Kreisjugendausschüsse, sobald es die behördlichen Verfügungslage hergibt, möglicherweise noch vor den Ferien den Spielbetrieb wiederaufnehmen.

Beschluss des Verbandsvorstandes des NFV vom 31.03.2021 zum Umgang mit dem Spieljahr 20/21 

1. Das Spieljahr 2020/2021 wird im Verbandsgebiet des NFV in sämtlichen Altersklassen, Leistungsklassen und Spielgruppen abgebrochen. Alle ordnungsrechtlich und ausschreibungsgemäß noch ausstehenden Pflichtspiele des Spieljahres 20/21 –mit Ausnahme der Pokalspiele -entfallen ersatzlos. In formaler Hinsicht wird das Spieljahr 20/21 mit Ablauf des 30.06.2021 beendet.

2. Das gemäß Ziffer 1 abgebrochene Spieljahr hat zur Folge, dass alle Ergebnisse und Tabellenstände der ausgetragenen Wettbewerbe (Pflichtspiele) in allen Leistungsklassen/Spielgruppen der Senioren (Frauen/Herren/Altherren/Altsenioren) und der Altersklassen C-bis A-Jugend für nichtig erklärt werden.

3. Abweichend vom Ordnungsrecht und den für das Spieljahr 20/21 geltenden Ausschreibungen jeder Gliederungsebene (Verband, Bezirk, Kreis) entfällt der vorgesehene Auf-und Abstieg aus der jeweiligen Leistungsklasse/Spielgruppe in die nächsthöhere bzw. nächsttiefere Leistungsklasse/Spielgruppe. Die den Mitgliedsvereinen zustehenden Spielklassenrechte für die jeweiligen Mannschaften des Spieljahres 20/21 bleiben unverändert für das Folgespieljahr 21/22 bestehen, sofern eine entsprechende Meldung für die jeweilige Mannschaft durch den Verein für das kommende Spieljahr fristgerecht erfolgt. Abweichend hiervon sind die Fälle und Rechtsfolgen des § 34 SpO zu berücksichtigen.

4. In den Altersklassen der G-bis D-Jugend können die jeweils zuständigen Kreisjugendausschüsse den Endstand der Spielgruppen (Staffeln) abweichend der vorstehenden Ziffern 1 und 2 im Wege der Wiederaufnahme des Spielbetriebes oder alternativer Entscheidungsfindung (u.a. Elfmeterschießen) ermitteln, soweit es die behördliche Verfügungslage zulässt.

5. In den Fällen, in denen ein Aufsteiger in den übergeordneten Norddeutschen Fußballverband (NordFV) ermittelt werden muss, ist abweichend der vorstehenden Ziffern 1 bis 3 der zuständige Ausschuss unter Berücksichtigung der behördlichen Verfügungslage bis spätestens zum Schluss der vom NordFV zu benennenden Meldefrist berechtigt, den Aufsteiger im Wege alternativer Entscheidungsfindung (u.a. Qualifikationsspiele, Elfmeterschießen, Losentscheid) zu ermitteln. Bei den Aufsteigern müssen die weiteren ordnungs-und ausschreibungsrechtlichen Voraussetzungen vorliegen. Da in diesen Altersklassen kein Auf-und Abstieg durchzuführen ist, ist dies jedoch nicht zwingend erforderlich und sollte in Abstimmung mit den Vereinen vor Ort erfolgen

6. Die Sieger der Verbandspokalwettbewerbe (Herren/Frauen/Jugend) sollen nach Rücksprache mit den beteiligten Vereinen und unter Berücksichtigung der behördlichen Verfügungslage bis spätestens zum Schluss der vom DFB zu benennenden Meldefrist für den DFB-Vereinspokal 21/22 durch Austragung der verbleibenden Pokalspiele sportlich 2ermittelt werden. Ist dies nicht rechtzeitig möglich, werden die Pokalsieger im Wege alternativer Entscheidungsfindung (u.a. Elfmeterschießen, Losentscheid) ermittelt.

7. Sofern auf Kreis-oder Bezirksebene im Spieljahr 20/21 ein Pokalspielbetrieb stattgefunden hat, können die Pokalsieger nach Rücksprache mit den beteiligten Vereinen und unter Berücksichtigung der behördlichen Verfügungslage bis spätestens zum 30.06.2021 durch Austragung der verbleibenden Pokalspiele oder im Wege alternativer Entscheidungsfindung (u.a. Elfmeterschießen, Losentscheid) ermittelt werden.

8. Abweichend vom Ordnungsrecht und den für das Spieljahr 20/21 geltenden Ausschreibungen entfällt der Nachweis für die Erfüllung des Schiedsrichter-Soll. Eine Sanktionierung der Mitgliedsvereine wegen Verstößen gegen die Verpflichtungen des § 11 Abs. 2 bis 5 SpO findet für das Spieljahr 20/21 nicht statt.

Freitag, 16. April 2021 12:42 Uhr

Barsinghausen (r). NFV-Präsident Günter Distelrath begrüßt die Initiative von 28 großen niedersächsischen Sportvereinen, die in einem Offenen Brief an die Landesregierung Lockerungen für den Sport gefordert haben. „Wir sehen auch die aktuellen hohen Infektions-und Inzidenz-Zahlen, die uns alle dazu mahnen, weiterhin vorsichtig und rücksichtsvoll zu sein. Aber Fakt ist auch, dass wissenschaftliche Studien belegen, dass die Infektionsgefahr beim Fußball sehr gering ist. Darauf haben wir in den vergangenen Monaten immer wieder gegenüber der Politik hingewiesen. Erst zu Beginn dieser Woche hat die deutsche Gesellschaft für Aerosolforschung noch einmal bekräftigt, dass der Anteil von Infektionen im Freien im Promillebereich liegt“, erklärte NFV-Präsident Günter Distelrath.

Verfasser des Positionspapiers ist der Biophysiker Dr. Gerhard Scheuch, der sich hierzu auch am heutigen Freitag im Bundesgesundheitsausschuss äußern wird. „99,9 Prozent der Ansteckungen erfolgen in geschlossenen Räumen“, sagte der Aerosol-Expertegegenüber fussball.de, „Fußball ist völlig unbedenklich“. In dem Interview bezieht er auch dazu Stellung, ob das Training in der aktuellen Situation kontaktfrei durchgeführt werden muss. Scheuch: „Klares Nein. Spielformen, Zweikämpfe, also ein ganz normales Mannschaftstraining sind problemlos möglich.“ Für das grundsätzliche Verständnis sei wichtig: „Ansteckungen entstehen durch Aerosole, nicht durch Kontakte. An der frischen Luft verflüchtigen sich Aerosole sehr schnell, die nötige Konzentration für eine Ansteckung wird dadurch nicht erreicht.“

Für Lockerungen im Sport hatte sich NFV-Präsident Günter Distelrath zuletzt Ende Februar in einem Schreiben an den niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil ausgesprochen. In diesem hatte er unter anderem hervorgehoben, dass eine möglichst baldige Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes nicht zuletzt aus Sicht der Kinder und Jugendlichen dringend erforderlich sei. Distelrath:„Das Fußballspielen und der regelmäßige Kontakt zu Gleichaltrigen leistet einen großen gesundheitsfördernden und sozialen Beitrag zum körperlichen und psychischen Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen. Sie müssen die Chance zur Rückkehr haben. In ihre Vereine, in ihre Mannschaften, zu ihren Freunden.“

Mittwoch, 14. April 2021 12:00 Uhr

Lüthorst/Amelsen (r). Es ist umso bemerkenswerter, dass sich, obwohl derzeit der Ball pandemiebedingt im Amateurfußball nicht rollt, trotzdem zwei Sponsoren der Spielgemeinschaft Elfas gefunden haben, um die beiden Herren-Fußballmannschaften der SGE mit neuen Regenjacken auszustatten.

Neben dem langjährigen Sponsor, Installateur-und Heizungsbaumeister Michael Keunecke aus Lüthorst, konnte mit Danny Bindewald und Jannik Antemann von der A.B.ForstService GbRaus Negenborn,auch neue Sponsoren gefunden werden, die den Amateurfußball in Amelsen und Lüthorst ab sofort und weiterhin unterstützen. Michael Keunecke, Danny Bindewald und Jannik Antemann haben insgesamt fast 50 Jacken für die beiden gut aufgestellten Spielerkader und den Trainer-und Betreuerstab der SG Elfas finanziert.

Im kleinen Rahmen bedankten sich, stellvertretend für die beiden Mannschaften der SG Elfas, die Spielführer Eike Hasslinger und Alexander Schaper, bei den Sponsoren mit einem Präsentkorb. Dirk Tschentscher, Trainer der 1. Herrenmannschaft der SGE, zeigte sich ebenfalls hocherfreut über das neue, gemeinschaftliche Sponsoring der regional ansässigen Unternehmen. „Es ist keineswegs selbstverständlich, dass wir mitten in einer Zeit ohne Fußball, eine solche Geste erfahren. Wir freuen uns schon sehr darauf, wenn wir die neuen Regenjacken auf den Fußballplätzen im NFV-Kreis Northeim-Einbeck endlich zu ihren ersten Einsätzen bringen können“, sagte Tschentschter.

Nach dem vor Kurzem beschlossenen Abbruch der Saison 2020/21, werden beide Mannschaften der SG Elfas auch im kommenden Jahr in der Kreisliga, bzw. 2. Kreisklasse auflaufen.

Foto: SG Elfas

Dienstag, 13. April 2021 13:37 Uhr

Bevern (red). Aufgrund der Corona-Pandemie ruht aktuell zwar der Ball bei den Fußballern am Burgberg, trotzdem wurde hinter den Kulissen akribisch gearbeitet und der MTV Bevern kann stolz auf einen gefühlten Neuzugang sein. Mit Liebe zum Detail wurde in der Winterpause der vereinseigene Traktor wieder auf Vordermann gebracht.

Gefühlt haben Manfred Almstedt (MTV-Fußballfachwart) und Friedel Multhoff (Landmaschinen Reparaturservice Bevern) in zahlreichen Stunden jedes Teil vom ISEKI-Trecker mehrfach in der Hand gehabt und es gereinigt, gefettet und Verschleißteile ersetzt. Auch einen neuen Anstrich hat der MTV-Bolide erhalten und kann ab sofort wieder seine Arbeit im “Burgberg-Stadion“ aufnehmen. Einen herzlichen Dank geht an die ehrenamtlichen Restaurateure Manfred Almstedt und Friedel Multhoff.

Foto: MTV Bevern

Sonntag, 11. April 2021 13:11 Uhr

Deensen (red). Die coronabedingt abgebrochene Saison 2020/2021 ist zugleich die letzte für Ralph Schwekendiek an der Seitenlinie des V.f.R. Deensen. Der Coach verlängerte seinen auslaufenden Vertrag auf eigenen Wunsch nicht. „Es fällt mir altersbedingt zunehmend schwer, die sportlichen Übungen mit der Mannschaft durchzuführen, deshalb habe ich mich dazu gezwungen gesehen, schweren Herzens das Amt als Trainer in Deensen aufgeben zu müssen. Ich bin stolz ein Teil dieser super Truppe gewesen zu sein, die Arbeit mit den Jungs hat mir sehr viel Spaß bereitet und wir haben nach schweren Jahren die Mannschaft auf einen guten Weg für die Zukunft gebracht. Die Mannschaft wird in den nächsten Jahren einen erfolgreichen Weg bestreiten, davon bin ich überzeugt“, äußerte sich Ralph Schwekendiek.

Der erste Vorsitzende Tobias Schmidtmann bedauert den Abgang von Ralph Schwekendiek sehr. „Ralph hat hier einen super Job gemacht und den Verein wieder in die Spur gebracht, wir sind sehr dankbar für die erfolgreiche Arbeit von Ralph hier in Deensen.“ Der V.f.R. hat zur Nachfolge auf der Trainerposition schnell gehandelt und konnte sich mit dem jungen Trainerduo Dennis Wollenburg und Julian Rawisch auf eine Zusammenarbeit einigen. „Mit Dennis und Julian übernehmen zwei Jungs der neuen Trainergeneration das Zepter bei uns, die der Mannschaft viele neue Impulse setzen werden und den erfolgreich eingeschlagenen Weg fortführen werden. Wir sind froh zwei sehr motivierte Trainer gefunden zu haben, die darauf brennen die Mannschaft weiterentwickeln zu können“, freut sich Tobias Schmidtmann über die Zusage des Trainerduos.

Dennis Wollenburg und Julian Rawisch freuen sich sehr auf die Aufgabe an der für sie bestens bekannten Wirkungsstätte. „Wir bekommen hier in Deensen die Möglichkeit unsere ersten Schritte als Trainer im Herrenbereich zu gehen, über dieses Vertrauen des Vereins sind wir sehr dankbar. Wir kennen den Kader sehr gut und sind überzeugt mit dieser Mannschaft in Zukunft einen erfolgreichen Fussball in der NNH-Arena spielen zu können. In Deensen hat sich in den letzten zwei Jahren viel getan, der Verein ist auch für die Zukunft gut aufgestellt. Diesen bisher erfolgreich engeschlagen Weg wollen wir mit der Mannschaft fortführen. Wir hoffen so schnell wie möglich die Arbeit mit dem Team aufnehmen zu können“, so das neue Trainerduo.

Foto: mm

Freitag, 09. April 2021 18:36 Uhr

Duingen/Wallensen (mm). Am heutigen Freitagabend fand am Humboldtsee die Auslosung für den Ligabetrieb der Fußballgolfer des 1. Fußball-Golf-Club Weser-Leine statt. 22 Teilnehmer haben sich beim Ligaobmann Christoph Ahlborn angemeldet, der gemeinsam mit dem Vereinsältesten Wilfried Batke die Auslosung vorgenommen hat.

Viel Spaß beim Anschauen!

+++AUSLOSUNG LIGABETRIEB 1. FGC Weser-Leine+++ Am heutigen Freitagabend fand am Humboldtsee die Auslosung für den Ligabetrieb der Fußballgolfer des 1. Fußball-Golf-Club Weser-Leine statt. 22 Teilnehmer haben sich beim Ligaobmann Christoph Ahlborn angemeldet, der gemeinsam mit dem Vereinsältesten Wilfried Batke die Auslosung vorgenommen hat. Viel Spaß beim Anschauen! Fussballgolf am Humboldtsee

Gepostet von MEINE-FANKURVE am Freitag, 9. April 2021

Foto: mm

 

 

 

Donnerstag, 08. April 2021 14:27 Uhr

Grünenplan (mm). Erfreuliche Nachrichten für den TuSpo Grünenplan. Zum einen spielt die Mannschaft von Waldemar Delzer durch den Saisonabbruch und die damit verbundene Annullierung auch in der Spielzeit 2021/2022 in der Bezirksliga. Zum anderen konnte die Spartenleitung mit Ruben Lange einen Co-Trainer verpflichten, der viele Jahre für den TuSpo gespielt hat und über Trainererfahrung verfügt.

„Der Reiz ist ganz klar, dass ich weiterhin mit der Mannschaft viel Kontakt haben wollte, in welcher Form auch immer. Da hat sich der Posten des Co-Trainers heraus kristallisiert, der schon länger Thema war. Da ich aktiv im Herrenbereich nichts mehr machen werde, habe ich mich dazu entschlossen. Durch meinem Umzug nach Grünenplan ist diese Aufgabe auch attraktiver geworden“, begründet Lange seine Entscheidung beim TuSpo Grünenplan ins Trainerteam einzusteigen.

„Ich habe seit über zehn Jahren die Trainer C-Lizenz, welche ich auch immer wieder aktualisiere. Ich habe in Grünenplan, damals unter Martin Riemer, auch schon als Spieler zwei Jahre den Co-Trainer gemacht. Viele Jahre war ich als Jugendtrainer bei der JSG Leinetal, unter anderem als B-und A-Jugendtrainer, aktiv“, blickt Lange auf seine derzeitigen Trainerstationen.

„Ich bin gepannt, wie sich das entwickelt und wann wir wieder loslegen können. Einen konkreten Plan, wie Waldemar Delzer und ich uns ergänzen werden, gibt es noch nicht. Dafür ist meine Zusage auch noch zu frisch. Ich möchte meine Spielidee und meine Trainer- und Spielererfahrung mit ins Training integrieren“, freut sich Lange auf die Zusammenarbeit mit Waldemar Delzer.

„Wir freuen uns natürlich, dass Ruben uns erhalten bleibt. Ruben war als Spieler und Mensch schon immer sehr wichtige Person für den Verein. Er konnte mit seiner Art Fußball zu spielen, seinem Charakter und seiner Mentalität Spieler anstecken und mitreißen – das erhoffen wir uns natürlich auch von ihm als Co-Trainer. Wir hatten uns nach seinem Aufhören schon länger Gedanken gemacht, wie man ihn langfristig an den Verein binden kann, weil wir ihn nicht verlieren wollten. Waldemar Delzer war auch von der Idee überzeugt ihn als Co-Trainer in den Trainerstab zu integrieren“, zeigte sich Spartenleiter Jan Tiesemann über die Zusage von Ruben Lange hocherfreut.

Foto: mm

Frauen
Montag, 05. April 2021 13:27 Uhr
Natasha Kowalski: Punkteteilung am Ostersonntag
Sonntag, 21. März 2021 16:28 Uhr

Mönchengladbach/Wolfsburg (mm). Endlich wieder Fußball spielen, diesen Wunsch haben viele Fußballerinnen und Fußballer im Weserbergland - Natasha Kowalski aus Dohnsen durfte es am heutigen Sonntag! Seit diesem Wochenende wird in der 2. Frauen Bundesliga wieder gespielt (ohne Zuschauer). Zu Gast war die U17-Juniorinnen Europameisterin, die im Landkreis Holzminden für die JSG Ith, die JSG Bodenwerder/Kemnade/Rühle und den SV06 Holzminden gespielt hat, mit dem VfL Wolfsburg II (U20) bei Borussia Mönchengladbach.

In der 2. Bundesliga Nord steigen in der Spielzeit 2020/2021 drei Vereine direkt ab und der viertletzte Mannschaft geht in die Relegation. Nach diversen Freundschaftsspielen in der Vorbereitung konnten die Wolfsburgerinnen gerade einmal zwei Saisonspiele über die Bühne bringen. Sowohl gegen RB Leipzig (2:3) als auch gegen Borussia Bocholt (1:3) musste sich die Mannschaft von Steffen Beck geschlagen geben. 

Mit den null Punkten standen die Wolfsburgerinnen gleich im ersten Pflichtspiel des Jahres 2021 unter Druck, dem sie auch stand hielten. Nach einer Hereingabe von der linken Außenbahn stand Kowalskis Sturmpartnerin Rita Schumacher goldrichtig und netzte in der 57. Spielminute ein. Dank dieses Tores siegte Wolfsburg mit 0:1. „Das waren wichtige drei Punkte“, freute sich Natasha's Mutter Birgit Kowalski, welche das Spiel live vor dem Fernseher verfolgt hat.

Tabelle der 2. Bundesliga Nord

1. RB Leipzig 4 Spiele 13:9 Tore 9 Punkte

2. Borussia Bocholt 4 Spiele 9:9 Tore 7 Punkte

3. FSV Gütersloh 3 Spiele 9:3 Tore 6 Punkte

4. Borussia Mönchengladbach 3 Spiele 3:1 Tore 6 Punkte

5. SpVg Berghofen 4 Spiele 3:4 Tore 6 Punkte

6. FC Carl Zeiss Jana 4 Spiele 5:5 Tore 5 Punkte

7. VfL Wolfsburg II 3 Spiele 4:6 Tore 3 Punkte

8. DSC Arminia Bielefeld 4 Spiele 6:10 Tore 3 Punkte

9. 1. FFC Turbine Potsdam II 3 Spiele 2:7 Tore 1 Punkt

Foto: mm (Archiv)

Samstag, 19. Dezember 2020 13:49 Uhr

Golmbach (red). Neben der erfolgreichen B-Juniorinnenmannschaft (wir berichteten) schickt die JSG Forstbachtal in dieser Saison auch eine C-Juniorinnenmannschaft im Nachbarkreis Hildesheim ins Rennen. Aus drei Spielen holten die Forstbachtalerinnen, welche ebenfalls von Jörg Schmidt trainiert werden, gute sechs Punkte, mit diesen sie auf dem vierten Platz überwintern.

In die Spielzeit ist die JSG Forstbachtal mit einem 3:0-Sieg gegen den PSV GW Hildesheim gestartet. Auch bei den C-Juniorinnen ist der VfV Borussia Hildesheim das Maß aller Dinge, sodass die JSG eine deutliche 1:14-Niederlage einstecken musste. Von dieser Niederlage ließ sich die Mannschaft Jörg Schmidt nicht aus der Bahn werfen. Mit 8:2 wurde der SV RW Wohldenberg besiegt.

"Die C-Juniorinnen sind sicher im Mittelfeld gelandet. Sie entiwckeln sich super weiter", zeigte sich Jörg Schmidt zufrieden.

Tabelle

1. VfV Borussia Hildesheim (7er) 5 Spiele 55:15 Tore 15 Punkte

2. JFV Süd (7er) 4 Spiele 29:8 Tore 9 Punkte

3. SV BW Neuhof (7er) 4 Spiele 17:15 Tore 6 Punkte

4. JSG Forstbachtal 3 Spiele 12:16 Tore 6 Punkte

5. JFC Kaspel 09 (7er) 4 Spiele 11:24 Tore 3 Punkte

6. PSV GW Hildesheim (7er) 3 Spiele 1:21 Tore 0 Punkte

7. SV RW Wohldenberg (7er) 3 Spiele 9:35 Tore 0 Punkte

Foto: JSG Forstbachtal

 

Freitag, 13. November 2020 14:56 Uhr

Golmbach (mm). In der Hildesheimer A-/B-Juniorinnen Staffel sorgt die B-Juniorinnenmannschaft der JSG Forstbachtal für Furore. Die Mannschaft von Trainer Jörg Schmidt konnte bisher alle ihre vier Saisonspiele mit Siegen abschließen und ist mit zwölf Zählern punktgleich mit dem VfV Borussia Hildesheim. "Leider fiel das Topspiel gegen Hildesheim aufgrund des Lockdowns aus", hätte Schmidt gern noch das Heimspiel gegen die Domstädter mitgenommen.

Torreich startete die Saison. Im ersten Spiel setzten sich die Forstbachtaler mit 9:6 gegen den SV RW Wohldenberg durch. Es schlossen sich enge Duell gegen den FC Ruthe und die SSG Elze an. Auf den 3:2-Erfolg gegen Ruthe, folgte ein 4:3-Sieg gegen Elze. Zum Abschluss der Hinrunde tat die Mannschaft von Jörg Schmidt noch etwas für das Torverhältnis. Mit 18:0 wurde der ESV Eintracht Hameln besiegt.

"Ich bin sehr angetan von der Weiterentwicklung der Mannschaft. Sehr erfreutlich ist, dass wir hauptsächlich mit dem jüngeren B-Jugend-Jahrgang diese Ergebnisse gegen A-Juniorinnen eingefahren haben", freut sich Schmidt.

Tabelle

1. VfV Borussia Hildesheim (7er) 4 Spiele 36:4 Tore 12 Punkte

2. JSG Forstbachtal 4 Spiele 34:11 Tore 12 Punkte

3. FC Ruthe (7er) 3 Spiele 4:14 Tore 3 Punkte

4. SV RW Wohldenburg (7er) 2 Spiele 8:12 Tore 0 Punkte

5. SSV Elze (9er) 3 Spiele 6:17 Tore 0 Punkte

6. ESV Eintracht Hameln 2 Spiele 0:30 Tore 0 Punkte

Foto: JSG Forstbachtal

Freitag, 06. November 2020 11:06 Uhr

Dielmissen (mm). Große Freude bei der Damenmannschaft des VfL Dielmissen. Dank der Unterstützung von der Fahrschule Fromme in Eschershausen kann die Mannschaft von Trainer Martin Schwarzer nun einheitlich auftreten. Stefan Fromme, der seine Fahrschule vor einigen Wochen in neuen Räumlichkeiten in der Raabestadt wiedereröffnet hat, sponserte den Dielmisser Damen Trainingspullover.

"Einige meiner ehemaligen Fahrschülerinnen haben mich angesprochen, sodass ich gern geholfen habe", berichtete Fromme, wie der Kontakt zur Mannschaft entstanden ist. Die Mannschaft und Trainer Martin Schwarzer bedakten sich bei Stefan Fromme für die schnelle Unterstützung.

Foto: mm

Dienstag, 13. Oktober 2020 15:44 Uhr

Boffzen (red). Am Sonntag trafen die Damen des FC Boffzen auf den noch punktlose SJC Hövelriege. Nach einem 0:1-Pausenrückstand musste man sich am Ende mit 0:3 geschlagen geben. Die Mannschaft von Dietmar Larusch hat somit nach vier Spieltagen weiterhin drei Zähler auf dem Konto.

Die erste Offensivaktion gehörte den Boffzer Damen in Form von Stefanie Vogt, die mit ihrem Schuss aus der Drehung Hövelrieges Torhüterin prüfte. Der Gast aus Hövelriege hatte in der elften Minute das 1:0 auf dem Fuß, doch der Weitschuss war zu genau platziert und klatschte an die Latte. Es entwickelte sich ein temporeiches Spiel, an dem beide Teams ihren Anteil hatten. In der 19. Spielminute ging der Gast in Führung. Ein schnell ausgeführter Einwurf endete mit einem unhaltbaren Abschluss von Alina Pinske zum 0:1.

Boffzen war nun kurz vor der Rolle und hatte Glück nicht direkt das 0:2 zu kassieren. In höchster Not klärte Eileen Rolf vor dem eigenen Tor nach einer misslungenen Abseitsfalle. Das Spiel verlagerte sich in der Folgezeit ins Mittelfeld, sodass wenig Torraumszenen auf beiden Seiten herausgespielt wurden. Viele umkämpfte Zweikämpfe wurden geführt, da beide Mannschaften nicht zurücksteckten. In der 39. Minute konnte sich FC-Torhüterin Vivian Fogheri mit einer Glanzparade im Eins gegen Eins – Duell auszeichnen. Boffzen hatte in der 45. Minute die große Chance auf den Ausgleich, doch auch Nadine Griebelbauer zielte zu genau und traf nur die Latte. So ging es mit dem 0:1 aus Boffzer Sicht in die Pause.

Direkt nach dem Wiederanpfiff prüfte Finnja Mindermann mit ihrer Flanke Hövelrieges Torfrau. In der 48. Minute fiel durch Luisa Nitsch das 0:2. Genau das was FC-Trainer Larusch in der Halbzeit ansprach, die Mitte dicht zu machen, gelang nicht. So schob Hövelriege den Ball recht unbedrängt ins Boffzer Tor ein. In der 56. Minute konnte sich Vivian Fogheri im FC-Tor erneut mit einer guten Parade auszeichnen. In der 63. Minute war dann auch sie machtlos, als ein Weitschuss von Christina Linnemann unhaltbar im Winkel zum 0:3 einschlug.

In der Folgezeit passierte wieder nicht viel: Offensiv konnte Boffzen überhaupt keine Akzente setzen. Hövelriege hatte etwas mehr Zug zum Tor, doch auch dort waren Torchancen Mangelware. Die letzte nennenswerte Chance hatte Stefanie Vogt nach einem zentralen Freistoß in der 88. Minute, der jedoch im Nachfassen von Hövelrieges Torfrau entschärft wurde. So musste sich das Team des FC Boffzen am Ende mit 0:3 geschlagen geben.

Zum Einsatz kamen: Vivian Fogheri, Sina Gröbing, Nadine Griebelbauer, Finnja Mindermann, Vanessa Hindrichs, Laura Neils, Aleksandra Karadeniz, Stefanie Vogt, Eileen Rolf, Alicia Bönnighausen, Sophie Lutter-Kayser, Kimberly Mill, Edina Seel & Corinna Dorosala.

Foto: rw

Donnerstag, 24. September 2020 19:58 Uhr

Rodenberg (r). Hätte idealer laufen können, aber auch um einiges schlechter - mit diesem Fazit kehrten die Dielmisser Damen, welche in der Vorwoche noch überraschend den HSC BW Tündern II mit 1:0 besiegt hatte, am Sonntag vom Gastspiel bei der SG Rodenberg II zurück. Mit 0:4 unterlag die Mannschaft von Neu-Trainer Martin Schwarzer, die diese Woche spielfrei ist und ihre nächste Partie am 03. Oktober beim VfB Eimbeckhausen haben wird.

Die zweite Damenmannschaft der SG Rodenberg war von der ersten Sekunde an voll da, was sich auch durch ein schnell gefallenes Tor zeigte. Mit der ersten Aktion landete ein Schuss von Lea Bahe bereits nach 20 Sekunden im Dielmisser Tor. Dadurch wurden die Damen des VfL’s zwar etwas wachgerüttelt, gleichzeitig war es aber auch alles andere als ein Motivationsschub. Die Startschwierigkeiten wurden sechs Minuten später bestraft. Lara Pritzel trug sich in die Torschützenliste ein, sodass die Partie nach sieben Spielminuten 2:0 stand. Von da an wurde das Spiel aus Dielmisser Sicht besser. Torchancen von Carmen Severin und Julia Vorat schlossen sich an, welche nicht mit einem Tor belohnt wurden. Dennoch zeigten sich die Dielmisser Damen gewohnt zweikampfstark und konnten verhindern, dass sich der Vorsprung der Gegner vergrößert.

Die zweite Halbzeit fing ähnlich wie die erste an. Innerhalb der ersten Spielminute des zweiten Durchgang war es Frederike Bittner, die den Ball ins obere linke Eck platziert hatte, wodurch der Ball unhaltbar im Tor einschlug - 3:0! In der Folgezeit konnte sich Dielmissen auch bei ihrer Torfrau Ann-Kathrin Wiemann bedanken, welche einige sehr gute Schüsse abgewehrt hat. In der 79. Minute verwandelte Lea Bahe einen Strafstoß zum 4:0-Endstand.

Foto: mm

Rede und Antwort
Sonntag, 28. März 2021 14:55 Uhr
„Es war die richtige Entscheidung“ - Holzmindener Mats Lüttmann ist beim I.SC Göttingen 05 angekommen
Mittwoch, 03. März 2021 17:41 Uhr

Fürstenberg (mm). Seit vielen Jahren zählt Fabian Pleier-Helm zweifelsohne zu den besten Spielern im Fußballkreis Holzminden. Wir haben die fußballfreie Zeit genutzt, uns mit dem Fürstenberger virtuell zu treffen. Im Gespräch blicken wir auf seine Jugendzeit und insbesondere auch auf seine Zeit bei der Spvg Brakel in der Verbandsliga zurück.

„Fabian, wo hast du mit dem Fußball angefangen?“

„Ich habe mit drei-vier Jahren bei den „Pamperskickern“ der JSG Boffzen/Fürstenberg in Fürstenberg angefangen. Mein Vater war mein erster Trainer.“

„Was waren deine größten Erfolge?“

„Wir haben in der Jugendspielgemeinschaft unter anderem zusammen mit dem Boffzer Marec Wenzel Kreismeisterschaften, Kreispokale und auch die Hallenkreismeisterschaft geholt. Zudem habe ich bei der Holzmindener Kreisauswahl unter Werner Brennecke und im Stützpunkt in Hameln gespielt.“

„Bist du in der gesamten Jugendzeit der JSG treu geblieben?“

„Ja, auch wenn wir zwischenzeitlich keine B-Jugend hatten und ich als B-Jugendlicher vor der Frage stand, ob man das körperliche spielen in der A-Jugend schon packt. Das hat aber auch super funktioniert. Es gab durchgängig Anfragen, aber die haben mich nicht so interessiert. Wir sind mit der A-Jugend auch zwischenzeitlich im Nachbarkreis Höxter an den Start gegangen. Dort sind wir dann auch Meister geworden. Da wir als Mannschaft aus Niedersachsen angetreten sind, durften wir den Aufstieg leider nicht wahrnehmen.“

„Warst du auch in deiner Jugendzeit schon ein Offensivspieler?“

„Ja, ich habe schon immer offensiv als Zehner oder Stürmer gespielt. Bei Fürstenberg bin ich aber mittlerweile Sechser geworden.“

„Direkt zu Beginn deiner Herrenzeit brach eine erfolgreiche Fürstenberger Zeit an.“

„Ja, das stimmt. Wir hatten ein gute Truppe und haben 2004 beim erstmals in Turnierform ausgetragenen Kreispokalwochenende auf dem eigenen Platz den Kreispokal geholt. Wir haben im Finale Ay Yildiz Holzminden mit 5:1 geschlagen. In der darauffolgenden Saison sind wir Kreismeister geworden und in die Bezirksklasse aufgestiegen. Durch die Reformänderung sind nach nur einem Jahr wieder aus der Bezirksklasse abgestiegen.“

„In der Jugend bist deinem Heimatverein treu geblieben und hast Angebote abgelehnt. Im Herrenbereich hat sich dies kurzzeitig geändert. Wie kam der Kontakt nach Brakel zu Stande?“

„Ja, nach einer halben Saison in der Kreisliga wollte ich wieder höher spielen. Für mich war Höxter, die zu dem Zeitpunkt in der Landesliga gespielt haben, die erste Adresse. Ich hatte mit ihnen schon Gespräche geführt. Witzigerweise weiß ich gar nicht, wie der Kontakt nach Brakel entstanden ist. Wir haben uns im letzten Augenblick getroffen und ich habe für die Verbandsliga zugesagt.“

„Wie war die Zeit in Brakel?“

„Das war ein coole, aber auch intensive Zeit. Wir haben drei – viermal pro Woche trainiert und sind zu Auswärtsspielen teilweise bis an die holländische Grenze gefahren, wo man schon holländischen Radioempfang hatte. Weitere Gegner waren unter anderem Paderborn II, Münster oder Lippstadt. Ich war Stammspieler und habe entweder als linker Verteidiger oder im linken Mittelfeld gespielt.“

„Warum bist du aus der Verbandsliga zurück zu deinem Heimatverein in die Kreisliga gewechselt?“

„Wir sind nach zweieinhalb Jahren mit Brakel aus der Verbands- in die Landesliga abgestiegen. Fürstenberg ging es zu dem Zeitpunkt nicht so gut, sodass ich mich aus Heimatverbundenheit für die Rückkehr entschieden habe. Ich hatte meine höherklassige Erfahrung gemacht und wollte diese an die Jungs in Fürstenberg weitergeben.“

„Mit dir hat es Fürstenberg auch ins ruhige Fahrwasser der Kreisliga geschafft. Ein weiteres Highlight sollte es mit dem erneuten Kreispokalsieg geben. Wie blickst du auf die Kreispokalsaison zurück?“

„Ich muss sagen, dass wir in der Saison viel Losglück hatten. Nach dem knappen 1:0-Sieg gegen Boffzen bekamen wir die Kreisklassisten Negenborn und Kaierde zugelost. Wir hatten anfangs die Hoffnung, dass wir das Kreispokalwochenende bei uns austragen können, aber dann mussten wir die weite Reise nach Kaierde mit dem Bus antreten. Nach dem 3:0-Sieg gegen Kaierde hatten wir eine sehr ausgelassene Stimmung im Bus.“

„Wie war der Finaltag?“

„Vor dem Finale waren wir alle angespannt. Im Bus hat niemand einen Ton gesagt und die Busfahrt hat auch gefühlte zwei Stunden gedauert. Wir wußten, wie gut Kirchbrak ist und wir uns kein Tor fangen durften. Bei tropischen Temperaturen ist uns dann das Wunder gelungen. Wir hatten mit Florian Pottmeier einen sehr guten Torwart und bei einigen Pfosten- und Lattentreffern das Glück auf unserer Seite.“

„Was macht euren Trainer Werner Müller aus?“

„Er ist fachlich echt gut und man merkt ihm an, dass er früher höher gespielt hat. Er kann jedem Spieler immer einen Tipp mitgeben und macht anspruchsvolles Training. Er hängt sich voll rein und gehört mit seiner Frau und seinen Kindern schon fest zum Verein dazu.“

„Haben sich die Derbys gegen Boffzen in den letzten Jahren für dich verändert?“

„Ja. Leider war der Trend in der unserer gemeinsamen Jugendspielgemeinschaft nicht zu stoppen, sodass wir selten Spieler aus dem Jugend- in den Herrenbereich bekommen und es ohne auswärtige Spieler nicht mehr geht. In den ersten Herrenjahren war das Derbyfeeling definitiv intensiver und die Rivalität größer. Nichtsdestotrotz geht man die Spiele immer mit viel Vorfreude an.“

„Wielange sehen wir dich noch als Aktivposten auf dem Platz?“

„Solange ich fit bleibe, werde ich auch mit Leib und Seele für den MTV spielen. Wenn ich nicht mehr hinterher komme, werde ich aufhören. Eventuell sieht man mich, wie im Bezirkspokalspiel gegen Afferde, auch mal in der Innenverteidigung.“

„Gibt es ein Spiel, an das du noch gerne zurückblickst?“

„Ja, das war in der Aufstiegssaison im Heimspiel gegen Grünenplan. Kurz vor Ende der Partie habe ich mein Team mit zwei Traumtoren zum Sieg geschossen, ein Schuss aus 30 Metern in den Winkel und eine Volleydirektabnahme nach schöner Kombination.“

„Was wünschst du dir für 2021?“

„Ich wünsche mir die Normalität zurück und dass alle gesund durch die Zeit kommen. Natürlich möchte ich mit meiner Mannschaft schnell wieder trainieren und die anderen Mannschaften bei den Spielen wiedersehen.“

Foto: mm

Mittwoch, 17. Februar 2021 17:10 Uhr

Negenborn (mm). Der VfB Negenborn hat sich im NFV-Kreis Holzminden etabliert. Zur Saison 2012/2013 wurde wieder eine Herrenmannschaft für den Spielbetrieb gemeldet. Thomas Bastian ist einer der Spieler, die seit der Neugründung mit Herz und Seele für den VfB spielen. Im Gespräch blicken wir auf die Entstehung der Mannschaft und den Aufstieg von der 2. Kreisklasse in die 1. Kreisliga zurück.

"Thomas, freut mich, dass du dir für dieses Interview die Zeit nimmst."

"Sehr gerne."

"Wann und wo hast du mit dem Fußball angefangen?"

"Ich bin in der D-Jugend durch Heinrich Deines beim VfL Dielmissen gelandet, damals noch als Abwehrspieler."

"Hast du deine gesamte Jugendzeit in Dielmissen verbracht?"

"Nein. Ich bin in der B-Jugend nach Bevern zur damaligen JSG Burgberg gewechselt. Dort habe ich unter anderem mit Fabian Schütte, Nils Jacob, Stefan de Groot und Benjamin Jürgens zusammen gespielt. Aus der Not heraus bin ich damals zum Torwart umfunktioniert worden und habe mich nicht ganz so schlecht angestellt, sodass ich erst einmal Torwart geblieben bin. Ich habe mich damals mit Adrian Klie im Tor abgewechselt."

"In welchen Ligen warst du für die JSG Burgberg aktiv?"

"Wir haben sowohl in der B- als auch in der A-Jugend in der Bezirksliga gespielt. Als B-Jugendlicher bin ich auch einmal mit der damaligen Landesliga A-Jugend als Ersatztorwart mitgefahren. Alexander Leidner musste in diesem Spiel 15 Minuten vor Schluss angeschlagen den Platz verlassen, sodass ich auch einen Kurzeinsatz mit einer Glanzparade hatte. Die zwei Gegentore verschweigen wir jetzt einmal…"

"Wo hast du deine ersten Erfahrungen mit dem Herrenbereich gemacht?"

"Ich bin von Bevern in die erste Mannschaft von Türkgücü Stadtoldendorf gewechselt, wo zu dem Zeitpunkt unter anderem Alexander Koop, Patrick Cavdar, Murat Atav und mein jetziger Trainer Marc Hoffmann gespielt haben. In Bevern hatte ich auf der Torhüterposition keine Perspektive gesehen. Leider war ich nur für eine kurze Zeit dort. Ich habe mir im ersten Pflichtspiel bei einem Abstoß im Pokalspiel gegen Dynamo Eschershausen nach etwa 15 Minuten das Kreuzband gerissen."

"Wie ging es für dich nach dieser Verletzung weiter?"

"Durch die Verletzung habe ich leider die Lust verloren und wollte mich auch nicht an einen Verein binden. Ich habe dann nur noch privat gebolzt oder bei Theken- bzw. Hobbyturnieren mitgespielt."

"Du warst einer derjenigen, die in der Premierensaison 2012/2013 für den VfB gespielt haben. Wie ist die Mannschaft entstanden?"

"Wir haben damals in Negenborn einmal die Woche auf dem Sportplatz gebolzt. Zeitweise haben wir uns mit ca. 20 Jungs regelmäßig getroffen und einfach zwanglos Fußball gespielt. Die Idee eine eigene Mannschaft zu gründen kam damals schon auf, aber erst 2011/2012 sind wir auf den VfB zugegangen und haben dann die erste Herren gegründet. Mit Andreas Kriesten hatten wir auch gleich schon einen sehr guten Trainer, der es verstand, unsere Trümmertruppe zu formen. Wir hatten in den ersten Jahren eine hohe Fluktuation an Spielern. Einzig Florian Sparkuhle und ich sind die Spieler, die seit dem ersten Spiel noch aktiv sind. Seit 2012 ist im Hooptal viel passiert. Wir haben ein wunderschönes Sportheim gebaut. Unser Sportplatz und das Arial um den Platz wird stetig ausgebaut."

"Mittlerweile spielst du beim VfB in der Offensive. Wie kam es zu dem Wechsel ins Feld?"

"Ich wollte schon länger draußen spielen. Als Sascha Brömer zu uns gestoßen ist, hatten wir in der dritten VfB-Saison einen Torwart, welcher mich im Tor adäquat ersetzen konnte. Endlich durfte ich als Stürmer ran"

"Einen Aufstieg von der 2. Kreisklasse in die 1. Kreisklasse konntest du mit Negenborn feiern. Wie kam es dazu?"

"In der Saison 2014/2015 sind wir in der 2. Kreisklasse hinter dem FC Stadtoldendorf II, dem FC RW Dohnsen und dem TSV Kirchbrak II Vierter geworden. Da der FC Stadtoldendorf in der Relegation in den Bezirk aufgestiegen ist, sind die Lions Holzminden in die Kreisliga und wir in die 1. Kreisklasse aufgestiegen. Das war für uns ein großer Erfolg."

"In der 1. Kreisklasse habt ihr zweimal die Klassen gehalten, bevor die 2. Kreisklasse aufgrund der weniger werdenden Mannschaftszahlen aufgelöst wurde. Was hat sich in dieser Zeit in Negenborn entwickelt?"

"Es ist eine große Gemeinschaft und viele Freundschaften entstanden. Viele Jugendliche sind durch die Jugendarbeit in der JSG Forstbachtal, wo auch Andreas Kriesten als Trainer viel zu beigetragen hat, dazugestoßen, was uns auch sportlich weitergebracht hat. Wenn wir auf die Anfangszeit 2012 zurückblicken ist echt schon eine Menge passiert und ein toller Fußballverein entstanden."

"Wie blickst du auf eure Hinrunde zurück?"

"Wir sind gut in die Hinrunde gestartet und haben dann unerklärlich viele Punkte liegen gelassen. Ich selbst bin auch nur auf eine Spielzeit von 25 Minuten gekommen, aber konnte mit einem Tor und einem Assist meinen Beitrag zum Sieg gegen Boffzen II leisten."

"Welche Aufgaben hast du beim VfB?"

"Ich bin mehr für das Mannschaftsgefüge und die Stimmung in der Mannschaft zuständig. Ich leite die Socialmedia-Kanäle und organsiere Feten und insbesondere unsere Mannschaftsfahrt nach Winterberg, die traditionell vor der Wintervorbereitung mit der ganzen Mannschaft angetreten wird. Das hat in diesem Winter natürlich sehr gefehlt."

"Welche Ziele hast du mit dem VfB und kannst du dir eine Aufgabe im sportlichen Bereich nach deiner aktiven Zeit vorstellen?"

"Natürlich würde ich mir einen Aufstieg in die Kreisliga wünschen, das ist unser großer Traum. Im sportlichen Bereich sehe ich mich nach meiner aktiven Zeit nicht, eventuell im Vorstand."

"Wie hältst du dich fit?"

"Ich gehe zusammen mit meinem Teamkollegen Thore Keim regelmäßig laufen, mal im Solling, mal an der Weser, aber wir wären gerne wieder zusammen mit der Mannschaft auf dem Platz."

"Glaubst du, dass die Saison noch zu Ende gespielt werden kann?"

"Ich denke, es wäre am schlausten abzuwarten und die Saison mit dem aktuellen Spielstand im Frühling/Sommer zu Ende zu spielen."

Collage: mm

Donnerstag, 11. Februar 2021 17:35 Uhr

Dassel/Sievershausen (mm). Auch in unserer Interviewreihe machen wir einen kleinen Ausflug in den Nachbarkreis Einbeck-Northeim. Seit dem Aufstieg in die Bezirksliga ist die SG Dassel/Sievershausen fester Bestandteil unserer Berichterstattung. Wir haben uns virtuell mit dem Keeper und Vize-Kapitän Jonas Schnepel getroffen. Im Gespräch verrät er, wie er Torwart wurde, warum er schon seit einigen Jahren für die SG Dassel/Sievershausen spielt und welche Ziele er mit dem Verein verfolgt.

"Jonas, danke, dass auch du Teil unserer Interviewreihe sein willst."

"Sehr gerne."

"Wo hast du mit dem Fußballspielen angefangen und wie wurdest du Torwart?"

"Ich habe in der Jugend ausschließlich für die JSG Markoldendorf auf Kreisebene gespielt. Diese Jugendspielgemeinschaft setzt sich aus dem TSV Markoldendorf, dem Vardeilser SV, dem SV Amelsen und meinem Heimatverein TSV Lüthorst zusammen. Auf Kleinfeld habe ich im Sturm gespielt. Nach einigen Verletzungen bin ich in der C-Jugend unter Heinrich-Wilhelm Rohmeier schließlich ins Tor gegangen."

"Auf welche Erfolge kannst du in der Jugendzeit zurückblicken?"

"Ich bin den Trainern des Stützpunktes Einbeck-Northeim bei einem Sichtungsturnier aufgefallen und war dann fünf Jahre lang einer von insgesamt drei DFB-Stützpunkttorhüter. Wir haben uns bei den Turnieren, wo wir unter anderem gegen die Stützpunkte von Göttingen, Hannover oder Wolfsburg gespielt haben, immer abgewechselt. Das Training fand im Sommer in Northeim und im Winter in Kalefeld statt."

"Wo hast du deine ersten Herrenjahre gespielt und was hast du dort erlebt?"

"Ich habe in Lüthorst schon länger bei den Herren mittrainiert. Für den Verein haben meine Eltern und mein Opa früher auch gespielt. Ich habe das letzte A-Jugend-Jahr übersprungen und wurde dort dann auch gleich Stammkeeper. Nach dem Kreisligaabstieg mit Lüthorst, bin ich schließlich nach Markoldendorf gewechselt. Dort war ich Stammtorwart, habe die Kreismeisterschaft geholt und bin mit der Mannschaft in den Bezirk aufgestiegen. Leider hat der Trainer in der Bezirksliga nicht mehr auf mich gesetzt, sodass ich auf einmal nur noch die Nummer drei war."

"Warum hast du dich dann für einen Wechsel zur SG Dassel/Sievershausen entschieden?"

"Der Kontakt ist über meinen Onkel Matthias Riemer und meinen Cousin Tjark Riemer entstanden. Ich kannte viele aus der Mannschaft von der Schule und wußte, dass durch den damals eingeleiteten Umbruch das Potential für mehr als die 1. Kreisklasse vorhanden ist. Auch Trainer Carsten Dankert hat bei meiner Entscheidung eine Rolle gespielt."

"Wie ist dein Verhältnis zu eurem Coach Carsten Dankert?"

"Wir hatten schon immer ein gutes Verhältnis. Nach all den Jahren ist er schon wie ein Kumpel für mich, zumal er auch mein Nachbar war. Ich kann daher auch damit umgehen, wenn er mal etwas lauter an der Seitenlinie wird (lacht)."

"In der Saison 2014/2015 habt ihr eine gute Saison gespielt und musstet als Zweiter in die Relegation um den Aufstieg in die Kreisliga. Warum hat's nicht mit dem direkten Aufstieg geklappt?"

"Wir haben uns ein Zweikampf mit der SG Ilmetal/Dassensen geliefert. Das Hinspiel haben wir verloren, das Rückspiel haben wir gewonnen. In der Hinrunde kamen wir mit Mackensens Kevin Mundt, der später bei uns und jetzt bei Sülbeck spielt, nicht zurecht und haben dort unsere erste von nur zwei Saisonniederlagen kassiert. Ilmetal hat sich keine weitere Niederlage erlaubt. Sie haben statt einer weiteren Niederlage einmal unentschieden gespielt, sodass sie daher Staffelmeister geworden sind."

"Euren Aufstieg aus der 1. Kreisklasse in die Kreisliga konntet ihr dann in der Relegation realisieren. Wie blickst du auf die Relegationsspiele gegen Einbeck und Gladebeck zurück?"

"Das war natürlich ein einmaliges Erlebnis vor rund 1.000 Zuschauern in Dassel gegen Einbeck zu spielen und dann noch einen Elfmeter zu halten. Nach dem 1:1 gegen Einbeck mussten wir gegen Gladebeck mit vier Toren Unterschied gewinnen, um aufzusteigen. Ausgerechnet in diesem Spiel habe ich zwei schwere Fehler gemacht, die zum frühen 2:0-Rückstand geführt haben. Die Jungs haben meine Fehler ausgebügelt. Am Ende haben wir noch sensationell mit 2:7 gewonnen."

"In der Saison 2018/2019 habt ihr euch nach einigen guten Jahren in der Kreisliga Einbeck-Northeim die Meisterschaft geholt. Wie blickst du auf die Saison zurück und wie war die Meisterfeier auf dem Dasseler Rathausbalkon?"

"Das war eine sehr starke Saison von uns. Da Rehbachtal in einem Nachholspiel in Moringen unterlag, sind wir bereits einen Spieltag vor Ende der Saison mit einem 5:0-Sieg in Höckelheim Meister geworden. Danach haben wir schon auf einem Geburtstag gefeiert. In Auetal, wo wir mit einem Bus hingefahren, lief bei unserer 2:0-Niederlage nicht viel zusammen, dort fand im Anschluss an die Partie die Meisterehrung durch den Spielausschuss statt. Die Feier auf dem Dasseler Rathausbalkon war natürlich etwas ganz besonderes. Um die 150 Zuschauer waren vor Ort. Im Anschluss haben wir auf Malle weiter gefeiert."

"Welcher Aufstieg war schöner?"

"Man kann die beiden Aufstiege nicht miteinander vergleichen - beide waren besonders. Man kann das Gefühl, am Ziel seiner sportlichen Träume zu sein, auch nicht in Worte fassen. Es fällt eine richtige Last und großer Druck ab, zumal ich auch vor jedem Spiel sehr angespannt bin und viele Situationen im Kopf durchspiele."

"In eurer ersten Bezirksligasaison, die coronabedingt abgebrochen wurde, habt ihr in den Heimspielen immer gut ausgesehen. Wie erklärst du dir eure Heimstärke?"

"Wir haben super Zuschauer, die uns aber auch auswärts stark unterstützen. In Sievershausen sind wir echt heimstark, wobei wir auch mal in Dassel spielen. Auf dem kleinen Platz in Sievershausen ist es aber immer etwas besonderes. Ich muss aber unseren Fanclub aus Silberborn hervorheben, der uns bei jedem Heim- und Auswärtsspiel unterstützt und dafür teilweise aus dem Landkreis Holzminden bis kurz vor Duderstadt anreist."

"Ihr habt anders als die Mannschaften in der Bezirksliga Hannover erst mit dem Bezirkspokal angefangen. Dort habt ihr in einer Vierergruppe mit Nörten/Hardenberg, Rehbachtal und Sülbeck im Champions League Modus (Hin- und Rückspiel) gespielt und diese Pokalrunde als Zweiter abgeschlossen. In der Liga seid ihr mit sechs Punkten aus drei Spielen Vierter. Wie blickst du auf den Pokal und die Liga zurück?"

"In beiden Wettbewerben haben wir gute Ergebnisse erzielt. Ich muss aber sagen, dass die Pokalrunde zu lange ging und sehr kräftezehrend war. Da hätte auch eine Einfachrunde ausgereicht. Natürlich ist es schade, dass wir erst drei Ligaspiele gespielt haben und in der Rückrunde noch 15 Spiele bestreiten sollen."

"Mit Till Schmidt, Ömer Dinccan und Wieland Menke habt ihr drei Winterneuzugänge. Können sie euch weiterhelfen?"

"Auf jeden Fall. Ganz besonders freue ich mich, dass ich wieder mit meinem besten Kumpel Till Schmidt zusammenspielen kann. Ömer war ja nur kurz weg und weiß, was er an uns hat. Und auch auf Wieland können wir bauen."

"Zwischen den Jahren findet traditionell das Dasseler Stadtpokalturnier statt. Aufgrund von Corona war dies Ende 2020 nicht möglich. Welchen Stellenwert hat dieses Hallenturnier für euch und wie sehr hat es euch gefehlt?"

"In der Halle ist an allen vier Turniertagen eine super Atmosphäre. Bei spannenden Spielen brennt in der Halle die Luft. Das ist unser absolutes Highlight zwischen den Jahren, was uns natürlich sehr gefehlt hat. Für die ausrichtenden Vereine ist es sehr lukrativ und es gibt immer unvergessene Aftershowpartys. In den letzten Jahren gab es immer schöne Duelle mit Lenne, zu denen wir ein freundschaftliches Verhältnis pflegen. Ich verstehe mich mit Björen Bettermann, Michael Keunecke und Co. super. Wir spielen ja auch in der Vorbereitungsphase des Öfteren gegeneinander."

"Noch ist unklar, wann und wie es im Amateurfußball weitergeht. Wie haltet ihr euch fit?"

"Seit Anfang des Jahres machen wir eine Laufchallenge, verteilt auf zwei Laufgruppen. Eine Gruppe leitet unser Kapitän Maurice Tönnies und die andere ich. In einer Woche haben wir z.B. die Vorgabe gehabt, dreimal die Woche 5 Kilometer auf Zeit zu laufen. Alle ziehen super mit. Demnächst werden wir auch mit Cybertraining einsteigen, geleitet von einer Fitnesstrainerin."

"Was wünschst du dir für das Jahr 2021?"

"Nach der längsten Fußballpause meiner Laufbahn wünsche ich mir endlich wieder vernünftig auf dem Platz stehen, alle wieder zu sehen und natürlich wieder in Dortmund auf der Süd stehen. Ich hoffe, dass die Saison nicht abgebrochen wird und wir sportlich den Klassenerhalt in der Bezirkliga erreichen können."

Foto: mm

 

 

 

 

Freitag, 05. Februar 2021 14:55 Uhr

Boffzen/Paderborn (mm). Seit vielen Jahren läuft der mittlerweile 32-jährige Christopher Leßmann für den FC 08 Boffzen auf. In dieser Zeit hat er alle drei Aufstiege in Bezirk miterlebt. „Strulli“, unter diesem Spitznamen kennen ihn viele, blickt gemeinsam mit der Redaktion auf seine bisherige, aktive Zeit zurück und begründet, warum für ihn ein Wechsel, trotz seines Wohnortswechsels von Bosseborn nach Paderborn, nie zur Debatte stand.

"Strulli, schön, dass du dir für dieses Interview die Zeit nimmst."

"Sehr gerne."

"Fangen wir auch gleich mit der ersten Frage an. Wo hast du in der Jugend gespielt und auf welcher Position warst du zu Hause?"

"Ich habe durchgängig in der damaligen Spielgemeinschaft von Brenkhausen, Bosseborn, Ovenhausen und Lütmarsen gespielt. Ich war anfangs Feldspieler. Als unser Keeper nicht da war, habe ich ihn ein paar Mal im Tor vertreten. So wurde ich schließlich Torwart und war auf der Position auch gar nicht so schlecht. Ich habe in der Jugend durchgängig in der Kreisliga gespielt –ich hatte Angebote, aber hatte nie Lust zu wechseln."

"Das ist ja interessant. Wie bist du dann zum Feldspieler geworden?"

"Ich wurde mit 18 Jahren in die erste Mannschaft des SV Brenkhausen/Bosseborn hochgemeldet. Dort kam ich aber an dem damaligen Stammkeeper nicht vorbei. Ich stand daher zunächst im Tor der zweiten Mannschaft. Auf das Tor hatte ich dann keine Lust mehr und wollte ins Feld. In der Zweiten habe ich dann zunächst im rechten Mittelfeld gespielt, ehe ich schließlich in der Verteidigung gelandet bin."

"Nach zwei Jahren in der zweiten Mannschaft des SV Brenkhausen/Bosseborn hat es dich dann nach Boffzen verschlagen. Wie ist der Kontakt nach Boffzen entstanden und warum hast du dich für den Wechsel in den anderen Landkreis entschieden?"

"Ich bin zu dem Zeitpunkt mit Rene Wenzel, Moritz Krüger und Marten Koschik zusammen zur Schule gegangen, sodass der Kontakt nach Boffzen schnell entstanden ist. Ich hatte dann mit Andrej Weibert ein sehr gutes Gespräch. Zudem wußte ich, dass Serhat Kara und Ramon Schreiner ebensfalls von Brenkhausen nach Boffzen wechseln werden und ich unabhängig vom FC 08 Boffzen eine Ausbildung in Boffzen anfangen werde. So hat sich der Kreis dann geschlossen. Insgesamt war das ein echt starkes Wechselfenster."

"Wie war deine erste Saison für Boffzen?"

"Zunächst war es für mich ungewohnt. Ich komme aus Bosseborn und bin dann in Dörfer gefahren, die ich nicht einmal vom Namen her kannte. Wir haben eine starke Saison gespielt und sind als Zweiter in die Relegation gegangen. Ich wußte dort gar nicht, was mich erwartet. Es war schon cool vor so vielen Zuschauern zu spielen. Wir haben mit 3:0 gegen Bisperode in Bisperode gewonnen und sind dann dank eines 2:1-Sieges gegen den TSV Kirchbrak in den Bezirk aufgestiegen."

"Unter Andrej Weibert habt ihr euch zu einer Fahrstulmannschaft zwischen der Kreis- und Bezirksliga entwickelt. Wie war die Zeit im Bezirk und warum seid ihr nach den Abstiegen als Mannschaft nie auseinandergebrochen?"

"Das war trotz der Abstiege eine schöne Zeit. Wir wußten in jeder Bezirksligasaison, dass wir mit vielen Mannschaften nicht groß spielerisch mithalten können und wir über den Kampf kommen mussten. Wir waren oft knapp dran und haben uns nie so richtig abschießen lassen. Nach dem Spiel hat man von den gegnerischen Spielern immer Lob bekommen. Wir haben uns auch nie untereinander fertiggemacht, sodass ein Auseinanderbrechen der Mannschaft auch keine Option war."

"Wie blickst du auf die Zeit unter Andrej Weibert zurück und wie würdest du ihn als Trainer beschreiben?"

"Andrej ist ein harter Trainer. Es war unfassbar, was er uns in der Vorbereitung abverlangt hat. Wir haben in der Vorbereitung fünfmal (!) die Woche trainiert. Er hat uns hochwertiges Training geboten und alle hatten Bock drauf. Er war darüber hinaus ein richtig guter Motivator. Ihm hatten wir es zu verdanken, dass wir dreimal in den Bezirk aufgestiegen sind. Er kann jeder Mannschaft helfen."

"Unter Andrej Weibert seid ihr auch traditionell ins Trainingslager nach Lastrup gefahren. Wie war dort der Ablauf? Hat diese Maßnahme euren Teamgeist gestärkt?"

"Durch die Trainingslager hat man die Spieler in der Mannschaft besser kennengelernt und es hat sich definitiv ein Teamgeist gebildet. Am ersten Tag waren wir laufen und haben anschließend trainiert. Der zweite Tag begann mit Aquajogging und endete mit einem Spiel. Am letzten Tag haben wir morgens trainiert und anschließend noch ein Spiel gehabt. Nach der Ära von Andrej haben wir aber auch noch ein weiteres Trainingslager gemacht, das wohl keiner von uns je vergessen wird."

"Erzähl uns doch gerne mehr darüber."

"Fabio Mancini hatte die Idee ein Trainingslager am Gardasee in Italien zu machen. Er hat alles perfekt organisiert. Wir sind mit 16 Personen in zwei Bullis nach Italien gefahren. Dort hatten wir zwei Trainingsspiele und eine glorreiche Moutainbiketour, wo wir unser Ziel mit Krämpfen erreicht haben (lacht)."

"An welchen deiner drei Aufstiege in den Bezirk denkst du am liebsten zurück?"

"An die Meistersaison. Wir sind richtig schlecht in die Saison gestartet und unser Trainer Frank Versen wurde nach einer Niederlage in Eschershausen auch früh entlassen. Marec Wenzel und Serhat Kara haben vorübergehend bis zur Winterpause übernommen, ehe Andrej Weibert zurückgekehrt ist. Wir haben nahezu kein Spiel verloren und am Ende auch mit dem Sieg des Kreispokals das Double geholt. Das war ein echt cooles Jahr."

"Gibt es ein Spiel in deiner Laufbahn, an welches du besonders gerne zurückblickst?"

"Die Derbys gegen Fürstenberg haben immer was. Ich kann mich noch erinnern, dass ich den Schiedsrichter in einem Derby beim Spielstand von 1:2 gefragt habe, wielang denn noch zu spielen sei und er gesagt hat "Eine Minute". Und dann fielen Tore wie am Fließband. Ich habe das 3:3 geköpft, ehe Raphael Föst für uns den 4:3-Siegtreffer erzielt hat."

"Du hast viele Jahre mit Marec Wenzel zusammengespielt, der trotz seines Umzugs nach Wuppertal vor der letzten Saison zu euch zurückgekehrt ist. Was macht ihn aus?"

"Zu Marec muss man eigentlich nicht viel sagen, da ihn die meisten sowieso kennen. Er ist einer der coolsten Typen, die ich kenne. Man kann vor ihm nur den Hut ziehen, dass er aus Wuppertal für die Spiele seines Heimatvereins anreist und dem Verein immer noch viel gibt. Er konnte immer höher spielen, aber ist nie gewechselt. Ich bin froh, dass er wieder da ist und hoffe, dass sein Körper das noch lange so mitmacht."

"Wie blickst du auf eure Hinrunde zurück?"

"Es war definitiv mehr drin. Wir haben gut angefangen, aber hatten das Phänomen, dass wir mit einem kleinen Kader, wie z.B. gegen Holzminden, viel engagierter zur Sache gegangen sind, als wenn wir top besetzt waren. Wenn wir einen großen Kader am Spieltag haben, müssen einfach alle mehr Bock haben."

"In den letzten Jahren konntet ihr nicht mehr oben mitspielen. Wo ist der Unterschied zu damals?"

"Es gibt viele Unterschiede. Zum einen hatten Marec und Rene Wenzel sowie Moritz Krüger super Kontakte, um Spieler wie Ramon Schreiner, Serhat Kara und mich nach Boffzen zu lotsen. Zum anderen hatten wir wenig Studenten und Soldaten und konnten sehr viel trainieren. Ich wohne und arbeite beispielsweise mittlerweile in Paderborn und kann nur einmal in der Woche mit der Mannschaft trainieren. Zudem kommt aus dem Nachwuchs nichts nach. Aber ich sehe das nicht negativ. Boffzen hat viele talentierte Spieler herausgebracht. Ich denke, wenn du einen von diesen Spielern überzeugt bekommst, dann muss man sich keine Sorgen machen, dass weitere nachkommen. Grundsätzlich ist der Verein wie eine Familie."

"In der heutigen Zeit fließt auch in den unteren Klassen Geld, bei euch nicht. Wie siehst du diese Entwicklung?"

"Ich muss sagen, dass ich die Entwicklung sehr bedenklich finde. Ich finde, jeder Spieler sollte bei seinem Verein mal die Jahreshauptversammlung besuchen und zuhören mit wie wenig Geld ein Verein auskommen muss. Hartmut Altmann hat da mal einen schönen Satz gesagt. "Wenn wir einem Spieler Geld geben, dann müssen wir den anderen 15 Spielern auch das gleiche Geld geben" und so sehe ich das auch. Dann besser gar keinem Geld geben!"

"Du hast gerade angesprochen, dass du mittlerweile in Paderborn wohnst. Gibt es Angebote aus dem Raum Paderborn und was hält dich letztlich in Boffzen?"

"Ich habe mich in Boffzen immer wohlgefühlt. Hier gibt es viele Menschen wie Hartmut Altmann, Melanie Klowat und Christian Mainka, denen der Verein am Herzen hängt. Wir haben ein super Umfeld. Ich habe von Arbeitskollegen Anfragen aus der Kreisliga Paderborn bekommen, aber ein Wechsel steht nicht zur Debatte. Ich fahre mit Serhat Kara, der auch in Paderborn wohnt, einmal die Woche zum Training und mache unter der Woche etwas für mich. Hier spreche ich mich mit ihm vorher ab."

"Was wünschst du dir für das Jahr 2021?"

"Ich wünsche mir, dass alle gesund blieben und das gesellschaftliche Leben wieder zurückkommt. Ich möchte natürlich auch mal wieder nach Bochum ins Stadion."

Foto: mm

Jugend
Donnerstag, 15. April 2021 14:28 Uhr
FC Stadtoldendorf macht eine G-Jugend auf
Dienstag, 09. März 2021 13:58 Uhr

Hannover (red). Für den vergangenen Mittwochabend wurden die Vertreter der auf Bezirksebene spielenden Jugendmannschaften der Kreise Hameln/Hildesheim/Holzminden zu einer Videokonferenz mit dem Bezirksjugendausschuss-Vorsitzenden Christian Münzberg und Bezirksvorsitzenden August-Wilhelm Winsmann eingeladen. In dieser Videokonferenz wurden seitens des BJA Szenarien zur Fortsetzung der laufenden Bezirks- und Landesligasaison des Bezirks Hannover vorgestellt.

An der Videokonferenz nahmen mit Jens Ebert (SV06 Holzminden), Achim Rauls (JSG Forstbachtal/JSG Burgberg) und Michael Müller (MTSV Eschershausen) die Vertreter der betroffenen Kreisvereine teil. Zu Beginn der Videokonferenz ergriff "Auwi" Winsmann auch gleich das Wort. "Wir wollen uns einfach mal melden und ein Signal geben, dass wir nach wie vor da sind und uns Gedanken um den Spielbetrieb machen", so Winsmann, der unterstrich, dass man weiterhin abhängig von den Entscheidungen der Politik sei. So steht im Raum die Saison ganz oder nur in einer Einfachrunde zu Ende zu spielen. Die letzte Variante stellt den Abbruch der Spielserie 2020/2021 dar. "Wir müssen zwischen Abbruch und Annullierung unterscheiden. Im Falle eines Abbruches wird die Saison mit der Quotientenregel mit Auf- und Absteigern gewertet", unterstreicht Winsmann.

"Wenn wir die Vorgaben der Politik erfüllen, können wir ab dem 05.04.2021 wieder mit dem Training beginnen. Drei Wochen später wollen wir die Spielserie 2020/21 am 23.04 /25.04.2021 fortsetzen. An den ersten beiden Wochenenden werden wir die Hinserie beenden (Neuner Staffeln und Nachholspiele bis zum 13.05.2021). Die Rückserie ist bis zum 27.06.2021 geplant. Sollte es weitere Verschiebungen oder Absagen geben, werden wir gegebenenfalls den Vorschlag des SV06 Holzminden aufgreifen und die Rückspiele in Turnierform austragen. Der Spielplan wird derzeit von unserem Spielleiter Jörg Edema überarbeitet und Ende dieser Woche wieder ins Netz gestellt", gab Christian Münzberg am heutigen Mittag den Vereinen bekannt.

Foto: Markus Binnewies

 

Sonntag, 07. März 2021 18:43 Uhr

Barsinghausen (r). Am Montag, 8. März, tritt die veränderte Niedersächsische Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus in Kraft. In ihr werden auch Öffnungsschritte für den Kinder-und Jugendsport in Niedersachsen aufgezeigt. Ab diesem Zeitpunkt dürfen Kinder und Jugendliche bis zu einem Alter von einschließlich 14 Jahren in nicht wechselnder Gruppenzusammensetzung von bis zu 20 Personen Sport unter freiem Himmel auch mit Kontakten betreiben. Dabei dürfen sie von zwei volljährigen Personen betreut werden. Jede Person/Fußballer*in hat dabei einen Abstand von mindestens zwei Metern zu anderen Personen/Fußballer*innen einzuhalten. Die Nutzung von Umkleideräumen und Dusche ist nicht zulässig.

Auf der zuvor am 3. März in Berlin stattgefundenen Bund-Länder-Konferenz wurden weitere Vereinbarungen getroffen, die auf ein möglichst einheitliches Vorgehen der Bundesländer abzielen. „Dem kommt das Land Niedersachsen in eigener Rechtsetzungskompetenz mit der vorliegenden Änderungsverordnung nach“, heißt es in der am 6. März online gestellten und „damit verkündeten“ Verordnung zur Änderung der Niedersächsischen Corona-Verordnung und der Niedersächsischen Quarantäne-Verordnung.

Der Sport ist Teil der auf dem Corona-Gipfel zwischen den Ministerpräsidentender Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel festgelegten Öffnungsschritte. Zentrales Kriterium für bestimmte Beschränkungsmaßnahmen bzw. Öffnungsschritte bleibt die Sieben-Tag-Inzidenz der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Was bedeuten die Vereinbarungen für den Fußball in Niedersachsen?

Ab dem frühestens für den 22. März ins Auge gefassten Öffnungsschritt soll gelten:

•Stabile oder sinkende Inzidenz von 100 oder weniger:

oFreiluftsport, inklusive Kontaktsport und Fußball, für alle ohne Gruppenbeschränkung, aber: Es muss für alle Erwachsenen(und ab Ü 15)ein tagesaktueller Schnell-oder Selbsttest vorliegen.

Ab dem frühestens für den5. April ins Auge gefassten Öffnungsschritt soll gelten:

•Stabile oder sinkende Inzidenz von 100 oder weniger:

o Sport im Freien(einschließlichFußball)ohne Gruppenbeschränkung oder Test; kontaktfreier Sport in der Halle.

In einem aktuellen Video-Podcast bezeichnete NFV-Präsident Günter Distelrath diese Vereinbarungen als Wegweiser zurück auf die Fußballplätze, „auch wenn es nicht einfach ist, bei all den politischen Regelungen den Überblick zu behalten. “Ihm sei bewusst, dass es hierzu unterschiedliche Meinungen gebe. In dem auf der NFV-Homepage nfv.de veröffentlichten Video-Podcast sagte er: „Vielen von Ihnen geht das nicht weit genug, sie wünschen sich aufgrund des niedrigen Infektionsrisikos beim Fußball an frischer Luft mehr Freiheiten.“ Deshalb sei der Beschlussaus Berlin ein richtungsweisender Schritt zurück zu mehr Normalität und Lebensqualität, könne aber nicht der letzte sein.

Generell müsse gelten, „die Gesundheit jedes Einzelnen zu schützen und gleichzeitig etwas für die Gesundheit aller zu tun. Hygieneregeln sind wichtig, Bewegung aber auch, gerade für unsere Kinder.“ Das beides zusammen gehen kann, hätten viele Vereine im vergangenen Jahr gezeigt.

Distelrath bekräftige noch einmal die Absicht des NFV, die Saison sportlich beenden zu wollen. „Wir haben die Hoffnung, dass dies gelingen kann. Unser Vorstand ist mit Blick darauf dem Wunsch aus den Kreisen gefolgt, einer optionalen Verlängerung des Spieljahres bis an den Beginn der Sommerferien zuzustimmen. Das schafft uns allen mehr Spielraum.“

In dem Video-Podcastbrachte Günter Distelrath seine Freude darüber zum Ausdruck, dass der von ihm, dem DFB-Präsidium und seinen Präsidentenkollegen der 21-DFB-Landesverbände geführte Austausch mit der Politik auf fruchtbaren Boden gefallen sei. „In den vergangenen Wochen haben wir intensive Gespräche mit der Politik geführt, um für den Amateurfußball zu werben. Manches scheint davon gehört worden zu sein. Jetzt sind wir gemeinsam gefordert, die nächsten Schritte zu gehen. Es gilt weiterhin: der schnellste Weg zurück auf den Fußballplatz ist, sich an die Spielregeln zu halten.“

Auf die kommenden Monate schaut der NFV-Präsident mit Zuversicht. Zum einen wegen der Aussicht, „durch Impfungen, Tests oder dem Wetter mit besseren Rahmenbedingungen rechnen zu können.“ Vor allem, so Günter Distelrath, „aber mit Blick auf unsere Vereine. Auf alle Mitglieder der Fußballfamilie, die den Fußball mit Kreativität, Verantwortungsbewusstsein und Leidenschaft am Leben halten.“

In der kommenden Woche beginnt die Abstimmung zu den Vereinbarungenmit dem Land Niedersachsen. Die sich daraus ergebenden „Häufig gestellten Fragen“ (FAQ’s) werden auf der Homepage des Niedersächsischen Fußballverbandes veröffentlicht (nfv.de).

Samstag, 27. Februar 2021 12:56 Uhr

Kaierde (r). Im November 2020 bestand der Trainer der JSG Hils A-Jugend Julian Brennecke aus Alfeld seine Trainer B-Lizenz Ausbildung in Barsinghausen. Während drei intensiver Prüfungstage stellte Brennecke sein Wissen theoretisch in einer Klausur unter Beweis. Ebenso standen zwei praktische Trainingslehrproben mit technischem und taktischem Schwerpunkt im Vordergrund. Zum Schluss stand eine mündliche Prüfung an.

Begonnen hatte alles Mitte 2020 mit einem dreistündigen Eignungstest unter der Leitung des Fußballlehrer und Stützpunkts Peine, der darüber entschied, ob die fußballerische Fähigkeit vorhanden ist, um am Trainerlehrgang überhaupt teilnehmen zu dürfen. Anschließend besuchte Julian Brennecke drei einwöchige Trainerlehrgänge in der Sportschule in Barsinghausen. Die ersten zwei Lehrgangswochen beschäftigten sich theoretisch und praktisch mit den Bereichen Trainingslehre und –planung sowie Mannschaftsführung. Als Vertiefungsmodul wählte der A-Jugendtrainer der JSG Hils den Bereich Kinder/Jugend.

“Die jungen Kinder sollen sich auf den Grundgedanken des Fußball besinnen und in Kleingruppen Tore erzielen und Tore verhindern. Jedes Tor schafft für einzelne Spieler Erfolgserlebnisse“, so Brennecke. Natürlich profitiert Brennecke vom hohen praktischen Anteil der Ausbildung mit vielen altersgerechten Übungs- und Spielformen, welche er zukünftig in sein eigenen Trainingsgeschehen mit einfließen lassen kann.

Um den jungen Fußballern modernes Training anzubieten, strebt Brennecke in naher Zukunft auch die Eignung zur nächst höheren Stufe der DFB - Elite-Jugendlizenz an. Aktuell wünscht sich der Realschullehrer und gleichzeitig noch Spieler und Betreuer der zweiten Mannschaft des TSV Kaierde, wie viele andere Fußballer, nichts Sehnlicheres, als dass das Infektionsgeschehen aktives Fußballspielen wieder ermöglicht und er auch auf dem Sportplatz stehen kann.

Foto: JSG Hils/TSV Kaierde

Montag, 15. Februar 2021 13:35 Uhr

Barsinghausen (mm). Am heutigen Montagabend geht's mit dem 3. NFV-Fußball-Fitness-Workout weiter. Suad Smailovic vom Studio B54 wird ab 19 Uhr Übungen vormachen. Jeder kann bei dem Cybertraining mitmachen. Die letzte Trainingseinheit wird am kommenden Montag, den 22. Februar folgen.

Fan Aktiv
Mittwoch, 29. Juli 2020 10:51 Uhr
ARD-Quizshow: Gladbach-Fan Claus Blümel spricht Vereinsnamen des Erzrivalen nicht aus
Sonntag, 31. Mai 2020 10:38 Uhr

Fürstenberg/München/Barecelona (red). In diesen Tagen war es genau 21 Jahre her, dass der FC Bayern München das Champions League Finale in Barcelona gegen Manchester United nach langer 1:0-Führung durch zwei Gegentore in der Nachspielzeit noch mit 1:2 verlor. Das Spiel wird noch heute als die „Mutter aller Niederlagen“ bezeichnet. Fürstenbergs Vorsitzender Achim Helm, bekennender Bayern-Fan, war live dabei.

Der Erfahrungsbericht von Achim Helm

Eigentlich beginnt unsere kleine Geschichte bereits gut 9 Monate früher im Herbst 1998: Mit dem MTV Fürstenberg planten wir eine Wochenendfahrt nach München inkl. Besuch eines Bundesligaspieles des FC Bayern München im Olympiastadion. Es war aber gerade die Zeit, als die Terminplaner der Bundesliga begannen die Spieltage oftmals recht kurzfristig (nicht wie heute mit mehreren Wochen oder Monaten Vorlauf) zu zerstückeln, um höhere Fernsehgelder zu erzielen.

Auch unsere Fahrt war davon betroffen, da das Spiel, welches wir sehen wollten, auf Sonntagabend terminiert wurde. Daraufhin brachte ich unsere Enttäuschung in einem Brief an den damaligen Manager des FC Bayern München, Uli Hoeneß, zum Ausdruck. Wenige Wochen später klingelte in meinem Büro bei der Kreisverwaltung Höxter das Telefon. Eine ruhige Stimme meldete sich mit den Worten „Ja Hoeneß hier“. Es war tatsächlich Uli Hoeneß, der sich persönlich mit der Angelegenheit befasste. Der Macher des FC Bayern bedauerte die kurzfristige Ansetzung und teilte mit, dass dem Verein die Hände gebunden seien. Er bot aber an, dass ich mich bei ihm melden solle, wenn er mal was für mich tun könne.

Einige Monate später hatte der FC Bayern das Champions League Finale erreicht. In Barcelona spielte man gegen Manchester United. Schon damals war es sehr schwer an Tickets für solche Events zu kommen. Also wandte ich mich an Uli Hoeneß. Und dieser hielt Wort. Dank seiner Unterstützung hatten wir mit fünf Fußballfans die Möglichkeit dieses historische Spiel live vor Ort zu sehen.

Mit dem Zug reisten wir zu viert am Tag vor der Partie von Fürstenberg nach München und übernachteten bei meinem Schwager Thorsten Busche in der bayerischen Landeshauptstadt. Im Gepäck hatten wir fünf Eintrittskarten für das Champions League Finale 1999. Der Preis für ein Ticket, es gab ja noch keinen Euro, betrug für heutige Verhältnisse sagenhafte 245 Peseten = ca. 35,00 DM.

Am nächsten Morgen fuhren wir mit der S-Bahn zum Flughafen und flogen von dort gemeinsam mit 550 Fans des FC Bayern in einem der mehr als 20 gecharterten Flugzeuge in die spanische Metropole. Mit Bussen transportierte man uns dort zum Camp Nou, der 90.000 Zuschauer fassenden riesigen Betonschüssel mitten in Barcelona. Aus Angst, dass sich die beiden Fanlager zu nahe kommen, wurden wir vom Busbahnhof einmal durch die Altstadt zur anderen Stadionseite geführt.

Der FC Bayern war das eindeutig spielbestimmende Team, hatte schon in der Anfangsphase einmal die Latte getroffen. Mario Basler gelang in der 5. Minute mit einem direkt verwandelten Freistoß die Führung. In der Folge versäumte es die Hitzfeld-Elf den Vorsprung auszubauen. Und dann:

Ich weiß es noch wie heute: Es lief die 90. Minute. Ich kramte meinen Fotoapparat aus dem Rucksack, um den historischen Moment festzuhalten. Da fiel der 1:1-Ausgleich für ManU. Also gut dachte ich: Verlängerung und packte den Fotoapparat wieder ein. Genau in diesem Moment nahm das Unglück seinen Lauf, denn die Engländer erzielten sogar noch das 2:1. Der Traum vom großen Triumpf war aus!

Nach dem Schlusspfiff wurden Fans beider Teams ins Hafenviertel gefahren. Die einen im Freudentaumel, konnten ihr Glück kaum fassen die Partie gegen einen überlegenen Gegner gewonnen zu haben. Die anderen, wir, waren irgendwie wie gelähmt und sehnten den Morgen herbei. Vom Vergnügungsviertel ging es noch in der Nacht zum Flughafen. Um 06:00 Uhr morgens stiegen wir müde und immer noch irgendwie enttäuscht in den Flieger Richtung München. Gegen Abend waren wir schließlich wieder zurück im beschaulichen Weserbergland.

Trotz der sportlichen Enttäuschung war es ein tolles, unvergessliches Erlebnis!

FAKTEN ZUM SPIEL

FC Bayern München

Aufstellung: Oliver Kahn - Markus Babbel, Samuel Kuffour, Lothar Matthäus (80. Thorsten Fink), Thomas Linke, Stefan Effenberg, Jens Jeremies, Mario Basler (89. Hasan Salihamidzic), Michael Tarnat, Carsten Jancker und Alexander Zickler (71. Mehmet Scholl)

Trainer: Ottmar Hitzfeld

Machester United

Aufstellung: Peter Schmeichel - Gary Neville, Denis Irwin, Ronny Johnson, Jaap Stam, David Beckham, Nicky Butt, Ryan Giggs, Jesper Blomqvist (67. Teddy Sheringham), Andy Cole (81.Ole Gunnar Solskjær), Dwight Yorke

Trainer: Alex Ferguson

Schiedsrichtergespann: Pierluigi Collina (Italien) mit Assistenten Gennaro Mazzei (Italien) und Claudio Puglisi (Italien)

Tore: 1:0 Mario Basler (5.), 1:1 Teddy Sheringham (90.), 1:2 Ole Gunnar Solskjær (90.)

Zuschauerzahl: 90.245 im Camp Nou (ausverkauft)

Foto: privat

Mittwoch, 29. April 2020 11:47 Uhr

Eschershausen/Köln (mm). Zu einer Stadionfahrt nach Köln hatten sich die Eschershäuser Sergej Michelis und Michael Müller mit zwei Bekannten aus der Region Hannover entschlossen. Köln befand sich in der Saison 2017/2018 nach 15 Spielen mit schwachen drei Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Am 10. Dezember sollten sie den SC Freiburg empfangen, welcher als Tabellendrittletzter ebenfalls mit Abstiegssorgen zu kämpfen hatte. "Bei einem Spiel zwischen zwei Mannschaften, die gegen Abstieg spielen, hatten wir eigentlich keine großen Erwartungen, sodass wir mit dem Torfestival gar nicht gerechnet hatten", blickten die Raabestädter auf das Bundesligaspiel zurück - nach einer 3:0-Führung verloren die Kölner, sinnbildlich für die Saison, in der Nachspielzeit noch mit 3:4.

Mit der Bahn reisten die Fußballfans am zweiten Advent nach Köln. Dort angekommen wurde neben des Kölner Doms auch ein Weihnachtsmarkt angesteuert. In der Domstadt begann es an diesem Nachmittag heftig zu schneien, sodass bereits die Fahrt mit der Straßenbahn zum Stadion eine erste Herausforderung darstellte. Im Stadion angekommen, sah man schließlich mit wieviel Schnee der erst unter der Woche neuverlegte Rasen, trotz einer auf Hochtouren laufenden Rasenheizung, bedeckt war, sodass erste Zweifel aufkamen, ob das Spiel überhaupt stattfinden würde.

"Es waren 120 Helfer mit Schneeschiebern am Werk. So etwas habe ich in meinem Leben noch nicht erlebt", berichtete Michael Müller. Und trotz des hohem Einsatzes sollte der Schnee auf dem Spielfeld nicht weniger werden. Im Stadion warteten die 45.100 Zuschauer im RheinEnergieSTADION, welches für 49.968 Besucher Platz bietet, auf das "OK" des Schiedsrichtergespannes. Dann war es soweit - mit einer halben Stunde Verspätung liefen die Mannschaften zur Hymne des 1. FC Köln ein. Unter großem Applaus des Publikums wurde das Spiel mit freigeräumten Sechzehnern, roten Linien und einem roten Ball angepfiffen.

Köln stand vor der Partie mit dem Rücken zur Wand. Die Rheinländer wollten endlich ein Erfolgserlebnis feiern, um ein Ausrufezeichen im Tabellenkeller zu setzen. Sie kamen mit den Platzbedindungen auch gleich besser zurecht. Lukas Klünter brachte den 1. FC Köln bereits nach acht Minuten mit 1:0 in Führung. Acht Zeigerumdrehungen später legte Sehrou Guirassy per Strafstoß das 2:0 nach. Nach einer guten halben Stunde fiel das 3:0 - ein Eigentor von Freiburg. "Die Kölner Zuschauer neben uns sind ausgerastet. Sie konnten nicht glauben, dass sie in diesem wichtigen Spiel schon mit 3:0 geführt haben", blickte Sergej Michelis auf die Szenen zurück, die sich im Stadion abgespielt haben. Sechs Minuten vor der Pause verkürzte Nils Petersen auf 3:1-Halbzeitstand.

"Es sah alles danach aus, als würde Köln wichtige Punkte im Abstiegskampf einfahren", war Müller zur Halbzeit noch überzeugt. Die Mannschaft von Gästetrainer Christian Streich ließ sich allerdings, auf dem mit der Zeit immer besser bespielbaren Platz, keine Hektik aufkommen und verkürzte in der 65. Spielminute durch Janik Haberer auf 3:2. Die Kölner Zuschauern sehnten gegen die immer stärker werdenden Freiburger den Schlusspfiff herbei. Nach einem Foulspiel bekam der SCF einen Strafstoß zugesprochen, welchen Nils Petersen in der 90. Spielminute zum 3:3-Ausgleich verwandelt hat. In der fünften Minute der Nachspielzeit folgte ein Handspiel von Kölns Sehrou Guirassy im eigenen Sechzehner, sodass es einen Handelfmeter für die Freiburger geben sollte. Nils Petersen legte sich erneut den Ball zurecht und versenkte die Kugel zum vielumjubelten 3:4-Endstand.

Während die Kölner am Boden lagen, starteten die Freiburger einen Jubellauf zum Gästeblock. Sie konnten es nicht fassen, dass sie diese Partie noch gedreht hatten. Logischerweise wurde Nils Petersen mit seinen drei Treffern zum Mann des Spiels. "Dieses Spiel werde ich nie vergessen. Das ist der Fußball, den wir Fußballfans so lieben", resümierte Michelis abschließend.

Foto: mm

Dienstag, 28. April 2020 11:01 Uhr

Boffzen/Trabzon (mm). Die Republik Türkei hat insgesamt 81 Provizen. Aus der Provinz mit der Nummer 61 stammt die Familie von Boffzens Außenverteidiger Erhan Erdogan, nämlich aus Trabzon! Selbstverständlich schlägt sein Fußballherz auch für den Fußballclub Trabzonspor, welcher derzeit in der ebenfalls wegen des Coronavirus unterbrochenen türkischen Süper Lig die Tabelle anführt. Mit dem neuesten Trikotsatz des Kreis Holzmindener Kreisligist FC 08 Boffzen konnte sich Erdogan auch einen Wunsch erfüllen. "Ich trage die 61 mit Stolz. Bei Trabzonspor ist diese Nummer heilig. Sie darf auch nur von Spielern aus dieser Provinz getragen werden", freut sich der Boffzer, dass er diese hohe Rückennummer bei seinem Heimatverein tragen darf.

Drei- bis viermal im Jahr besucht Erdogan, welcher selbst in Deutschland geboren ist, seine Familie in Trabzon und verbindet dies gerne mit Stadionbesuchen. Der Fußballclub wurde 1967 gegründet und konnte seitdem unter anderem sechs türkische Meisterschaften feiern. "Eigentlich sind es sieben Meisterschaften. Wir waren in der Saison 2010/2011 mit unserem gößten Rivalen Fenerbahçe Istanbul punktgleich, aber wir wurden in der Abschlusstabelle Zweiter. Fenerbahçe Istanbul stand jedoch im Verdacht von Spielmanipulationen. Die türkische Justiz hat sie dann auch in sechs Meisterschaftsspielen für schuldig befunden. Sie wurden von der UEFA für zwei Jahre für den Europacup gesperrt und wir durften in der Champions League spielen. Wir warten immernoch, dass uns der türkischen Fußballverband den Titel anerkennt", erinnert sich Erdogan an die Spielzeit 2010/2011.

Zunächst hat die Mannschaft von Trabzonspor im Hüseyin Avni Aker Stadion vor bis zu 25.000 Zuschauern gespielt. "Das Stadion war mitten in der Stadt. Ich hatte das Glück, die Stimmung bei Pokal- und Ligaspielen sowie in dem damaligen UEFA-Cup zu genießen", denkt Erdogan ans "alte Stadion" von Trabzonspor zurück, welches nach der Errichtung des neuen Stadions abgerissen wurde.

Aktuell spielt der türkische Tabellenführer, welcher mit Ugurcan Cakir, Abdulkadir Parmak und Abdulkadir Ömür drei aktuelle türkische Nationalspieler im Kader hat, in der Şenol Güneş Spor Kompleksi Medical Park Arena. Dieses Stadion wurde an der Schwarzmeerküste erbaut und kann bis zu 41.461 Zuschauer fassen. "Ich kann von meinem Balkon direkt auf das Stadion gucken", genießt Erdogan jedes Mal den Anblick. Sein letzter Stadionbesuch bei den Weinrot-Hellblauen war am 15. Februar 2019 gegen Sivasspor. Dieses Duell konnte sein Team mit 2:1 für sich entscheiden. Zugleich ließ er durchblicken, dass zu jedem Stadionbesuch, anders als in Deutschland, das Essen von Köfte Ekmek dazugehört.

"Trabzon ist eine typische Fußballstadt. Wenn die Mannschaft gewinnt, ist auf den Straßen viel los. Werden Spiele verloren, sind die Fans lustlos und man sieht nur wenige Menschen mit Trikots auf den Straßen", beschreibt Erdogan das Leben als Fan von Trabzonspor. Hierzu passt auch der #YANYANA, welcher auf deutsch "Gemeinsam" bedeutet und in Großbuchstaben vor dem Stadion steht. "Ich hoffe sehr, dass meine Mannschaft die Meisterschaft holt, aber auch in der Türkei ist fraglich, wie und ob die Saison zu Ende gespielt wird", so Erdogan abschließend.

Fotos: privat, mm

 

Dienstag, 21. April 2020 12:43 Uhr

Wien (mm). "Hauptsache Fußball" hieß das Motto, mit welchem Lennes Fußballfachwart Michael Keunecke, zu dem Zeitpunkt noch Keeper des TSV Lenne, am Samstag, den 19. April 2014 das Heimspiel vom FK Austria Wien gegen den Wolfsberger AC in der österreichen Bundesliga anging. Bei schönem Wetter fanden sich lediglich 6.450 Zuschauer in der Generali-Arena ein, welche 17.500 Besucher fassen kann.

Zur Hochzeit hatten Michael Keunecke und seine Frau Annika eine mehrtägige Reise in die österreichische Hauptstadt geschenkt bekommen. So gab der Fußballer das Spiel in der damaligen A-Liga bzw. Staatsliga als Ziel aus. "Das kleine Stadion hatte schon seinen Charme, allerdings kann man es überhaupt nicht mit deutschen Stadien im Profifußball vergleichen", blickte Keunecke auf die Generali-Arena zurück.

Zum Spiel: In der 29. Spielminute gingen die Gäste des Wolfsberger AC mit 0:1 in Führung. Diesen Spielstand glichen die Hausherren nach 51 Minuten zum 1:1-Endstand aus. "Fußball in Österreich ist wie Popcorn mit Salz, nicht so prall. Ich wollte im Stadion etwas gutes tun und habe Popcorn gekauft. Leider habe ich nicht gesehen, dass es mit Salz ist - das passte zum Spiel", schmunzelte Keunecke.

Fotos: Michael Keunecke

Überregional
Montag, 12. April 2021 11:30 Uhr
„Hildesheims Fußballer des Jahres“: Alfelds Goalgetter Fabian Carduck im Fokus
Samstag, 10. April 2021 19:28 Uhr

Wallensen (r). In der jetzt abgebrochenen Saison stand die junge Damenmannschaft des WTW Wallensen in der Kreisliga als Fünftplatzierte nicht schlecht dar. Die Mannschaft vom Trainerteam Sascha Brüggemann/Rene Olthoff wurde zu Saisonbeginn mit einigen jüngeren Spielerinnen aus dem Nachwuchs verstärkt und fand sich bis zum Saisonabbruch immer besser zurecht. Trotzdem machte sich vor allem bei den drei Saisonniederlagen immer wieder die fehlende Erfahrung bemerkbar.

Umso erfreuter war das Trainerteam nun, dass sich gleich vier neue und erfahrene Spielerinnen aus Duingen dem WTW angeschlossen haben. Mit Sabrina Sürig konnte dabei auch eine weitere Torhüterin begrüßt werden, die durch den Konkurrenzkampf um die Nummer eins sicherlich die Qualität im Kader erhöhen wird. Alternativ kann die 27-Jährige auch im Mittelfeld spielen, was auch die Breite des Kaders vergrößert. Eine Verstärkung der Abwehr versprechen sich die Trainer von der 23-jährigen Saskia Herbst, die in Abwehr und Mittelfeld Zuhause ist. Offensiv geprägt ist die 29-jährige Michelle Heuer, die in Mittelfeld und Sturm spielen kann. Komplettiert wird das Quartett durch die 28-jährige Nicole Michaelis, die meist im Sturm aufläuft.

„Wir Trainer freuen uns sehr, dass wir trotz der schwierigen Corona-Zeit jetzt weitere Spielerinnen für unsere Mannschaft begrüßen können. In der Vergangenheit haben wir schon zusammen trainiert, wo es innerhalb der Mannschaft auch sofort gepasst hat. Jetzt hoffen wir, dass es irgendwann wieder losgeht und die Vier noch besser in unsere Mannschaft und Spielideen integrieren können“, erklärt Brüggemann im Gespräch.

Fotos: Göke

Samstag, 13. März 2021 14:51 Uhr

Deutschland (mm). Während der Niedersachsische Fußballverband daran festhält, die Saison mit einer optionalen Saisonverlängerung bis zum 21. Juli zu Ende spielen und in jedem Fall werten zu wollen, haben zwei Fußball-Landesverbände bereits einen Schlussstrich hinter die Spielzeit 2020/2021 gezogen.

Hamburg: 91,4 % der Vereine des HFV für Beendigung des Meisterschaftsspielbetriebs

Der erste Landesverband, der seine Saison abgebrochen hat, ist der Hamburger Fußballverband. HFV-Präsident Dirk Fischer hatte zu einem außerordenlichen Verbandstag eingeladen. Dieser Einladung waren am 04. März 128 von 251 stimmberechtigten Vereinen gefolgt. Auf einer Videokonferenz mit den Vereinen am 22. Januar 2021 wurde durch die spielleitenden Ausschüsse des HFV erläutert, dass es nicht mehr möglich ist, im Bereich des HFV eine vollständige Hinrunde, die zu einer Wertung über Auf- und Abstieg hätte führen können, in allen Altersklassen der Mädchen, Junioren, Frauen und Herren, bis Ende Juni zu Ende zu bringen. Damals gab es ein deutliches Votum der Vereine, den Meisterschaftsspielbetrieb zu der Saison 2020/2021 zu beenden. 91,4 % der Vereine des HFV stimmten auch beim außerordentlichen Verbandstag für die Beendigung des Meisterschaftsspielbetrieb.

Zudem wird den Vereinen eine freiwillige Teilnahme an einem "Pflicht"-Freundschaftsspielbetrieb angeboten. Sobald klar ist, dass wieder Wettkampfspiele zulässig sind, wird den Vereinen mitgeteilt, bis wann sie dem HFV schriftlich mitteilen müssen, welche Mannschaften nicht an "Pflicht"-Freundschaftsspielen teilnehmen sollen. Alle anderen Mannschaften nehmen automatisch an dem Spielbetrieb teil.

Schleswig-Holstein: Derby-Cup statt Punktspielbetrieb

Das Präsidium des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes hat am 10. März in einer außerordentlichen Sitzung entschieden, den Punktspielbetrieb der Saison 2020/21 in allen Spiel- und Altersklassen einzustellen und stattdessen einen „Derby-Cup“ als alternativen Wettbewerb ins Leben zu rufen. Der Wettbewerb mit stark regionalem Anstrich soll auf freiwilliger Basis starten, wenn die Verfügungslage das wettkampfmäßige Aufeinandertreffen verschiedener Mannschaften erlaubt.

Die bisher ausgetragenen Punktspiele in allen Alters- und Spielklassen werden annulliert, Auf- und Absteiger wird es nicht geben. Die Spielklasseneinteilungen der Saison 2020/21 werden für die Spielzeit 2021/22 übernommen. Anfang Mai soll ein „Derby-Cup“ als Alternativ-Wettbewerb zum regulären Spielbetrieb im Herren-, Frauen- und Jugendbereich starten. Vereine können aber auch weiterhin individuelle Freundschaftsspiele verabreden.

Vereinsmannschaften, die sich für den Wettbewerb anmelden, werden in Sechser-Gruppen mit anderen Mannschaften aus dem Gebiet ihres politischen Kreises eingeteilt. Geplant sind einerseits Gruppen, die sich aus Mannschaften der Verbandsspielklassen (Oberliga, Landesliga, Verbandsliga und Kreisligisten, die sich freiwillig melden) zusammensetzen, sowie andererseits Gruppen mit Mannschaften aus den Kreisligen und Kreisklassen. In einer einfachen Runde werden die Gruppensieger ermittelt. Die Gruppensieger zweier einander zugeordneter Staffeln spielen den regionalen Derby-Sieger aus.

 

 

Dienstag, 26. Januar 2021 13:03 Uhr

Hamburg (red). Bereits am 12. Januar berichteten wir, dass der Hamburger Fußball-Verband in einem offenen Brief an seine Vereine herangetreten ist (hier). In diesem Brief nannte der Präsident Dirk Fischer den 13. Februar als Stichtermin zur Öffnung der Sportplätze, um die Meisterschaft und den Pokalwettbewerb über die Bühne zu bekommen. Da der Lockdown bis zum 14. Februar verlängert wurde, trat das Geschäftsführende Präsidium am 22. Januar mit seinen Vereinen in Form einer Videokonferenz in Kontakt.

An der Videokonferenz nahmen insgesamt 98 Vereine teil. In der Videokonferenz wurden verschiedene Alternativen, wie z.B. die Verlängerung der Saison bis ins Jahr 2022, besprochen. Hierbei wurde ein Meinungsbild der Vereine eingeholt, welches eine deutliche Sprache sprach. 76 Vereine stimmten dafür die Saison aufgrund der aktuellen Verfügungslage und dem engen Zeitplan abzubrechen, 17 Vereine stimmten dagegen. Auf- und Abstiege würden im Falle eines Saisonabbruches nicht stattfinden. Der Neustart des Spielbetriebs würde mit der Staffeleinteilung aus dem Sommer letzten Jahres erfolgen.

Falls der Trainings- und Spielbetrieb doch vor Ende Juni 2021 wieder möglich sein sollte, könnte ein organisierter Freundschaftsspielbetrieb (Arbeitsbegriff „Pflicht-Freundschaftsspiele“) auf freiwilliger Basis stattfinden. Das genaue Modell, die Rahmenbedingungen und Vorgaben werden allen Vereinen des HFV noch zur Verfügung gestellt. Der LOTTO-Pokal soll bei den Herren, Frauen und A-Junioren möglichst noch zu Ende gespielt werden soll, um auf sportlichem Weg Pokalsieger*innen zu ermitteln. Das weitere Vorgehen wird das HFV-Präsidium in seiner Sitzung am 4. Februar 2021 besprechen.

Dienstag, 12. Januar 2021 13:59 Uhr

Hamburg (red). Fast alle Fußball-Landesverbände haben sich im vergangenen Jahr dazu entschieden, die Saison 2019/2020 coronabedingt abzubrechen. Seit Beginn des Lockdowns ruht auf den deutschen Amateursportplätzen erneut der Ball, es finden keine Hallenturniere statt und keiner weiß, aufgrund des nicht abreißenden Infektionsgeschehens, wann wieder trainiert werden darf.

Droht der erneute Saisonabbruch? Der Hamburger-Fußballverband (HFV) hat sich nun durch ihren Vorsitzenden Dirk Fischer als erster Verband zu dieser Frage zu Wort gemeldet. Das HFV-Präsidium hat am 7. Januar 2021 getagt und die Rahmenbedingungen für eine Fortsetzung der Saison festgelegt.

Dies muss erfüllt werden!

  • Der Spielbetrieb muss spätestens am Wochenende des 27./28. Februar 2021 aufgenommen werden.
  • Den Mannschaften muss für dieses Startwochenende eine mindestens 14-tätige Trainingsmöglichkeit in Mannschaftsstärke ermöglicht werden.
  • Sollte eine Öffnung der Sport-Anlagen im Bereich des HFV ab dem 13. Februar 2021 stattfinden, könnte die Meisterschaft (einfache Hinrunde) und der Pokalwettbewerb (LOTTO- und Holsten-Pokal) durchgeführt werden.

Was passiert mit der Saison bei Abbruch?

  • Sollte der 13. Februar 2021 verstreichen, ohne Mannschaftstraining, wird die Saison 2021/2022 am 1. Juli 2021 mit dem Stand 1. Juli 2020 neu begonnen; dann gäbe es in der Saison 2020/2021 keine Meister sowie keine Auf- oder Abstiege.
  • Über eventuelle überregionale Auf- und ggf. Abstiege müsste gesondert entschieden werden. Es ist mit dem Deutschen Fußball Bund und dem Norddeutschen Fußball-Verband zu klären, ob und in welcher Form Auf- und Abstiege in überregionale Staffeln überhaupt stattfinden werden.
  • Sollte es Absteiger geben, werden diese in der höchsten Hamburger Staffel eingegliedert werden.

 

 

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