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Top 5 Nachrichten der Woche
Herren
Samstag, 06. Juni 2020 14:06 Uhr
Die Weichen sind gestellt: Neues Trainerduo beim SV06 Holzminden
Freitag, 05. Juni 2020 09:08 Uhr

Holzminden (mm). "Wir haben jetzt einen neuen Trainer für die zweiten Herrenmannschaft", überbrachte Holzmindens sportlicher Ali Chaabu die Nachricht der Redaktion. Der aktuelle Spielertrainer Nabil Hussein informierte den Verein frühzeitig, dass er die Aufgabe aus zeitlichen bzw. beruflichen Gründen nicht mehr schafft. Die Verantwortlichen des SV06 machten sich somit auf die Suche nach einem Ersatz und wurden auch in der Kreisstadt fündig: der ehemalige Kapitän der Eckhardt-Elf und frühere Trainer der Holzmindener Bezirksligaherrenmannschaft Ümüt Bayer übernimmt das Sagen an der Seitenlinie.

"Wir freuen uns sehr, dass Ümüt Bayer das Amt des Trainers der zweiten Herrenmannschaft übernimmt und nach jahrelanger Abstinenz wieder für den Verein aktiv ist. Er hat einen großen Erfahrungskoffer und ist ein guter Trainer. Die Jungs kennen, schätzen und respektieren ihn. Zudem kann er mit den jungen Spielern, die aus unserer A-Jugend hochkommen, gut umgehen und sie auf ein gutes Niveau bringen", zeigt sich Ali Chaabu über die Zusage von Ümüt Bayer hocherfreut.

"Wir vom SV06 Holzminden möchten uns bei Nabil bedanken. Er hat die Aufgabe mit viel Leidenschaft und Engagement ausgefüllt und die Jungs nach vorne gebracht. Wir haben immer oben mitgespielt und das wollen wir unter Ümüt auch so fortführen. Wir haben eine gute Lösung gefunden, denn Nabil wird Ümüt als Co-Trainer unterstützen und der Mannschaft auch weiter als Spieler zur Verfügung stehen", hofft Chaabu, dass Bayer und Hussein im Trainerteam genauso gut harmonieren wie vor einigen Jahren noch auf dem Spielfeld.

Collage: mm

Donnerstag, 04. Juni 2020 18:42 Uhr

Kirchbrak (r). Gute Nachrichten für den TSV Kirchbrak, Steffen Niemeyer ist auch in der kommenden Saison Trainer der 1. Herren Mannschaft. „Ich bin hier auf ein tolles Umfeld gestoßen und habe mich sofort wohlgefühlt. Ich bin davon überzeugt, dass unsere Mannschaft auf einem guten Weg ist und wir gemeinsam noch einiges bewegen können“, schildert Steffen Niemeyer. „Auch die konstruktive Zusammenarbeit mit der Spartenleitung und das hervorragende Umfeld in Kirchbrak sind für mich Gründe, mein Engagement hier gerne fortzusetzen“, ergänzt der Fußballlehrer.

„Wir freuen uns sehr über Steffens Zusage für die kommende Saison. Die Spartenleitung ist davon überzeugt, dass er genau der richtige Trainer für unsere Mannschaft ist und er die Mannschaft mit seiner vorbildlichen Art und seiner Erfahrung weiterentwickeln kann“, bringt Marco Hansmann als Spartenleiter Fußball ein.

„Ich freue mich aber auch darüber, dass alle weiteren Verantwortlichen für die kommende Saison zugesagt haben. Besonders freue ich mich über die Zusage von Peter Jütte, der uns in vielen Bereichen unterstützt“, schließt Hansmann ab.

Der TSV Kirchbrak steigt übrigens vorerst nicht wieder in den Trainingsbetrieb ein. Erst nach den Entscheidungen auf dem Verbandstag wird das weitere Vorgehen entschieden.

Foto. Archiv (2019)

Donnerstag, 04. Juni 2020 12:30 Uhr

Kreis Holzminden (mm). Dem FC Silberborn ist er tatsächlich gelungen - der Durchmarsch aus der sechsten in die vierte Liga. In der zweiten Saison stiegen die Silberborner als Zweiter in die 5. Liga und gingen als Liganeuling mit dem Ziel des Klassenerhalts in die Spielzeit, welche sie letztlich als Meister abschließen sollten. Im Relegationsspiel setzten sie sich durch und machten damit den Aufstieg perfekt.

Die dritte Spielzeit der Onlineliga ist beendet, sodass wir euch einen Überblick geben, wie die Mannschaften in der 5. Liga Niedersachsen 4 und in den beiden Holzmindener 6. Ligen (Holzminden 1 und 2) abgeschnitten haben.

5. Liga Bezirksliga (Niedersachsen 4): Aufstieg perfekt: FC Silberborn

In der dritten Spielzeit waren mit „FatherandSon“ aus Eschershausen, dem „FC Otton Freitowski“ aus Holzminden, dem „FC Silberborn“ aus Silberborn, dem „FC Laubenpieper“ aus Polle und "Werder Goemi“ fünf Mannschaften aus dem Kreis Holzminden in der 5. Liga Niedersachsen 4 (Bezirksliga) vertreten. Meister wurde der FC Silberborn, welcher durch den Sieg in der Relegation in die vierte Liga aufgestiegen. Der FC Laubenpieper stieg als Vorletzer in die sechste Liga ab, während die weiteren Mannschaften den Klassenerhalt in der fünften Liga schafften.

6. Liga Kreisliga Holzminden 1 : Silberborn 96 souveräner Meister

Bereits zur Winterpause zeichnete sich ab, dass der Meister zwischen dem "Silberborn 96“ aus Silberborn und dem Holzmindener Team „10kurzeund1pils“ ermittelt werden sollte. Den Sechs-Punkte-Vorsprung gaben die Silberborner nicht mehr aus der Hand. Auch in der Rückrunde wurde sich ein Punkt mehr als "10kurzeund1pils" erspielt, sodass in Silberborn die Meisterschaft gefeiert werden konnte. Als zweitplatzierte Mannschaft stieg "10kurzeund1pils" ebenfalls in die fünfte Liga auf.

Bei dem Zuschauerranking blieben die "SF Holzminden Altendorf" vorne. Jedes Heimspiel war mit 500 Zuschauern ausverkauft. „Silberborn 96“ besaß mit nur acht Gegentoren die beste Defensive der Liga, dafür hatten "10kurzeund1pils" mit 74 Saisontoren den besten Sturm der Liga.

Den besten Stürmer und zugleich besten Top-Scorer der Liga hatte "Silberborn 96" in seinen Reihen. "Mirko Tunjic" erzielte 20 Saisontore und konnte seinen Mitspielern auch 14 Treffer vorlegen. Insgesamt ging es bei acht gelb-roten Karten und sieben glatten Platzverweisen relativ fair auf den Plätzen zu.

6. Liga Kreisliga Holzminden 2: SCM Bodenwerder überholt den FC Fankurve auf der Zielgerade

Nach der Herbstmeisterschaft des Eschershäuser Team "Holzer Bolzer", sah es in der Rückrunde lange Zeit nach der Meisterschaft für den "FC Fankurve" aus. Zwei Spieltage vor Schluss wurde die Mannschaft von Michael Müller durch den "SCM Bodenwerder" überholt, welcher in der vergangenen Spielzeit als Drittplatzierter knapp den Aufstieg verpasst hatte und sich dieses Mal dank einer starken Rückrunde mit der Meisterschaft belohnen konnte. In dieser Liga stiegen neben Bodenwerder auch die beiden Eschershäuser Teams "Holzer Bolzer" und der "FC Fankurve" auf.

Bei dem Zuschauerranking hat sich nichts geändert. Die Mannschaft des "AS Rum 2017" aus Eschershausen konnte in jedem Heimspiel vor ausverkauftem Haus spielen und von 500 Zuschauern nach vorne gepeitscht werden. „TuS Oven“ aus Fürstenberg und der "SCM Bodenwerder" besaßen mit leidiglich 19 Gegentoren die beste Defensive der Liga, dafür hatte "LW Holenberg" mit 80 Saisontoren den besten Sturm der Liga.

Die Torjägerkanone holte "Bert Fietze" von "Holzer Bolzer" mit 19 Saisontoren. Mit sechs Torvorlage war der Angreifer zugleich auch beim Top-Scorer Ranking an der Spitze. Insgesamt ging es in dieser Liga bei elf gelb-roten Karten und zehn glatten Platzverweisen etwas härter zur Sache.

Ausblick

Der FC Silberborn ist die einzige Mannschaft aus dem Kreis Holzminden in der vierten Liga. In der laufenden Spielzeit gibt's erstmalig eine 5. Liga "Holzminden Hameln-Pyrmont. In dieser Liga befinden sich mit dem "FC Fankurve", "Holzer Bolzer", dem "SCM Bodenwerder", dem "FC Otton Freitowski", dem "VfR Deensen", "Werder-Goemi", "Silberborn 96", "fatherandson" und "10kurzeundeinpils" neun der insgesamt 18 Teams. Anstelle von zwei reinen Kreisligen Holzminden, wie im Vorjahr, gibt's in dieser Saison nur eine Kreisliga Holzminden (6.Liga). Die weiteren Teams befinden sich in gemischten Staffeln.

So einfach geht der Einstieg

Habt ihr auch Interesse, einen Vereinen in eurem Heimatort zu gründen und zu bestimmen, welche Spieler verpflichtet werden oder wie die Mannschaft trainieren soll? Dann steigt ein. Nach wenigen Klicks seid auch ihr Teil des kostenlosen Spiels. Den Einladungslink findet ihr hier.

Mittwoch, 03. Juni 2020 10:11 Uhr

Bodenwerder (mm). Für eine Überraschung konnte der SCM Bodenwerder sorgen! Vor guten zwei Jahren entschied sich Dario Winter nach der Auflösung des TSV Pegestorf noch gegen den SCM Bodenwerder - doch dies hat sich in den letzten Tagen geändert. "Aufgrund einer beruflichen Veränderung zieht Dario in den Kreis Holzminden. Dort sind wir für ihn die erste Adresse", freut sich Sven Meier vom SCM über die Verpflichtung von Dario Winter. Am gestrigen Dienstagnachmittag wurde Winter als zweiter Sommerneuzugang vom 1. Vorsitzenden Hans Werner „Menne“ Jahn, 2. Vorsitzenden Andrej Spötter, Spielertrainer Alessandro Startari und eben Sven Meier vorgestellt.

Dario Winter war zuletzt vom TSV Pegestorf zurück zum Bezirksligisten SSG Halvestorf-Herkendorf gewechselt. Beim SCM wird der Mittelfeldallrounder auf viele bekannte Gesichter aus seiner Zeit beim TSV Pegestorf treffen. Und auch mit dem weiteren Neuzugang und gleichzeitigem neuen Co-Trainer Sascha Maaß (wir berichteten) spielte Winter bereits in Halvestorf zusammen. "Ich möchte mich bei der SSG Halvestorf-Herkendorf für die schöne Zeit und gute Zusammenarbeit bedanken, ich habe gern für die SSG gespielt!", richtete Dario Winter Worte an seinen Ex-Verein.

"Ich habe richtig Lust wieder mit Alessandro Startari und Co. Fußball zu spielen. Ich bin reifer und bequemer geworden, sodass ich alles an einem Ort haben möchte - da ich bald mit meiner Lebensgefährtin nach Bodenwerder ziehe, trifft dies in wenigen Monaten auf Bodenwerder zu", freut sich Winter auf seine neue berufliche, private und sportliche Zukunft in der ländlich gelegenen Münchhausenstadt.

"Ich bin in Halvestorf als Abräumer auf der Sechs zu einem Kämpfer mit einer hohen Zweikampfquote geworden. Zuletzt war ich durch diesen Spielstil ziemlich torungefährlich, was ich in Bodenwerder gern ändern möchte. Ich bin ein typischer Box-to-Box-Spieler, sodass ich in Bodenwerder das Spiel aufbauen und meine Ideen mit einbringen möchte", hofft Winter zu einem der Denker und Lenker bei der Mannschaft von Alessandro Startari zu werden.

"Der Kontakt zu Dario ist eigentlich nie abgebrochen. Wir hatten im letzten halben Jahr wieder mehr Kontakt, sodass ich ihn auch gefragt habe, ob er Lust hat wieder unter meiner Regie zu spielen. Da er nach Bodenwerder zieht und es ihm bei mir immer Spaß gemacht hat, hat er schließlich zugesagt. Er ist ein super Fußballer, den ich im zentralen Bereich sehe", zeigte sich SCM-Spielertrainer Alessandro Startari über die Zusage von Dario Winter erfreut.

Foto: Karl-Heinz Teiwes

 

Dienstag, 02. Juni 2020 11:29 Uhr

Fürstenberg/Brakel (mm). Nach Wieland Stürnickel und Alpay Sirin steht der bereits dritte Abgang des Kreisligisten MTV Fürstenberg fest. Der Ergänzungsspieler Nico Brümmer kam in seinem ersten Herrenjahr auf drei Kurzeinsätze und stand beim letzten Ligaspiel, als der MTV nur mit neun Mann nach Holenberg angereist war, das erste Mal in einem Ligapiel 90 Minuten auf dem Platz. In diesem Sommer schließt sich Brümmer, welcher durchgängig für die JSG Boffzen/Fürstenberg bzw. den MTV Fürstenberg aktiv war, dem Bezirksligisten Spvg Brakel II an.

"Noch vor drei Wochen hat Nico Werner Müller bestätigt, dass er sich freut und in der neuen Saison richtig durchstarten will. Soviel zählt sein Wort! Er will jetzt den nächsten Schritt in seiner Karriere gehen", kommentierte MTV-Vorsitzender Achim Helm den Wechsel. Zugleich stößt Helm die Vorgehensweise der Bezirksligisten im Nachbarkreis auf: "Ich halte es für schlechten Stil, dass die Vereine wie B-W Weser und in diesem Fall Brakel Neuzugänge in der Öffentlichkeit bekannt geben, ohne mit dem abgebenden Verein Kontakt aufgenommen zu haben."

Ausverkauf beim MTV Fürstenberg? "Den drei Abgängen stehen aktuell vier Neuzugänge gegenüber. Wir werden unsere neuen Spieler erst präsentieren, wenn ich mit den bisherigen Vereinen gesprochen habe!", dementierte Helm.

Foto: mm

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Dienstag, 02. Juni 2020 09:53 Uhr

Wangelnstedt/Stadtoldendorf. Auf einem ca. 1.000 Quadratmeter großen Outdoorgelände in Wangelnstadt (Wulfesmühle 4) findet jeden Dienstag & Donnerstag von 18.30 - 19.30 Uhr ein „Outdoortraining“ statt. Gruppentraining ist nicht nur höchst effektiv, es macht auch eine Menge Spaß. Gemeinsam mit anderen Leidensgenossen für seine Ziele zu kämpfen, ist doch gleich viel angenehmer. Das Gruppentraining kann jeder, der Spaß an Bewegung hat und in Sportkleidung kommt, mitmachen.

Für Mitglieder des PuR Vital Stadtoldendorf ist das Outdoortraining kostenfrei! Das ERSTE Outdoor Training ist GRATIS! Kosten für Nichtmitglieder Einzelkarte 5,00€ / 10er Karte 30,00 €! KEINE Vertragsbindung/Mitgliedschaft erforderlich! Karten sind direkt vor Ort oder im PuR Vital Stadtoldendorf erhältlich.

Alles was ihr benötigt ist eine Matte, ein Handtuch und eine Flasche Wasser.

Let’s go - lasst uns gemeinsam schwitzen und an unserer Fitness arbeiten. Coach Kevin Foht freut sich auf die Trainingseinheit mit Euch!

 

Montag, 01. Juni 2020 11:13 Uhr

Holzminden (mm). Die Aufstiegssaison 2008/2009 ist vielen Holzmindenern noch in guter Erinnerung. Mit sage und schreibe 27 (!) Siegen, einem Unentschieden und zwei Niederlagen stieg die Mannschaft von Werner Eckhardt im zweiten Bezirksligajahr souverän in die Ladesliga auf. Einer der Garanten für den Erfolg war der mittlerweile 33-jährige Sebastian Bönig, welcher im Sommer 2008 von Eintracht Braunschweig II aus der Oberliga in die Bezirksliga gewechselt war. Der Sievershäuser steuerte neben 36 Saisontreffer auch viele Torvorlage bei. Treffsicherster Stürmer war Nabil Hussein mit 42 Saisontoren.

Nach dem Aufstieg in die Bezirksliga wurde die Saison 2007/2008 in der Bezirksliga Staffel III mit 51 Punkten auf dem achten Rang abgeschlossen. Zur Saison 2008/2009 hatte sich im Kader des SV06 Holzminden einiges getan. So sind Sebastian Bönig (Eintracht Braunschweig II) und Sven Bettermann (HSC Blau-Weiß Tündern) sowie Kai-Philipp Weindl und Daniel Obermann vom FC Eintracht Northeim zum Team von Werner Eckhardt gestoßen. Aus der eigenen Jugend waren Achmed El-Wayss und Mohamad Hussein zu Stammkräften herangewachsen.

Gespielt wurde in der Bezirksliga Staffel IV. Nach einem 2:2-Unentschieden gegen die SpVgg Bad Pyrmont zum Saisonstart, fand die Eckhardt-Elf immer besser in die Spur. Es folgten sechs Siege mit mindestens zwei Toren Unterschied. So wurde am fünften Spieltag auch das Derby gegen den TSV Kirchbrak auswärts mit 2:0 gewonnen. Ende September musste die Holzmindener Mannschaft die erste Niederlage akzeptieren. So verlor die Eckhardt-Elf am achten Spieltag zu Hause gegen den FC Stadthagen mit 0:1. Nach sechs weiteren Siegen u.a. ein 5:0-Sieg gegen den SV Degersen und ein 10:0-Sieg gegen den TSV Klein-Berkel sollte es zum Highlightspiel gegen SSG Halvestorf-Herkendorf kommen.

Highlightspiel gegen Halvestorf (16.11.2008)

Am 16. November 2008 fanden sich im Holzmindener Liebigstadion 400 Zuschauer, darunter 60 Schlachtenbummler aus Halvestorf ein. Der SV06 Holzminden besaß vor dem Spiel bereits fünf Punkte Vorsprung auf die Halvestorfer, welche sich als ärgste Verfolger auf dem zweiten Tabellenplatz befanden. Nach einer torlosen ersten Halbzeit, sollte sich eine zweite Halbzeit anschließen, in welcher sich die Höhepunkte nur so überschlagen haben!

In der 51. Minute sah Holzmindens Kai-Philipp Weindl nach einem Foul an Soner Aslan die rote Karte. Aslan sollte nur zwei Zeigerumdrehungen später erneut im Mittelpunkt des Geschehens stehen. Der Halvestorfer traf zum 0:1. In der 63. Spielminute erwies Mohamad Hussein seiner bereits in Unterzahl spielenden Mannschaft einen Bärendienst. Hussein holte sich seine zweite gelbe Karte ab und wurde somit ebenfalls des Platzes verwiesen.

Bei doppelter Überzahl hatten die Halvestorfer eigentlich alle Trümpfe in der Hand, doch die SSG tat viel zu wenig. Dies wurde durch die Eckhardt-Elf bitter bestraft. Christoph Götzel traf in der 68. Spielminute zum 1:1. Nach einem Foulspiel von SSG-Keeper Fabian Moniac bekamen die Kreisstädter einen Strafstoß zugesprochen, welchen Sebastian Bönig zum 2:1 verwandelte. Mit neun Mann wollte Holzminden dieses Ergebnis über die Zeit bringen, doch dann war es Halvestorfs Tobias Kasper, der in der 90. Minute zum 2:2 treffen sollte. Als alle mit dem Schlusspfiff rechneten, war es schließlich Jan Eckhardt, der den 3:2-Siegtreffer für die Heimelf markieren sollte. Der SSG-Torschütze des 2:2 konnte es nicht fassen und schlug den Ball weg. Da Kasper bereits mit der gelben Karte verwarnt war, wurde auch mit der gelb-roten Karte des Spielfeldes verwiesen. Somit baute die Mannschaft von Werner Eckhardt den Vorsprung auf acht Punkte aus.

Souveräne Rückrunde

In der Rückserie ließen die Holzmindener nichts mehr anbrennen. Neben des 4:1-Derbysieges gegen den TSV Kirchbrak gelang die Revanche gegen den FC Stadhagen. Auswärts holten die Holzmindener einen 4:1-Sieg. Die zweite Niederlage der Saison 2008/2009 gab es gegen den TSV Barsinghausen. Nach dem 2:1-Heimsieg im Hinspiel, ging es im Rückspiel genauso eng zu. Nach 90 Minuten hatten sich die Barsinghäuser mit 3:2 durchgesetzt. Nach zwei deutlichen Siegen gegen den SV Degersen (6:1) und den TSV Klein-Berkel (6:0) wollte man trotz der bereits feststehenden Meisterschaft auch das Rückspiel gegen die SSG Halvestorf für sich entscheiden, was mit einem 4:3-Sieg auch gelang.

Endtabelle

1. SV06 Holzminden 116:24 Tore 82 Punkte

2. SSG Halvestorf-Herkendorf 111:29 Tore 66 Punkte

3. TSV Barsinghausen 87:39 Tore 62 Punkte

4. SV Gehrden 73:53 Tore 51 Punkte

5. SpVgg Bad Pyrmont 66:39 Tore 50 Punkte

6. FC Stadthagen 65:48 Tore 50 Punkte

7. TV Jahn Leveste 52:51 Tore 46 Punkte

8. VfR Evesen 49:48 Tore 42 Punkte

9. Union Stadthagen 61:66 Tore 41 Punkte

10. TSV Kirchbrak 66:60 Tore 39 Punkte

11. FC Springe 59:69 Tore 36 Punkte

12. TuS Niedernwöhren 47:63 Tore 34 Punkte

13. SC Rinteln 25:48 Tore 30 Punkte                  

14. TSV Klein Berkel 42:95 Tore 21 Punkte

15. SV Degersen 31:113 Tore 19 Punkte

16. SPVGG Preussen Hameln 07 II 38:143 Tore 13 Punkte

Fotos: SV06 Holzminden

Montag, 01. Juni 2020 10:53 Uhr

Fürstenberg (r). Wie für viele Veranstaltungen in diesem Jahr ist "Corona" auch dafür verantwortlich, dass der MTV Fürstenberg das beliebte Blitzturnier um den "Allersheimer-Sommer-Cup", welches an zwei Wochenenden im Juli geplant war, absagen muss. Die Verantwortlichen sind aber optimistisch, dass das Turnier im Juli 2021 eine Neuauflage erfährt. Vorgesehene Spieltage sind dann: Freitag und Samstag, 16. und 17. Juli sowie Freitag und Samstag, 23. und 24. Juli.

Foto: MTV Fürstenberg

Frauen
Montag, 25. Mai 2020 17:57 Uhr
Saisonabbruch in der 2. Frauen-Bundesliga: Vizemeisterschaft für Natasha Kowalski
Freitag, 01. Mai 2020 11:34 Uhr

Wickensen/Eschershausen/Kemnade/Ottbergen (mm). Neben Natasha Kowalski und Luisa Oerke gibt's auch weitere Spielerinnen aus dem Landkreis Holzminden, die höherklassigen Damenfußball spielen. Gerade bei Pia Wiedenbruch, die in der Jugend des MTSV Eschershausen mit dem Fußball angefangen hat, wird deutlich, wie steinig der Weg für Fußballerinnen im ländlichen Raum sein kann.

Die 21-Jährige aus Wickensen spielt derzeit in der Landesliga Damenmannschaft vom SV Ottbergen-Bruchhausen. Wir haben die Coronapause genutzt und uns mit ihr über ihre bisherige Laufbahn unterhalten.

Redaktion: "Hallo Pia, wo hast du nach deiner Jugendzeit beim MTSV Eschershausen gespielt?"

Pia: "Ich habe bereits parallel zu den letzten Jahren bei den Jungs bei den B-Mädchen in Kemnade mitgespielt. Durch die Spielgemeinschaft Kemnade/Eschershausen im Damenbereich durfte ich auch dort schon früh mittrainieren. Im Grunde habe ich dort viel länger gespielt bzw. mittrainiert. Leider haben wir damals keine Sondergenehmigung bekommen, sodass keine Chance bestand früher am Pflichtspielbetrieb teilzunehmen."

Redaktion: "Wie ging es für dich weiter, als sich die B-Mädchen von Kemnade mangels Spieler aufgelöst haben?"

Pia: "Ich habe eine Zeit lang nur bei den Damen trainiert, ehe ich dann über ein Zweitspielrecht bei den Holzmindener B-Mädels mitkicken durfte. Da es sich aber um den älteren Jahrgang handelte und es nicht genug Nachwuchs gab, musste sich auch diese Mannschaft wieder auflösen. Immer noch nicht alt genug, um bei den Damen spielen zu können, sammelte ich über ein weiteres Zweitspielrecht bei den B-Mädels aus Bevern Spielpraxis, bis ich endlich 16 Jahre alt wurde. Das Vergnügen mit meiner Herzensmannschaft, der SG Kemnade/Eschershausen, zu spielen war dann kürzer als gedacht, da sich nach nur einer Saison die Möglichkeit ergab, nach Ottbergen in die Westfalenliga zu wechseln."

Redaktion: "Hättest du jemals gedacht, dass du einmal in der Westfalenliga Damen spielen wirst? War das dein Ziel?"

Pia: "Ich habe darüber nicht nachgedacht - mir war es seitdem ich nicht mehr bei den Jungs spielen konnte, nur wichtig endlich bei den Damen mitspielen zu dürfen. Das körperliche Spiel liegt mir glaube ich mehr. Als die Chance bestand in die Westfalenliga zu wechseln, hat das natürlich meinen Ehrgeiz geweckt, leider sind wir nach nur einer Saison unglücklich wieder abgestiegen. Daher würde ich gerne wieder mit Ottbergen dort spielen."

Redaktion: "Welche Erfolge konntest du bisher mit dem SV Ottbergen-Bruchhausen erzielen?"

Pia: "Zu Beginn habe ich auch bei den Ottberger B-Mädels ausgeholfen. Wir konnten Hallenkreismeister, sogar Hallenwestfalenmeister und Pokalsieger werden. Mit den Damen haben wir ebenfalls schon die Titel des Hallenkreismeisters und Pokalsiegers mit nach Hause nehmen können. Eine Meisterschaft in der Liga fehlt mir allerdings noch."

Redaktion: "Wie zufrieden bist du mit deiner Saison?"

Pia: "Ich glaube es geht immer besser. Da ich aktuell eher auf der Sechserposition spiele, liegt das Augenmerk zwar nicht mehr so primär auf dem Erzielen von Toren, aber der Spaß daran besteht natürlich trotzdem. Allerdings bin ich ziemlich zufrieden, dass ich trotz Meniskusschaden in dieser Saison relativ schnell wieder auf dem Spielfeld stehen konnte. Jetzt wünscht man sich natürlich nichts mehr, als endlich wieder loslegen zu dürfen."

Redaktion: "Wie hälst du dich in der Coronapause fit?"

Pia: "Ich habe tatsächlich gefallen am joggen gefunden, obwohl ich mich vorher das ein oder andere Mal überwinden musste, ohne Ball am Fuß, länger als eine Sportplatzrunde zu laufen. Zudem fahre ich Fahrrad und mache ein paar Homeworkouts, die eine Mitspielerin entwickelt hat und uns zur Verfügung stellt. Ich versuche das Training möglichst abwechslungsreich zu gestalten. Unserem Hund gefällt das Training Zuhause sehr und sie macht auch fleißig mit."

Redaktion: "Was möchtest du im Damenfußball noch erreichen?"

Pia: "Wie schon erwähnt fehlt mir ja noch ein Meisterschaftstitel, den möchte ich natürlich in Zukunft noch feiern dürfen."

Redaktion: "Wir wünschen dir viel Erfolg dabei!"

Foto: privat

Mittwoch, 04. März 2020 17:07 Uhr

Hildesheim (mm). Nicht nur die B-Juniorenmannschaft der JSG Forstbachtal hat in dieser Hallensensation in einem Nachbarkreis für Furore gesorgt - auch die C-Juniorinnen, die im Ligabetrieb im Kreis Hildesheim spielen, konnten mit starken Leistungen auf sich aufmerksam machen. Mit zwei Teams trat Coach Jörg Schmidt bei der C-Juniorinnen HKM an, bei welcher insgesamt sieben Mannschaften antraten. Verteilt auf drei Turniertage spielte jede Mannschaft insgesamt dreimal gegeneinander, sodass jede Mannschaft auf 18 Spiele kam.

Der VfV Borussia Hildesheim war verteilt auf alle drei Turniertage die stärkste Mannschaft. Die Domstädter ließen nicht einen Punkt liegen und wurden mit 54 Punkten souveräner Hallenkreismeister. Die erste Mannschaft der JSG Forstbachtal konnte von den 54 möglichen Punkten insgesamt 39 Zähler mitnehmen und sich damit die Vize-Hallenkreismeisterschaft sichern. Die zweite Mannschaft landete zwar auf dem letzten Rang, war aber aufgrund ihres jungen Alters auch sehr gut dabei. So haben sie es sogar fast geschafft, dem HKM-Sieger VfV Hildesheim ein Unentschieden abzuringen. Auch sie konnten erhobenen Hauptes die Heimreise antreten.

Tabelle

1. VfV Borussia Hildesheim 56:5 Tore 54 Punkte

2. JSG Forstbachtal 29:13 Tore 39 Punkte

3. SV BW Neuhof 23:20 Tore 25 Punkte

4. PSV GW Hildesheim 14:15 Tore 23 Punkte

5. SSV Elze 13:28 Tore 16 Punkte

6. SV RW Wohldenberg 6:43 Tore 15 Punkte

7. JSG Forstbachtal 9:26 Tore 5 Punkte

Foto: JSG Forstbachtal

 

Dienstag, 03. März 2020 06:08 Uhr

Dohnsen/Wolfsburg (mm). DFB-Trainerin Friederike Kromp hat für das EM-Qualifikationsturnier den 20-köpfigen Kader der deutschen U17-Juniorinnen Nationalmannschaft nominiert. Mit dabei sein wird, die in Dohnsen aufgewachsene und mittlerweile in Wolfsburg wohnhafte Natasha Kowalski. Nach dem Sieg der Europameisterschaft (hier) und der erneuten deutschen Meisterschaft bei den U17-Juniorinnen (hier) ist die Stürmerin aus dem Weserbergland in die zweite Damenmannschaft des VfL Wolfsburg gewechselt, wo sie bei zehn Einsätzen in der zweiten Bundesliga bisher auf vier Treffer gekommen ist.

Natürlich möchte Natasha Kowalski und ihr Team auch bei der Europameisterschaft dabei sein. Hierzu muss die deutsche Elf beim Qualiturnier, welches vom 14. bis 20. März in den Niederlanden stattfinden wird, die Mannschaften von Kroatien, Schottland und den Niederlanden hinter sich lassen, denn nur der Erstplatzierte dieser Gruppe wird vom 09. - 22. Mai in Schweden dabei sein. Dort wird es dann auch um die drei europäischen Startplätze für die U 17-WM 2020 in Indien (02. bis 21. November 2020) gehen.

Spiele der deutschen Nationalmannschaft

1. Spiel: Samstag, den 14. März Deutschland gegen Kroatien, Anstoß um 12 Uhr im Sportpark Parkzicht, Uden

2. Spiel: Dienstag, den 17. März Deutschland gegen Schottland, Anstoß um 15 Uhr im Sportpark De Wieen, Venray

3. Spiel: Freitag, den 20. März Deutschland gegen Niederlande, Anstoß um 19 Uhr im Sportpark Parkzicht, Uden

Foto: mm

Mittwoch, 05. Februar 2020 06:31 Uhr

Lippoldsberg (r). Am vergangenen Sonntag traten die FC Boffzen - Damen beim Weserbergland Cup der FSG Weser/Verna an. Das Turnier wurde im Modus "Jeder gegen Jeden" ausgespielt, sodass jedes Ergebnis zählte.

Denkbar schlecht startete man ins Turnier, in dem man sich mit 0:1 dem DSC Dransfeld geschlagen geben musste. Im Spiel gegen den Ligakonkurrenten SG Ottbergen II /Derental trennte man sich 0:0. Gegen den MF Göttingen II konnte man sich durch ein Tor von Nadine Griebelbauer mit 1:0 durchsetzen. Gegen die SG Lindenberg/Adelebsen wurde erneut ein knapper 1:0 Sieg durch einen Treffer von Laura Neils eingefahren. Dem MTV Markoldendorf musste man sich knapp mit 0:1 geschlagen geben. Gegen den VfB Uslar traf Stefanie Vogt zum 1:0 und sicherte den knappen Sieg. Das letzte Spiel gegen den Gastgeber aus Weser/Verna gewann Boffzen durch einen Treffer von Laura Neils mit 1:0.

Am Ende platzierte man sich mit 13 Punkten auf dem zweiten Tabellenrang, einen Punkt hinter dem Sieger DSC Dransfeld.

Foto: FC 08 Boffzen

Dienstag, 28. Januar 2020 17:58 Uhr

Duingen (mm). Eine weitere Erfahrung haben die Dielmisser Damen am vergangenen Samstagvormittag beim Hallenturnier des DSC Duingen sammeln können. In den drei Gruppenspielen wurde deutlich, dass die Mannschaft um Carmen Severin auch dieses Mal Lehrgeld bezahlen sollte. Immerhin konnte der VfL mit einem Unentschieden gegen DSC Duingen für einen Achtungserfolg sorgen.

In der Gruppe A standen sich der TSC Sack, der SV Friesen Langenholzen, der Gastgeber DSC Duingen und mit dem VfL Dielmissen die einzige Mannschaft aus dem Kreis Holzminden gegenüber. Somit bekam es der VfL mit drei Teams aus der Hildesheimer Kreisliga zutun, die in der Freiluftsaison in zwei verschiedenen Staffeln aufgeteilt sind. Im Eröffnungsspiel bekam es der VfL Dielmissen auch gleich mit dem Titelverteidiger, dem TSC Sack zutun. Der TSC war in diesem Duell auch gleich das bessere Team und fuhr einen verdienten 2:0-Sieg ein.

Im zweiten Gruppenspiel ging es gegen die Damenmannschaft des DSC Duingen, welche in ihrem ersten Gruppenspiel mit 0:6 gegen den SV Friesen Langenholzen unter die Räder geraten war. Es wurde somit ein Duell auf Augenhöhe erwartet. Der VfL konnte eine verbesserte Leistung auf das Hallenparkett bringen und vereinzelt auch eigene Torchancen kreieren. Die Partie endete mit einem torlosen Unentschieden, über welches sich die Damen von der Ithbörde freuen durften.

Im Anschluss folgte das Spitzenspiel der Gruppe A. In einem Nachbarschaftsduell standen sich der TSC Sack und der SV Friesen Langenholzen gegenüber. Die Friesen gingen mit 1:0 in Führung. Diesen Spielstand glich Sack schließlich zum 1:1-Endstand aus, sodass für beide Teams klar war, dass man im jeweiligen letzten Gruppenspiel noch etwas für das Torverhältnis tun sollte, da sich nur der Erstplatzierte direkt für die Halbfinalspiele qualifzieren würde.

Den Anfang machte der TSC Sack. Dieser konnte den DSC Duingen lediglich mit 1:0 besiegen. Somit benötigte Langenholzen gegen den VfL Dielmissen nurnoch einen Sieg, um den Halbfinaleinzug perfekt zu machen. Dieser war gegen die überforderte Mannschaft aus Dielmissen nur Formsache. Viel zu einfach wurde es der Mannschaft aus Langenholzen gemacht, welche nach der regulären Spielstand einen 8:0-Sieg feiern durfte. Der TSC Sack hatte mit sieben Zählern gute Chancen als beste zweitplatzierte Mannschaft ins Halbfinale einzuziehen. Der VfV Hildesheim konnte in der Gruppe B auf dieselbe Punktzahl und haargenau dasselbe Torverhältnis kommen. Der weitere Halbfinalist wurde demzufolge im Neunmeterschießen gesucht. Hier bewiesen die Domstädter die besseren Nerven, sodass der Titelverteidiger aus Sack ausgeschieden war.

Tabelle:

1. SV Friesen Langenholzen 15:1 Tore 7 Punkte

2. TSC Sack 4:1 Tore 7 Punkte

3. DSC Duingen 0:7 Tore 1 Punkt

4. VfL Dielmissen 0:10 Tore 1 Punkt

Neben dem SV Friesen Langenholzen und dem VfV Hildesheim qualifzierten sich der TuS GW Himmelsthür (Gruppensieger der Gruppe C) und der PSV GW Hildesheim (Gruppensieger der Gruppe B) für die Halbfinalspiele. Im ersten Halbfinale zeigte der TuS GW Himmelsthür dem SV Friesen Langenholzen deutlich die Grenzen auf und setzte sich mit 3:0 durch. Auch der VfV Hildesheim hatte gegen den PSV GW Hildesheim das Nachsehen. So endete Partie mit einem Spielstand von 2:0 für die Grün-Weißen.

Im Neunmeterschießen wurde der dritte Platz ausgeschossen. Auch bei diesem Neunmeterschießen konnte sich der VfV Hildesheim auf ihre Schützinnen und die Torfrau verlassen. Mit 3:2 wurde der SV Friesen Langenholten besiegt, welcher sich mit dem vierten Turnierplatz anfreunden musste. Wer mit einem engen Endspiel zwischen dem TuS GW Himmelsthür und dem PSV GW Hildesheim gerechnet hatte, der wurde getäuscht. Der PSV GW Hildesheim siegte deutlich mit 3:0 und nahm bei der anschließenden Siegerehrung den Siegerpokal entgegen.

Fotos: mm

 

 

Donnerstag, 23. Januar 2020 06:29 Uhr

Duingen (mm). Am Samstagvormittag, den 25. Janaur wird erneut das "1-Tages-Turnier" für Damenmannschaften des DSC Duingen stattfinden. In diesem Jahr ist das Teilnehmerfeld von acht auf 12 Teams angewachsen. Mit dabei sein wird auch die im Sommer neugegründete Damenmannschaft des VfL Dielmissen. Als Titelverteidiger gehen die Damen des TSC Sack an den Start.

Die drei Vierergruppen setzen sich wie folgt zusammen:

Gruppe A: TSC Sack, VfL Dielmissen, SV Friesen Langenholzen und DSC Duingen

Gruppe B: PSV GW Hildesheim, VFV Hildesheim, SSV Förste, VfB Oedelum

Gruppe C: WTW Wallensen, TuS GW Himmelsthür, JFC Kaspel, MTV Banteln

Ab 10 Uhr wird die Vorrunde stattfinden. Neben den jeweiligen Gruppenersten zieht der beste Gruppenzweite ins Halbfinale ein. Das erste Halbfinale wird gegen 13.46 Uhr erwartet. Das Endspiel ist für 14.38 Uhr geplant.

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Rede und Antwort
Dienstag, 05. Mai 2020 11:44 Uhr
Tristan Schmidt aus Golmbach: "Die Zeit bei Hannover 96 war überragend"
Donnerstag, 19. März 2020 12:44 Uhr

Boffzen (mm). FC 08 Boffzen, eine Herzensangelegenheit - so heißt es auf der offiziellen Facebookseite des Kreisligisten. Für Marvin und Calvin Böker ist dies nicht nur ein Spruch, sondern die Realität. Seit Kindertagen spielen die Brüder in den blau-gelben Farben. Im Gespräch mit der Redaktion stellen die beiden Kicker klar, warum es für sie nur den FCB gibt. Zudem blicken sie zurück, wie sie sich in ihren Kindertagen untereinander unterstützt haben.

Redaktion: "Warum habt ihr den FC 08 Boffzen bisher nie verlassen?"

Marvin: "Das liegt hauptsächlich daran, dass unser Vater nur für Boffzen gespielt hat und hier auch Trainer war. Wir beide haben hier angefangen und er hat uns immer unterstützt."

Calvin: "Er hat immer gesagt, dass wir entweder in Boffzen oder ganz weit weg von Boffzen spielen sollten. Aber wir hatten uns ohnehin geschworen eines Tages, wie die Gebrüder, René und Marec Wenzel, zusammen in der ersten Mannschaft zu spielen, sodass für mich, trotz ein paar Angeboten aus dem Höxteraner Raum, ein Wechsel kein Thema war. Umso schöner war es dann natürlich, gemeinsam mit den Wenzel's auf dem Platz gestanden zu haben."

Redaktion: "Wie verlief eure Jugendzeit? Welche Erfolge konntet ihr feiern?"

Marvin: "Ich wurde als Innenverteidiger ausgebildet und habe in meiner Jugendzeit jeweils einmal die Hallenkreismeisterschaft und den Kreispokal gewonnen. In der B-Jugend haben wir den Klassenerhalt in der Bezirksliga geschafft. In der A-Jugend sind wir sogar überraschend aus der Bezirks- in die Landesliga aufgestiegen."

Calvin: "Ich habe ebenfalls als Verteidiger angefangen und bin dann erst später zum defensiven Mittelfeldspieler geworden. Ich habe in der D-Jugend zweimal die Hallenkreismeisterschaft gewonnen. Der größte Erfolg war aber, dass wir in der C-Jugend Bezirksliga Dritter geworden sind."

Redaktion: "Wie würdet ihr eure Bruderbeziehung bezeichnen? Habt ihr euch viel unterstützt?"

Marvin: "Wir waren immer füreinander da und haben uns gegenseitig bei den jeweiligen Spielen zugeguckt. Wir haben früher auch viel gebolzt und hatten nie Probleme."

Calvin: "Genau. Wir spielen ja auch auf verschiedenen Positionen, sodass es da derzeit auch kein Konfliktpotential gibt. Für uns ist Fußball die Nummer eins. Wir unterhalten uns generell viel über Fußball und diskutieren auch nach unseren Spielen noch viel aus."

Redaktion: "Marvin, du warst auch schon zur ersten Amtszeit von Andrej Weibert aktiv. War es schwierig sich in die Mannschaft zu spielen?"

Marvin: "Nach dem Abstieg aus der A-Jugend Landesliga bin ich in den Kader der ersten Mannschaft gekommen. Ich habe beim Training unter Trainer Andrej Weibert alles gegeben. Er kam auch auf die Idee, mich zum Außenspieler umzuschulen. Da es zu dem Zeitpunkt sehr viele, gestandene Offensivspieler im Kader gab, war es für mich nicht ganz so einfach auf Einsatzzeiten zu kommen. Es lief aber von Anfang an familiär ab, sodass ich dankbar für jede Minute war."

Redaktion: "Du hast Andrej Weibert bereits erwähnt. Wie war er als Trainer?"

Marvin: "Er war ein sehr ehrgeiziger Trainer. Er hat immer versucht alles aus seinen Spieler rauszuholen. Ihm verdanke ich, dass ich in die erste Mannschaft gekommen bin. Er hatte auch privat immer ein offenes Ohr, aber wenn es um Fußball ging hat er absolute Ernsthaftigkeit erwartet."

Redaktion: "Welche Erfolge habt ihr im Herrenbereich eingefahren?"

Marvin: "Ich bin einmal Meister geworden und zweimal über die Relegation in den Bezirk aufgestiegen. In dem Meisterjahr konnten wir auch den Kreispokal in Bevern gewonnen. Das Highlight war aber der Kreispokalgewinn in Kirchbrak."

Calvin: "Da kann ich Marvin nur zustimmen. Das war auch bisher der einzige Titel, den ich mit dem FC 08 Boffzen geholt habe. Nach dem Spiel haben wir uns unseren Vater geschnappt und mit ihm und den Pokal ein Foto für die Ewigkeit gemacht."

Redaktion: "Marvin, du hast auch gemeinsam mit dem Ex-Profi Fatmir Vata auf dem Platz gestanden. Was war das für ein Gefühl?"

Marvin: "Es war einfach ein komplett anderes Gefühl. Er ist ein herzlicher Mensch, der jeden in der Mannschaft aufgebaut und mit Tipps geholfen hat. Es hat einfach Spaß gemacht, mit ihm zusammengespielt zu haben. Bei seinen Zuspielen hat er beispielsweise sehr viele Räume gesehen, die ein normaler Kreisligaspieler nicht gesehen hat. Das war schon einen andere Hausnummer."

Redaktion: "In der letzten Saison ging es für euch gegen den Abstieg. Wieso lief die Saison nicht so wie ihr euch das vorgestellt hattet?"

Calvin: "In der letzten Saison war der Wurm drin. Wir haben einfach viele Spiele knapp mit einem Tor Unterschied verloren. Das war extrem enttäuschend und dementsprechend hat die Stimmung im Team auch stark geschwankt."

Redaktion: "Wie zufrieden seid ihr mit der Hinrunde? Welches Ziel für die Rückrunde habt ihr, sofern es weitergehen sollte?"

Marvin: "Mit der Hinrunde sind wir sehr zufrieden. Nach einem kleinen Hänger mit dem Unentschieden gegen Rühle und dem Pokal-Aus gegen Deensen haben wir fünf-sechs Spiele recht gut gespielt und auch gut gepunktet. In den letzten Spielen war bei den tiefen Platzverhältnissen einfach die Kraft raus."

Calvin: "Die Hinrunde lief richtig gut. Insbesondere haben wir zu Hause gezeigt, dass wir auch noch Heimsiege feiern können. Unser Ziel sollte es sein unter den TOP 5 zu landen."

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Samstag, 29. Februar 2020 10:52 Uhr

Holzminden/Gütersloh (mm). Von Holzminden in die B-Juniorinnen Bundesliga - diesen Weg ist mit Luisa Oerke nach der U17-Nationalspielerin Natasha Kowalski bereits die zweite Spielerin des SV06 Holzminden gegangen. Seit Sommer kickt Oerke für den FSV Gütersloh, der aktuell Zweiter in der B-Juniorinnen Bundesliga West/Südwest ist. Mit einem Zweitspielrecht läuft sie ab und zu auch bei der Landesliga B-Juniorenmannschaft von Sören Eilers auf. Gemeinsam mit der Redaktion blickt Luisa Oerke auf ihre bisherige Laufbahn und die anstehende Rückrunde.

Redaktion: "Luisa, wo hast du wann angefangen? War das deine letzte Station vor deinem Wechsel nach Holzminden?"

Luisa: "Ich habe in der G-Jugend bei der JSG Forstbachtal angefangen, Fußball zu spielen. Dort habe ich dann bis zu meinem Wechsel nach Holzminden auch unter Achim Rauls als Trainer gespielt."

Redaktion. "In welchen Auswahlmannschaften hast du gespielt?"

Luisa: "Ich habe angefangen, von der E- bis zur D-Jugend in der Kreisauswahl bei den Jungen zu spielen. Dann habe ich auch in Hameln beim Stützpunkt der Jungs gespielt. Bei den Mädchen ging’s in der U12 mit einem Sichtungsturnier für den Stützpunkt Hannover in Lauenau los. Dort habe ich eine Sichtung bekommen und war dann ein paar mal beim Training in Barsinghausen, bevor ich dann direkt im Stützpunktkader des Sichtungsturniers für die U12- Niedersachsenauswahl war. Auch dort hab ich’s geschafft, was für mich damals total überraschend kam. Ich meine, ich hatte es quasi innerhalb von ein bis zwei Monaten von Kreis- bis Niedersachsenauswahl geschafft."

Redaktion: "Das klingt in der Tat sehr rasant. Was hast du dort erlebt?"

Luisa: "Dann gingen eben meine fünf Jahre beim NFV mit vielen Lehrgängen und Turnieren los. Für die Zeit dort und alles was ich erleben durfte, bin ich extrem dankbar und auch für die Leute, die man dort kennengelernt hat, die mit einem seine Leidenschaft teilen."

Redaktion: "Hast du auch mal eine Einladung zur Nationalmannschaft bekommen?"

Luisa: "Im Sommer 2018 hatte ich, nach dem Länderpokal im Frühjahr mit der U16, eine Einladung zur Nationalmannschaft bekommen, wo ich dann auch bei einigen Maßnahmen u.a. in Stuttgart und Saarbrücken dabei war. Natürlich hat man sich zum einen über die Einladung zur Nationalmannschaft extrem gefreut, aber natürlich bleiben auch Fahrten mit der Niedersachsenauswahl und Länderpokale in Erinnerung."

Redaktion: "Was zählst du als deine größten Erfolge?"

Luisa: "Das ist schwierig zu sagen. Den ersten großen Titel konnte ich direkt mit der U12-Auswahl holen, als wir in Bremen Norddeutscher Meister wurden. Sonst waren eben die Maßnahmen mit der Nationalmannschaft und die Länderpokale riesen Erfolge für mich. Die bisherige Saison mit Gütersloh zählt auch als ein Highlight am Ende meiner Jugendjahre."

Redaktion: "Mit der C-Jugend habt ihr damals auch einmal gegen die Herforder B-Juniorinnen gespielt.  Hast du dich direkt danach den Herfordern angeschlossen? Wie blickst du auf die Zeit zurück?"

Luisa: "Nach dem Spiel konnte ich nicht direkt zu Herford, weil das allein mit dem Fahraufwand nicht zu schaffen gewesen wäre. Nach meiner Saison in Tündern bei den Mädchen bin ich dann mit noch einer aus Tündern dort zum Probetraining gegangen und dann im Sommer 2018 hingewechselt. Das war auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung und die Saison in der Regionalliga als jüngerer Jahrgang hat Spaß gemacht. In der Zeit habe ich aber überwiegend bei Holzminden gespielt, trotzdem konnte ich der Mannschaft in den Spielen, wo ich da war, weiterhelfen und das hat mich gefreut."

Redaktion: "Wie kam dein Wechsel zu Gütersloh zu Stande? Welche Position spielst du dort und wie zufrieden bist du mit der Hinrunde?"

Luisa: "Wir hatten mit Herford im Frühjahr 2019 ein Pokalspiel gegen Gütersloh. Einen Tag später hatte ich direkt einen Anruf von Christian Pohlmann, meinem jetzigen Trainer. Ich war dann relativ zügig dort beim Probetraining, was mir super gefallen hat. Nachdem wir dann mit ihm lange bezüglich der Fahrerei usw. gesprochen hatten, stand für mich der Wechsel dort hin eigentlich ziemlich schnell fest. Klar wollte ich die Chance ergreifen und ein paar kannte ich von der Niedersachsenauswahl und vom DFB auch schon. In den ersten Einheiten hat man gemerkt, dass die Mannschaft echt Potential hat. Ich habe dann erstmal etwas in der Vorbereitung gebraucht, mich in das System einzufinden usw., da ich eben nicht dreimal die Woche dort zum Training hin konnte. Ich spiele dort Zehner oder Stürmer und bin eigentlich ziemlich zufrieden mit der Hinrunde. Wir haben das erste Saisonspiel gegen Leverkusen unnötig verloren und stehen so unter Essen, aber ich bin extrem stolz auf unsere Entwicklung. Nach der Vorbereitung und dem ersten Spiel haben wir glaube ich kurz den Glauben an unser Ziel, um die Meisterschaft mitzuspielen, verloren, aber sind dann stark zurück gekommen."

Redaktion: "Welche Saisonziele hast du mit dem FSV Gütersloh?"

Luisa: "Klar haben wir das Ziel, Meister zu werden. Der Kader ist extrem stark. Das Einzige, was wir jetzt dafür noch machen können, ist unsere noch ausstehenden Rückrundenspiele souverän runterzuspielen und uns auf jedes einzelne Spiel zu fokussieren, weil wir uns keinen Ausrutscher erlauben können. Das ist die Voraussetzung, um noch die Chance zu haben."

Redaktion: "Hast du auch eine Chance in die Westfalenauswahl zu kommen?"

Luisa: "Nach meinem Wechsel wollte ich mich erstmal nur auf die Vereine und die Schule konzentrieren. Jetzt, wo sich das alles aber eingespielt hat, habe ich nach dem Hallenmasters in Ibbenbühren vor ein paar Wochen, wo wir sozusagen „Hallenwestfalenmeister“ mit Gütersloh geworden sind, direkt eine Einladung zur nächsten Maßnahme der Westfalenauswahl im März bekommen, die ich auch wahrnehmen will."

Redaktion: "Für Holzminden spielst du immernoch. Wie oft kamst du dort zum Einsatz? Ist der Klassenerhalt in der Landesliga drin?"

Luisa: "Mit den Pokalspielen kam ich in etwa sechsmal zum Einsatz. Das Problem ist eben, dass sich die Ligaspiele normal mit denen von Gütersloh überschneiden. Klar ist der Klassenerhalt drin, mit vollem Kader und nötiger Einstellung sollte das die Mannschaft schaffen. Die Liga ist generell extrem eng gestaffelt, da ist sowohl nach oben, als auch nach unten nicht viel Luft - alles ist möglich."

Redaktion: "Wie sieht deine Trainingswoche aus und wie kriegst du das neben der Schule in Dassel unter einen Hut?"

Luisa: "Ich trainiere normal montags und mittwochs bei Holzminden und freitags eben bei Gütersloh. Am Samstag haben wir ein Ligaspiel. Die restlichen Tage in der Woche habe ich lange Schule und trainiere ggf. eigenständig oder muss eben was für die Schule machen. Das klappt eigentlich ganz gut, besser als gedacht. Ich hatte echt Angst, dass das eben, dadurch dass ich jetzt halt schon in der 12. Klasse bin und aufs Abi zugehe und auch eben alles für das Abi zählt, nicht zu schaffen ist. Klar ist es irgendwie stressig, aber ich mache es ja gern und bekomme alles ganz gut unter einen Hut."

Redaktion: "Welche Unterschiede kannst du zwischen Landesliga Jugend und der Bundesliga Mädchen erkennen?"

Luisa: "Ich finde, dass ist ein ganz anderes Spiel. Bei den Jungs ist es klar körperlich viel betonter und für mich inzwischen auch extrem schwer. Das Spiel ist auch schneller, weil die Landesliga schon stark ist. Wobei das Niveau in der Bundesliga natürlich auch gut ist und viele dort ja auch eine heftige Technik haben und in Auswahlmannschaften spielen. Mir hilft es aber eben enorm bei den Jungs noch dabei zu sein, weil dadurch, dass ich mich eben dort behaupten muss, hab ich bei den Mädchen eben Vorteile."

Redaktion: "Was waren bisher deine schönsten Momente deiner fußballerischen Laufbahn?"

Luisa: "Schönste Momente sind schwer festzumachen, da könnte ich extrem viele aufzählen. Ein cooler Moment war einfach, als mich meine Trainer und ein paar aus meiner Mannschaft von Holzminden, sowie mein früherer Trainer von Forstbachtal bei unserem Spitzenspiel gegen Essen überrascht haben. Das ist nicht selbstverständlich, gerade bei dem Weg."

Redaktion: "Wie geht's für dich im Sommer weiter?"

Luisa: "Ich möchte auf jeden Fall mein Abi in Dassel machen, also auch nächstes Jahr, auch wenn wir hier in Sachen Frauenfußball im „Niemandsland“ leben, hier bleiben. Ich bin mir noch nicht wirklich sicher, wie es nächste Saison für mich weitergeht. Ich möchte auf jeden Fall auch nächstes Jahr noch bei Holzminden zumindest im Training bleiben - vielleicht ist ja auch ein Zweitspielrecht noch möglich und dann eben in einer guten Frauenmannschaft spielen. Da steht aber noch nichts fest."

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Sonntag, 16. Februar 2020 13:31 Uhr

Grünenplan (mm). Früher der Torjäger, heute Identifikationsfigur - viel treffender können die Worte auf den mittlerweile 37-jährigen Michael Seyd vom TuSpo Grünenplan wohl nicht gewählt werden. Als Kapitän führt der Routinier seine Mannschaft in der Bezirksliga aufs Feld - und das nach über 20 Jahren ohne Bezirksfußball in der Hilsmulde. Wir haben die Winterpause genutzt und uns mit Michael Seyd über seine fußballerische Laufbahn und die aktuelle Lage beim TuSpo Grünenplan unterhalten.

Redaktion: "Michael, schön, dass du dir für dieses Interview die Zeit nimmst. Wo hast du mit dem Fußballspielen angefangen?"

Michael: "Sehr gerne. Ich habe im jungen Alter bei der Jugend des TuSpo Grünenplan angefangen Fußball zu spielen. Anschließend spielte ich bei der JSG Hils, ehe wir in der C- und B-Jugend wieder eine eigenständige Jugendmannschaft des TuSpo Grünenplan hatten. In der A-Jugend war ich dann wieder bei der JSG Hils aktiv."

Redaktion: "Hast du in der Kreisauswahl und/oder im Stützpunkt gespielt?"

Michael: "Ich habe unter Jürgen Grabs in der Kreisauswahl Holzminden gespielt. Mit der Mannschaft sind wir zum Dana Cup nach Dänemark gefahren, was ein echt schönes Erlebnis war. Später habe ich dann auch im Stützpunkt unter Werner Brennecke gespielt."

Redaktion: "In welchen Ligen warst du unterwegs?"

Michael: "Beim TuSpo Grünenplan habe ich auf Kreisebene gespielt. In der A-Jugend bin ich unter anderem mit Kevin Beier, Jan Thomschke und Pierre Schal in der Bezirksliga zum Einsatz gekommen. Zu Auswärtsspielen mussten wir unter anderem in Eimbeckhausen und im hannoverschen Raum antreten."

Redaktion: "Wie verlief dein Einstieg in den Herrenbereich beim TuSpo Grünenplan?"

Michael: "Wir haben relativ früh eine gute Saison in der Kreisliga gespielt, sodass wir als Vizemeister ein Aufstiegsspiel in Gronau bestritten haben. Leider haben wir dieses Spiel mit 0:1 verloren, sodass wir nicht in die damalige Bezirksklasse aufgestiegen sind. Für mich war es auf jeden Fall etwas ganz besonderes mit meinem zwölf Jahre älteren Bruder Stefan zusammenzuspielen."

Redaktion: "Und dann kam dein Wechsel zum TSV Deinsen. Wie kam es dazu und wie blickst du auf die Zeit zurück?"

Michael: "Dadurch, dass mein Bruder Stefan früher auch mal in Deinsen gespielt hat, kannten mich die Deinser auch. Sie hatten mich beobachtet und bei mir angefragt. Nachdem wir den Aufstieg in die Bezirksklasse verpasst hatten, nahm ich das Angebot an. Deinsen spielte zu dem Zeitpunkt in der Bezirksliga und damit noch eine Klasse höher als die Bezirksklasse. Ich habe mich auf dem kleinen Platz in Deinsen immer wohlgefühlt. Da die Zuschauer so nah am Geschehen waren, war dort auch eine ganz besondere Stimmung. Gerade die Derbys gegen Alfeld habe ich noch in guter Erinnerung. Ich war mit einer kurzer Unterbrechung insgesamt fünf Jahre in Deinsen. Wir haben in jeder Spielzeit den Klassenerhalt geschafft und ich bin in einer Saison mit 26 Toren sogar Torschützenkönig geworden."

Redaktion: "Hast du auch an Auswahlspielen teilgenommen?"

Michael: "Ja. Ich habe einmal mit einer Auswahlmannschaft in Grünenplan gegen Borussia Mönchengladbach gespielt. Dort haben wir mit 0:12 verloren. Mit einer weiteren Auswahl kam es in Elze zum Duell mit Hannover 96. Wir haben mit 2:8 verloren und ich habe beide Treffer erzielt."

Redaktion: "Gab es für dich auch mal Anfragen von höherklassigen Mannschaften?"

Michael: "Ja. Als ich meine Lehre gemacht habe, hatte die Reservemannschaft von Hannover 96 bei mir angefragt. Dies habe ich dann aus den zeitlichen Gründen abgelehnt, was ich auch ein wenig bereut habe, da ich es mit Sicherheit zeitlich doch hinbekommen hätte."

Redaktion: "Wann kam es zur endgültigen Rückkehr nach Grünenplan?"

Michael: "Im Sommer 2009 bin gemeinsam mit Jan Thomschke und Kevin Beier zurück nach Grünenplan gewechselt. Ruben Lange hatten wir in Deinsen kennengelernt und auch mit nach Grünenplan genommen. Grünenplan war in der Vorsaison in die 1. Kreisklasse abgestiegen, sodass wir unter Klaus Tiesemann den Wiederaufstieg in die Kreisliga perfekt gemacht haben."

Michael Seyd geht als Kapitän immer voran

Redaktion: "Auf Tiesemann folgten mit Martin Riemer, Karsten Tute und Waldemar Delzer drei weitere Trainer. Wie hat sich euer Spielstil in dieser Zeit geändert?"

Michael: "Wir waren eigentlich immer eine Kontermannschaft. Gegen Teams, gegen die wir das Spiel machen mussten, haben wir uns schwer getan. In der letzten Saison haben wir mit unserem Spielermaterial bewiesen, dass wir auch das Spiel an uns reißen können. Unser Spielsystem hat sich in den letzten Jahren geändert. Zuerst haben mit einem Libero gespielt, dann haben wir auf eine Dreierkette gebaut und jetzt spielen wir mit einer Viererkette."

Redaktion: "Hattest du dir erhofft irgendwann einmal mit deinem Heimatverein in der Bezirksliga spielen zu können? Wie schaust du auf die vergangene Saison zurück?"

Michael: "Ich hatte es mir schon erhofft, irgendwann mal mit Grünenplan in der Bezirksliga zu spielen, aber es nicht erwartet. Wir waren in den letzten Jahren oft nah dran und sind letztlich meistens Dritter geworden. Vor der letzten Saison hatten wir den Aufstieg als klares Ziel ausgegeben. Im ersten Saisonspiel haben wir knapp gegen Dielmissen gewonnen und anschließend gegen Holenberg und Kirchbrak verloren. Somit war die Euphorie recht schnell gedämpft. Wir sind aber ruhig geblieben und haben eine Serie gestartet. Bis zum Ende der Spielzeit haben wir keine Niederlage mehr kassiert - das war schon besonders."

Redaktion: "Wie bewertest du eure Hinrunde in der Bezirksliga?"

Michael: "Im Großen und Ganzen bin ich mit der Hinrunde ganz zufrieden. Als Aufsteiger ist man ja froh, wenn man die Klasse hält und derzeit stehen wir über dem Strich. Wir haben allerdings gegen die direkten Konkurrenten SV Alfeld, TuS Hasede und FC Stadtoldendorf fünf - sechs Punkte liegen gelassen. Man muss aber auch sehen, dass wir viel Verletzungspech hatten und wir kein Spiel mit der ersten Elf gemacht haben. Wir können froh sein, dass wir so eine funktionierende zweite Mannschaft haben, die uns immer wieder unterstützt hat. So konnten wir aber auch überraschende Siege gegen Schliekum und Almstedt feiern."

Redaktion: "Mit Tobias Schütte und Nasser Abdolkhani haben euch zwei Spieler verlassen - kehren die Langzeitverletzten Sascha Fricke und Alexander Delzer bald wieder zurück? Was muss besser werden, um den Klassenerhalt zu schaffen?"

Michael: "Wir haben immer gut ausgesehen, wenn wir das 1:0 gemacht haben. In einigen Spielen haben wir unsere Chancen zu leichtfertig vergeben und dann das Gegentor bekommen. Unsere Einstellung nach Gegentoren muss besser werden. Wir müssen die Grünenplaner Tugenden einfach wieder auf den Platz bringen. Einer der diese Tugenden verkörpert ist Sascha Fricke, der nach seinem Schien- und Wadenbeinbruch hart an seinem Comeback arbeitet und alles dafür tut, bald wieder spielen zu können. Alexander Delzer wird aller Voraussicht nach leider noch länger fehlen. Sein Ausfall schmerzt uns enorm".

Redaktion: "Welche Unterschiede konntest du zwischen der Kreis- und der Bezirksliga erkennen?"

Michael: "Man merkt, dass es die Bezirksklasse nicht mehr gibt. Es ist zwischen den beiden Klassen vom Niveau her mehr als eine Liga Unterschied. Das Spiel ist viel schneller und körperbetonter geworden. Die Mannschaften aus dem Hildesheimer und Hannoveraner Raum sind echt stark."

Redaktion: "Zu guter Letzt eine Frage, die ich dir stellen muss. Wie schaffst du es mit 37 Jahren noch so fit zu sein und wielange dürfen wir dich noch in der Grünenplaner Herrenmannschaft spielen sehen?"

Michael: "Mein Körper fühlt sich einfach noch nicht wie 37 Jahre an. Mit 34 Jahren war meine fußballerische Laufbahn nach einem Knorpelschaden schon so gut wie beendet, aber das ist alles super verheilt und ich hatte seitdem auch keine Beschwerden mehr. Ich bin einer, der im Training immer noch vorneweg läuft und ich denke, dass ich noch zwei - drei Saisons, wenn ich verletzungsfrei bliebe, spielen kann."

Nach seinem Tor gegen den FC Stadtoldendorf jubelte Michael Seyd mit Sascha Fricke

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Montag, 10. Februar 2020 17:16 Uhr

Holzminden (mm). Die Hoffnung eines jeden Kreisvereins sind Herrenspieler, die aus der eigenen Jugend kommen und sich im Verein engagieren. Das Mats Lüttmann nicht nur ein guter Spieler ist, beweist er bereits seit einiger Zeit. Trotz seines Studiums in Göttingen engagiert er sich auch als Jugendtrainer im Verein und gibt so sein Wissen an die Youngsters weiter.

Wir haben die fußballfreie Zeit genutzt, um uns mit Mats Lüttmann über seine bisherige Spielerlaufbahn und die aktuelle Situation beim SV06 Holzminden zu unterhalten.

Redaktion: "Mit wie vielen Jahren hast mit dem Fußballspielen angefangen?"

Mats: "Ich habe mit vier Jahren beim Vorgängerverein des SV06 Holzminden, dem Holzmindener Sportverein angefangen."

Redaktion: "Du bist ein technisch versierter Spieler. Hast du in der Kreisauswahl und/oder dem Stützpunkt gespielt?"

Mats: "Ich habe in der Kreisauswahl unter Jürgen Grabs gespielt. Im 95er Jahrgang war die Qualität ziemlich hoch. Dort habe ich dann zum Beispiel mit Bastian Helms, Bennett Schmitz, Sertac Sahbaz (SCM Bodenwerder), Patrick Kleine (FC Stahle 30) oder Lukas Neumann (MTV Fürstenberg) zusammengespielt. Im Stützpunkt bin ich nicht gelandet. Dafür habe ich später in der Regionalauswahl in NRW gespielt."

Redaktion: "Wie kam es zu deinem Wechsel nach NRW und wo hast du dort gespielt?"

Mats: "Ich wurde von der SpVg Brakel angesprochen und habe dort mein erstes B-Jugend Jahr verbracht. Dafür, dass es "nur" die westfälische Bezirksliga war, war das gerade bei den Partien auf den Kunstrasenplätzen technisch hochwertiger Fußball und für mich eine gute Erfahrung."

Redaktion: "An welche Erfolge aus deiner Jugendzeit denkst du noch gerne zurück?"

Mats: "An die A-Jugendzeit unter Enes Ujkanovic habe ich die besten Erinnerungen. In der Saison haben wir den Aufstieg von der Bezirks- in die Landesliga perfekt gemacht. Wir hatten eine unglaublich gute Stimmung in der Mannschaft, 20 Spieler waren immer beim Training. Jeder hat sich beim Training und beim Spiel für Enes die Beine ausgerissen. Er ist mein absoluter Lieblingstrainer und insgesamt war er für jeden der Größte. Die Zeit erinnert mich ein wenig an die Holenberger Jungs, die das derzeit unter Daniel Schmidtmann bis Sommer noch genießen dürfen. In der Folgesaison habe ich mit der Mannschaft dann auch den Klassenerhalt in der Landesliga geschafft."

Mats Lüttmann mit seinem Lieblingstrainer Enes Ujkanovic

 

Redaktion: "Seit einiger Zeit bist du auch in der Herrenmannschaft aktiv und hast die Aufs und Abs in den letzten Jahren miterlebt. Auf welchen Positionen wurdest du eingesetzt?"

Mats: "Studienbedingt war ich immer nur sporadisch im Einsatz. Eigentlich war die letzte Saison die erste Saison, wo ich auf richtig viele Spiele gekommen bin, bis mich ein Meniskusriss und eine Sehnenentzündung gestoppt haben. Ich sehe mich als einen typischen Achsenspieler. Ich fühle mich auf Innenverteidigerposition, auf der Sechs und auf der Acht am wohlsten. Unter Ali Chaabu wurde ich zwischenzeitlich auch mal zum Außenverteidiger umgeschult."

Redaktion: "Warum konntet ihr zuletzt, trotz gutem Start, nicht den Klassenerhalt in der Bezirksliga schaffen?"

Mats: "Die Transferpolitik im Verein war nicht gut und es wurden im Umgang mit der Jugend viele Fehler begangen, die auch offen angesprochen und bemängelt wurden. Die Zusammenarbeit mit der Jugend hat sich aber gewandelt, was auch ein großes Anliegen von mir war. Inzwischen sind die Trainerstellen in der Jugend top besetzt. So sind neben mir mit Sören Eilers, Noah Buske und Merdan Fekovic gleich drei aktive Herrenspieler auch in der Jugend tätig. Das schafft eine Indentität und eine Vereinskultur."

Redaktion: "Du sprichst es gerade an. Du bist aktuell D-Jugendtrainer im Verein. Wie bist du Trainer geworden und wie steht deine Mannschaft dar?"

Mats: "Ich wurde vor der vergangenen Saison vom damaligen Jugendleiter Andreas Korte gefragt, ob ich Sören Eilers bei der B-Jugend unterstützen möchte. Da mein Bruder Anton und seine Freunde dort gespielt haben, musste ich nicht lange überlegen. Die Zeit mit Sören war super. Er ist ein toller Mensch, ist sehr gut organisiert und arbeitet sehr akribisch, so dass ich viel dazulernen konnte. Aktuell trainiere ich gemeinsam mit Maximilian Rudloff die D-Jugend. Die Jungs wurden von Kevin Walter sehr gut ausgebildet. Es macht mir, trotz des zusätzlichen Zeitaufwandes, sehr viel Spaß. In unserer Staffel sind wir Erster geworden, sodass wir in der Rückrunde in der Kreisliga spielen werden. Bei den Hallenkreismeisterschaften sieht es derzeit so aus, als würden unsere beiden gemeldeten Teams die Endrunde erreichen."

Redaktion: "Strebst du auch eine Trainerlizenz an?"

Mats: "Ali Chaabu hat mir viel von der B-Lizenz erzählt und da ich schon seit längerem großes Interesse an der Theorie des Fußballs habe, habe ich bereits den fußballerischen Eignungstest für die B-Lizenz absolviert. Verletzungsbedingt konnte ich bisher noch nicht den ersten Teil der B-Lizenz absolvieren. Dies werde ich in diesem Jahr angehen. Die C-Lizenz ist im Übrigen keine Grundvoraussetzung für die B-Lizenz mehr und den Schiedsrichterschein werde ich auch im Rahmen der B-Lizenz erwerben."

Redaktion: "Ihr seid nach euren vielen Neuzugängen als klarer Meisterschaftsfavorit in die Saison gegangen. Von der Meisterschaft spricht in der Kreisstadt mittlerweile keiner mehr. Wie erklärst du dir die aktuelle Situation?"

Mats: "Mit der aktuellen Lage können wir nicht zufrieden sein. Klar ist, dass wir von unserem Ziel weit entfernt sind. Im Endeffekt wären wir auch belächelt worden, wenn wir mit unseren Neuzugängen ein anderes Ziel als die Meisterschaft angegeben hätten. Jedoch ist das Zusammenspiel von so vielen Neuzugängen nicht einfach und muss man auch sehen, dass viele Spieler nicht von Anfang an dabei waren bzw. beruflich stark eingeschränkt sind. Beispielhaft sind hier Jonah Sandforth, Timo Schünemann oder Malte Helms zu erwähnen. Außerdem wollen wir auf die Jugend setzen. In dieser Saison geht es nur noch darum unsere Strukturen zu festigen und den starken 01-er Jahrgang in den Herrenbereich einzubinden. In der Jugend sind wir für die nächsten Jahr überragend besetzt, sodass wir uns auf viele gut ausgebildete Spieler für den Herrenbereich freuen dürfen."

Redaktion: "In der Hinrunde hast du aufgrund deiner Verletzung noch kein Spiel bestreiten können. Wann sehen wir dich wieder auf dem Platz?"

Mats: "Nach über einem halben Jahr Pause befinde ich mich derzeit im Aufbautraining. Ich hoffe, dass ich in der Rückrunde wieder voll einsteigen kann."

Redaktion: "Was sollte aus deiner Sicht das langfristige Ziel des SV06 Holzminden sein?"

Mats: "Holzminden sollte langfristig einen gesichterten Platz in der Bezirksliga einnehmen Das ist meiner Meinung nach mittelfristig realistisch. Über höhere Ambitionen kann man sprechen, wenn wir strukturell wieder besser aufgestellt sind."

Redaktion: "Welche Wünsche hast du für deine aktive Spielerlaufbahn noch?"

Mats: "Ein großer Wunsch ist für mich bereits in der vergangenen Saison in Erfüllung gegangen. Ich wollte nochmal ein Spiel mit meinen Jugendfreunden Bastian Helms, Malte Helms, Bennett Schmitz und Julius Böke bestreiten. Das war Ostersamstag im Derby gegen den MTV Bevern. Das war wohl das dominanteste Spiel, an welchem ich teilnehmen durfte. Ein persönlicher Traum wäre es gemeinsam mit meinen Brüdern Anton und Emil ein Herrenspiel zu bestreiten."

Freudestrahlende Gesichter nach dem Derbysieg in Bevern

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Jugend
Mittwoch, 27. Mai 2020 16:03 Uhr
Lenner Torhüter bei Calenberger Land: Hallenbezirksmeister-Titel für Lennard Fechner
Montag, 25. Mai 2020 11:58 Uhr

Holzminden (r). Mit diesen Rahmenbedingungen hatten die F-Junioren-Trainerteams um Ian Beigert, André Müller und Fuat Elmali vom SV06 Holzminden beim 1. Fußballtraining nach der Winterpause zu Beginn des Jahres sicher nicht gerechnet. Sowohl ein Start in die Freiluftsaison erst Mitte Mai, als auch die Herausforderungen durch die Pandemie, forderten die drei Trainer in den letzten Tagen sehr intensiv.

Als der Niedersächsische Fußballverband am 05. Mai den Wiedereinstieg in den Fußballbetrieb verkündete, liefen die Vorbereitungen bei den Verantwortlichen des SV06 auf Hochtouren. „Als einer der ersten Vereine in Niedersachsen haben wir einen Corona-Beauftragten im Verein installiert und ein entsprechendes Konzept zum ordnungsgemäßen Ablauf des Trainingsbetriebs unter Berücksichtigung der aktuell geltenden Parameter erstellt“, erklärt Jens Ebert, 1. Vorsitzender des SV06 Holzminden. Die Strategie lautete dabei: entwickeln, abstimmen, umsetzen und ggf. nachsteuern.

Das Konzept, das vom Corona-Beauftragten und Jugendleiter Wolfgang Jacob und Andreas Struck (2. Vorsitzender des SV06) entwickelt wurde, sieht die Wiedereinführung des Trainingsbetriebs in zwei Wellen vor.

Den Anfang machten hierbei die Teams der Frauen und der 1. Herren. Am letzten Mittwoch stiegen mit dem Landesligateam der U 17 und der Bezirksligamannschaft der U 15 auch die ersten Jugendteams ins Training ein. „Unsere Trainer, Spieler und auch die Eltern haben hier einen tollen Job gemacht“, erklärt der Corona-Beauftragte. Die neuen Spielregeln wurden eingehalten und auch das Training hatten die kreativen Trainer den geänderten Anforderungen angepasst und sehr abwechslungsreich gestaltet. Nach der erfolgreichen Pilotphase, startete am Montag der „Stresstest“. Ab jetzt steigen alle Teams des SV06 in den Trainingsbetrieb ein. Außerdem trainieren auf der Anlage, die sich in der außergewöhnlichen Zwangspause bestens erholt hat, zahlreiche Gruppen aus anderen Vereinen, die die Sporthallen derzeit noch nicht nutzen können.

Wie im Konzept des SV06 vorgesehen, trafen sich die Spieler vor dem Stadion, hielten Abstand und wurden von ihren Trainern durch den gekennzeichneten Eingang zum Trainingsplatz begleitet. Dort waren Übungseinheiten aufgebaut die sicherstellten, dass während der 90-minütigen Einheit der Abstand gewahrt bleibt. „In die Planung haben wir viel Zeit investiert, um die neuen Rahmenbedingungen einzuhalten“, betonen die Trainer, die von den Junior Coaches Jamal Hussein, Mir Tursum, Robin Kuhn und Jan Tietz unterstützt wurden. Aufgrund dieser neuen Bedingungen kam bei den Jugendtrainern die Idee auf, die Trainingseinheiten auch mit flotter Musik zu unterlegen, die bereits von den Nachbarplätzen herüberschallte.

Der SV06 Holzminden legt nicht nur Wert darauf, dass ein Konzept erstellt wird, sondern dass dieses Konzept auch nachhaltig umgesetzt und stets aktuell an die neuen Rahmenbedingungen angepasst wird. „Chapeau den Eltern, die gerade im jüngeren Juniorenbereich gerne beim Training an der Linie dabei sind – sie haben sich alle daran gehalten, die Sportanlage als Zuschauer nicht zu betreten“, betont Wolfgang Jacob, der den „Stresstest“ eng begleitet.

Der SV06 bietet jetzt auch wieder die Möglichkeit für interessierte Spieler, ein Probetraining, nach vorheriger Anmeldung beim Jugendleiter, in den Bezirks- bzw. Landesligateams der U 15, 17 und 19 zu absolvieren. „Wir gehen kein Risiko ein – die Gesundheit und die Solidarität gehen vor“, heißt es von den Verantwortlichen des SV06 Holzminden zum Abschluss.

Foto: SV06 Holzminden

Mittwoch, 13. Mai 2020 13:07 Uhr

Holzminden (r). Der SV 06 Holzminden freut sich über eine Förderung der Braunschweigischen Sparkassenstiftung in Höhe von 1.000,00 € aus den Erträgen der Lotterie „Sparen und Gewinnen“. Durch diese Förderung konnten sechs neue Minitore angeschafft werden, die sich die Jugendabteilung zur Optimierung des Trainingsbetriebs dringend gewünscht hatte. Einerseits ermöglichen diese leicht beweglichen Tore flexible Trainingseinheiten, andererseits werden gerade die jüngeren Jahrgänge körperlich entlastet, weil die vorhandenen Metalltore wegen des notwendigen Umfallschutzes nur mit großer Kraftanstrengung umzustellen sind.

Gerade zum jetzigen Zeitpunkt sind diese Tore von großem Vorteil, da im Rahmen des vom Verein aufgestellten Hygienekonzeptes zum Wiederbeginn des Trainings während der Coronapandemie die Trainingsplätze optimal aufgeteilt und unter Wahrung des Sicherheitsabstandes zum Fußballtraining genutzt werden können.

Die symbolische Scheckübergabe mit Präsentation der angeschafften Tore erfolgte am 12.05.2020 durch Herrn Oliver A. Fuchs als Mitglied des Regionalbeirats der Braunschweigischen Sparkassenstiftung. Für den SV 06 Holzminden nahmen die Vorstandsmitglieder Jens Ebert und Andreas Struck sowie Jugendleiter Wolfgang Jacob die Spende dankend entgegen, natürlich ohne Handschlag und unter Wahrung des notwendigen Sicherheitsabstandes.

Foto: SV06 Holzminden

 

Montag, 27. April 2020 11:52 Uhr

Northeim (red). Der FC Eintracht Northeim sucht auch in diesem Jahr wieder nach talentierten Jungs und Mädchen, um ihnen eine sportliche Heimat zu bieten. Für die Jahrgänge 2004 bis 2006 wenden sich interessierte bei Carim Blötz (Carim.Bloetzeintracht-northeim.de).

Die Mannschaften werden in der kommenden Spielzeit aller Voraussicht nach in folgenden Ligen beheimatet sein:

  • U17 Niedersachsenliga (2004)
  • U16 Bezirksliga (2005)
  • U15 Landesliga (2006)

Auch Trainer gesucht!

Darüber hinaus ist der FC Eintracht ebenso an Trainern interessiert, die sich vorstellen können eine U-Mannschaft zu trainieren und leistungsorientiert auszubilden. Auch hier ist Carim Blötz der Ansprechpartner.

Foto: Eintracht Northeim

Donnerstag, 16. April 2020 06:45 Uhr

Hannover (red). Morgensport, Bastelspaß und Bewegung am Nachmittag: Am heutigen Donnerstag, den 16. April, präsentiert die Hannover 96 Fußballschule den dritten "Kinder- und Familientag". Das komplette Programm wird erneut per Livestream direkt ins Wohnzimmer gesendet! 

Für alle Kinder, die angesichts der Schließungen von Schulen und Kitas in der Coronakrise derzeit von ihren Eltern zuhause betreut werden, wurde von der 96-Fußballschule gemeinsam mit EDDIs-KIDS-Hauptpartner REWE unter dem Motto #96atHOME den großen "Kinder- und Familientag" ins Leben gerufen. Am heutigen Donnerstag geht es nun in die dritte Runde.

Vier bunte Programmpunkte

Auch diesmal hat sich 96-KIDS-Maskottchen EDDI und sein Team wieder einen Stundenplan mit vier verschiedenen rund 30-minütigen Programmpunkten ausgedacht, die perfekt zum Mitmachen geeignet sind. Auf dem YouTube-Channel, der Facebook-Seite und auf der Website von Hannover 96 wird von 10 Uhr bis 16.30 Uhr ein Livestream abrufbar sein, in dem folgende Inhalte einfach und kindgerecht vermittelt werden!

10 Uhr: Morgensport mit Timo Rosenberg

Los geht's um 10 Uhr am Morgen mit einer kleinen Frühsport-Runde, bei der sowohl Kinder als auch Eltern mitmachen können. Geleitet wird die kleine Einheit, die ganz einfach in den eigenen vier Wänden stattfinden kann, von keinem Geringeren als Timo Rosenberg. Der 96-Reha- und Athletiktrainer bringt sonst das 96-Profiteam zum Schwitzen, für den "Kinder- & Familientag" hat er sich - wie bereits zur Premiere vor zwei Wochen - eigens ein kindgerechtes Workout ausgedacht.

Was wird benötigt?

- eine Stoppuhr

- ein Sprungseil

- Matte/Teppich

11.30 Uhr: Basteln mit EDDIs KIDS

Passend zur aktuellen Situation, in der soziale Kontakte auf ein Minimum reduziert werden sollen, könnt Ihr Euch ab 11.30 Uhr gemeinsam mit EDDIs KIDS eine Umarmung basteln. Danach folgt noch ein Klappbild, das am Donnerstag hier heruntergeladen werden kann.

Was wird benötigt?

- Schere

- Buntstifte

- Bastelanleitung (den QR Code findet ihr auf der Homepage von Hannover 96)

- Wolle (möglichst dick, in 3 Farben)

- bunte Pappe (Größe A4)

14 Uhr: Heimtraining mit der 96-Akademie

Auch die 96-Akademie ist in dieser Woche wieder mit an Bord. Für diesen Programmpunkt hat Martin Glaese, Scoutingkoordinator U10 bis U14, erneut ein kognitives Bewegungstraining vorbereitet, dem einige spaßbringende Übungen am Ball folgen.

Was wird benötigt?

- 6 Paar Socken oder Tennisbälle

- 1 Fußball

16 Uhr: 96-Fußballschule für zuhause

Von der Fußballschule ist zunächst ein kindgerechtes Training mit Cheftrainer Michael Wolf geplant, bei dem insbesondere auf das Dribbling eingegangen wird und ebenfalls Finten wie Körpertäuschungen thematisiert werden. Abgerundet wird das Programm mit einem Wettkampfspiel für die ganze Familie.

Was wird benötigt?

- 6 spielbare Gegenstände aus Sockenpaaren, Bällen jeglicher Art & einer Papierkugel (z.B. 1 x Fußball, 1 x Miniball, 1 x Papierkugel, 3 x Sockenpaar)

- mindestens 6 Bücher

- 1 Papierkorb

Foto: Hannover 96 Fußballschule

Fan Aktiv
Sonntag, 31. Mai 2020 10:38 Uhr
Nach Anruf von Uli Hoeneß: Fürstenberger erlebten die "Mutter aller Niederlagen" live
Mittwoch, 29. April 2020 11:47 Uhr

Eschershausen/Köln (mm). Zu einer Stadionfahrt nach Köln hatten sich die Eschershäuser Sergej Michelis und Michael Müller mit zwei Bekannten aus der Region Hannover entschlossen. Köln befand sich in der Saison 2017/2018 nach 15 Spielen mit schwachen drei Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Am 10. Dezember sollten sie den SC Freiburg empfangen, welcher als Tabellendrittletzter ebenfalls mit Abstiegssorgen zu kämpfen hatte. "Bei einem Spiel zwischen zwei Mannschaften, die gegen Abstieg spielen, hatten wir eigentlich keine großen Erwartungen, sodass wir mit dem Torfestival gar nicht gerechnet hatten", blickten die Raabestädter auf das Bundesligaspiel zurück - nach einer 3:0-Führung verloren die Kölner, sinnbildlich für die Saison, in der Nachspielzeit noch mit 3:4.

Mit der Bahn reisten die Fußballfans am zweiten Advent nach Köln. Dort angekommen wurde neben des Kölner Doms auch ein Weihnachtsmarkt angesteuert. In der Domstadt begann es an diesem Nachmittag heftig zu schneien, sodass bereits die Fahrt mit der Straßenbahn zum Stadion eine erste Herausforderung darstellte. Im Stadion angekommen, sah man schließlich mit wieviel Schnee der erst unter der Woche neuverlegte Rasen, trotz einer auf Hochtouren laufenden Rasenheizung, bedeckt war, sodass erste Zweifel aufkamen, ob das Spiel überhaupt stattfinden würde.

"Es waren 120 Helfer mit Schneeschiebern am Werk. So etwas habe ich in meinem Leben noch nicht erlebt", berichtete Michael Müller. Und trotz des hohem Einsatzes sollte der Schnee auf dem Spielfeld nicht weniger werden. Im Stadion warteten die 45.100 Zuschauer im RheinEnergieSTADION, welches für 49.968 Besucher Platz bietet, auf das "OK" des Schiedsrichtergespannes. Dann war es soweit - mit einer halben Stunde Verspätung liefen die Mannschaften zur Hymne des 1. FC Köln ein. Unter großem Applaus des Publikums wurde das Spiel mit freigeräumten Sechzehnern, roten Linien und einem roten Ball angepfiffen.

Köln stand vor der Partie mit dem Rücken zur Wand. Die Rheinländer wollten endlich ein Erfolgserlebnis feiern, um ein Ausrufezeichen im Tabellenkeller zu setzen. Sie kamen mit den Platzbedindungen auch gleich besser zurecht. Lukas Klünter brachte den 1. FC Köln bereits nach acht Minuten mit 1:0 in Führung. Acht Zeigerumdrehungen später legte Sehrou Guirassy per Strafstoß das 2:0 nach. Nach einer guten halben Stunde fiel das 3:0 - ein Eigentor von Freiburg. "Die Kölner Zuschauer neben uns sind ausgerastet. Sie konnten nicht glauben, dass sie in diesem wichtigen Spiel schon mit 3:0 geführt haben", blickte Sergej Michelis auf die Szenen zurück, die sich im Stadion abgespielt haben. Sechs Minuten vor der Pause verkürzte Nils Petersen auf 3:1-Halbzeitstand.

"Es sah alles danach aus, als würde Köln wichtige Punkte im Abstiegskampf einfahren", war Müller zur Halbzeit noch überzeugt. Die Mannschaft von Gästetrainer Christian Streich ließ sich allerdings, auf dem mit der Zeit immer besser bespielbaren Platz, keine Hektik aufkommen und verkürzte in der 65. Spielminute durch Janik Haberer auf 3:2. Die Kölner Zuschauern sehnten gegen die immer stärker werdenden Freiburger den Schlusspfiff herbei. Nach einem Foulspiel bekam der SCF einen Strafstoß zugesprochen, welchen Nils Petersen in der 90. Spielminute zum 3:3-Ausgleich verwandelt hat. In der fünften Minute der Nachspielzeit folgte ein Handspiel von Kölns Sehrou Guirassy im eigenen Sechzehner, sodass es einen Handelfmeter für die Freiburger geben sollte. Nils Petersen legte sich erneut den Ball zurecht und versenkte die Kugel zum vielumjubelten 3:4-Endstand.

Während die Kölner am Boden lagen, starteten die Freiburger einen Jubellauf zum Gästeblock. Sie konnten es nicht fassen, dass sie diese Partie noch gedreht hatten. Logischerweise wurde Nils Petersen mit seinen drei Treffern zum Mann des Spiels. "Dieses Spiel werde ich nie vergessen. Das ist der Fußball, den wir Fußballfans so lieben", resümierte Michelis abschließend.

Foto: mm

Dienstag, 28. April 2020 11:01 Uhr

Boffzen/Trabzon (mm). Die Republik Türkei hat insgesamt 81 Provizen. Aus der Provinz mit der Nummer 61 stammt die Familie von Boffzens Außenverteidiger Erhan Erdogan, nämlich aus Trabzon! Selbstverständlich schlägt sein Fußballherz auch für den Fußballclub Trabzonspor, welcher derzeit in der ebenfalls wegen des Coronavirus unterbrochenen türkischen Süper Lig die Tabelle anführt. Mit dem neuesten Trikotsatz des Kreis Holzmindener Kreisligist FC 08 Boffzen konnte sich Erdogan auch einen Wunsch erfüllen. "Ich trage die 61 mit Stolz. Bei Trabzonspor ist diese Nummer heilig. Sie darf auch nur von Spielern aus dieser Provinz getragen werden", freut sich der Boffzer, dass er diese hohe Rückennummer bei seinem Heimatverein tragen darf.

Drei- bis viermal im Jahr besucht Erdogan, welcher selbst in Deutschland geboren ist, seine Familie in Trabzon und verbindet dies gerne mit Stadionbesuchen. Der Fußballclub wurde 1967 gegründet und konnte seitdem unter anderem sechs türkische Meisterschaften feiern. "Eigentlich sind es sieben Meisterschaften. Wir waren in der Saison 2010/2011 mit unserem gößten Rivalen Fenerbahçe Istanbul punktgleich, aber wir wurden in der Abschlusstabelle Zweiter. Fenerbahçe Istanbul stand jedoch im Verdacht von Spielmanipulationen. Die türkische Justiz hat sie dann auch in sechs Meisterschaftsspielen für schuldig befunden. Sie wurden von der UEFA für zwei Jahre für den Europacup gesperrt und wir durften in der Champions League spielen. Wir warten immernoch, dass uns der türkischen Fußballverband den Titel anerkennt", erinnert sich Erdogan an die Spielzeit 2010/2011.

Zunächst hat die Mannschaft von Trabzonspor im Hüseyin Avni Aker Stadion vor bis zu 25.000 Zuschauern gespielt. "Das Stadion war mitten in der Stadt. Ich hatte das Glück, die Stimmung bei Pokal- und Ligaspielen sowie in dem damaligen UEFA-Cup zu genießen", denkt Erdogan ans "alte Stadion" von Trabzonspor zurück, welches nach der Errichtung des neuen Stadions abgerissen wurde.

Aktuell spielt der türkische Tabellenführer, welcher mit Ugurcan Cakir, Abdulkadir Parmak und Abdulkadir Ömür drei aktuelle türkische Nationalspieler im Kader hat, in der Şenol Güneş Spor Kompleksi Medical Park Arena. Dieses Stadion wurde an der Schwarzmeerküste erbaut und kann bis zu 41.461 Zuschauer fassen. "Ich kann von meinem Balkon direkt auf das Stadion gucken", genießt Erdogan jedes Mal den Anblick. Sein letzter Stadionbesuch bei den Weinrot-Hellblauen war am 15. Februar 2019 gegen Sivasspor. Dieses Duell konnte sein Team mit 2:1 für sich entscheiden. Zugleich ließ er durchblicken, dass zu jedem Stadionbesuch, anders als in Deutschland, das Essen von Köfte Ekmek dazugehört.

"Trabzon ist eine typische Fußballstadt. Wenn die Mannschaft gewinnt, ist auf den Straßen viel los. Werden Spiele verloren, sind die Fans lustlos und man sieht nur wenige Menschen mit Trikots auf den Straßen", beschreibt Erdogan das Leben als Fan von Trabzonspor. Hierzu passt auch der #YANYANA, welcher auf deutsch "Gemeinsam" bedeutet und in Großbuchstaben vor dem Stadion steht. "Ich hoffe sehr, dass meine Mannschaft die Meisterschaft holt, aber auch in der Türkei ist fraglich, wie und ob die Saison zu Ende gespielt wird", so Erdogan abschließend.

Fotos: privat, mm

 

Dienstag, 21. April 2020 12:43 Uhr

Wien (mm). "Hauptsache Fußball" hieß das Motto, mit welchem Lennes Fußballfachwart Michael Keunecke, zu dem Zeitpunkt noch Keeper des TSV Lenne, am Samstag, den 19. April 2014 das Heimspiel vom FK Austria Wien gegen den Wolfsberger AC in der österreichen Bundesliga anging. Bei schönem Wetter fanden sich lediglich 6.450 Zuschauer in der Generali-Arena ein, welche 17.500 Besucher fassen kann.

Zur Hochzeit hatten Michael Keunecke und seine Frau Annika eine mehrtägige Reise in die österreichische Hauptstadt geschenkt bekommen. So gab der Fußballer das Spiel in der damaligen A-Liga bzw. Staatsliga als Ziel aus. "Das kleine Stadion hatte schon seinen Charme, allerdings kann man es überhaupt nicht mit deutschen Stadien im Profifußball vergleichen", blickte Keunecke auf die Generali-Arena zurück.

Zum Spiel: In der 29. Spielminute gingen die Gäste des Wolfsberger AC mit 0:1 in Führung. Diesen Spielstand glichen die Hausherren nach 51 Minuten zum 1:1-Endstand aus. "Fußball in Österreich ist wie Popcorn mit Salz, nicht so prall. Ich wollte im Stadion etwas gutes tun und habe Popcorn gekauft. Leider habe ich nicht gesehen, dass es mit Salz ist - das passte zum Spiel", schmunzelte Keunecke.

Fotos: Michael Keunecke

Sonntag, 19. April 2020 11:27 Uhr

Eschershausen/Madrid (mm). Als Redaktionsleiter, aktiver Spieler und Trainer kennt der Eschershäuser Michael Müller jeden Sportplatz im Kreis Holzminden und auch in den Nachbarkreisen ist er kein Unbekannter. Durch die enge Freundschaft zu David Paasche, aktueller Trainer des TSV Föhrste (Kreis Hildesheim), welcher seit Kindertagen Fan von Real Madrid ist, entstand 2018 schließlich die Idee, mit dem Estadio Santiago Bernabéu den Tempel der Königlichen als gemeinsames Reiseziel auszugeben.

"Ich hatte in den deutschen Profiligen bereits einige Stadien gesehen und wollte gern ein Stadion im Ausland besuchen. Real Madrid hat mich schon immer wieder begeistert, sodass mir die Entscheidung für die Reise nicht schwer gefallen ist", berichtete Michael Müller, dessen Fußballherz für Borussia Dortmund schlägt. Nach der Terminierung des Spiels wurden frühzeitig die Tickets im Internet gesichert sowie die Flüge und die Unterkunft gebucht.

Am Freitag, den 30. November endete die Bahnfahrt von Alfeld (Leine) in Hamburg, von wo aus der Flug in die Hauptstadt von Spanien gehen sollte. In Madrid angekommen war es schon spät am Abend, sodass es nach dem Check-in im Hotel auch schnell zur Nachtruhe kommen sollte.

Das Spiel gegen den FC Valencia war für Samstag, den 01. Dezember um 20.45 Uhr angesetzt, sodass noch genügend Zeit war, in aller Ruhe Madrid zu erkunden. "Wir konnten aber nicht bis abends warten, sodass uns unsere erste Fahrt mit der U-Bahn auch gleich zum Estadio Santiago Bernabéu geführt hat", blickte Müller zurück. Schritt für Schritt näherten sich die Fußballbegeisterten dem Stadion, ehe sie aus dem Staunen nicht mehr herauskommen sollten. "Ich hätte nicht gedacht, dass mich der Anblick des Stadions so begeistern würde. Mich hat es dann auch nicht mehr gewundert, dass sich an diesem Ort zahlreiche Touristen befanden, die fleißig Erinnerungsfotos geschossen haben", konnte Müller seinen Augen kaum trauen.

Michael Müller vor dem Estadio Santiago Bernabéu

Natürlich wurde auch der Fanshop des Stadions besucht, ehe vor dem Spiel schließlich noch ein Rundgang durch die Stadt mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten folgen sollte. Um die 20 Kilometer wurden auf den Straßen und Gehwegen Madrids abgespult. Nach einer Stärkung im Hotel, sollte es erneut mit der U-Bahn zum Höhepunkt der Reise kommen: Das Spiel von Real Madrid gegen den FC Valencia!

Von weitem sah man bereits das Estadio Santiago Bernabéu mit seiner Beleuchtung erstrahlen. Der Aufenthalt vor dem Stadion war nicht von allzu langer Zeit, schließlich wollte man endlich das Innere des Stadions erblicken. Im Oberrang war es schließlich soweit: Das Stadion erstrahlte auch im Inneren im vollen Glanz. "Das war echt beeindruckend. Wir saßen auf unseren Plätzen wie auf einem Balkon und Deckenstrahler sorgten dafür, dass man im Stadion gar keine Jacke tragen musste", skizzierte Müller den Luxus, der den Zuschauern geboten wurde.

Bei dieser Reise wurden auch große Unterschiede in der Kultur erkannt. Ein Gästeblock konnte nicht gefunden werden. Eine Stadionshow wurde den Zuschauern nicht geboten, stattdessen waren die Blicke auf das Aufwärmen des Teams um Kapitän Sergio Ramos gerichtet. Die Essgewohnheiten der Spanier wurden auch sichtbar, als sich die ersten Schalen von Sonnenblumenkernen auf dem Boden verteilt haben. Pommes- und Bierstände wurden vor dem Stadion ebenfalls nicht gesichtet, stattdessen deckten sich die Spanier im Stadion mit Baguettes ein, die sie in der Halbzeitpause auf ihren Plätzen verzehren sollten.

Zum Spiel: 69.653 Zuschauer hatten an diesem Abend das Estadio Santiago Bernabéu besucht, welches maximal von 81.044 Besuchern fassen kann. Vielversprechend fing die Partie an. Bereits in der achten Spielminute landete der Ball nach einer scharfen Hereingabe vom Ex-Leverkusener Daniel Carvajal bei Gästeakteur Daniel Wass, welcher das Spielgerät unglücklich zum 1:0 im eigenen Tor untergebracht hat. So konnte die legendäre Tormusik "Hala Madrid y nada mas" bereits früh ertönt werden. Trotz der totalen Dominanz konnten sich die Madrilenen im ersten Durchgang lediglich zwei richtige Torchancen erspielen.

In der zweiten Halbzeit drückte Valencia auf den Ausgleich, der ihnen jedoch nicht gelingen sollte. "Zum Ende der Partie merkte man den Zuschauern der Königlichen an, dass sie beim Spielstand von 1:0 ungeduldig wurden", erinnerte sich Müller. Zur Beruhigung sollte schließlich das Tor von Lucas Vásquez zum 2:0-Endstand sorgen.

Am Sonntag ging es früh morgens in Richtung Flughafen, sodass man bereits am frühen Nachmittag wieder in Alfeld (Leine) angekommen ist. "Eigentlich sollte es ein einmaliger Trip werden. Madrid hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ich kann jedem Fußballfan eine Reise ins Estadio Santiago Bernabéu empfehlen und könnte mir auch eine Wiederholung vorstellen", resümierte Müller.

Das Satiago Estadio Bernabéu von innen

Ihr seid großer Fan eines Vereins oder habt eine interessante Story für uns? Dann meldet Euch bei unserem Redaktionsleiter Michael Müller per E-Mail unter media@meine-fankurve.de oder telefonisch unter 0152/55911393 (gern auch per WhatsApp).

Fotos: mm

Überregional
Freitag, 15. Mai 2020 14:48 Uhr
"Vollblutstürmer" Adem Avci kehrt zur SSG Halvestorf-Herkendorf zurück
Sonntag, 10. Mai 2020 11:55 Uhr

Wallensen/Fölziehausen (mm). Am kommenden Freitag, den 15. Mai ist es endlich soweit - Frank Batke aus Wallensen und Marco Neumann aus Duingen dürfen ihre selbst errichtete Fußballgolfanlage am Humboldtsee in Betrieb nehmen. Auf der circa vier Hektar großen Anlagen sind 18 Bahnen mit einzelnen Bahnlängen von 15 - 200 Meter entstanden. Das Eröffnungsevent wird am Samstag, den 16. Mai ab 14 Uhr mit dem in Holzminden wohnhaften DSDS-Finalisten Joshua Tappe stattfinden!

Was ist Fußballgolf?

Fußballgolf ist eine Ballsportart, die Elemente von Fußball und Golf kombiniert. Ziel ist es, einen Fußball mit möglichst wenigen Schussversuchen durch verschiedene Hindernisse und über Geländeneigungen bis zum Ziel zu spielen. Beim Ziel kann es sich um mit Bodenlöcher, spezielle Netze oder sonstige Ziele handeln. Auf unterschiedlich gestalteten Naturbahnen kann jeder sein Geschick unter Beweis stellen. Eine spezielle Ausrüstung ist nicht nötig. Der Spaß sowie das Erlebnis in der Gemeinschaft stehen hier im Vordergrund. (1. Bericht)

Das Eröffnungsevent

"Wir freuen uns, euch mitteilen zu können, dass wir am Freitag, den 15.05.2020 ab 14 Uhr unsere Tore öffnen und der Spielbetrieb beginnen kann. Für Samstag, den 16.05.2020 haben wir noch organisiert, dass der diesjährige DSDS-Finalist Joshua Tappe uns besuchen kommt, mit uns ein bisschen kickt und einen netten Nachmittag verbringt! Wir freuen uns auf das kommende Wochenende mit euch zusammen", gaben Frank Batke und Marco Neumann über ihre Social Media Kanäle bekannt.

Selbstverständlich wird der DSDS-Dritte, welcher selbst die Fußballschuhe für den SV Fürstenau/Bödexen II schnürt, auch singen. "Wir halten uns an die allgemein bekannten Corona Vorsichtsmaßnahmen. Es ist nur erlaubt, mit maximal zwei Personen gleichzeitig auf einer Bahn zu spielen. Ein Sicherheitsabstand von zwei Metern muss immer und überall eingehalten werden! Durch die aktuelle Corona Situation ist die gleichzeitige Gästeanzahl begrenzt! Wir bitten um vorherige Anmeldung beziehungsweise Reservierung", so das Duo weiter.

Weitere Infos findet Ihr unter https://fussballgolf-humboldtsee.de/.

Collage: mm

Sonntag, 29. März 2020 14:10 Uhr

Höxter (mm). So hatte sich Kevin Wilms seine Rückkehr zum SV Höxter vorgestellt. Aus 18 Ligaspielen nahm die Mannschaft von Uwe Beck 45 Punkte mit und führt mit drei Punkten Vorsprung auf den TuS Bad Driburg die Kreisliga A an. Im Gespräch mit der Redaktion blickt Wilms, welcher im Landkreis Holzminden für den FC Stadtoldendorf und den SV06 Holzminden auf Torejagd gegangen ist, auf die Hinrunde zurück.

Redaktion: "Wie zufrieden bist du mit der Hinrunde? Was hätte besser laufen können?"

Kevin: "Ich bin sehr zufrieden mit der Hinrunde. Wir stehen ganz oben, was auch von Anfang an mein Ziel war. Allgemein bin ich mit der Mannschaft zufrieden, da wir gut zusammen arbeiten. Die Unentschieden-Spiele hätten besser laufen können - da sind wir zu locker in die Spiele gegangen und haben die Punkte vergeben."

Redaktion: "Was war dein Highlightspiel?"

Kevin: "Mein Highlightspiel war das Derby gegen den FC Stahle 30. Das Spiel haben wir in der 93. Spielminute noch mit 4:3 gewonnen. Unser Freistoßkönig Jannis Ortmann hat den Ball in den Winkel geknallt. Das war schon echt geil."

Redaktion: "Euer Ziel für die Rückrunde ist der Aufstieg. Hat sich im Winter bei euch personell etwas verändert?"

Kevin: "Wir haben keine Winterneuzugänge und können auf eine super A-Jugend zurückgreifen. Die passen gut zu uns. Wir brauchten im Winter aber auch keine dringende Verstärkung. Jeder weiß, was er kann und insgesamt sind wir jung und gierig."

Redaktion: "Auch bei euch ruht der Ball. Wie hälst du dich fit?"

Kevin: "Ich gehe mit Ramon Schreiner laufen. Ansonsten habe ich ein paar Fitnessgeräte und einen großen Garten, sodass ich mich insgesamt gut fithalten kann."

Redaktion: "Wie schätzt du die Chancen ein, dass die Saison noch zu Ende gespielt wird?"

Kevin: "Ich schätze die Chancen mittlerweile als gering ein. Wenn nicht jeder seinen Beitrag dazu leistet, dann wird das nichts. Ich bin daher skeptisch, aber würde es mir auf jeden Fall wünschen."

Foto: mm

Samstag, 28. März 2020 13:17 Uhr

Altenbergen/Vörden (mm). Nach seiner Zeit beim MTSV Eschershausen hat sich Trainer Carsten Sager eine längere Pause genommen. Seit Ende September ist der frühere Holzmindener Jugendtrainer bereits beim Höxteraner A-Ligisten SG Altenbergen/Vörden in Amt und Würden. Derzeit befindet sich sein Team auf dem zehnten Tabellenplatz. Zuletzt hat er mit seiner Mannschaft Testspiele gegen seinen Ex-Verein MTSV Eschershausen und den MTV Bevern bestritten. Gemeinsam mit der Redaktion blickt der Übungsleiter auf die Hinrunde bei seinem neuen Verein zurück

Redaktion: "Wie zufrieden bist du mit der Hinrunde? Was hätte besser laufen können?"

Carsten: "Wir hätten in der Hinrunde schon ein paar Punkte mehr haben können, vielleicht auch müssen. Da meine Mannschaft natürlich auch sehr jung ist und die Spieler daher noch etwas grün hinter den Ohren sind, hat in einigen Spielen die Cleverness gefehlt. Wir sind dann früh in den Rückstand geraten und dem Rückstand im ganzen Spiel hinterhergelaufen. Das wollen wir auf jeden Fall abstellen."

Redaktion: "Was war dein Highlightspiel?"

Carsten: "Das 2:2 gegen den Tabellenzweiten aus Warburg. Das Unentschieden war hochverdient, nach Zuschaueraussagen von beiden Seiten hätten wir das Spiel als ganz klarer Außenseiter sogar gewinnen müssen. So ist das manchmal im Fußball. Den Extrapunkt nehmen wir gerne mit. Es war ein sehr, sehr gutes Spiel meiner Mannschaft."

Redaktion: "Welches Ziel habt ihr für die Rückrunde?"

Carsten: "Wir wollen ab der ersten Minute auf dem Platz sein und nicht erst, wenn wir schon hinten liegen. Das müssen wir abstellen. Wir haben sehr, sehr wenig Tore geschossen, sodass wir unsere Stürmer besser einsetzen wollen."

Redaktion: "Auch bei euch ruht der Ball. Wie hält sich deine Mannschaft fit?"

Carsten: "Wir haben am 17. Januar und damit sehr früh mit der Vorbereitung angefangen. Seit dem 06. März ist Trainingsstopp. Den Jungs ist aber freigestellt, ob sie für sich selbst etwas machen wollen. Ich denke aber, dass sich einige bewegen und sich fithalten."

Redaktion: "Wie schätzt du die Chancen ein, dass die Saison noch zu Ende gespielt wird?"

Carsten: "Ich glaube nicht, dass weiter gespielt werden kann. Wir sind erst beim Anfang und die schweren Wochen kommen aller Voraussicht nach noch. Ich gehe daher davon aus, dass nichts mehr passieren wird. Zumal inzwischen ja auch die Europameisterschaft abgesagt wurde."

Foto: mm

Montag, 24. Februar 2020 06:26 Uhr

Salzhemmendorf/Duingen (r). Frank Batke und Marco Neumann kann man schon als Fußballverrückte bezeichnen. Seit jüngster Kindheit jagen die Beiden dem runden Leder hinterher. Zusammen aktiv wurden sie dann aber erst in einer Altherren-Mannschaft, wo sich ihre Wege aufgrund des Alters – sie sind gut zehn Jahre auseinander – das erste Mal kreuzten. Schnell merkten der HSV- und der Werder-Fan, dass sie auf einer Welle liegen und unterhielten sich am liebsten natürlich über Fußball. Bei einem Besuch einer Fußballgolf-Anlage kam ihnen im August letzten Jahres die Idee, dass sie so etwas auch gemeinsam umsetzen könnten. Am Humboldtsee kamen der Wallenser und der Duinger mit dem dortigen Besitzer Peter Patt ins Gespräch und es entstand vergangenes Jahr die erste Idee zu einer Fußballgolfanlage am Humboldtsee. „In unserem Kopf war gleich die Faszination von Fußballgolf am Wasser da und wir entwickelten unsere Idee immer weiter“, so Neumann im Gespräch.

Danach nahm die ganze Idee Fußball-Golf mit Strandatmosphäre richtig Fahrt auf. Der 49-jährige Batke und der 36-jährige Neumann setzten sich zusammen und überlegten, wie man das ganze nachhaltig umsetzen kann. Beide stehen voll im Berufsleben und wollen auch weiterhin in ihren normalen Berufen bleiben. Mit Rückhalt aus ihren Familien gingen sie schließlich das Abenteuer an und kümmerten sich zunächst erstmal um das rund vier Hektar große Gelände. Freunde wie Christoph Ahlborn halfen immer mal wieder und gestalteten die Idee mit. Neben vielen Arbeiten rund um den Grünschnitt auf dem etwa 30 000 Quadratmeter großen Gelände wurden auch achtzehn verschiedene Bahnen mit 15 bis 200 Metern Länge geplant. Nach wochenlangen Arbeiten sind die ersten drei Bahnen schon bespielbar und weitere vor der Fertigstellung. Dabei lässt der „Praktiker“ Neumann seiner Kreativität vollen Lauf. Ob der Schuss durch ein extra aus dem Harz geliefertes altes Mühlenrad, über einen Bach oder entlang des Strandes am Wasser – auf die Feinheiten wird vom Team geachtet und die Anlage entsteht dabei eingepasst in die Natur mit vielen Besonderheiten. „Wir wollten bewusst keine Anlage auf einem Acker wie anderswo schaffen, sondern diese tolle Umgebung am See entsprechend einbauen“, erklären die beiden im Gespräch. Entstanden ist bei der Umsetzung der verschiedenen Bahnen laut Neumann dabei auch die mit 18 Metern vermutlich längste Fußballgolfröhre der Welt, die für viele Baustellenbesucher schon als echter Hingucker dient.

Jede freie Minute am Abend oder an den Wochenenden arbeiten die beiden Fußball-Golf-Freunde schließlich an der Gestaltung des Platzes, während sich auch in ihrem Umfeld die Vorfreude auf das gesellige Fußball-Golf steigert. Nach einem Besuch der Anlage und ersten Spiel-Runden an den bereits fertigen Bahnen gründen Freunde der beiden Betreiber sogar den 1. Fußball-Golf-Club Leine-Weser, mit dem sie nach der Fertigstellung der Anlage sogar die Teilnahme an einem deutschlandweiten Ligabetrieb anstreben. 20 Mitglieder aus vielen umliegenden Orten sind schon Mitglied, wobei der Verein von Sebastian Weber geführt wird. „Der Verein ist keine Konkurrenz zu den umliegenden Fußballvereinen und bietet vor allem einen geselligen Ansatz am See, wo sich die Mitglieder aus den umliegenden Landkreisen dann immer wieder treffen können“, erklärt Batke die Beweggründe der Vereinsgründer. Der Vorstand um Sebastian Weber oder Andreas Gröhlich hat sich auch schon im Deutschen Fußball-Golf-Verband DFGV organisiert, wo deutschlandweit über 800 Mitglieder registriert sind, die auch den Deutschen Meister ermitteln. Sogar einen Weltverband gibt es für die Sportart schon, so dass sich die Mitglieder in der wärmeren Jahreszeit schon auf einige Turniere freuen. Damit der Verein Turniere durchführen darf, entsteht der Platz auch nach den offiziellen DFGV-Regeln. So haben etwa die Löcher der verschiedenen Bahnen einen genauen Durchmesser, worauf auch Marco Neumann beim Bau genau achtet. Der Verein freut sich natürlich über weitere Mitglieder, die sich zur Kontaktaufnahme auch bei den beiden Betreibern des Platzes am Humboldtsee direkt oder über die Homepage www.fussballgolf-humboldtsee.de melden können.

Schon vor dem geplanten Start an Ostern haben sich bereits die ersten Kooperationen ergeben. Neben geplanter Zusammenarbeit mit dem Campingpark Humboldtsee, dem Waldhotel Humboldt und dem Saalepark startet nach den Osterferien eine Zusammenarbeit mit der KGS Salzhemmendorf, wo Schüler innerhalb einer AG ihren sportlichen Spaß in der Natur am Humboldtsee entwickeln können. Freuen tun sich die Betreiber auch über Unterstützung aus einer anderen Quelle. Zusammen mit weiteren Unterstützern hat Frank Batke letztes Jahr das Buch „40 Jahre Kreisliga Hameln-Pyrmont“ herausgebracht. Der Überschuss aus dem Buch sollte dem Jugendfußball in Hameln-Pyrmont zu Gute kommen, weshalb auf einstimmigen Beschluss der Autoren jetzt Gutscheine an alle 45 Jugendfußball unterstützenden Vereine des Landkreises zum Spielen auf der Anlage am Humboldtsee verteilt wurden.

„Wir haben uns die Arbeit aufgeteilt, wobei jeder seine Stärken hier einbringt. Bis jetzt macht uns das unglaublich viel Spaß und wir verwirklichen hier schon einen Traum von uns“, sind sich Batke und Neumann einig. Wenn das Wetter bei den Arbeiten mitspielt, wollen die beiden Gründer den ersten Fußball-Golf-Platz der Region an Ostern eröffnen. Bis dahin ist aber noch einiges auf dem Gelände zu tun.

Text und Fotos: Christian Göke

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